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„Gaza – Kriegsverbrechen“: IDF Stellungnahme

Gaza-7thumb [1]Zum gestrigen Bericht im Spiegel [2] über die angeblichen Kriegsverbrechen der israelischen Armee im letzten Gaza Krieg fanden wir folgende Stellungnahme der kritisierten Armee [3]. Diese wollen wir, weil wir sicher sind dass die Qualitätsmedien sie eher nicht bringen werden, gern hier veröffentlichen.

Update 16. Juli 2009  im unteren Textabschnitt

Der Sprecher der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte bittet die Medien um Aufmerksamkeit in Hinsicht auf einige methodische und ethische Fragen diesen Bericht betreffend:

1. Der Bericht, der den Israelischen Verteidigungsstreitkräften weniger als 24 Stunden vor seiner Veröffentlichung zuging, basiert auf Zeugenaussagen, die entscheidende Identifizierungsmerkmale vermissen lassen:

a. Die herangezogenen Zeugen wurden in keiner Weise identifiziert, noch nicht einmal durch Initialen, so wie es in den Medien normalerweise bei anonymen Zitaten üblich ist.
b. Weder der militärische Rang noch die Position zur Zeit der behaupteten Vorfälle werden genannt.
c. Weder die Einheit noch die Art der Einheit (regulär, Reservisten) werden genannt.

2. Der Bericht teilt nicht mit, in welcher Weise die Zeugenaussagen gesammelt worden sind – ob direkt per Interview oder indirekt per Post oder Email. Es ist unklar, ob es einen oder mehrere Interviewer gegeben hat, ob die Zeugen individuell oder in Gruppen befragt worden sind.

3. Es wird nicht mitgeteilt, wie die Glaubwürdigkeit der Aussagen geprüft wurde:

a. Man kann nicht wissen, ob die Aussage von einem Soldaten gemacht wurde oder von jemandem, der sich als Soldat ausgegeben hat.
b. In Bezug auf die in den Aussagen beschriebenen Vorfälle werden weder Zeitangaben (Datum, Uhrzeit) noch Ortsangaben gemacht.

Noch einmal, weil so zutreffend:

Jedesmal wenn solche antiisraelische Vorwürfe [4] auftauchen, können diese im Nachhinein präzise [5] widerlegt werden [6]. So war dies mit den angeblich bombardierten Rotkreuzfahrzeugen [7], so war das mit dem erschossenen Jungen Mohammed [8], so war dies mit den Vorwürfen der angeblich im Gazakrieg eingesetzten Soldaten [9] die im Januar angebliche israelische Kriegsverbrechen anprangerten. Damals konnte nachgewiesen werden, dass diese Soldaten niemals im Einsatz waren.

Es ist erschreckend, dass unsere „Qualitätsmedien“ diese Gegendarstellung nicht im gleichen Maße verbreiten werden, wie sie sich gestern auf die anti-israelische Hetze gestürzt haben.

Update: weitere Einzelheiten

Inzwischen tauchen immer weitere Einzelheiten zum zweifelhaften Vorgehen der Gruppe „Breaking the Silence“ auf. Hatte man doch zuerst versucht, diesen merkwürdigen Report (mit anonymen und nicht nachkontrollierbaren Stellungnahmen ehemaliger israelischer Soldaten) der Zeitung Haaretz unterzujubeln. Diese allerdings hat dies getan, was ein guter Journalist immer tun sollte: der Militärreporter von Haaretz Amos Harel bat die israelische Armee um eine Stellungnahme.

Der Militärreporter der Jerusalem Post, Yaakov Katz, hörte von diesem Report. Allerdings war dies „Breaking the Silence“ nicht recht, fürchtete man die kritische Analyse des Reports. Trotz allem brachte die Jerusalem Post einen Artikel zum Thema,

Würde es den Aktivisten von „Breaking the Silence“ wirklich um die Sache gehen, die sie vorgeben zu vertreten, hätten sie die IDF um eine Stellungnahme gebeten oder aber den Bericht dem israelischen Verteidigungsminister zur Klärung vorgelegt. Beides hat man nicht, stattdessen hat man diesen Bericht möglichst vielen israel-kritischen Medien zugespielt. Es ging ihnen wohl zuallererst um die größtmögliche, unkritische Aufmerksamkeit für ihren Bericht.

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