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Buschkowsky: Mit Hundertschaften reingehen

Nicht alle Menschen empfinden die von grillenden Migranten in Parks hinterlassenen Müllberge als Bereicherung. Der Neuköllner Bürgermeister Buschkowsky spricht aus, was viele denken. Der Staat muss Härte und Präsenz zeigen und sich nicht mit falsch verstandener Toleranz zum Hampelmann machen. Gleichzeitig wird die Aggressivität unserer zugereisten Neubürger angesprochen. (Quelle)

Herr Buschkowsky, die Innenstadtbezirke klagen gerade über vermüllte Parks und illegales Grillen.

Bei uns in Neukölln ist das Grillen im Park schlicht verboten.

Und das kriegen Ihre Ordnungsamtsmitarbeiter durchgesetzt?

Alleine nicht. Das braucht eine Hundertschaft der Polizei. Wer gegen illegales Grillen vorgeht, wird angegriffen. Daher gehen wir ein, zwei Mal im Jahr mit einer Hundertschaft in Parks wie die Hasenheide und verhängen Geldstrafen.

Könnten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes das auch in Gebieten wie dem Tiergarten durchsetzen?

Man kann da doch nicht mit vier umgeschulten 50-jährigen Köchinnen hingehen und 200 Leuten sagen: Sie machen den Grill aus! Da werden die Mitarbeiter doch plattgemacht. Im Tiergarten hat die normative Kraft des Faktischen gesiegt.

Kann man das rückgängig machen?

Nur mit staatlicher Gewalt. Da müsste man mit drei- bis vierhundert Mann Polizei rein und das jede Woche durchhalten, bis das Verbot durchgesetzt ist. Aber stattdessen hat man das im Tiergarten einreißen lassen, weil man so tolerant war.

Manche sagen, die unflexiblen Dienstzeiten der Ordnungsämter seien ein Teil des Problems.

Die Rahmendienstzeiten müssten aufgestockt werden. Die enden um 22 Uhr – da geht’s doch oft erst los.

“Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind eine Bereicherung für uns alle.”
(Maria Böhmer, CDU, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung)




Katholiken vereint im Kampf gegen Rechts™

Kölner DomAls Kirche soll man keine politische Meinung vertreten, außer die „richtige“ natürlich. Der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln spricht sich daher gefahrlos – vereint mit verschiedensten der Kirche nahe stehenden Verbänden – als Kirche gegen Rechts aus. Sie will Pro Köln bekämpfen, weil „Gott für jeden Menschen einen Plan“ habe, dem die „Ideologie“ von Pro Köln widerspreche – als wären die Christen dazu da, die Wünsche der Muslime zu erfüllen.

Die Kirche lehnt jegliche Diskriminierung ab, außer sie betrifft die „braune Scheiße“. In diesem Sinne stiftet die Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Verbände im Erzbistum Köln die Wähler zur Verfolgung Andersdenkender im Namen Christi an. Die christlichen Wähler sollen darum gegen Rechts zur Urne gehen und andere vor dem Bösen warnen.

Der Vorsitzende der Bürgerbewegung Pro Köln, Markus Beisicht, nimmt zu dem Angriff seitens der Kirche Stellung und erkennt, dass Gleichheit und Menschenrechte in den Augen der Kirche für alle zu gelten haben, nur eben nicht für die „Rechten“.

Kontakt:

Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln
Breite Str. 106, 50667 Köln
Telefon: (0221) 257 61 11
Fax: (0221) 25 54 62
info@dioezesanrat.de

Unterzeichnet wurde das Pamphlet von:

» Winfried Gather, Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB)
» Monika Kurth, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd)
» Christian Linker, Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
» Sabine Terlau, Kolpingwerk
» Andrea Honecker, Katholische Elternschaft Deutschlands (KED)
» Gerd Jacobs, Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung (KKV)

Broschüren gegen Rechts:

» Gemeinsame Erklärung der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Verbände im Erzbistum Köln zum Umgang mit der „Bürgerbewegung Pro NRW“
» Flyer gegen Pro Köln




