Jetzt oder nie: Demokratie

iran-protest-domWährend im Iran bis zu einer Million Demonstranten ihr Leben riskieren, um Freiheit zu fordern und Präsident Obama sinniert, wie er sich verhalten kann, um sich nicht bei den islamischen Menschenschindern unbeliebt zu machen, zeigten einige tausend Iraner in Köln ihre Solidarität für den Volksaufstand in der Heimat. Mit Parolen wie „Die Diktatur muss weg“ oder „Jetzt oder nie: Demokratie“ machten sie deutlich, dass es im Iran nicht mehr darum geht, ob die eine oder die andere Marionette des Mullahregimes den Präsidenten macht. 

iran-protest-frauDer Wahlbetrug Ahmadinedschads war der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Die Iraner wollen jetzt frei werden von der blutigen Islamdiktatur und demokratisch das Schicksal ihres Landes bestimmen. Die Protestierenden von Köln legten großen Wert darauf, keiner bestimmten politischen oder religiösen Strömung zuzugehören.

Frauen mit Kopftuch waren jedenfalls unter den Demonstranten seltener als im üblichen Kölner Straßenbild – die absolute Ausnahme – und auch die Gruppe um die iranischen Kommunisten dominierte nicht die Kundgebung. Statt dessen in der großen Mehrzahl jener typische Mittelstand, Eliten und ihre Nachfahren, die vom muslimischen Mob Khomeinis vor 30 Jahren aus ihrer Heimat vertrieben wurden, und die hier bestens integriert qualifizierten Berufen nachgehen, jene Perser eben, die sich so deutlich von dem zu uns verschickten Prekariat analphabetischer Türken und Araber unterscheidet.

iran-protest-frauen
In einem Flugblatt berichten die Perser von den derzeitigen Zuständen im Iran:

Das alltägliche Zivilleben ist am Wochenende besonders in der Hauptstadt völlig unmöglich geworden. In jedem Stadtteil – besonders im Zentrum – patroullieren teils schwer bewaffnete Einheiten. Doch der Kampf wird nicht ausschließlich zwischen Staatsapparat und Oppositionellen ausgeragen. Seit Ahmadinedschads Propagandarede und der anschließenden Siegesdemonstration durch die Brennpunkte der Innenstadt am Sonntag, bewaffnen sich sich zivile AnhängerInnen Ahmadinedschads mit Schlagstöcken und gehen höchstpersönlich gegen die DemonstrantInnen vor; in diesem Zeichen wurde das Studentenwohnheim Teherans schwer demoliert und in Brand gesetzt.

iran-protest-menge

Die iranische Opposition verfügt inzwischen über eine Namensliste mit 20 getöteten Protestierern. Auch in Köln blieben die Iraner, die für die Demokratisierung ihrer Heimat demonstrierten, weitgehend unter sich. Die übliche rotgrüne Demoschickeria Kölns war weit und breit nicht zu sehen, von linksfaschistischen Friedhofsschändern, die gerne mit Fahnen der von der iranischen Dikatatur geförderten Terrororganisation Hisbollah durch Köln-Kalk krakeelen ganz zu schweigen.




Urteil gegen Susanne Winter rechtskräftig

Susanne Winter (Foto) ist in der Berufungsinstanz gescheitert (Beiträge zum Fall Winter hier) und wurde zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe und zur Zahlung von 24.000,- Euro verurteilt. Sie hatte im Wahlkampf 2008 geäußert, dass Mohammed nach heutiger Rechtsauffassung ein Kinderschänder gewesen sei. Eine solche Aussage gilt als Verhetzung. Als was die Richter einen Mann bezeichnen, der über eine Neunjährige herfällt, wurde nicht bekannt.

Am Mittwoch wurde in Graz das Strafausmaß von drei Monaten bedingt und einer Geldstrafe in erster Instanz bestätigt. Zwei der „strafgebenden Fakten“ wurden jedoch fallengelassen. Der Vorsitzende Richter Erwin Schwentner begründete die Entscheidung damit, dass auch die anderen Delikte „derartig schlimm“ seien, dass diese allein für die Strafe reichte.

Die anderen bösen Äußerungen waren „Einwanderungs-Tsunami“ und „Feindreligion“. Auch hierbei ist unklar, ob man eine Religion, die in ihrem heiligen Buch zur Tötung Andersgläubiger aufruft in Neusprech als „Freundesreligion“ bezeichnen muss. George Orwell (1984) lässt grüßen und um es mal mit Geert Wilders zu formulieren:

Die sind doch nicht mehr richtig beieinander.

(Spürnase: Geheimrat)




Messer mit 30 cm-Klinge stets dabei

Die verletzte Ehre eines Kurden, die er durch die Ermordung seiner Ex-Freundin wiederherstellen wollte, steht derzeit in Köln vor Gericht. Schließlich sollte die Frau keinem andere gehören. Und töten wollte er sie sowieso nicht. Schließlich sei die Frau „die Liebe seines Lebens“. Es handelte sich demnach wohl um Warnstiche.

Es ist wieder mal eine Frage der Ehre, mit der sich die Schwurgerichtskammer beschäftigen muss: „Sie sollte keinem anderen gehören, das hat für mich etwas mit Ehre zu tun“, erklärt Davut Y. (43) die Tat, die im September vergangenen Jahres in Kalk geschah und seine Ex-Freundin (29) beinah das Leben gekostet hätte. Mit einem Messer hatte er der jungen Frau, die bei ihren Eltern in Kalk lebte, nachts aufgelauert und sie niedergestochen. Ihm gelang zunächst die Flucht. Da ihn „Gewissensbisse plagten“, hatte er sich am nächsten Tag in Begleitung eines Anwaltes der Polizei gestellt.

Der Staatsanwalt wirft Y. versuchten Mord vor und geht von gleich zwei Mordmerkmalen aus: „Heimtücke und niedere Beweggründe“. Y. habe den Tod des Opfers „billigend in Kauf genommen“. Der gebürtige Türke war wenige Wochen vor der Tat aus seiner Heimat nach Deutschland gereist, hatte einen Asylantrag gestellt und wollte seine Ex-Freundin zur Rede stellen. Vor dem Hause ihrer Eltern hatte er ihr nachts aufgelauert und seinem Opfer drei ellenlange Schnitte an der Schulter, an der Hüfte und dem Oberschenkel zugefügt. Nur weil der Vater des Opfers der Tochter zur Hilfe kam und sie immer wieder versucht hatte, den Messerstichen zu entkommen, war nicht noch Schlimmeres passiert. Mit den Worten „Dich stech ich auch noch ab“, hatte Davut Y. gegenüber seinem Ex-Schwiegervater die Flucht ergriffen.
Gegen den Willen der Eltern

Täter und Opfer hatten sich 2005 in einem Internet-Chatroom kennengelernt: Schon bald hatte die junge Frau den verheirateten Mann und dreifachen Familienvater in seiner Heimat besucht – gegen den Willen ihrer Eltern, die sowohl den Altersunterschied des Paares missbilligten wie auch die Tatsache, dass er Kurde ist. Die Fernbeziehung dauerte anderthalb Jahre, dann beendete die Frau die Beziehung, wandte sich in Köln einem anderen Mann zu. Weil Davut Y. das nicht wahrhaben wollte, mischte sich die Mutter ein und schickte ihm per e-mail ein Foto mit den Zeilen: „Meine Tochter kann ins Bett gehen, mit wem sie will“. Das Foto zeigte die Tochter mit ihrem neuen Freund.

Derartige Provokationen rechtfertigen sicher eine solche Tat, die natürlich spontan erfolgte. Ein Messer mit einer 30 Zentimeter langen Klinge habe er zum täglichen Gebrauch immer dabei.

(Spürnase: Florian G.)




Rechts-Verdacht: Trauernder fliegt aus Kirche

Phyllip Cadwallader (Foto) wurde aus der Kathedrale in Blackburn (Lancashire) hinausgeworfen, als er gerade eine Kerze für seine verstorbene Mutter anzünden wollte, während in der Kirche ein Holocaustgedenken stattfand. Der Grund für den Rauswurf: Der 43-Jährige hat eine Glatze und sieht angeblich einem Mitglied der britisch-nationalistischen Partei BNP ähnlich.

Die besorgten Kirchenverantwortlichen hatten bereits die Polizei informiert, die Cadwallader draußen vor dem Gebäude als BNP-Störenfried erwarteten. Dieser ist über den Rauswurf empört. Er hätte mit der BNP nichts zu tun und die Haare kurz geschoren, weil er fast keine mehr habe, erklärt er seine Glatze. Cadwallader war an diesem Tag eigentlich zu einem Sportereignis unterwegs und hatte sich unterwegs gedacht, er könnte doch schnell für seine Mutter in der Kirche eine Kerze anzünden.




