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Politiker begrüßen dritte Hausener Moschee

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Hessische Politiker und Kirchenvertreter haben anlässlich der Grundsteinlegung für die dritte Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen ihre Freude über die fortschreitende Islamisierung Deutschlands ausgedrückt.

Die Frankfurter Rundschau berichtet:

Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) sagte in einem Grußwort laut Manuskript, Integration sei das Zukunftsthema in der Mitte der Gesellschaft. Sie sei keine Randgruppen-Angelegenheit.
Jeder achte Mensch in Hessen habe keinen deutschen Pass, jeder vierte einen Migrationshintergrund, was in Frankfurt für zwei von drei Neugeborenen gelte.

Die größte Gruppe der Zugewanderten seien die Moslems. „Gleichwohl ist diese Religionsgemeinschaft ethnisch heterogen und religiös vielfältig.“ Hahn versicherte den rund 400 Gästen der Grundsteinlegung, die freie Ausübung der Religion sei ein wichtiger Baustein der Integration. Hahn: „Als Verfassungsminister darf ich Ihnen versichern, dass die Religionsfreiheit nicht zur Disposition steht.“

Ehrlicherweise muss man zugestehen, dass der Minister auch ein paar mahnende Worte fand, die die Rundschau ihren Lesern vorenthält. Die Frankfurter Allgemeine berichtet ausführlicher:

An der Feier nahmen gestern auch mehrere Repräsentanten aus der Politik, des Islam und der Kirchen teil. Für die Landesregierung sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn (FDP), er wünsche der Moschee „eine gesegnete Zukunft“. Deutschland sei ein Einwanderungsland, aber auch ein Land mit einem zu respektierenden Wertesystem, zu dem Religionsfreiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Freiheit des Einzelnen gehörten. Der Bau sei der „Ernstfall“ für die Religionsfreiheit, sagte der katholische Stadtdekan Raban Tilmann.

Die Frankfurter Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Die Grünen) sagte, Moscheen gehörten zu Frankfurt, weil Muslime zu dieser Stadt gehörten. Es müsse eine Offenheit für Moscheen geben, aber auch eine Offenheit in Moscheen. Beim Bau weiterer Moscheen in der Stadt sei ein „strukturiertes Vorgehen“ nötig. Dabei müssten die Sorgen von Nachbarn sehr ernst genommen werden. Zu Kontroversen wie der um die Hausener Moschee komme es, weil Religion „keine harmlose Angelegenheit“ sei, sagte die evangelische Pröpstin Gabriele Scherle.

Athenagoras Ziliaskopoulos, griechisch-orthodoxer Pfarrer und Vorsitzender des Rates der Religionen in Frankfurt, sagte, die neue Moschee und die gegenüberliegende russisch-orthodoxe Kirche seien wie ein „Tor zur Stadt“. Dieses Bild wollte sich Georg Poloczek vom Gemeinderat der russisch-orthodoxen Gemeinde auf Anfrage nicht spontan zu eigen machen.

Wenn Bürger, die bedauerlicherweise zum ersten Großdialog nicht zugelassen waren (PI berichtete), noch Fragen haben, werden die Politiker diese im bevorstehenden Bundestagswahlkampf gerne beantworten. Achten Sie auf blau-gelbe Regenschirme der FDP.

» Eussner: Moschee-Areale im Westen, vom Islam erobertes Gebiet

(Spürnasen: Markus, Ben K.)