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Der Schein trügt

Kulturbereicherer [1]Ich möchte mal einiges zur angeblichen Gastfreundschaft mohammedanischer Menschen in mohammedanischen Ländern sagen, die so viele Gutmenschen immer wieder hervorheben und davon ausgehen, dass dies von diesen Menschen aus tiefstem Herzen kommt und keineswegs nur zum Schein ist. Im vergangenen Jahr besuchte ich das erste Mal in meinem Leben meine alte Heimat.

(Gastbeitrag von Suryoyo zur PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!” [2])

Um genau zu sein, die meiner Eltern, da ich hier in Deutschland geboren wurde. Diese liegt im Südosten der Türkei und nennt sich, wie einige sicher wissen „Tur Abdin = Berg der Knechte Gottes“. So war es immer mein Wunsch, die kulturelle Vielfalt dieses Gebietes, vor allem bedingt durch die Jahrhunderte alten Kirchen und Klöster, kennen zu lernen und die Wurzeln meiner Herkunft in Augenschein zu nehmen. Ungeschickterweise war es so, dass nur eine Woche vor unserer Abreise die drei deutschen Bergsteiger am Berg Ararat entführt worden waren. So brachen wir mit einem mulmigen Gefühl auf und mit der Bitte meines Hausarztes, der mich zuvor gegen dort übliche Krankheiten geimpft hatte, nicht auf Berge zu klettern….

In Izmir am Flughafen angekommen, gönnten wir uns einen Tag am Strand und übernachteten in der Wohnung meies Onkels, welche ihm als sehr bescheidene „Sommerresidenz“ dient. So kam es dazu, dass ich mit meinem Cousin nachts um die Häuser zog und mir mal alles von ihm zeigen ließ. Da waren die hauptsächlich rumänischen und russischen Touristinnen. Und die jugendlichen Saisonarbeiter, die über die Saison aus den tiefsten Provinzen zum Arbeiten herangezogen werden, und zwischen ihren 16 Stunden-Schichten acht Stunden in Kellerlöchern übernachten. Deren Aufgabe es ist, so viele weibliche Passantinnen rumänischer und russischer Herkunft ihrer männlichen Begleiter oder gar der Begleitung durch die Eltern zu entreißen und in die Discos oder gar – wenn möglich – ins Bett zu locken. Dies auch oftmals begleitet durch Zerren an den Armen oder schlichtem Umzingeln unterlegt mit lächerlich geringen und akzentbeladenen Englischkenntnissen.

Türkinnen hingegen wurden schlichtweg ignoriert und unbehelligt des Weges entlassen. Angewidert von der Bereitwilligkeit und Naivität dieser Mädchen, sich überreden zu lassen mitzukommen, war ich froh, nur einen Tag an diesem Ort verbringen zu müssen. Also am nächsten Morgen, der erste übrigens, an dem ich von einem „Allah u … !!!!“ geweckt worden war und nicht fassen konnte, dass es soetwas wirklich gibt, da wir in Deutschland Gott sei Dank von soetwas zumindest NOCH verschont sind, stiegen wir ins Auto und los ging es quer durch die Türkei.

Während unserer 20 Stunden-Fahrt wurden etliche Polizisten „geschmiert“, da wir ja ständig zu schnell fuhren oder der Blinker auf einmal nicht ging oder unser Nummernschild zu schmutzig war. Erkennen, dass es ein französisches Kennzeichen (das meines Onkels) war, konnten sie allemal und es war auch der Grund, warum auf einmal so vieles an unserem ein Jahr altem Fahrzeug nicht in Ordnung war.

Nun gut, etliche Kilometer weiter und etliche Lira weniger, kamen wir an einem Ort an, in dem seltsames vor sich ging. Direkt an der Hauptstraße fiel unser Augenmerk, auf ein Gebäude, das sicher weit über 500 Jahre auf dem Buckel hatte und an dem eifrig gearbeitet und gebaut wurde. Dieses Gebäude sah ziemlich nach einer Kirche aus, jedoch wunderten wir uns, warum der Kirchturm nicht mehr an seiner Stelle war und stattdessen ein Minarett aufgepflanzt wurde. Keiner sprach es laut aus, aber jeder von uns dachte es sich. Um keinen Ärger zu bekommen, fuhren wir weiter und baten (zumindest war es bei mir der Fall) Gott um Vergebung für diese Schandtat, verübt an seiner heiligen Kirche. Sofort fühlte ich mich an die Hagia Sophia erinnert, welche einst die prächtigste Kirche des östlichen Römischen Reichs war und dann zur Moschee umfunktioniert wurde.