Subversive Kinderfreunde

Der Pädophile Daniel Cohn-BenditDaniel Cohn-Bendit – einst genannt „Dany le rouge“ – ist jetzt der gefeierte politische Star in Frankreich. Als Spitzenkandidat der Grünen hat er bei den Europawahlen jüngst 16 Prozent der Stimmen geholt, fast so viel wie die sich gegenseitig behindernden Sozialisten. Vor der Wahl hatte der Zentrumspolitiker François Bayrou in der großen Fernsehrunde der Kandidaten noch versucht, Cohn-Bendit zu stoppen, indem er ihn auf einen alten dunklen Fleck auf dessen Weste ansprach: den von Cohn-Bendit selbst eingestandenen sexuellen Kontakt mit Kindern.

(Über die Lust zu provozieren und Sympathien für Pädophile / Von Claudia Hansen, Zeitschrift Gegengift)

Cohn-Bendit reagierte heftig. Er nannte Bayrou „erbärmlich“. In gewohnt überheblicher, arroganter Art ließ er dessen Vorwurf an sich abperlen. Aber war er wirklich ein „absurder Vorwurf der Pädophilie“, wie der links angehauchte FAZ-Feuilletonkorrespondent Jürg Altweg schreibt?

Vor ein paar Jahren tauchten die umstrittenen Textpassagen aus dem Buch „Le Grand Basar“ von 1975 in den Medien auf, worin Cohn-Bendit über seine Zeit in einem „Kinderladen“ in Frankfurt berichtete: „Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen“, schrieb Cohn-Bendit. Mehrmals sei es damals passiert, „dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: ‚Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?’ Aber wenn sie darauf bestanden haben, habe ich sie dennoch gestreichelt.“

„Der bleiche Dany“ titelte Le Monde über Cohn-Bendits Auftritt in einer Fernsehdiskussion, in der er 2001 mit diesem autobiographischen Bericht konfrontiert wurde. Gegenüber der deutschen Presse äußerte Cohn-Bendit damals, ihm sei „das Problem nicht bewusst gewesen“. Er redete über eine „unerträgliche Leichtfertigkeit“ seines Textes, der ihm heute „unerhört, schlecht geschrieben“ vorkomme. Aber geht es nur um Texte? Oder um mehr? Die deutschen Medien und Politiker fragten nicht groß nach. In Frankreich jedoch gab es eine größere Debatte über die Haltung der 1968er zur Sexualität bis hin zu Pädo-Sexualität. Die Zeitung Libération, einst Sprachrohr der „sexuellen Revolution“, veröffentlichte eine bemerkenswerte Selbstkritik: Einiger pädophilenfreundlicher Artikel schäme man sich heute. In Libération konnte damals ein Kinderschänder anonym vom Missbrauch eines fünfjährigen Mädchens schwärmen: Sie habe „gebrabbelt, wenn sie Lust verspürte“. Und der damalige Journalist von Libération notierte über den Pädophilen, „wenn er von Kindern redet, dann leuchten seine dunkelgrünen Augen vor Zärtlichkeit“.

Zwei Jahrzehnte später sprach die Libération schamvoll über eine „scheußliche“ Komplizenschaft gewisser linksliberaler Kreise mit Pädophilen. So unterzeichneten 1977 zahlreiche linke Großintellektuelle, darunter Bernard Kouchner, André Glucksmann, Michel Foucault, Roland Sartes, Simone de Beauvoir und Jacques Derrida, einen Aufruf zugunsten von drei verurteilten Kinderschändern. Deren sexueller Kontakt zu minderjährigen Mädchen sei kein Verbrechen, da die 13-Jährigen „einverstanden“ gewesen seien. Das Generalthema der 68er war es, überkommene sittliche Normen, Verbote und Tabus abzubauen. „Il est interdit d’interdire“ lautete der Schlachtruf. Im Zuge der „sexuellen Revolution“ ging es darum, die Libido zu befreien und ihr (politisches) revolutionäres Potential zu nutzen, um die alte bürgerliche Ordnung umzustürzen.

Aus der überschäumenden 68er-Rhetorik entstand ein „kollektives Delirium“, versuchte sich Libération später zu rechtfertigen Die Zeitschrift Stern schrieb 2006: „Cohn-Bendit wird später in einem Frankfurter Kindergarten, wo er als Erzieher jobbt, seine Schützlinge an sich herumfummeln lassen und seinerseits an ihnen herumfummeln. Ist das Pädophilie? Nach heutigen Maßstäben ganz bestimmt. Doch damals gilt: Was verboten ist, ist automatisch subversiv, und wer es tut, leistet politischen Widerstand.“ Cohn-Bendit spricht von der „Lust zu provozieren“. Im Strom des „Es-ist-verboten-zu-verbieten“ schwammen auch ganz trübe Elemente mit, die sich auch gerne an Kindern vergriffen. Einige von ihnen versuchten, mit Hilfe der Grünen die Sexualstrafgesetze zu verändern.

Im Landesverband NRW der Grünen etwa war Anfang der achtziger Jahre eine Arbeitsgruppe „Schwule und Päderasten“ (kurz „Schwup“) tätig, die 1985 ein Papier veröffentlichte, worin gefordert wurde, dass jede sexuelle Handlung, die unter den Beteiligten gewaltfrei ausgeübt werde, straffrei sein müsse. Wörtlich hieß es in dem Papier, Sex mit Kindern sei „für beide Teile angenehm, produktiv, entwicklungsfördernd, kurz positiv.“ Dieses skandalöse Papier wurde im März 1985 von der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen mit deutlicher Mehrheit für das Wahlprogramm angenommen, aber nach Protesten der Öffentlichkeit wieder zurückgezogen.

Solche Tendenzen, den „Kinderfreunden“ entgegenzukommen, waren in „progressiven Kreisen“ damals vielleicht weiter verbreitet, als man sich heute noch vorstellen kann. 1988 veröffentlichte der spätere Soziologieprofessor Joachim S. Hohmann unter dem Pseudonym Angelo Leopardi einen Sammelband „Der pädosexuelle Komplex“ (erschienen im Förster-Verlag, der viel Literatur für Homosexuelle im Angebot hat). Darin kommen „Betroffene“ zu Wort, etwa ein Lehrer, der sich bitterlich beklagte, dass er nicht mehr unterrichten dürfe, seit er wegen sexuellen Kontakts zu einem Minderjährigen verurteilt wurde. Eine Hochglanz-Bildseite ziert das Foto eines nackten Jünglings von etwa 14 Jahren in lasziver Pose. Im Anhang sind Adressen verschiedener Pädophilen-„Selbsthilfegruppen“ und „Gesprächskreise“ veröffentlicht, viele aus den Niederlanden.

Besonders bemerkenswert ist der Beitrag „Plädoyer für eine realistische Neuorientierung der Sexualpolitik“ – verfasst von Volker Beck, schon damals ein großer Schwulenaktivist und aufstrebender Grünen-Politiker: „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich“, schrieb Beck. „Allein eine Mobilisierung der Schwulenbewegung … wird das Zementieren eines sexual-repressiven Klimas verhindern können – eine Voraussetzung, um eines Tages den Kampf für die zumindest teilweise Entkriminalisierung des Pädosexualität aufnehmen zu können.“ Wird Volker Beck heute auf diesen Text angesprochen, dann reagiert er äußerst gereizt. Ein Wort des Bedauerns oder eine Distanzierung von seiner Mitarbeit am „Pädosexuellen Komplex“ hat man aber bislang noch nicht von ihm gehört.




Obama: es geht immer noch peinlicher

Obama+as+Greek+GodMay we present, the president of the United States of America. Barrack Hussein Obama beim Fliegenklatschen.
„Hau ab hier“, murmelte der US-Präsident und verscheuchte das Insekt zunächst mit der Hand. Doch offenbar war sein Jagdinstinkt geweckt: Mit halbgeschlossenen Augen verfolgte er den Flug des Tieres und schlug dann beherzt und mit einem lauten Klatschen auf seine linke Hand.

„Das war beeindruckend, oder? Ich hab das Mistvieh gekriegt!“ Dann beugte er sich hinab zu den sterblichen Überresten seines Opfers und fragte die Kameraleute: „Wollt ihr das filmen?“

.[youtube X73BRo66_6U&NR=1]

Dieser Idiot ist der oberste Befehlshaber der US Truppen. Und die Jubelpresse tut was sie am besten kann: jubeln.

Hier ist noch ein etwas angepasste Version:

[youtube 6sV3_LUBGTU]

Update: man darf The One ™ nicht „Idiot“ nennen – das durfte man nur bei GW Bush.Medal_Order_of_Obama_160




Bergische Provinzposse

armin-barg

Auch im Städtchen Radevormwald im Bergischen Land (NRW) bewirbt sich PRO NRW bei der Kommunalwahl. Und natürlich schließen sich auch hier bürgerliche Politiker mit Linksextremisten zusammen, um mit Unterstützung des Staatsfernsehsenders WDR an einem „runden Tisch“ Aktionen gegen Rechts zu organisieren. Dumm gelaufen: Mit am Tisch sitzt Armin Barg (Foto) von den Unabhängigen Wählern, der selbst beste Kontakte zu einem rechtsextremen ehemaligen PRO-Aktivisten pflegte. Am runden Tisch ist man sich einig: Um Schaden von der Aktion abzuwenden, wird die peinliche Verbindung vertuscht. Man kann sich darauf verlassen, dass auch die Presse dichthält.

