1

Kriminelle Rumänen auf Italientrip


40 Prozent der international gesuchten rumänischen Kriminellen sind nach Italien geflüchtet, berichtet das rumänische Justizministerium. Bisher wurden in Italien verurteilte Rumänen allerdings kaum zurückgeschickt. Der italienische Außenminister Franco Frattini verlangt jetzt von Rumänien nicht nur, dass es seine Kriminellen zurück nimmt.

Der Außenminister verlangte auch, dass vorbestrafte Rumänen, die nach Italien einreisen wollen, den italienischen Grenzbehörden gemeldet werden. Mit dieser Forderung stieß Frattini jedoch auf Widerstand. Rumänien habe keine Absicht, Maßnahmen gegen die Freizügigkeit der rumänischen Staatsbürger zu ergreifen, erwiderte Diaconescu.

Wie sonst kann man schließlich auf so einfache Art die Kriminalitätsrate im eigenen Land senken?

„Rumänien muss uns Garantien geben, dass wir keine rumänischen Kriminellen mehr auf unseren Straßen haben werden“, betonte der italienische Außenminister. Frattini fügte hinzu, dass Italien Rumänien als absolut strategischen Partner bewerte. Er selber habe sich als EU-Kommissar stark für den EU-Beitritt Rumäniens eingesetzt.

Als EU-Gegner kann man eine gewisse Schadenfreude darüber, wie die EU sich selbst zerlegt, nur unschwer unterdrücken. Wo doch hoch bezahlte Fachleute über so wichtige Dinge wie Personenfreizügigkeit mit Ländern wie Rumänien entscheiden, weil der „kleine Mann“, der Stammtisch, das nicht kann.

(Spürnase: Ludwig St.)