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GdP-Landeschef macht mit Mafia

[1]Der Hamburger Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Kriminaloberrat André Bunkowsky (Foto), muss sich jetzt selbst vor der Staatsanwaltschaft verantworten. Die Vorwürfe gegen den hochrangigen Ermittler lauten auf Korruptionsverdacht und Geheimnisverrat in Verbindung mit der Autoschieber-Mafia.

Dass Führungsfunktionäre der größten Polizeigewerkschaft Deutschlands zu vielem fähig sind, haben sie uns in der Vergangenheit nicht nur durch die sektenähnliche Entscheidung [2], dass neue Ulfkotte-Buch nicht zu bewerben, bereits eindrucksvoll bewiesen. Wir hatten uns auch schon damit abgefunden, dass langjährige Personalvertreter der GdP plötzlich zu Polizeipräsidenten mutieren oder Landesvorsitzende der SED-Nachfolgepartei den Hof machen und ein Jahresgehalt von € 150.000.— einstreichen.

Der heutige Bericht in der Morgenpost über den 44jährigen Landeschef der Sekte Gewerkschaft der Polizei in Hamburg, hat uns allerdings schon ein Sekündchen den Atem stocken lassen.

Die MoPo [3] berichtet:

Geht es um einen knallharten Fall von Korruption oder hat sich Kriminaloberrat André Bunkowsky nur einen falschen Freund ausgesucht? Fakt ist: Der Hamburger Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat für Autoschieber illegal die Daten eines Mietwagens überprüft. Gestern legte Bunkowsky sein Gewerkschaftsamt vorrübergehend nieder.

Ein Dienststellenleiter bei der Polizei, der Zugang zu allen kriminalpolizeilichen Datenbeständen hat, gerät zufällig an falsche Freunde! Das leuchtet uns ein. Es geht weiter:

Der Beamte geriet in eine Telefonüberwachung der Kripo in Niedersachsen. Die führt ein großes Verfahren gegen organisierte Autoschieber. Für einen der Verdächtigen überprüfte Bunkowsky verbotenerweise das Kennzeichen eines Mietwagens, eines Ford Monde. Das Ergebnis soll Bunkowsky dem Mann in einem Lokal übermittelt haben. Es soll sich um einen Bekannten des Polizisten handeln. Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers: „Wir ermitteln wegen Geheimnisverrats, prüfen, ob ein Korruptionsverdacht vorliegt.“

Ganz starker Tobak für einen Kriminalbeamten in dieser exponierten Stellung!

Das weist Bunkowsky zurück. Zur MOPO sagte er vieldeutig: „Ich weiß, was ich getan habe und ich weiß, dass ich mir nichts zuschulden habe kommen lassen. Die Vorwürfe sind haltlos und werden sich in Luft auflösen. Davon wird nichts übrig bleiben.“ Mehr wollte Bunkowsky allerdings nicht sagen.

Schön auf eine Telefonüberwachung gequatscht und die Vorwürfe sind haltlos – auch wir sind da recht zuversichtlich!

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