Mit der Wahrheit hat Stephan Homberg, 2008 zum Beisitzer im PRO NRW-Vorstand im Kreis Oberberg gewählt und laut Informationen der Partei seit Januar 2009 nicht mehr Mitglied, anscheinend als einziger Beteiligter keine Probleme. Zu Barg bemerkt Homberg:

„Ja der ist jetzt Mitglied bei der UWG. Ich musste auch den Beitrag „Die Hab mich lieb-Verzeihmirparty“ rausnehmen, weil er deswegen Ärger mit der Parteiführung bekam“.

Der diskreditierende Beitrag war veröffentlicht auf der Webseite „Rade is geil“ des Aktivisten Homberg, der seine Besucher dort ganz ungenierlich als „Wotan666“  in schwarz-weiß-rot plus Reichskriegsflagge empfängt. Vor seinem Erweckungserlebnis als Kämpfer gegen Rechts soll auch Armin Barg als „Backie“ sich hier wie in anderen Foren über „Kanacken“ und „rote Duisburger Hafenratten, die man dauerhaft mundtot machen sollte“ ausgelassen haben. Gemeint war damit der Journalist Jürgen Rohn, Betreiber einer  lokalen Infoseite , der jetzt den Skandal um den „Runden Tisch“ der Gutmenschen aufdeckte:

Im Artikel – Runder Tisch gegen Rechts warnt vor Extremismus – aus dem RGA wird Armin Barg von der UWG Radevormwald als Referent in Schulen aufgeführt. Ein Skandal ist in mehrerer Hinsicht zu sehen. Der Staat hat eine besondere Fürsorgepflicht jungen Menschen gegenüber. Da wird der UWG Funktionär Armin Barg, der angetrunken in Vorgärten mitunter torkelt, belegt gerichtsverwertbar durch Fotoaufnahmen, für die „gute Sache“ den Schülern der Realschule und des Gymnasiums Radevormwald als „Referent“ präsentiert. Der neue Stern am Himmel des runden Tisches gegen Rechts schwadroniert gegen Rechtspopulisten, insbesondere gegen pro NRW, und pflegte dabei ungeniert Kontakte privat mit einem ehemaligen Mitglied im Vorstand der pro NRW Oberberg.

Die Glaubwürdigkeit haben dabei die Initiatoren des Runden Tisches in Radevormwald um den Grünen Ruhland gänzlich verspielt mit einer breit angelegten Vertuschungsaktion. Da wird Druck ausgeübt, Bilder aus dem Internet zu entfernen, die Barg „hochachtungsvoll“ zeigen. Offensichtlich kann der Runde Tisch sogar damit leben, das Barg Wasser predigt und Wein säuft. Solange er öffentlich Position gegen pro NRW bezieht, scheinen private Kontakte von Armin Barg zu den Leuten, die er eigentlich bekämpfen will, zweitrangig.

Ruhland, Initiator des Runden Tisches gegen Rechts, will sich sein „Spielzeug“ der Aufklärung gegen Rechtspopulisten nicht kaputtmachen lassen. Er lehnt zum jetzigen Zeitpunkt eine Personaldebatte um Barg ab, da eine große Menschenkette in Radevormwald gegen pro NRW geplant sei. Wie sagt man so schön: Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied. Am „Fall Barg“ kann man leicht erkennen, dass es beim Runden Tisch gegen Rechts eigentlich weniger um Inhalte geht. Es geht um die Außenwirkung einiger selbstverliebter Selbstbespiegler, die mit diesem Thema in Radevormwald jeder für sich ein eigenes Süppchen kochen.

Kein Wunder, das Barg und Konsorten im Theodor Heuss Gymnasium Radevormwald mit Kugelschreibern beworfen wurden von Jugendlichen. Im Gegensatz zur Schulleitung hatten die Schüler wohl ein besseres Gespür für Glaubwürdigkeit. Möglicherweise hat auch der WDR begriffen, welchen Skandal sie mit den Kameras verfolgten in der Realschule Radevormwald. Die ausgestrahlte Sendung Aufklärung über Rechtspopulisten wurde abgesetzt in der WDR Mediathek, da die Rechte zur Veröffentlichung im Internet nicht erteilt worden seien.

Die erwähnten Bilder zeigen Barg (rechts) beim trauten Gartenbesäufnis mit Homberg (links):

homberg-bark

Ausgerechnet Armin Barg wurde ausführlich in einem WDR-Fernsehbericht über eine Schulveranstaltung des vom Grünen Ruhland gegründeten „Runden Tisch“ gezeigt. Dort wurden Schüler der zehnten Klasse einer Realschule vor den Umtrieben der Rechten gewarnt,  da sie, so Konrektor Detlef Betz, „das nicht kennen“ und daher mindestens ein Schüler bereits „PRO-NRW auf den Leim gegangen“ sei. Wieviele wahlberechtigte Schüler Herr Betz in seiner zehnten Klasse hat, geht leider aus dem Bericht des Remscheider Generalanzeiger nicht hervor.

Bemerkenswert ist die Haltung der übrigen Initiatoren des Aufstandes gegen Rechts, nachdem ihnen das Problem mit dem fragwürdigen Mitstreiter bekannt geworden ist. Fritz Ullmann von der SED befürchtet einen Gesichtsverlust des selbsternannten Wächterrates und ist darin mit dem unabhängigen Bürgermeisterkandidaten Wilfried Pesch einig: Um bevorstehende Menschenketten und öffentliche Lippenbekenntnisse nicht zu stören, sollten die Fakten über die Teilnehmer des Bündnisses besser unter den Teppich gekehrt werden. Pesch beruft sich dabei auf eine zweifelhafte Auskunft des Beschuldigten. Dazu Rohn in einer Erklärung:

Nun wurde Herr Barg ja auch befragt, was es denn mit den Fotos auf sich hat. Bürgermeisterkandidat für Radevormwald Pesch, der sich eifrig für derlei Befragungen anbot, wusste zu berichten, dass nach Herrn Bargs Aussagen dieser den Pro NRW Funktionär schon seit der Kindheit kennen will. Der Altersunterschied allerdings macht den Vortrag von Barg nicht sonderlich glaubhaft und weist eher in Richtung einer Schutzbehauptung.

Der Pro NRW Funktionär Homberg ist 42 Jahre alt, das UWG Mitglied Barg dürfte mithin ca. 56 Jahre alt sein. Als Homberg in den Kindergarten ging war Barg ein erwachsener Mann. Auch ist Barg in der Vergangenheit durch politisch fragwürdige und rechtslastige Aussagen in Meinungsforen aufgefallen, so dass es nicht auszuschließen ist, das Barg und Homberg aus ganz anderen Gründen ihre Bekanntschaft pflegen. Auch die Erklärung Bargs, er hätte allein eine Geschäftsbeziehung zu Homberg als Versicherungsvertreter, vermag nicht so recht zu überzeugen angesichts der anliegenden Fotos, die eine ganz andere Sprache sprechen.

Obwohl Barg seit dem Kindergarten den Rechtsextremen Homberg kennen will, sei ihm zudem dessen politische Einstellung lange unbewusst geblieben, so Barg zu Pesch.

Die Erde ist bekanntlich auch eine Scheibe, denn Homberg ist einschlägig seit vielen Jahren nicht nur in Radevormwald bekannt.

Erstaunlich ist, wie Presse und Staatsfernsehen sich der Schweigeblockade anschließen. Der Kampf gegen Rechts ist zu unterstützen, auch wenn offensichtlich mit gezinkten Karten gespielt wird. Denn alles, was sie jetzt auf PI vermutlich zum ersten Mal über den runden Tisch zu Radevormwald lesen, ist auch anderen längst bekannt. Im Verteiler des ausführlichen Briefwechsels zum Skandal stehen: WDR, TAZ, SPIEGEL, MONITOR (WDR), Arbeitsstelle Neonazismus der FH Düsseldorf, Amadeu-Antonio-Stiftung, CDU, SPD. Linke, GRÜNE, FDP … und viele, viele andere. Wieder zeigt sich: Bei PI erfahren Sie, was andere verschweigen.




Hassprediger unterliegt Berliner Schwulen

Der 1972 zum Islam konvertierte islamische Hass-Prediger Bilal Philips (Foto), der von der Al-Nur Moschee in Berlin Neukölln zu einer Vortragsreihe eingeladen wurde, wird jetzt doch nicht sprechen. Der Imam hätte sich nämlich ausgerechnet in Wowis Berlin öffentlich für die Todesstrafe gegen Homosexuelle eingesetzt. Diese Aussicht löste in der ganzen Region eine Welle von Protesten aus.

Nach einer Mahnwache des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandeburg haben sowohl Bilal Philips als auch Pierre Vogel, der ebenfalls hätte sprechen sollen, sich aber jetzt von seinem Hasspredigerfreund „distanziert“, ihre geplanten Reden abgesagt.

