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Französische Innenministerin will Kapuzenverbot

Die französische Innenministerin, Michèle Alliot-Marie, denkt über gesetzliche Möglichkeiten nach, die Teilnehmer an Demonstrationen daran hindern sollen, ihr Gesicht zu verhüllen, insbesondere unter Kapuzen und Gesichtsmasken zu verbergen. Alliot-Marie kennt ihre (linken) Pappenheimer und erklärt: „Jene, die für ihre Ideen demonstrieren, verbergen niemals ihr Gesicht“. Aber diejenigen, die sich maskieren, „kommen um zu zerstören, zu plündern und die Ordnungskräfte anzugreifen.“

Im Gesetz zur Wahrung der inneren Sicherheit soll darum eine Passage hinzukommen, die gewisse Kleidungsstücke (wie auf Foto) bei öffentlichen Aufmärschen verbietet, vor allem bei „Leuten, die ganz offensichtliche Flegel sind“ (Zitat Michèle Alliot-Marie). In Deutschland gibt es bereits ein Vermummungsverbot, in Frankreich bisher nicht. Die Innenministerin reagiert mit ihrem Vorstoß auch auf die Vorkommnisse während des NATO-Gipfels in Straßburg.

Etwas schwieriger als die Festlegung des neuen Gesetzes, dürfte die Umsetzung werden. Viele Kapuzenträger werden behaupten, ihre Kleidung „modischen Gründen“ zu tragen und die Polizei bei der Umsetzung des Gesetzes der Diskriminierung beschuldigen. Dies gilt umso mehr für Leute, die sich unter Palästinenserschals verbergen. So mancher Polizist, der das Vermummungsverbot durchsetzen möchte, wird da ganz schnell zum „Rassisten“ abgestempelt werden.

Video französischer Verhüllungsfreunde:

(Spürnase: Anne)