Bierbüchsen gegen Islamisierung in der Türkei

Jeden Freitag Abend nehmen Hunderte Bewohner des Istanbuler Stadtteils Moda auf der asiatischen Seite der Stadt Bierbüchsen in die Hand und ziehen hinunter zum Bosporus, zum alten Fähranleger. Sie kommen aber nicht, um sich zu betrinken. Die Büchse ist vielmehr ein Protestsymbol. In einem hörenswerten Beitrag im Deutschlandfunk wird die Entstehung dieses Protestes beschrieben: In den Gaststätten wird immer weniger Alkohol ausgeschenkt, weil er nicht halal ist, die Kinder lesen in der Schule das Märchen Rotkäppchen, in dem die Großmutter plötzlich ein islamisches Gebet spricht. Anders als bei uns wehren sich in Istanbul die Bürger gegen diese Islamisierung…




Hungerfolter als islamische Erziehungsmethode

Ein französisch-marokkanisches Ehepaar aus Banyuls-sur-Mer in den Pyrenäen hat seine acht Kinder im Alter zwischen 7 und 17 Jahren „im Rahmen einer streng-religiös islamischen Erziehung“ beinahe verhungern lassen. Der Vater stammt aus Marokko, die Mutter ist eine zum Islam konvertierte Französin. Passanten wurden auf den 16-jährigen Jungen der Familie Yassin aufmerksam, weil er kopfüber in Mülleimern nach Essbarem suchte.

Nachdem ihn die Mutter zum wiederholten mal verprügelte, weil er eine Prise Zucker geklaut hatte, war er abgehauen. Die Behörden haben eine Untersuchung gegen die völlig abgeschottet lebenden Muslime eingeleitet. Nach Angaben des Staatsanwalts verteidigt sich der Vater der Familie, er könne seine Kinder nicht ernähren, weil er keine Sozialhilfe erhalte. Außerdem sollten die Kinder, die eine streng islamische Erziehung genossen, durch den Hunger „gereinigt“ werden. Die Kinder lebten eingesperrt im Haus, einige von ihnen waren dem Hungertod nah.

Drei Jugendliche mit Gewicht zwischen 22 und 32 Kilogramm befinden sich gegenwärtig noch zur Behandlung im Krankenhaus. Die anderen Kinder wurden in die Obhut eines Heims übergeben.

(Spürnase: Anne)




Wilders dreht Fitna II

FitnaDie Gutmenschen-Welt ist in Aufruhr. Geert Wilders plant fürs nächste Jahr Fitna II und zwar mit professioneller Hilfe aus Hollywood. Und weil der von Wilders diffamierte Islam so friedlich ist, haben die Politiker schon mal vorauseilend mächtig Angst vor Terroranschlägen.

Die Sicherheitsdienste prüften nun, welche Auswirkungen die Ankündigung möglicherweise für die Bedrohungssituation in den Niederlanden hat, erklärte ein Sprecher der Anti-Terrorismus-Behörde (NCTB). Dies sei die übliche Reaktion. Nach Einschätzung der Behörde war durch Wilders ersten Film die Gefahr von Anschlägen gewachsen.

Innenministerin Guusje ter Horst hatte Anfang April erklärt, die Bedrohungslage sei noch so ernst, dass die zweithöchste Alarmstufe „substanziell“ aufrechterhalten bleiben müsse. Sie verwies dabei auch auf den Afghanistan-Einsatz der niederländischen Streitkräfte. Deshalb sowie wegen mutmaßlicher Beleidigungen des Islam, unter anderem durch „Fitna“, blieben die Niederlande in den Augen von muslimische Extremisten ein „legitimes Angriffsziel“.

Der Schuldige wäre damit also schon mal vorab gefunden.

In der WELT-Umfrage zeigen die Leser, was sie von Geert Wilders halten: 92 % stimmen ihm zu und in Holland wird seine Partei – allen Dhimmi-Warnungen zum Trotz – immer stärker.

(Spürnasen: Denker, Christian N., Herman M. und Geheimrat)




Französische Innenministerin will Kapuzenverbot

Die französische Innenministerin, Michèle Alliot-Marie, denkt über gesetzliche Möglichkeiten nach, die Teilnehmer an Demonstrationen daran hindern sollen, ihr Gesicht zu verhüllen, insbesondere unter Kapuzen und Gesichtsmasken zu verbergen. Alliot-Marie kennt ihre (linken) Pappenheimer und erklärt: „Jene, die für ihre Ideen demonstrieren, verbergen niemals ihr Gesicht“. Aber diejenigen, die sich maskieren, „kommen um zu zerstören, zu plündern und die Ordnungskräfte anzugreifen.“

Im Gesetz zur Wahrung der inneren Sicherheit soll darum eine Passage hinzukommen, die gewisse Kleidungsstücke (wie auf Foto) bei öffentlichen Aufmärschen verbietet, vor allem bei „Leuten, die ganz offensichtliche Flegel sind“ (Zitat Michèle Alliot-Marie). In Deutschland gibt es bereits ein Vermummungsverbot, in Frankreich bisher nicht. Die Innenministerin reagiert mit ihrem Vorstoß auch auf die Vorkommnisse während des NATO-Gipfels in Straßburg.