Der Verband schreibt auf seiner Website:

An der gestrigen Mahnwache, zu der LSVD und TERRE DES FEMMES aufgerufen hatten, nahmen rund 30 Personen teil. Der Prediger Pierre Vogel verließ die Moschee und suchte das Gespräch mit den Teilnehmern der Mahnwache. Er erklärte, er habe seinen Vortrag abgesagt, weil die Al-Nur-Moschee einen Dialog mit den Demonstranten ablehne. Er dagegen befürworte den Dialog. Angesprochen auf die Forderung Bilal Philips, Homosexuelle müssten getötet werden, erklärte Vogel, er lehne eine Bestrafung Homosexueller ab. Aus dem Koran lasse sich die Forderung nach einer Bestrafung nicht ableiten. Das wolle er auch in seinen Predigten deutlich machen.

Nach dem Gespräch mit Pierre Vogel wurde die Mahnwache abgebrochen. Offen blieb gestern allerdings, ob Vogel seinen Vortrag tatsächlich nicht hielt. Nach dem Gespräch mit den Demonstranten kehrte er auf das Gelände der Moschee zurück und verließ dieses entgegen seiner Bekundung, nun nach Hause fahren zu wollen, zunächst nicht.

Vogel hatte gemeinsam mit Bilal Philips eine Vortrags-Tour durch Deutschland geplant. Neben Berlin sollten Stuttgart, Dortmund und Hannover Stationen sein. Bilal Philips war nach den Protesten nicht nach Deutschland eingereist. Die Proteste des LSVD richten sich gegen Philips Ansichten zur Homosexualität. In einem 18-minütigen, im Internet zugänglichen Video rechtfertigt Philips die Tötung Homosexueller.

Das Video sehen Sie hier:

Ereignisse wie diese zwingen die Muslime, ihr „wir sind eine unterdrückte Minderheit“-Deckmäntelchen fallen zu lassen. Wenn es wirklich darum geht, ist es ihnen nämlich nicht an Solidarität mit anderen Minderheiten gelegen – im Gegenteil. Sie streben danach, zur Mehrheit zu werden und anschließend genau diese Minderheiten, die zu oft in falscher Solidarität zu ihnen gehalten haben, auszulöschen im Namen Allahs und seines blutrünstigen Propheten.




Konzentrationslager, kommunistisch

120px-Coat_of_Arms_of_North_Korea_svgVor ziemlich genau sieben Jahren, am 21. Juni 2002, machte Soon Ok Lee vor dem Justizausschuß des amerikanischen Senats ihre Aussage. Darin beschrieb sie ihre Erfahrungen als Gefangene in einem nordkoreanischen Straflager. Sonn Ok Lee wurde 1984 verhaftet. Ihr wurde vorgeworfen, Regierungseigentum unterschlagen zu haben.

Unter Folter gestand sie, ohne schuldig zu sein und wurde im Schnellverfahren zu 13 Jahren Haft verurteilt. 1992 kam sie durch eine Amnestie frei und floh nach Südkorea, wo sie heute lebt. Die Süddeutsche Zeitung hat ihre Aussage vor einer Woche in Auszügen (das Original findet sich hier) veröffentlicht. Zwei Beispiele mögen genügen:

Zum Frauengefängnis von Kaechon gehören folgende elf Arbeitsbereiche: ein Herstellungsbetrieb für verschiedenste Waren, einer für Exportwaren, eine Schuhfabrik, eine Leder- und Gummi-Fabrik, eine Fabrik zur Herstellung von Kleidung, eine Stoffzuschneiderei, eine Arbeitsvorbereitungseinheit, eine Wartungseinheit, eine Strafeinheit, eine Landbauabteilung und eine Küchenabteilung. Die Häftlinge müssen bei der Arbeit stets die Köpfe gesenkt halten und jede Bewegung außer den für ihre Arbeit nötigen vermeiden. Über die Hälfte der weiblichen Häftlinge hat einen Buckel, Beulen am Kopf oder im Schulterbereich oder ist auf eine andere Art verkrüppelt. Die Frauen in der Schuhfabrik sind fast alle kahl. In allen Einheiten gibt es Glaskästen, in denen die Wärter sitzen und die Gefangenen bei der Arbeit beaufsichtigen. Die Regel lautet, dass eine Gefangene zum Aufseher laufen und sich mit gesenktem Kopf vor ihm auf die Knie fallen muss, sobald sie aufgerufen wird. Natürlich darf sie nichts sagen, sondern nur Fragen beantworten. Wer nicht schnell genug antwortet oder sich bewegt, dem wird ins Gesicht oder vor die Brust getreten. Wer den Kopf hebt oder die Glieder streckt, wird schwer bestraft.

Als ich 1989 wie durch ein Wunder den Paratyphus überlebte, wurde ich zum Berichterstatten auf die Krankenstation gerufen. Als ich dort ankam, bemerkte ich sechs Frauen kurz vor der Niederkunft. Man befahl mir zu warten, bis mein Aufseher kam und mich übernahm. Während ich dort war, brachten drei Frauen ohne irgendeine Decke ihre Babys auf dem Zementboden zur Welt. Es war schrecklich, dabei zuzusehen, wie der Gefängnisarzt die Frauen mit seinen Stiefeln trat. Als ein Baby geboren war, rief der Arzt: „Bringt es um. Schnell. Eine Kriminelle in einem Gefängnis kann ja wohl nicht erwarten, dass sie ein Baby haben darf! Bringt es um.“ Die Frauen schlugen die Hände vors Gesicht und weinten. Obwohl die Geburten mit Injektionen zwangseingeleitet worden waren, lebten die Kinder bei der Geburt noch. Die Krankenschwestern, ebenfalls Gefangene, drückten ihnen mit zitternden Händen den Hals zu, um sie zu töten. Wenn sie tot waren, wurden die Babys in ein schmutziges Tuch gewickelt, in einen Eimer gesteckt und durch eine Hintertür hinaus getragen. Ich war so schockiert, dass ich bis heute in meinen Alpträumen die Mütter um ihre Kinder weinen sehe. Ich habe während meiner Zeit im Gefängnis zweimal gesehen, wie Babys getötet wurden.

Bereits das „Schwarzbuch des Kommunismus“, das 1997 in Frankreich und 1998 in Deutschland veröffentlicht wurde, stützt sich auf Aussagen von Sonn Ok Lee (S. 616), jedoch ohne sie selbst zu Wort kommen zu lassen. Erst die Unmittelbarkeit ihrer Aussage macht wieder einmal deutlich, wozu der eigentlich gutgemeinte, menschenfreundliche Kommunismus in der Lage ist. Vielleicht sollte ihr mal jemand, beispielsweise das Triumvirat Merkel-Obama-Wiesel, erklären und ins Gesicht sagen, warum sie anders, nicht so singulär, gelitten hat, wie andere KZ-Opfer.

(Text: Erik Lehnert, Sezession)

Update: Zwei amerikanische Journalisten sind vergangene Woche zu 12 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Obama ist total empört und fordert eine Begnadigung!

Das Weiße Haus fordert eine Begnadigung der Journalistinnen. Die Beziehungen zwischen den beiden Staaten sind zurzeit äußerst gespannt: Nordkorea wird vorgeworfen, die Reporterinnen als Druckmittel im Atomstreit zu benutzen.

Und Obama will auch aufpassen, dass keine Waffen mehr nach Nordkorea geliefert werden. Davon abgesehen, dass es ein Skandal an sich ist, dass noch Waffen nach Nordkorea geliefert werden – werden wir im Spiegel Artikel aufgeklärt, dass Obama diese Forderung auch ganz ernsthaft durchsetzen will – allerdings ohne Gewalt. Wir sind beeindruckt.

Obama will Waffenlieferungen an Nordkorea verhindern

Inzwischen bereiten die USA Schritte vor, um die Lieferung von Waffen und Nuklearmaterial an Nordkorea zu verhindern. Berichten der „New York Times“ zufolge soll die Marine nordkoreanische Schiffe stoppen, um deren Fracht zu untersuchen. Dies solle allerdings ohne Anwendung von Gewalt geschehen. Eine entsprechende Anordnung soll US-Präsident Barack Obama an die Streitkräfte gegeben haben.




Lehre und Strategie des Islams

Sehr geehrte Damen und Herren, Als vor 130 Jahren im Sudan gewalttätige Muslime unter dem so genannten „Mahdi“ ein irdisches Reich Allahs aufzurichten versuchten, christliche Glaubensboten ermordeten und schwarze Christen versklavten, war das eine ferne, exotische Angelegenheit. Erst der 1892 in Innsbruck erschienene Bericht des Missionars Josef Ohrwalder von seinen eigenen Sklavenleiden am Hof des Mahdi in Omdurman mobilisierte die Weltöffentlichkeit. In unserer zusammenwachsenden Welt der Globalisierung konnten hingegen die Todesdrohungen gegen die angeblichen Islamlästerer Salman Rushdie oder die dänischen Mohammed-Karrikaturisten nicht verborgen bleiben.