Es war endlich soweit, wir kamen im Tur Abdin an, genauer im Heimatdorf meines Vaters Iwardo (Aynwardo), in dem ein wilder Kampf ums überlegen während des Völkermords um 1915 stattfand. Als ich endlich an der Kirche ankam, die ich schon immer sehen wollte, fühlte ich mich eher an eine Festung, als an eine Kirche erinnert. Meterdicke Wände und burgmauerähnliche Türme standen wie ein Bollwerk des Christentums am Rande des Dorfes. Als ich näher kam, wunderte ich mich über die vielen kreisrunden Löcher in den rot-braunen Sandsteinen. Als ich erschrocken feststellte, dass es sich um Einschusslöcher handelte, sahen mich alle nur dezent nickend an und versicherten sich noch eimal, ob auch niemand zusieht. Teils steckte noch die Kugel im Stein. Nur einer von hunderten Beweisen für den Völkermord an den Christen in der Türkei, der noch immer vehement von den Türken abgestritten wird, und über den zu reden einen ohne Umwege ins türkische Gefängnis bringt, von dem wir alle so viel gehört haben.

So vergingen die Tage und der gewahrte Schein verflüchtigte sich langsam. Als wir an einem Fluss einen Badetag einlegen wollten und einige Bierdosen gezückt wurden, um diese eisgekühlten Durstlöscher bei 40 Grad im Schatten zu genießen, kamen nach nicht einmal drei Minuten wie aus dem Nichts die von mohammedanischen Gästen herbeigerufenen Polizisten und baten uns wirklich höflich, das Bier doch bitte wieder einzupacken (offene Bierdosen noch halb gefüllt wieder einpacken?). Wegschütten durften wir es nicht, da es sein könnte, dass ein Mohammedaner damit in Berührung kommen könnte.

Als wir in der Kreisstadt Midyat zurück waren, kamen wir in einen christlichen Laden (ein leerer Raum, in dem lediglich Wasserflaschen im Regal standen) an. Der wirkliche Zweck dieses Ladens wurde mir erst offenbar, als der Besitzer das Bier aus einem Geheimfach holte, um es den Gästen anzubieten. Interessanterweise waren unter den Bier trinkenden Gästen viele Mohammedaner. Klar, Hauptsache der Schein wird gewahrt.

So gingen die Tage dahin und wir besuchten das Kloster Mor Gabriel, das zu diesem Zeitpunkt noch nichts von der in Kürze folgenden Klagewelle durch den türkischen „Rechtsstaat“ und geldgieriger kurdischer Marionetten ferngesteuert durch moslemische Hassprediger wusste. Ich habe während dieses Urlaubs wirklich viel gelernt über die alte Heimat. Nicht nur Geschichtliches bleibt in meiner Erinnerung. Das ständige Versteckspielen der Christen in einem moslemischen Land, die Intoleranz und die Respektlosigkeit, mit der Christen behandelt werden, können doch nicht einfach so von unseren Gutmenschen übersehen werden.

Warum fordern moslemische Mitbürger Rechte ein, die in ihrer Landessprache noch nicht einmal ein Wort dafür haben? In der Türkei wurde die „Kulturbereicherung“ durch die Osmanen geduldet und wir sehen, was aus der Türkei geworden ist. Genauso wird im Moment Deutschland bereichert und Deutsche werden im eigenen Land diskriminiert, wie wir es in der Türkei erfuhren. Der Schein wird so lange gewahrt, bis er einfach nicht mehr von Nöten ist. Und die einzigen, die von diesem Schein geblendet werden, sind die viel zu vielen Gutmenschen in diesem Land.

[3]Alle auf PI veröffentlichten Gastbeiträge zur laufenden PI-Serie “So erlebe ich die Kulturbereicherer!” [2], küren wir mit dem neuen Buch von Udo Ulfkotte „Vorsicht Bürgerkrieg“ [3]. Wir bitten daher alle, deren Beitrag bei uns erschienen ist, uns ihre Anschrift mitzuteilen, damit wir ihnen ihr Buch zustellen können.

Bisher erschienene Beiträge zur PI-Serie:

» Es gibt keinen Grund dafür… [4]
» Behindertes Kind als “Gottes Strafe” [5]
» Der P*ff und der Perser [6]
» “Was!? Hast du ein Problem?” [7]
» Meine Erlebnisse in arabischen Ländern [8]
» “Seien Sie froh, dass nichts passiert ist” [9]
» Umar an der “Tafel”-Theke [10]
» Kulturbereicherung kommt selten allein [11]
» Plötzlich war Aische unterm Tisch verschwunden [12]
» “Gibt es Prüfung nicht auf türkisch?” [13]
» Eine unterschwellige Bedrohung [14]
» Früher war alles einfacher [15]
» “Ey, hast Du Praktikum für uns?” [16]
» Eine wahre Bereicherung [17]
» Als Deutscher in diesem Land nichts zu melden [18]
» Einmal Toleranz und zurück [19]
» Auch im Fußball kulturell bereichert [20]
» Soldaten sind Mörder – oder Schlampen [21]
» Kulturbereicherung von Kleinauf [22]
» Beschimpfungen, Aggressionen und vieles mehr… [23]
» Gefühl, im eigenen Land auf der Flucht zu sein [24]
» Erfahrungen eines Hauptschullehrers [25]
» “Ruhe, ihr deutschen Drecks-Schlampen” [26]
» Kulturbereicherung im Krankenhaus [27]
» Von bereicherten Löwen und grünen Antilopen [28]

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