Etwas schwieriger als die Festlegung des neuen Gesetzes, dürfte die Umsetzung werden. Viele Kapuzenträger werden behaupten, ihre Kleidung „modischen Gründen“ zu tragen und die Polizei bei der Umsetzung des Gesetzes der Diskriminierung beschuldigen. Dies gilt umso mehr für Leute, die sich unter Palästinenserschals verbergen. So mancher Polizist, der das Vermummungsverbot durchsetzen möchte, wird da ganz schnell zum „Rassisten“ abgestempelt werden.

Video französischer Verhüllungsfreunde:

(Spürnase: Anne)




Türkischer Schriftsteller „beleidigt“ Moslems

Der türkische Autor Nedim Gürsel (Foto) muss vor Gericht, weil er mit seinem Roman „Allahs Töchter“ die religiösen Gefühle der Moslems verletzt haben soll. Die türkische Religionsbehörde hat das Buch als beleidigend eingestuft. Dass das Religionsamt ein Urteil über seinen Roman abgab, bringt Gürsel auf die Palme. „Das ist eine staatliche Behörde. „Wie kommt (diese Behörde) denn dazu, ihre Meinung über ein literarisches Werk abzugeben?“ Außerdem sei der Roman falsch zitiert worden, so dass Gürsel davon ausgeht, dass die Beamten sein Buch gar nicht gelesen haben.

(Spürnasen: I.K und Juris P.)




Barino erklärt bei Jauch die Wege zum Terror

Stern TV berichtete gestern Abend über das Tabu-Thema islamischer Terrorismus und befragte dazu einen Experten, der wie kaum ein anderer die Mechanismen kennt. Barino B. erklärt bei Günter Jauch die „Friedlichkeit des Islams“ und wie die beiden netten Jungs von nebenan Mounir und Yassin C. aus Bonn zu Kämpfern im unheiligen Krieg gegen den Westen werden konnten.

Das Video zur Sendung:




„Arsch, Hurensohn, Wichser, Scheiß-Deutscher“

Eine ganze Kanonade von Schimpfwörtern musste ein Berliner Busfahrer über sich ergehen lassen, weil er im vollgestopften Bus übersehen hatte, dass zwar das vierjährige Kind bereits ausgestiegen war, nicht aber dessen Mutter mit den übrigen drei Geschwistern. Die Mutter konnte zwar nicht genug Deutsch, um dem Busfahrer die Situation zu erklären, zum Beschimpfen reichte es.

Naciye Yildiz* will mit ihren vier Kindern aus einem überfüllten Bus aussteigen. Wegen des sperrigen Doppelwagens, den sie für ihre beiden Jüngsten dabei hat, lässt sie den anderen Fahrgästen den Vortritt. Am hinteren Ausgang geleitet sie die vierjährige Hatice nach draußen. Dann steigt sie wieder ein, um den Kinderwagen mit ihrem zweijährigen Kind heraus zu tragen. Die beiden Schulkinder sollen ihr folgen.

Doch soweit kommt es nicht. Kaum ist Hatice aus dem Bus und ihre Mutter wieder eingestiegen, schieben sich die Türen trennend zwischen das kleine Mädchen und ihre Familie. Der Bus fährt weiter. Die Rufe der verzweifelten Mutter erreichen den Fahrer nicht.