(Vortrag von Dr. Heinz Gstrein, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen in der Schweiz (AGOK), gehalten am EDU-Seminar vom 6. Juni 2009 in Olten, Schweiz)

Leider wird der Vorwurf der Prophetenbeleidigung und überhaupt Blasphemie von islamischer Seite seit eh und je gern missbraucht, um Gewalt gegen Christen und Juden zu rechtfertigen. Ob das die 1396 in Jerusalem ermordeten Christen oder Ende des 18. Jahrhunderts die Juden im libyschen Tripolis waren: Ihre „Lästerzungen“ wurden an die Synagogentüren genagelt! Was übrigens neben der Befreiung von Christensklaven mit einer der Gründe für die erste amerikanische Militärintervention in Libyen von 1801 bis 1805 gewesen ist. Der Krieg der USA gegen islamistischen „Terror“ hat also eine schon längere Geschichte.

Keine andere Weltanschauung unterliegt einer so großen Spannung von hoffnungsvoller Christentumsnähe und fanatischer Christenfeindschaft, zwischen globalem totalitärem Herrschaftsanspruch und tiefster Innerlichkeit wie der Islam. Ein Mystiker wie Celal ed-Din Rumi, dessen 800. Geburtstag wir 2007 gefeiert haben, gehört genauso dazu wie die gewaltsame Ausbreitung des islamischen Herrschaftsbereiches oder sogar ein Bin Laden. Die Frage ist nur: Was davon ist der wahre Islam?

Auch wir Christen sind nicht frei von blutrünstigen Verirrungen. Unsere Kreuzritter haben wie heute die islamischen Selbstmordattentäter geglaubt, dass ihnen als Lohn der Himmel verheißen ist. Und auch heute gibt es einen militanten Gospel-Song „Gott ist eine Streitaxt“. Doch davon findet sich nichts im Evangelium Jesu, dessen Reich nicht von dieser Welt ist. Der Islam hingegen will ein Reich von dieser Welt, bringt keinen Verkündigungs-, sondern einen Eroberungsauftrag. Gewalt und Krieg gehören zu seiner Kernbotschaft, sind nicht spätere, seinem, Wesen eigentlich widersprechende Entwicklungen.

Die islamische Kernbotschaft basiert auf den im heiligen Buch des Korans gesammelten und in den Überlieferungsschriften der Hadithe aufgezeichneten Lehren und sonstigen Aussagen sowie Taten des Propheten Mohammed (c. 570 bis 630 n. Chr.). Diese zeichnen anfänglich das Bild eines jungen Bußpredigers in der sittlich tiefstehenden, polytheistischen altarabischen Welt von Mekka. Mohammed stellt diesen vielen Göttern zunächst „den größeren Gott“ gegenüber. Unter jüdischen und verzerrten christlichen Einflüssen bei seinen Handelsreisen nach Nordarabien wandte sich Mohammed dann dem „einen Gott Abrahams“ zu. Seine religiöse Botschaft ist also, von frühen Gottesbegegnungen abgesehen, eine Offenbarung zweiter Hand aus jüdischen und – missverständlichen, von ihm auch missverstandenen – christlichen Elementen.

Den Feindseligkeiten ihrer Gegner in Mekka entzogen sich Mohammed und seine ersten Anhänger 622 nach Medina. Diese „Auswanderung“ – und nicht etwa seine Geburt oder sein Tod – wurden später zum Ausgangspunkt der islamischen Zeitrechnung gemacht. Zu Recht: Der Islam ist nicht mit der Verkündigung von Allah in Mekka, sondern erst mit Neuordnung der politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse in Medina in einem islamischen Staatswesen geboren. Mohammeds Bedeutung und Originalität liegt nur bescheiden in seiner entlehnten monotheistischen Lehre wie vielmehr in den politischen Konsequenzen, die er aus seiner Grundeinsicht „Ein Allah – Ein Reich Allahs – Ein Herrschervolk Allahs“ gezogen hat. Mohammed war vor allem Staatsmann und kaum Prophet. So hat ihn schon der Aufklärer Voltaire als Machthaber und nicht als Mann des Glaubens charakterisiert. 1745 schickte Voltaire sein Stück mit einer Widmung an Papst Benedikt XIV., der ihm als Dank zwei Medaillen mit seinem Porträt zukommen ließ. Von dort führt eine geistesgeschichtliche Linie zur heutigen, 2006 in Regensburg ausgesprochenen Mohammed- und Islam-Kritik durch Papst Benedikt XVI.

Nach Mohammed wurde seine Botschaft im Kalifatsstaat zu einem umfassenden Religionsgesetz mit tausenden Verboten und Vorschriften ausgewalzt. Der Islam als Regelwerk für ein erklärtes „Reich von dieser Welt“ ist spätestens seitdem eindeutig eine totalitäre, d. h. in alle menschlichen Lebensbereiche ohne Privatsphäre eingreifende, globale und weltrevolutionäre Ideologie wie der Kommunismus. Mit dem Unterschied, dass im ideologischen Unterbau an Stelle des „kämpferischen Atheismus“ der die Weltherrschaft in seinem Namen fordernde Kriegsgott Allah gesetzt ist.

Dazu sagt der Koran in Sure 9,20-22:

„Die, welche glauben und auswandern und mit ihrem Gut und ihrem Blut kämpfen für Allahs Sache, die nehmen den höchsten Rang ein bei Allah, und sie sind es, die Erfolg haben. Ihr Herr verheißt ihnen Barmherzigkeit und Sein Wohlgefallen und Gärten, worin ewige Wonne ihr sein wird.“

Dabei spielt vor allem eine Rechtsauffassung mit, die das Verhalten von Moslemminderheiten außerhalb des islamischen Herrschaftsbereiches definiert. Es gibt für diese Gruppen, und damit auch für die heutige Moslemdiaspora in unserer Mitte, eine zentrale Auflage: at-takfir, wörtlich Reue, Sühne, dann aber auch, und das vor allem, die Bekehrung zum Islam, verbunden mit Ausgrenzung aller Ungläubigen einschließlich laxer Muslime bis hin zu ihrer Vernichtung. Moslems, die das islamische Reich oder einen islamischen Teilstaat verlassen und ständig unter politischen Systemen von Andersgläubigen leben, sind verpflichtet, auch dort eine islamische Herrschaft aufzurichten. Früher waren das vor allem Händler, die etwa dem Islam ganz Südostasien von der Malaiischen Halbinsel bis zu den Südphilippinen und tief nach China hinein gewonnen haben.

Bis Indien war die Verbreitung der islamischen Religion durch militärische Ausbreitung des islamischen Reiches erfolgt. Wir würden sagen mit Feuer und Schwert, wobei es sich aber eigentlich nie primär um Glaubensverbreitung, sondern zunächst um die Aufrichtung der Herrschaft des Islams, seiner Rechtsordnung und politischen Ideologie gehandelt hat. Dann erst kam die Zwangsislamisierung aller Polytheisten und die Degradierung der Anhänger von monotheistischen Buchreligionen, von Christen, Juden und Zarathustriern vor allem, zu Bürgern zweiter Klasse, den so genannten Dhimmi.

Eine islamische Ordnung ist darum nicht geeignet, eine multinationale, multikulturelle und schon gar nicht eine freie multireligiöse Gesellschaft zu gewährleisten. Die den nicht-islamischen Untertanen im Moslemreich gewährten Sonderrechte (Kultfreiheit) und die ihnen auferlegten, oft erdrückenden Sonderverpflichtungen (höhere Steuern, Bekleidungsvorschriften, Berufsverbote) betrafen im arabischen Kalifenstaat immer Einzelpersonen. Sie hatten stets individuelle Gültigkeit und waren nicht als „Gruppenrechte“ konzipiert. Erst die osmanischen Sultane gewährten Kollektivrechte an regelrechte Religionsvölker, die von ihnen als millet bezeichnet wurden. Das waren immer Angehörige ein- und derselben Religion oder Konfession. Ursprünglich gab es das christlich-orthodoxe, das jüdische und das armenische Religionsvolk, zu dem auch die anderen orientalischen Christen gezählt waren. Heute sind es weniger islamische Teppichhändler als Gastarbeiter, Wirtschaftsflüchtlinge, echte und Pseudoasylanten, die schon bald mit dem Impuls einer Völkerwanderung ins gelobte Land Europa drängen. Aber auch diese unsere mitteleuropäischen, unsere um die schon 400.000 Schweizer Moslems, von denen etwa ein Zehntel schon volle Bürgerrechte genießen, sind dem verpflichtet. Wenn sie in ihren Moscheen nicht nur für die Aufrichtung einer Islamischen Republik in der Türkei, sondern auch schon für Etablierung einer solchen bei uns beten oder gar sammeln, sind das keine radikalen Auswüchse: sie tun einfach ihre Moslempflicht.

