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Deutsche empfinden Islam als Bedrohung

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„Viele Deutsche empfinden religiöse Vielfalt als Bedrohung“, titelt [2] die WAZ. Nicht ganz korrekt, denn es wird nur den Islam als solche verstanden. Das sieht aber nur, wer weiter liest. Demnach würden 72% der Deutschen den Islam weder als „Impuls“, noch als „Bereicherung“ begreifen, sondern als Ursache für gesellschaftliche Spannungen. Das würde ja bedeuten, dass der Verstand bei den meisten noch funktioniert.

Die religiöse Vielfalt in Deutschland wächst stetig. Von den großen christlichen Kirchen spalten sich evangelikale, charismatische Bewegungen oder Freikirchen ab, Migranten bringen ihre Religionen mit. Doch die größere Anzahl der religiösen Gruppen und Vorstellungen ist für die Mehrheit der Deutschen keine Bereicherung. „Im Gegenteil, sie empfinden diese Vielfalt als Verunsicherung, fast jeder zweite Deutsche sieht sie als Bedrohung”, sagt der Religionssoziologe Professor Detlef Pollack von der Universität Münster. Er hat in einer repräsentativ angelegten Studie Auswirkungen des religiösen Angebotes untersucht.

„Es gäbe viele Möglichkeiten, auf die Vielfalt zu reagieren, man könnte sie als Anregung, als Impuls sehen”, sagt Pollack im Gespräch mit der WAZ-Mediengruppe. „Doch 72 Prozent der Westdeutschen sehen die Vielfalt als Ursache für gesellschaftliche Spannungen an.” Im Osten seien es 69 Prozent. Viele Menschen befürchteten dadurch zudem den Verlust der eigenen Identität. Die Vorbehalte gegenüber der „fremden” Religion, vor allem gegenüber dem Islam, seien zuletzt gewachsen.

Zugleich werde das Bild der eigenen Religion positiv wahrgenommen. „Die christliche Religion wird als Religion der Nächstenliebe gesehen, der Wohltätigkeit, des Einsatzes für Benachteiligte.” Spiegelbildlich dazu das Islam-Bild: Er werde häufiger als gewaltbereit, als Religion der Benachteiligung von Frauen empfunden. „Ganz wichtig: Das sagen nicht wir, das sind Ergebnisse unserer Studie.”

Ja, das ist ganz wichtig, drauf hinzuweisen, dass man selbst nicht zum „Stammtisch“ gehört und die Unterdrückung der Frau, Zwansheiraten, Kinderehen, Ehrenmorde, Steinigungen, das Abhacken von Gliedmaßen und was es sonst noch so an Scheußlichkeiten gibt, als Impuls begreift – in die Steinzeit.

(Spürnasen: Norbert G., Max und Skeptiker)

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