Zwei Stunden später passt Naciye Yildiz den Bus auf seiner Rücktour ab. In einem Wortschwall bezeichnet sie Andreas Stolle* als „Kinderschänder“, „Arsch“, „Hurensohn“, „Wichser“ und „Scheiß-Deutscher“. Ihr ebenfalls anwesender Bruder ergänzt: „Ich hau dir in die Fresse!“ Deswegen müssen die Geschwister im Amtsgericht erscheinen. (…)

Welche Früchtchen wir hier vor uns haben, denen die ganze Sympathie des STERN schon im Intro gilt

Am Ende steht nicht der Busfahrer vor Gericht, sondern die schockierte Frau.

erfährt der Leser am Schluss:

Die Richterin äußert Mitgefühl für die psychische Ausnahmesituation der Mutter. Diese sei zwar wegen Betruges, Falscheides und gemeinschaftlicher Bedrohung mehrfach vorbestraft, aber noch niemals wegen Beleidigung. Außerdem sei sie geständig. Für ihren siebenfach vorbestraften Bruder jedoch könne die Richterin nichts Strafmilderndes erkennen. Er soll darum 750 Euro (50 Tagessätze) zahlen, für die Schwester bleibt es bei 450 Euro. Den Busfahrer nimmt die Richterin trotz ihrer Kritik in Schutz: Andreas Stolle habe nicht vorsätzlich gehandelt.

Laut schimpfend und „Schande“ skandierend verlässt Familie Yildiz den Gerichtssaal.

Eine Missa

(Spürnase: Christof P.)




Chemnitz: Widerstand gegen Wandgemälde

TschockeSehr ernst nimmt der Chemnitzer Bürgermeister Berthold Brehm (CDU) den Kampf gegen Rechts™. Deshalb will er das in einer Schule an die Wand gemalte Bild „Chemnitz – Stadt der Moderne“ entfernen lassen. Stein des Anstoßes ist dabei nicht etwa das 30 qm große Bild, sondern dessen Schöpfer, der junge Maler Benjamin Jahn Zschocke (Foto), der sich neben seiner künstlerischen Tätigkeit für Pro Chemnitz engagiert.

Ganz im Sinne eines absolutistischen Herrschers informiert Brehm weder den Schulleiter, noch den Förderverein, der den Auftrag vergeben hatte.

Gestern auf die drohende Entfernung des Kunstwerks angesprochen, äußerte sich Schulleiter Andreas Kahl empört: „Weder die Schule noch der auftraggebende Förderverein wurden bisher von der Stadt darüber informiert.“

Kahl geht davon aus, daß am Freitag eine Trockenbauwand vor das Bild gebaut wird. Die Chemnitzer Freie Presse hingegen spricht in ihrer heutigen Ausgabe von einer Übermalung. Der Schulleiter kündigte zugleich an, einen Rechtsanwalt einzuschalten, um prüfen zu lassen, ob die Bildbeseitigung rechtlich möglich ist. Bürgermeister Berthold Brehm begründete die Bildbeseitigung in einem Schreiben an Jahn Zschocke mit dem Eigentumsrecht der Stadt, denn dieser gehöre das Grundstück der Schule. „Die Stadt Chemnitz wird deshalb in Ausübung ihres Beseitigungsanspruchs aus § 1004 Abs. 1 BGB das Wandbild entfernen lassen“, heißt es in Bürokratendeutsch.

Mit dem „richtigen“ Symbolbild macht die Süddeutsche Zeitung Stimmung gegen den jungen Künstler. Der Leser muss schließlich wissen, worum es geht. Dass Benjamin Lahn Zschocke nicht im entferntesten so aussieht und sich selber als politisch Konservativer, aber keineswegs als NPD-nah bezeichnet, ist unwesentlich. Der Zweck heiligt die Mittel.

Früher verbrannte man Bücher, heute übermalt man Bilder.

Kontakt:

Bürgermeister Berthold Brehm
Tel: 0371-488 19 11
Fax: 03 71-488 19 91
berthold.brehm@cdu-chemnitz.de




Erste irakische „Christen“ in Berlin eingetroffen


Während die Sozialsysteme ätzend zusammenbrechen und Bürger, die ihr Leben lang gearbeitet haben oder in fortgeschrittenen Alter arbeitslos werden, mit Rentenkürzungen und immer neuen Zumutungen um den wohlverdienten Lohn gebracht werden, rettet Deutschland weiter die Welt. Im März diesen Jahres bewarben sich 30 Prozent mehr Asylsuchende als im März letzten Jahres, jeder vierte von ihnen ist schon einmal abgelehnt worden.