Dieses Gebot des Takfir setzt natürlich große Fragezeichen über die Möglichkeit, bei uns lebende, oft schon eingebürgerte Muslime zu assimilieren oder gar einen Europa-gerechten Euroislam zu entwickeln. Der gläubige Moslem darf sich nämlich nicht anpassen! Man kann diese Zielsetzung nicht einfach von der Religion des Islam lösen, trotz der Beteuerungen von islamischen Gelehrten im Westen, dass Bin Ladens Gottesbild, der im Namen Allahs Kampf und Vernichtung predigt, nicht dem Islam entspreche, dass vielmehr der Islam eine „Religion der Toleranz, des Friedens und der Nächstenliebe“ sei. Ganz wesentlich zum Islam gehört die Aufteilung der Welt in ein „Haus des Friedens“ (Dar as-Salam) und ein „Haus des Krieges“ (Dar al-Harb). Diese Überzeugungen gehen zurück auf Mohammed, der seinen Kampf mit der Aussicht für Märtyrer, besonderen Lohn von Allah zu empfangen, legitimierte (Sure 9,20-22). Der Islam will die Weltherrschaft (Sure 48,28). Nur dann wird der Wille Allahs für die Menschen erfüllt, durch Menschen, die seinen, im Koran geoffenbarten Willen, befolgen. Dies kann vollkommen nur in einem islamischen Staat geschehen, in dem die Scharia gilt. Von dieser islamischen Weltgesellschaft sagt der Koran, dass es die „beste aller Gemeinschaften“ sei. (Sure 3, 110).

Das erklärte, im Koran beschriebene Ziel des Islam ist nun, das „Haus des Krieges“ in ein „Haus des Islam“ zu verwandeln. Der Ayatollah16 Khomeini vom Iran beschrieb dieses Bemühen so:

„Der Heilige Krieg bedeutet die Eroberung der Territorien, die noch nicht vom Islam beherrscht werden.“

Noch einmal der Ayatollah:

„Die Juden, die Christen und die Materialisten verzerren die Wahrheiten des Islams – Allah möge sie erniedrigen! Der Westen ist nichts als ein Haufen von Diktaturen voller Unrecht. Wir müssen diese Unruhestifter mit eiserner Energie schlagen!“

Das besonders Traurige ist zur Zeit, dass positive Entwicklungen der islamischen Reformbewegung aus dem 19. und 20. Jahrhundert schon seit einigen Jahrzehnten wieder rückläufig geworden sind. Zu den Hauptbetroffenen der so genannten Re-Islamisierung zählen die islamischen Frauen und Mädchen. Heute kehren patriarchale Männerrechte und sogar die Steinigung von Frauen zurück. Gerade diese wäre ja nichts typisch Islamisches, sie ist so wie vieles andere aus dem jüdischen Gesetz in das islamische Schariatsrecht aufgenommen worden. Während aber die Juden diese brutale Tötungsart schon 1220 auf der rheinischen Rabbinersynode in Worms abgeschafft haben, geisterte das Steinigen weiter durch den Islam.

Seine Reformer, besonders ein Muhammad Abduh (1849-1905) in Ägypten, konnten dann allerdings durchsetzen, dass das Steinigen nur mehr symbolisch durch Werfen oder gar nur Auflegen einer Handvoll Kieselsteine auf den Kopf der so genannten Sünderin vollzogen wurde, um eben den Buchstaben des islamischen Gesetzes Rechnung zu tragen. Heute hingegen kennen wir die öffentlichen Steinigungen am Fußballplatz von Kabul während der Schreckensherrschaft der Taliban über Afghanistan, dasselbe aus Nigeria, wo wenigstens in zwei Fällen noch eine Berufung an den obersten weltlichen Gerichtshof das Leben dieser Frauen gerettet hat.

Wie vieles andere Unheil im heutigen Islam hängt auch die Renaissance des Steinigungs-Martertodes, bei dem die Frau bis zu den Achseln eingegraben wird und man ihr dann durch Steinwürfe langsam den Schädel zerschmettert, mit dem Aufstieg der Außenseitersekte der Saudis zu einem der bestimmenden Faktoren des Weltislam zusammen. Einer der zentralen Punkte, weshalb der Konfessions- und Staatsgründer Abd al-Wahhab (1703-1792) von den meisten Zeitgenossen abgelehnt wurde, war seine ganz radikale Steinigungspraxis. Auch das gängige islamische Recht verbietet das Steinigen einer durch Ehebruch schwangeren Frau bis nach ihrer Entbindung. Der Fanatiker Abd al-Wahhab hingegen ließ diese Frauen zusammen mit ihrer Leibesfrucht, also mit dem Kind im Bauch, steinigen. Wie das in Saudiarabien auch heute geübt wird.

Islamischer Terror im heutigen Sinn findet sich zum ersten Mal um das Jahr 1000. Doch hatte schon Mohammed jenen das Paradies versprochen, die um Allahs willen oder für seine Sache ihr Leben lassen. Bald gab es in den meisten islamischen Heeren den Heldentod suchende Einzelkämpfer oder ganze Einheiten. Die Motivation der heutigen Selbstmörderpiloten von New York und Washington, der „lebenden Bomben“ in Tel Aviv und Bagdad wurzelt genau in dieser religiösen Erwartung.

Es kamen dann im Islam zunächst sozialrevolutionäre Sektierer, die den Terrorkampf gegen eine selbst islamische, aber verweltlichte Unterdrückerobrigkeit aufnahmen. Es waren das die Chawaredsch, die „Hinausgehenden“. Sie begründeten ein neues, radikaleres und brutaleres Verständnis vom Heiligen Krieg, glaubten an das Recht auch die Kinder und Frauen ihrer Gegner zu töten, sie machten Attentate, listige Verstellung und Treulosigkeit zu wesentlichen Bestandteilen ihres Kampfes und in der Folge auch einer immer breiteren gesamtislamischen Mentalität.

Eine regelrechte Terrororganisation entstand aber erst im 12. Jahrhundert beim Widerstand gegen die christlichen Kreuzritter im Nahen Osten. Eine schiitische Splittergruppe aus Persien wuchs sich bald zu einem gefürchteten Netz von Meuchelmördern aus, dessen lange Hand übers Mittelmeer bis hinein ins Abendland zustieß. Ihre Bezeichnung „Haschaschin“, d. h.der sich mit Haschisch und anderen Drogen in Blutrausch hineinsteigernden, wurde als „Assassinen“ bald zum Namen für alle politischen Mörder. Bei ihrer gefürchteten Organisation finden sich erstmals im Islam die Züge einer weit verbreiteten Terroristen-Bruderschaft, wie sie jetzt für die Al-Qaida, auf Arabisch „Die Führung“, von Ussama Bin Laden typisch sind.

Für linientreue Muslime kann es keine demokratischen Mehrheitsentscheide und Regierungen geben. Jede politische Autorität ist allein göttlich legitimiert, gründet im Kalifat, der Nachfolge Mohammeds als politisch-religiöser Führer. Der Kalif ist eine Art Kaiser und Papst in Personalunion. Zwar gibt es derzeit keinen Kalifen und gehen die Bestrebungen zur Wiedererrichtung des Kalifats mehr in Richtung eines kollegialen Kalifatsrates als einer Einzelpersönlichkeit wie z.B. des Königs von Saudi-Arabien oder Jordanien. Dennoch wird auch im modernen islamischen Staat die Kalifatsgewalt absolutistisch durch einen Emir (regional) ausgeübt oder von Organisationen (Organisation der Islamischen Konferenz) in Anspruch genommen. In der ägyptischen Verfassung von 1972 oder jener des postsaddamitischen Iraks fungiert die Scharia als Verweserin der kalifalen Gewalt.

Einer Mitregierung der Bürgerinnen und Bürger sind durch das unabänderliche, umfassende Schariatsrecht enge Grenzen gesetzt. Wo es, wie in der Islamischen Republik Iran, ein Parlament gibt, handelt es sich dabei nur um eine beratende Versammlung, während alle Gewalt in Teheran beim kollektiven Organ des „Weisenrates“ aus den höchsten schiitischen Klerikern liegt. Die Experimente Gaddafis, in seiner libyschen eine möglichst direkte Demokratie nach schweizerischem Vorbild zu verwirklichen, dient nur zur Verschleierung seiner brutalen (z. B. im bekannten Fall der bulgarischen Krankenschwestern) Alleinherrschaft.

Nun gibt es im modernen Islam auch einige Stimmen, die für echte Demokratisierung laut geworden sind. So der osmanisch-kurdische Mystiker Said Nursi (1884-1960), den die moderne Türkei anfangs geehrt, dann aber umso mehr verfolgt hat. Nursi trat für Demokratie im europäisch-westlichen Sinn ein. Said Nursis Lehren sind in 14 Büchern, die etwa 6000 Seiten umfassen und die in ihrer Gesamtheit Risale-i Nur genannt werden, dargelegt. Er sieht die Notwendigkeit der Ämtertrennung bezüglich der religiösen und politischen Führerschaft und plädiert dafür. Nach ihm und seinem universalen Freiheitsverständnis ist und bleibt Religion Angelegenheit des individuellen Gewissens und somit Privatsache. (siehe z. B. sein Werk Münazarat, Said Nursis Ablehnung der Aufstände für einen islamischen Staat, seine Verurteilung islamistischer Parteien und vieles andere).

