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Berliner Polizei lernt summen

Berliner Polizei lernt summen

„Was die Kinder heute alles lernen müssen“, pflegte sich meine Großmutter zu wundern, wenn wir  Integralrechnung büffelten. Wenn man älter wird, erwischt man sich bei ähnlichen Gedanken. Zwar braucht man heutzutage keine höhere Mathematik mehr, die wählt man ab, weil ja die Inder und Araber darin ohnehin viel besser sind. Umso mehr ist aber multikulturelle Kompetenz gefragt. Besonders, wenn man Polizeibeamter in Deutschland werden will.

In Berlin sitzen angehende Polizisten im Stuhlkreis, um sich auf den großen Tag vorzubereiten, wenn sie im schmucken Deeskalationsleibchen ihren Dienst in Kreuzberg oder Neukölln versehen werden. Es leuchtet ein, dass man dazu weder die Straßenverkehrsordnung büffeln, noch seine eher rudimentären Deutschkenntnisse verbessern muss. Was man können muss ist „Summen“.

Und so spielen die Polizisten in Ausbildung, sie kämen auf eine fremde Insel, wo man sich nur summend verständigt. Nachdem die Intelligenzanforderungen dem multikulturellen Personalangebot angepasst wurden, weiß zum Glück niemand mehr, dass es so eine unsinnige Insel nicht gibt. Das ganze soll die Kompetenz der jungen Leute fördern,  SPIEGEL TV zeigt uns das Elend in Bild und Ton.

Wie es Polizeibeamten ergeht, die nicht in der Lage sind, sich summend auf einer nicht existierenden Insel zu verständigen, erfährt man in einem Bericht aus NRW:

Die gesundheitliche Situation der nordrhein-westfälischen Polizisten ist laut Deutscher Polizeigewerkschaft (DPolG) dramatisch. Mindestens zwanzig Prozent der rund 38 000 Polizisten in NRW seien häufiger als sechs Wochen lang im Jahr dienstunfähig, manche über viele Monate dauerhaft krank, teilte DPolG-Chef Rainer Wendt am Mittwoch mit. «Burnout-Syndrom, körperliche Erschöpfung, psychische Überforderung zermürben die Gesundheit der Einsatzkräfte», fügte der Gewerkschafter hinzu. Das Land müsse darauf reagieren.

Seit Jahresbeginn habe die Landesregierung eine konsequente Umsetzung des «Betrieblichen Eingliederungsmanagements» auch in der Polizei angeordnet. Wer länger als sechs Wochen lang krank ist, werde zu einem Gespräch eingeladen, um über die persönliche Situation zu sprechen. «Wir bekommen schlimme Schicksale zu hören, die Lage einzelner Polizisten ist teilweise pure Verzweiflung und Sorge um die eigene Gesundheit und das Familienleben», sagte Wendt.

Zuwenig Stuhlkreis, zuwenig interkulturelles Summen. Deswegen müssen die Kinder sowas heute lernen!

(Spürnase: Zdai, Torsten)