Mittlerweile treffen auch die von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble im letzten Jahr angekündigten „christlichen Flüchtlinge“ aus dem Irak ein, wie der TAGESSPIEGEL berichtet:

„Torweg 3“ lautet die vorläufige neue Adresse der Familie von Hamid Najem. Der 46-jährige Iraker ist am Mittwoch Abend zusammen mit seiner Frau und den vier Kindern im Alter zwischen sechs und 17 Jahren im Aufnahmelager Marienfelde eingetroffen. Sie sind die ersten der etwa 125 irakischen Flüchtlinge, die von Berlin aufgenommen werden. Üblicherweise kommen die Flüchtlinge zunächst für zwei Wochen ins zentrale Aufnahmelager Friedland in Niedersachsen. Da die 13-jährige Tochter Nour ein Herzproblem hat und ärztliche Betreuung und möglicherweise eine Operation benötigt, brachte das Deutsche Rote Kreuz die Familie aus Bagdad aber sofort vom Flughafen Hannover nach Berlin.

„Ist das irakischer Tee? “ fragt Hamid Najem mit einem Lächeln, als der Präsident des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, Franz Allert, die Familie zum Begrüßungstrunk in den Empfangsraum bittet. Nein, über Deutschland wisse er fast nichts, bekennt der großgewachsene Mann. Er habe erst vor zwei Wochen erfahren, dass Deutschland die Familie aufnehmen werde. Seit ihrer Flucht aus dem Irak vor drei Jahren hatte die sunnitische Familie in Damaskus in Syrien gelebt.

Während die sechsjährige Sara munter die Küche in der neuen Wohnung inspiziert, stehen die 13- und 11-jährigen Schwestern schüchtern in einer Ecke. Der 17-jährige Bruder Duraid folgt dem Vater bei der Führung durch das neue Heim. Begleitet von Vertretern des Irakischen Kulturvereins gehen am Donnerstag die Behördengänge los: polizeiliche Anmeldung und Termin bei der Krankenkasse. Einen Wunsch äußert die Familie dann doch – einen Telefonanschluss, um bei den Verwandten in Bagdad Bescheid zu geben, dass man wohlbehalten in Deutschland angekommen sei.

Wir geben zu, es hat uns ein Stück weit betroffen gemacht, dass den FlüchtlIngen eine derart unfertige Wohnung zugemutet wird, vermutlich sogar ohne vom Steuerzahler finanzierte Sattelitenschüssel und Internetanschluss. Wenn dem mal nicht rassistische Motive zugrunde liegen…

(Spürnasen: Juris P. und Eurabier)




Weitere Notstandsgebiete in Hamburg

tai-chi-osdorfGrün wirkt. Im schwarz-grün regierten Hamburg werden jetzt nach St. Pauli, Bergedorf und Rahlstedt mit Lurup und Osdorf zwei weitere Stadtteile zu „Gefahrengebieten“ erklärt. Eine freundliche Umschreibung für die Ausrufung des „kleinen Notstandes“.

Die Polizei erhält Sonderrechte gegenüber allen Bürgern, weil sie mit den herkömmlichen rechtsstaatlichen Mitteln nicht mehr in der Lage ist, der ausufernden Kriminalität Herr zu werden und die Sicherheit der verbliebenen anständigen Bürger zu gewähren.

Das Hamburger Abendblatt meldet:

Nach einer Serie von Brandstiftungen hat die Hamburger Polizei Bereiche der Stadtteile Lurup und Osdorf zu sogenannten Gefahrengebieten erklärt. „Hintergrund ist, dort die Kontrollen zu intensivieren und damit Gefahren zu minimieren“, sagte Polizeisprecher Ralf Meyer. In den Kontrollgebieten dürften Beamte etwa die Personalien möglicher Verdächtiger überprüfen und auch ihre Taschen durchsuchen – ohne konkrete Anhaltspunkte gegen sie zu haben.

Seit Beginn des Jahres hat die Polizei in Lurup und Osdorf rund 60 Brände registriert, unter anderem wurden Müllcontainer und Bauschutt angezündet. Auch St. Pauli und ein Teil von Bergedorf sind in Hamburg als Gefahrenzonen ausgewiesen.

Von den Brandstiftern in Lurup und Osdorf gibt es laut Meyer bisher zwar Beschreibungen, ein konkreter Tatverdacht liegt jedoch nicht vor. „Jugendliche und junge Erwachsene – Personen aus diesem Altersbereich sind im Fokus.“ Die meisten Feuer seien zwischen 19 und 8 Uhr gelegt worden. Die Polizei in den beiden Stadtteilen werde für die Kontrollen „je nach Einsatzlage“ zusätzliche Kräfte erhalten.