Auch im heutigen Islam gibt es ähnliche Gegenkräfte zum radikalen Islamismus saudi-arabischer Provenienz. Ihnen ist aber nur dann geholfen, wenn sich nicht-islamische Staatswesen und Gesellschaften ebenfalls der vorherrschenden Ausprägung des Islams als nach innen wie außen aggressiver Macht entgegenstellen. Wer vor dem Gewaltislam und seinen Forderungen kapituliert, ergreift damit auch in der innerislamischen Diskussion zugunsten der Unterdrücker Partei.

Die Vertreter der Moslems bei uns stellen alle diese Tatsachen unverfroren in Abrede. Daher auch ein paar Worte zur hohen Kunst der Verstellung und Täuschung von Andersgläubigen im Islam: Denen gegenüber wurde, was der Islam „Takija“ nennt, zur hohen Kunst entwickelt: Man darf – ja muss sogar – lügen, wenn es der 26 Ausbreitung des Islams dient ! So schreibt etwa der große islamische Rechtslehrer Abu Dschaafar al-Tabari (um 839-903) in seinem „Tafsir“:

„Wenn jemand genötigt ist, mit seiner Zunge vom Glauben abzufallen, um seinen Feinden zu entgehen, während er ihn in seinem Herzen bewahrt: Kein Tadel fällt auf ihn, denn Allah sieht nicht auf das, was sein Mund spricht, sondern auf das, was er in seinem Herzen wahrt!“

Wenn Muslimsprecher bei uns das Prinzip der Takija ableugnen, so handelt es sich gerade um eine praktische Anwendung dieser
Taktik!

Das im Moment heißeste Eisen in Zusammenhang mit der Ausbreitung des Islams in unserer Mitte ist seine Forderung nach dem Bau imposanter Moscheen mit Minaretten, während viele Kantone sogar christlichen Freikirchen die Errichtung von Gotteshäusern mit Kirchturm verbieten, weil dieser den Landeskirchen allein vorbehalten bleibt.

Laut Adolf Grohmann (1887-1977) sind Moschee und Minarett aus den arabischen Heerlagern zur Ausbreitung des islamischen Reiches entstanden. Kufa im heutigen Irak, die erste eigentliche „Hauptstadt“ des islamischen Reiches, entstand zunächst als derartiges Militärlager etwa im Jahre 638 christlicher Zeitrechnung, als dort 30.000 Kriegsveteranen angesiedelt wurden. Musterbeispiel dafür weiter die Moschee des Eroberers Ägyptens, Amr Ibn al-Az, in Alt-Kairo: Ein ummauerter viereckiger Platz mit Wachtürmen an den Ecken.

Ihre Umwandlung zu „Gebetstürmen“ (d.h. für den Adhan, den „Ruf zum Gebet“) ist nach den Forschungen Grohmanns erst Jahre nach Mohammed im eroberten Syrien unter dem Eindruck der christlichen Styliten (Säulensteher, Säulenheilige) erfolgt, die von Säulen zu gemeinsamem Gebet einluden.

Abgesehen von der Vorstufe der Wachtürme in den Lagermoscheen waren die ersten Moscheen dann christliche Kirchen, die in solche verwandelt wurden. Umgekehrt verbot das gleichzeitig kodifizierte islamische Religionsrecht der Scharia im Kalifenreich den christlichen Untertanen zweiter Klasse den Bau und Ausbau von Kirchen entweder völlig oder machte dafür fast unerfüllbare Auflagen. Diese Bestimmungen sind gerade heute wieder in Kraft, nicht nur in Saudi-Arabien, auch etwa in Ägypten. Damit stellt sich das völkerrechtliche Gegenseitigkeitsprinzip: Wie du mir, so ich dir. Sicher ist Religionsfreiheit als solche ein europäischer Wert, der auch ohne Gegenseitigkeit angewandt werden muss. In Detailfragen, wie gerade dem Bau von Minaretten, ist das Gegenseitigkeitsprinzip sehr wohl anwendbar. Das war zwischen Osmanischem Reich und sich als christlich verstehenden Staaten eine Jahrhunderte lang bewährte Praxis. Sie wurde im so genannten Kapitulationsrecht verankert, das neben der geistlichen Scharia und dem positiven Staatsrecht „Kanun“ die dritte Hauptkategorie des osmanischen Rechtes darstellt.

Vom französischen König Franz I. bis zum Sommer 1914, als diese „Kapitulationen“ aufgehoben wurden, war die gegenseitige Sicherung der religiösen Freiheiten und Stätten auf islamischer und christlicher Seite ein Bereich hoher diplomatischer Kunst und Rechtsgelehrtheit. Es war sicher kein Zufall, dass die schrecklichen Massaker der nächsten zehn Jahre an armenischen, syrischen, griechischen, aber auch evangelischen Christen mit auch eine Folge der Abschaffung dieser Schutzbestimmungen waren. Von Seiten des Sultans kam das Kapitulationssystem umgekehrt, angesichts von bis zur österreichischen Annexion Bosniens 1878 kaum vorhandenen europäischen Muslimen, in erster Linie den sefardischen Juden in Ungarn, Wien und der Toscana zugute. Auch die Schweizer Bundesregierung wäre es ihren z. B. in Saudi-Arabien ihrer religiösen Freiheit beraubten Bürgerinnen und Bürgern schuldig, den Saudis und von ihnen kontrollierten Muslimorganisationen keine Pauschalfreiheiten für Moscheen und gerade Minarette bei uns einzuräumen.

Vom osmanischen Türkenreich wurden die Moscheen zu Hoheitszeichen, als „Territorialmarken“ umfunktioniert – eine Funktion, diese heute im geteilten Nachkriegsbosnien wieder übernommen haben. Der Halbmond an ihrer Spitze war schon seit Reichsgründer Sultan Osman um 1300 als Symbol der islamischen Weltherrschaft interpretiert worden. Ursprünglich hat es sich dabei um das Zeichen der altarabischen Mondgöttin Uzza gehandelt, das von Mohammed in seinen neuen Glauben übernommen worden war. Osman hingegen deutete nach einem Traumgesicht den Halbmond als Zeichen islamischer Weltherrschaft, dessen Spitzen die Erde umschliessen, bis sie ganz zusammenfallen. Wie das noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts der jungtürkische Dichter Ziya Gökalp (1876-1924) verkündet:

„Die Moscheen sind unsere Kasernen. Die Minarette sind unsere Bajonette. Und die Kuppeln sind unsere Helme.”

Der heutige türkische Ministerpräsident Erdogan zitiert gern dieses Gedicht. Man kann daher den Moschee- und speziell Minarettbau bei uns nicht einmal mit dem Kirchenbau in islamischen Staaten vergleichen: Es müssten dort von uns Kreuzritterburgen gebaut werden, damit der Vergleich mit den so ausgesprochen militant gesehenen Moscheen und Bajonett-Minaretten stimmt.

Von allem anderen abgesehen müssen Moschee und Minarett eine architektonische Einheit bilden. Allerdings bekommen Minaretts da und dort in der modernen islamischen Architektur eine neue Aufgabe: Wie oft schon Brücken an ihren hohen Pfeilern werden neue Moscheen an ihren vier Minaretts regelrecht „aufgehängt“. Diese tragen die ganze Last des Bauwerks.

Berühmtestes Beispiel die die König-Feisal.Moschee in der islamischen Hauptstadt Islamabad, finanziert wieder einmal von Saudi-Arabien, entworfen von dem türkischen Architekten Vedat Dalokay. Die eigentliche Moschee ist nicht als Kuppelbau, sondern dreieckig im Anklang an ein Beduinenzelt gestaltet. Was beweist, dass islamische Kultbauten auch bei uns angepasst werden könnten und nicht nach dem traditionellen Schema Kuppelbau plus Minarett aufgeführt werden müssten. Islamabad erinnert uns aber auch an die jüngsten Kämpfe an seiner Roten Moschee, die von radikalen Moslems als Festung für ihren Aufstand verwendet wurde. Diese Rückkehr zur frühislamisch-militärischen Rolle der Moschee steht nicht vereinzelt da: Seit dem Aufstand an der Großen Moschee von Mekka 1979 werden die baulichen Manifestationen islamischer Macht und Gewaltherrschaft immer öfter als Waffenlager und Kampfanlagen verwendet. Das kann auch bei uns noch blühen.

Nach alledem stellt sich uns natürlich – vom Moscheebau allein völlig abgesehen – unausweichlich die Frage, welche Konsequenzen daraus für die unter uns lebenden, ja an Zahl und Einfluss stürmisch wachsenden Muslime zu ziehen sind. (an die 20 Millionen, jetzt Bulgarien weitere Million, 74 Millionen islamische Türken stehen vor der Tür). Sollen wir sie christlich als monotheistische Glaubensgeschwister begrüssen oder müssen wir vor ihnen als Bürger und im Interesse unserer Heimat als einer fünften Kolonne islamischer Weltherrschaft auf der Hut sein?

Was können wir, jede und jeder uns, in dieser entscheidenden Stunde für die Zukunft des Evangeliums und Europas dazu beitragen, dass das Kreuz und nicht der Halbmond den Sieg erringen? Vor 150 Jahren stellte sich in Russland der Sozialrevolutionär Tschernischewsky diese Frage: Tschto delatj – Was tun? Damit leitete er von den langatmigen Erörterungen einiger weniger Theoretiker zu einer breiten Volksbewegung über.

