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Einzelfall™, der nächste

Vor den Augen der ein und vier Jahre alten Kinder metzelte der Iraker Basim H. (Foto) seine Freundin mit 17 Messerstichen nieder. Als sie tot war, rief er die Polizei. Das Motiv war wohl krankhafte Eifersucht. Wie wird diesmal die Anklage lauten? Warnstiche mit Todesfolge bei Verbotsirrtum? Mehr…

(Spürnasen: Milan und Daniel)




Ausländischer Christ in Mauretanien ermordet

Islamische Extremisten in MauretanienIm westafrikanischen Mauretanien haben zwei Islamisten einen ausländischen Christen auf offener Straße erschossen. Der 39-jährige Familienvater Christopher Leggett starb vor einer Sprach- und EDV-Schule in der Hauptstadt Nouakchott. Die Nordafrika-Einheit des Terrornetzwerkes Al-Kaida bekannte sich zu dem Mord. Einem arabischen Fernsehsender sagte ein Al-Kaida-Sprecher, Leggett musste sterben, weil er Muslime zum Christentum bekehren wollte.

(Gastbeitrag von Open Doors Schweiz)

Ursprünglich wollten die Männer ihn entführen. Als Leggett sich wehrte, schossen sie ihm drei Mal in den Kopf – eine regelrechte Hinrichtung. Christopher hinterlässt seine Frau Jackie und vier Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren. Das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors bittet um Gebet für die Familie und die wenigen Christen, die in Mauretanien leben.

Die Familie lebte seit über sechs Jahren in Mauretanien. In einem ärmeren Wohnviertel war er in einem Schulungszentrum als Sprach- und EDV-Lehrer tätig und leitete ein Programm für die Vergabe von Mikro-Krediten an bedürftige Mauretanier. Ein Zeichen, dass er sich gut in den dortigen Alltag integriert hatte.

Das entsetzliche Verbrechen, das nun bekannt wurde, ereignete sich am 23. Juni vor einer Sprach- und EDV-Schule in der Hauptstadt Nouakchott.

Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors belegt Mauretanien den 18. Platz. Der Islam ist Staatsreligion. Etwa 4.200 Christen leben unter den 3,1 Millionen Einwohnern. Einheimische Medien machen Stimmung gegen Christen. Berichtet wurde, das Christentum sei eine gefährliche Bewegung, die bekämpft werden muss. Islamisten bedrohten Christen schon mit dem Tod. Wird ein mauretanischer Muslim Christ, wird er von seiner Familie oder Teilen der Gesellschaft gedrängt, zum Islam zurückzukehren.

29mal führte die Dakar-Rallye durch das nordwestliche Afrika. Darunter eine große Wegstrecke durch Mauretanien. Die Rallye war legendär, startete oft in Paris, aber auch in Barcelona und Lissabon.

2008 wäre der 30. Start erfolgt, zum Rennen durch Afrika. Doch ein Tag vor Beginn wurde sie abgesagt. Aus Sicherheitsgründen, gemeint war damit islamischer Terror.

2009 wurde die Rallye auf einen anderen Teil des Erdballs verlegt. Sie startete und endete in Buenos Aires. Ein Sieg für den Terror.
Wenn selbst Weltsportereignisse der Furcht vor Islamisten weichen müssen, kann nur erahnt werden, wie es um die Sicherheit der Minderheiten steht, so etwa jener der Christen.