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Blutrünstige Kriegsinszenierung in Kölner Oper

An der Kölner Oper sorgt derzeit die Inszenierung des Stücks „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns für Turbulenzen. Exzessive Darstellungen von Gewalt einschließlich einer Massenvergewaltigungsszene führten noch vor der ersten Aufführung am 2. Mai zu zahlreichen Protest-Krankschreibungen unter den Chorsängern.

Doch damit nicht genug: Regisseur Tilman Knabe verlegte die Handlung des Stücks, basierend auf der biblischen Samson-Geschichte aus dem Buch der Richter, kurzerhand in den heutigen Nahen Osten – und sparte erwartungsgemäß bei der Vorab-Matinee am vergangenen Sonntag nicht mit Kritik an Israel. Gaza, so Knabe, sei „das größte und brutalste Gefängnis der Welt“.

Während gemäß der biblischen Vorlage der Geschichte Samson eigentlich ein tragischer Held und das Opfer des Betrugs der Philister wäre, fällt in der verfremdeten Version Knabes ein rücksichtsloser Samson über die armen Philister her. Die Darstellung ist dermaßen brutal und menschenverachtend, dass sowohl die weibliche Hauptrolle, die jüdische Mezzosopranistin Dalia Schaechter, die Dalila die Philisterin hätte singen sollen, als auch Bassbariton Samuel Youn, der die Rolle des bösen jüdischen Oberpriesters spielte und Dalila auf der Bühne vergewaltigen sollte, sich wegen des grausamen Stücks unwohl fühlten und sich daraufhin aus Protest krank schreiben ließen.

Bereits zuvor, hatte der Chor wegen der menschenunwürdigen Inszenierung begonnen zu streiken. Noch vor der Premiere sind 18 Sänger und fünf Sängerinnen von den ekligen Szenen mittlerweile psychisch so angeschlagen, dass sie den Proben fernbleiben.

In der offiziellen Beschreibung des Stücks heißt es:

Die Oper Köln empfiehlt einen Besuch der Neuproduktion Samson et Dalila erst für Zuschauer ab 16 Jahren. Das Stück von Camille Saint-Saëns zeigt zwei Völker im Krieg. Die Inszenierung von Regisseur Tilman Knabe siedelt das Geschehen im heutigen Gazagebiet an, sie trägt diesem Umstand angemessen und notwendig Rechnung. Sie beinhaltet partiell Gewaltdarstellungen, die das Empfinden mancher Zuschauer möglicherweise verletzen können. Die Oper Köln möchte bereits im Vorfeld auf diesen Umstand hinweisen und hofft auf ein zahlreiches und aufgeschlossenes Publikum.

Tilman KnabeRegisseur Tilman Knabe (Foto l.) siedelt die Oper in Gaza, der alten Philisterstadt an und setzt Palästinenser mit Philistern gleich, wie die „Felestin“ ja auch behaupten, Nachfahren der Philister zu sein und damit ein „Anrecht“ auf „Palästina“ geltend machen. Doch schon allein dies ist ein Pallywood-Märchen. Die Philister waren ein vermutlich aus Europa (Griechenland) eingewandertes Seevolk, Unbeschnittene und keine Araber. Sie sind vor Jahrtausenden ausgestorben und haben mit den heutigen Palästinensern etwa soviel zu tun wie Bushido mit Karl dem Großen.

Über diese historische Fehlinterpretation hinaus hat Knabe seine anti-jüdisch und pro-palästinensische politische Gesinnung in sein Stück hineingewoben, was er für „angemessen und notwendig“ hält.

Es geht um drastische Szenen, eine Schlacht mit Maschinengewehren und eine Massenvergewaltigung. Mittendrin stand bisher als Befehlshaber der Oberpriester (Samuel Youn) als brutalster von allen.

Regisseur Tilman Knabe hatte ihm in eine besonders heftige Rolle zugedacht: Er sollte Dalila (Dalia Schaechter) vergewaltigen, beim gemeinsamen Duett sogar im Takt brutal zustoßen und dabei singen.

Ein Insider: „Das hat Youn bereits auf der Probebühne nicht mehr ausgehalten.“ Es folgten Schlafstörungen, psychische Probleme. Seit Mittwoch ist der Bassbariton krankgeschrieben. Ein Ersatz für ihn wird noch händeringend gesucht.

Mezzosopranistin und Titelheldin Dalia Schaechter meldete sich bereits nach drei Wochen intensiver Probe auch krank – erstmals in ihrer Karriere während einer Produktion.

Mitarbeiter berichten: „Regisseur Knabe behandelt alle völlig respektlos. Er beharrt auf seinen Ideen, ist zu keinen Kompromissen fähig.“ Dazu kommt sein rüder Ton. Angeblich soll er gebrüllt haben: „Nicht so zaghaft, stoß zu, heftiger!“

Auch Bassist Ulrich Hielscher als „Alter Hebräer“ sieht sich seiner Rolle nicht mehr gewachsen – für ihn kommt jetzt Markus Hollop. Für Dalia Schaechter springt Ursula Hesse von den Steinen (bekannt aus „Caligula“) ein.

Da muss Regisseur Tilman Knabe wohl etwas ausleben, was tief in ihm steckt. Die Juden werden als völlig entmenschlichte Bestien dargestellt. Kennen wir das nicht von irgendwo her?

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