Bereits vor zwei Jahren hatte es durch eine Brandstiftung durch „Jugendliche“ ein Todesopfer in Lurup gegeben. Damals berichtete ebenfalls das Abendblatt über die Mauer des Schweigens und die Angst möglicher Zeugen:

Zwei Jugendliche in Lurup müssen mit einer großen Schuld leben. Mit der Schuld, dass eine 58-jährige Frau sterben musste, weil sie einen Motorroller vor ihrem Haus am Lüttkamp in Brand gesteckt hatten. Die Flammen griffen auf das Haus über, in dem Elke Z. wohnte. Sie hatte geschlafen, wurde von dem Feuer überrascht. Vor wenigen Tagen starb sie an ihren Verbrennungen.

Rückblende. Am 26. Mai legen Unbekannte zwischen 3.58 und 4.30 Uhr vier Feuer in Lurup: Am Lüttkamp, an der Spreestraße, der Katzbachstraße und an der Franzosenkoppel. Die Polizei sucht mit Hochdruck nach diesen beiden Jugendlichen – stößt in Lurup aber auf eine Mauer des Schweigens (wir berichteten). Jetzt haben die Ermittler eine Belohnung von 2500 Euro für Hinweise ausgesetzt. Das Echo: dürftig. Am Tag nach dem großen Aufruf der Polizei gingen nur fünf Hinweise ein. „Wir gehen jedem Hinweis nach. Aber es gibt bisher keine heiße Spur“, sagt Polizeisprecher Ralf Kunz. Was denken die Luruper darüber?

Ortstermin. Spreestraße/Ecke Katzbachstraße in Lurup. Viele Anwohner wollen nichts sagen, sich nicht an Spekulationen beteiligen, haben Angst. „Eigentlich wohne ich gern hier, es ist eine ruhige, beschauliche Gegend“, sagt Saskia Dumke (26). „Aber viele Jugendliche lungern rum, hängen auf den Spielplätzen ab, zünden Parkbänke und Müllcontainer an. Sie saufen und kiffen auf den Spielplätzen. Ich mag mit meinen drei Kindern nicht auf den Spielplatz gehen“, sagt die junge Mutter. Wer für die Brände verantwortlich sein könnte, weiß sie nicht: „Ich würde auch nichts sagen.“

Robert* (15) und Cengiz* (16), die ihre Mittagspause auf einer Parkbank an der Spreestraße verbringen, kennen einige der Jugendlichen, die häufig auf dem besagten Spielplatz zwischen Lüttkamp und Spreestraße „abhängen“. Von dem Brand haben sie gehört, sagen sie. „Viele langweilen sich zwar, aber da ist keiner dabei, der so was machen würde“, sagt Cengiz. „Und wenn ich etwas wüsste, ich würde niemanden verpfeifen“, sagt sein Freund Martin. Warum? „Das ist hier einfach so.“

Hier – das ist Lurup. Sozialer Brennpunkt und Idylle zugleich. „Eigentlich ist Lurup ein ganz normaler Stadtteil“, sagt Sandra Severloh (25). „Es gibt viel schlimmere Gegenden.“ Ab und zu sei es zwar schon vorgekommen, dass herumhängende Jugendliche einen Papiercontainer oder eine Parkbank in Brand gesteckt hätten, aber „als ein ,Stadtteil der Angst‘ würde ich Lurup trotzdem nicht bezeichnen“, sagt die Tierarzthelferin. So sieht es auch Bernd M. (43), der schon lange Zeit in Lurup lebt. „Viele fühlen sich von den Jugendlichen gestört. Die jungen Leute feiern hier oft wilde Partys, trinken, nehmen Drogen. Das heizt die Stimmung im Viertel an.“ Er fühle sich dennoch sicher, hat keine Angst vor weiteren Brandstiftungen.

Stadtteilpastor Siegfried Kurzewitz warnt vor einer Stigmatisierung Lurups: „Es hat immer Jugendliche gegeben, die die Konsequenzen ihres Handelns nicht gesehen haben – eine Stimmung der Angst empfinde ich nicht.“ Er appelliert an alle, der Polizei zu helfen.

Nachdem die frommen Beschwichtigungen des Pfarrers auch nach zwei Jahren die Situation offenbar nicht zum Besseren wenden konnten, werden jetzt die Bürgerrechte für alle beschnitten. Grün wirkt.

(Spürnase: Denker, Foto: Schattenboxen in Hamburg-Osdorf)