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Gefängnis-Liga: Die Knastmeister aus Hannover


Die BILD bringt [1] in ihrer heutigen Ausgabe einen politisch korrekten Bericht der besonderen Art, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Der BILD-Reporter Daniel Peters berichtet exklusiv und voller Stolz vom Endspiel der Gefängnis-Liga aus der JVA-Hannover.

Der MSM-Reporter Peters schreibt:

Das Gefängnis hat eine eigene Fußball-Liga, genannt „Häuserliga“, weil sich die Teams aus jeweils einem Gebäude der JVA rekrutieren. Und gestern war Finaltag – der Meister hinter Gittern wurde ausgespielt.

Wir könnten weinen vor Glück! Peters schreibt weiter:

Aydemir (43) ist besonders motiviert: „Wenn ich gewinne, sind meine drei Kinder stolz auf mich.“ Der Türke hat drei Jahre aufgebrummt bekommen. Warum? „Drogen,“ murmelt er zerknirscht. Er ist Kapitän seines Teams, dem „Schülerhaus“. Aydemir und seine Zellennachbarn wollen ihren Schulabschluss nachholen.

Zunächst einmal freut es uns zu lesen, dass die Kinder des Drogeneinzelhändlers stolz sind, wenn er im Knast beim Fußball gewinnt. Weiter ist es toll zu lesen, dass Straftäter Aydemir (43) seinen Schulabschluss nachmacht und ganz offenkundig „zerknirscht“ seine Taten bereut.

Es geht weiter:

Die Zweikämpfe werden verbissen geführt. Fluchen, rennen, schwitzen. Klar, es geht um viel. Für die Gewinner spendiert die Anstaltsleitung einen Grillabend – und einen tollen Pokal. Die große Chance, dem Haftalltag für ein paar Stunden zu entgehen. Die meisten Gebäude sind renovierungsbedürftig, es gibt nur wenige Freizeitmöglichkeiten. Außer Fußball.

Es ist besonders erwähnenswert, dass den Häftlingen die „große Chance“ gegeben wird, dem Haftalltag einige Stündchen zu entgehen. Offener Vollzug, Hafturlaub, 2/3-Regelung sowie „Therapie statt Strafe“ bieten schließlich noch nicht genug Möglichkeiten, dem Haftalltag zu entfliehen.

Und weiter:

JVA-Sprecherin Kerstin Buckup (52): „Sport ist sehr wichtig für die Gefangenen. Es hilft vielen, ihre Aggressionen abzubauen.“

Das ist in der Tat gut so. Wir wissen ja, was passieren kann [2], wenn es den Häftlingen mal etwas warm wird.

Und Peters wieder:

Das Spiel ist fair, nicht aggressiv. Es gibt kaum Fouls. Obwohl ziemlich schnell klar ist, wer gewinnt… Aydemir und seine Jungs jubeln derweil. „Schwere Jungs“ umarmen sich – und ihre Gegner. Toll, was Fußball alles kann.

Ja, ganz toll!

Wir möchten MSM-Peters noch darauf hinweisen, beim nächsten Gruppenfoto die deutschen Spieler nicht zu vergessen. Es entsteht hier der Eindruck, dass überwiegend Südländer in deutschen Gefängnissen einsitzen.

(Gastbeitrag von TG)

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