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200 Auspeitschungen im Urlaubsparadies

Die andere Seite des UrlaubsparadiesesDie Malediven, ein beliebtes Urlaubsziel für Taucher und Palmeninselschwärmer, sind nebst der Touristenidylle ein Reich des religiösen „Friedens“. Gegenwärtig steht etwa 150 Frauen und 50 Männern eine öffentliche Auspeitschungsstrafe bevor. In den meisten Fällen geht es um Vorwürfe bezüglich ausserehelicher Beziehungen.

Diesen Monat ist bereits eine 18-Jährige schwangere „Übeltäterin“, die eine Beziehung zu zwei Männern gehabt haben soll, nach 100 Peitschenhieben zusammengebrochen. Meistens trifft die Peitsche nur die Frauen, seltener die Männer. Sie werden vor einer Beifall katschenden Meute Männer verprügelt und müssen danach meistens ins Krankenhaus eingeliefert werden. Menschenrechte auf Maledivisch und die Scharia-Urteile werden immer härter, aber immerhin werden sie nicht gesteinigt, würde der Saudi sagen. Doch ausländische Imame in den Malediven bemühen sich bereits um eine noch strengere Gesetzesauslegung.