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Pakistan: Lebensgefährliche Folter

lahore [1]Der Mord eines offenbar kriminellen oder geistesgestörten Russen an einer Muslima schlägt hohe Wellen, was daran liegen mag, dass solche Fälle äußerst selten sind. An Menschenrechtsverletzungen durch Muslime gegenüber Ungläubigen hat man sich dagegen bereits so sehr gewöhnt, dass sie keiner Nachricht mehr würdig sind, egal ob ein individueller Rechtgläubiger mit der Tat seiner religiösen Verpflichtung nachkommt oder, wie im folgenden Fall, ein islamischer Staat sich selber  zum Verbrecher macht.

So dieser Fall aus Pakistan, den das christliche Portal Livnet berichtet [2]:

Arshad Masih, der Sohn eines pakistanischen Reisepredigers, wird nach einem Spitalaufenthalt wieder im Gefängnis festgehalten, obwohl Beamte ihm das Rückgrat gebrochen haben.

Iqbal Masih gehört zu den mutigen Christen Pakistans, die Reisen unternehmen, um Christus zu verkündigen. Muslime, denen ein Kontakt missfiel, meldeten ihn der Polizei. Dem Vater konnte man nichts vorwerfen; doch wurde sein 37-jähriger Sohn Arshad Masih am 28. Dezember 2008 in Hajipura verhaftet und wegen Raubs angeklagt. Die anderen Angeklagten kamen gegen ein hohes Schmiergeld frei; Iqbal Masih konnte und wollte es nicht bezahlen (die Polizei lud ihn dazu ein).

Der Kläger gab später zu Protokoll, dass Arshad nicht an der Tat beteiligt gewesen war. Doch bevor die Nachricht, die seine Freilassung bedeutet hätte, im Gefängnis eintraf, wurde er wegen einer anderen Anzeige wegen Raubs „gegen Unbekannt“ nach Sialkot überstellt.

Die Beamten hatten Arshad während mehrerer Tage gefoltert. Sie hängten ihn an den Füssen auf und brachen ihm mit Schlägen das Rückgrat. Später drohte man ihm mit dem Tod, sollte er die Folterer einklagen. Weil er nicht stehen konnte, sandte ihn das Gericht zur Untersuchung ins Spital.

Die Entwicklungsorganisation CDI, die sich für Arshad einsetzt, konnte nicht verhindern, dass er nach einem Aufenthalt im Spital von Lahore – wegen des Strafverfahrens ans Bett gekettet – am 20. Juni wieder ins Gefängnis gebracht wurde.

Arshad Masih ist verheiratet und hat drei Kinder. Weil er das Schulgeld für sie nicht mehr bezahlen kann, mussten sie die Schule verlassen. Seine Frau kann laut CDI nicht lesen und schreiben.

(Spürnase: Johann, Foto: Spital in Lahore)

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