Was bedeutet aber dieses „Was tun?“ angesichts des Islams für uns, heute 2009 und hier in der Schweiz? Es bedeutet offene Augen, nicht Blauäugigkeit dem Machtislam gegenüber – einer politischen Ideologie muss eben politisch, notfalls polizeilich und militärisch begegnet werden, tapfer und treu. Das sind wir auch den in der 36 islamischen Welt bedrängten Mitchristen schuldig. Andererseits gilt es, die religiöse Seite des Islams theologisch zu erschließen. Wenn christliche Kirchenväter wie ein Justinus Martyr und Klemens von Alexandria sogar im heidnischen Schrifttum des Altertums ein verstreutes Gotteswort zu entdecken wussten, so wird es erst recht möglich sein, diesen „Logos Spermatikos“ auch im Koran zu finden und zu heben. Ein Versuch, den schon kurz vor der Reformation ein Nikolaus von Kues unternommen hatte. Denn unsere einzige wahre und beständige Hoffnung in der Konfrontation wie der Begegnung mit dem Islam, hier in der Heimat und weltweit, ist Jesus Christus in unserer aller Mitte, auch inmitten der Musliminnen und Muslime, mögen sie ihn auch noch nicht erkannt haben oder ihn nicht wahrhaben wollen.

Es gibt nämlich all dem zum Trotz gibt es auch ganz andere Vertreter und Vertreterinnen des Islams. Rabia al-Adauwia z.B., die wohl berühmteste islamische Mystikerin, wurde um 713/14 in Basra geboren. Die ersten Lebensjahre verbrachte sie in ihrer Heimatstadt in ärmlichen Verhältnissen, schon als Kind wurde sie gestohlen und in die Sklaverei verkauft, wie das gerade jetzt im Irak wieder mit vielen Mädchen und Knaben geschieht. Schon damals bedeutete eine solche Kindersklaverei fast immer auch sexuellen Missbrauch. Die heranwachsende Rabia beschämte jedoch einen ihrer Herren durch Herzensreinheit und Frömmigkeit, bis er sie schließlich freiließ. Vielleicht hatte ihr diese Freiheit gerade eines ihrer ersten und schönsten Gebete gebracht:

„O Herr, die Sterne leuchten. Die Augen der Menschen fallen zu. Die Pforten der Königspaläste sind schon geschlossen. Jeder Liebende ist allein mit seiner Geliebten, und hier bin ich allein mit Dir. Mein Herr, wenn ich Dich aus Furcht vor der Hölle anbete, so verbrenne mich in ihr! Wenn ich Dich in der Hoffnung auf den Himmel anbete, so verschließe mir dein Paradies. Da ich Dich aber ganz um Deiner selbst willen anbete, so verberge mir Deine ewige Schönheit nicht!“

Uns begegnet da aus dem Mund von Rabia ein ganz anderer Islam, als wir ihn gerade heute wieder zu kennen glauben: Als eine Religion, die ihre Anhänger mit der Erwartung von recht sinnenfrohen Jenseitsfreuden zu jedem Opfer und sogar zum Selbstmord bereit macht. Der Glaube Rabias ist selbstlose Gottesliebe, die nach keiner Belohnung fragt und sich vor keiner Strafe fürchtet. Auch das ist Islam! Nichts anderes will das Wort „Islam“ ursprünglich und eigentlich aussagen: nämlich Hingabe an Gott, Ergebung in Gott.

Und ebenso, wie es heute eine der dringlichsten Aufgaben für Politiker, Polizei und Militärs sein muss, den politischen Gewaltislam zurückzuweisen, ist es unsere Christenpflicht, auch in der so verzerrten Botschaft Mohammeds den ausgesäten Samen des Göttlichen Wortes zu entdecken, zu heben und zu seiner Erfüllung in Jesus Christus hinzuführen.




Trotz Beschneidungsgefahr: Kind darf ins Ausland

Das um die Menschenrechte stets äußerst besorgte Heuchel-Deutschland, z. B. wenn es um die Häftlinge in Guantánamo geht, kann erneut auf eine richterliche Entscheidung stolz sein: Obwohl ihr dort die Verstümmelung ihrer Geschlechtsorgane droht, gestattet das Oberlandesgericht Karlsruhe einem Elternpaar, seine zehnjährige Tochter zur Großmutter nach Äthiopien zu verbringen.

Der Beschluss des Oberlandesgerichtes spricht nach langem Streit einer deutschen Familie äthiopischen Ursprungs das Recht wieder zu, über den Aufenthaltsort ihrer zehnjährigen Tochter zu bestimmen. Im August sollte das Mädchen in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba zu ihren Großeltern reisen. Auf Initiative der Organisation „Task Force für effektive Prävention von Genitalverstümmelung“ hatte das Amtsgericht im badischen Bad Säckingen im November 2008 den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen. Ein Großteil der weiblichen Kinder in Äthiopien droht eine Beschneidung, es gibt Statistiken, die sprechen von einer Prozentzahl von rund 90 Prozent der Mädchen, die der Tradition in Sudan, Somalia und eben auch Äthiopien noch immer unterworfen werden. Die meisten Mädchen werden Experten zufolge im Urlaub im Heimatland der Eltern der Prozedur unterzogen.

Die deutschen Richter jedoch verließen sich auf die Beurteilung der Lage durch einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Addis Abeba. Der fand die Großeltern nett und kultiviert, und sie hätten ihm versprochen, das Kind nicht zu verstümmeln. Sicherheitshalber lehnten die Eltern eine medizinische Untersuchung ihrer Tochter vor und nach der Reise schon mal ab. Einige Menschenrechtsorganisationen sind entsetzt:

Das Statistische Bundesamt und die Nichtregierungsorganisation „Terre des Femmes“ schätzen, dass in Deutschland mehr als 4000 Mädchen die Beschneidung ihrer Genitalien droht – oft auch auf Reisen ins Heimatland. (…) Einem Großteil der weiblichen Kinder in Äthiopien droht eine Beschneidung, es gibt Statistiken, die sprechen von einer Prozentzahl von rund 90 Prozent der Mädchen, die der Tradition in Sudan, Somalia und eben auch Äthiopien noch immer unterworfen werden. Die meisten Mädchen werden Experten zufolge im Urlaub im Heimatland der Eltern der Prozedur unterzogen. (…) Ines Laufer, Gründerin der „Task force“ ist ob des Urteils empört. „Wenn jemand eine Straftat vorhat, kann man nicht davon ausgehen, dass er sie vorher ankündigt“, sagt Laufer und sieht ihren Kampf gegen Beschneidungen einem Rückschlag unterworfen.

Andere, gutmenschlicher geprägte, Organisationen wollen „Ethnien nicht stigmatisieren“ und

bestimmte Familien unter einen Generalverdacht zu stellen, nur weil sie aus einem bestimmten Kulturkreis kommen.

Sie sind sich sicher:

Diese Familie wurde offensichtlich zu Unrecht verdächtigt.

Woher diese weise Erkenntnis bereits im Vorfeld der geplanten Reise kommt, bleibt ihr Geheimnis, ebenso wie die Gerichtsentscheidung:

Das Gericht ist zu dem Entschluss gekommen, dass es keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine drohende Verletzung des Kindeswohls vorliegt.

Und falls es doch passiert, who cares? Irren ist menschlich, nicht wahr? Eine Beschneidung mehr oder weniger, darauf kommt es doch nun wirklich nicht an. Und so geht auch die Politik mit dem Thema um:

Vor zwei Wochen nahm der Rechtsausschuss im Bundestag mit den Stimmen der Großen Koalition das Thema „weibliche Genitalverstümmelung“ von der Tagesordnung. Ein Antrag von 91 Abgeordneten aus FDP, Grünen, SPD und Union hatte vorgesehen, die Beschneidung von Mädchen generell als schwere Körperverletzung zu ahnden. Bisher fällt dieser Eingriff unter den Strafbestand der einfachen oder gefährlichen Körperverletzung. Die betroffenen Frauen aus mehrheitlich afrikanischen Herkunftsländern leiden lebenslang unter der Praxis, bei der neben der Klitoris meist auch Teile der Schamlippen abgeschnitten werden.

In 15 Prozent der Fälle wird die Vagina bis auf eine winzige Öffnung zugenäht. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes und der Nichtregierungsorganisation „Terre des Femmes“ droht in Deutschland mehr als 4000 Mädchen, die jünger sind als 15 Jahre, die Beschneidung ihrer Genitalien. Rund 19.400 Frauen in Deutschland seien bereits Opfer dieser Tradition geworden. Die Gesamtzahl der beschnittenen Mädchen liegt nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation weltweit bei 130 Millionen.

Aber wer möchte sich schon über Traditionen bestimmter „Kulturen“ stellen. Schlimme Dinge passieren eben.

(Spürnasen: Aufmerksam, Ben K. und, Chessie)