- PI-NEWS - https://www.pi-news.net -

Linke schänden Denkmal für Kriegsopfer

kutter [1]

An der historischen Kölner Eigelstein-Torburg haben Linksextremisten in der Nacht zu letztem Freitag eines der wenigen Denkmäler für die Opfer des ersten Weltkrieges mit roter Farbe geschändet. Am folgenden Tag, dem 28. August wollten Mitglieder des Freundeskreises, dort einen Kranz niederlegen. Sie fanden das Denkmal geschändet – und direkt davor eine Wahlkampfkundgebung der SED (PI berichtete [2]).

kranz [3]Das Denkmal, die Überreste eines Rettungsbootes, erinnert an die Rettung eines einzigen Matrosen, des Kölners Adolf Neumann, nach der Versenkung der Fregatte SMS Cöln am 28. August 1914 vor Helgoland. 484 Menschen fanden den Tod. Da das Mahnmal an deutsche Opfer des Krieges erinnert, ist es Linken und Grünen in Köln seit Jahren ein Ärgernis. Bereits 2002 [4]forderte der Apotheker Rolf-Rüdiger Noack vor dem Beschwerdeausschuss der Stadt die Entfernung des Bootes. Auch Rainer Linke von der Jazzhausschule, die die Torburg zur Nutzung von der Stadt überlassen bekommen hat, und der sich daher als Hausherr fühlt, hatte mehrfach öffentlich gegen die Gedenkstätte Stellung bezogen. Gegen den Willen der Extremisten wurde das Boot nach einer teuren Renovierung im Mai dieses Jahres wieder aufgehängt.

Auf der linksextremen Seite Indymedia [5]freut man sich jetzt über die Schändung der Gedenkstätte:

Seit 1915 hängt der zerschossene Kriegskutter in der Kölner City. Nach längerer Restauration wurde er zur diesjährigen Feier der 100-jährigen Patenschaft der Stadt mit der Fregatte „Köln“ wieder hergerichtet. Pünktlich zum heutigen Heldengedenken wurden Beiboot und Gedenktafeln blutrot lackiert.

Taubenscheiße machte dem ollen Kahn zu schaffen, deswegen musste das Überbleibsel des am 28. August 1914 gesunkenen Kriegskreuzer „Cöln I“ aufwändig restauriert werden. Doch seit heute sieht das Beiboot erneut wenig heldenhaft aus.

Überhaupt nicht heroisch ist auch die Geschichte der Fregatte Köln. Am 28. August 1914 krepierten auf dem Kreuzer „Cöln“ bei Helgoland 484 Menschen – keine Helden, sondern Rädchen im Getriebe des Angriffskrieges, den das Deutsche Reich angezettelt hatte. In der Nazi-Zeit griff der leichte Kreuzer „Köln III“ auf Seiten des Diktators Franco in den Spanischen Bürgerkrieg ein – mit verheerenden Folgen. Heute, fast 65 Jahre nach dem verbrecherischen Zweiten Weltkrieg -wiederum durch Deutschland verschuldet-, glaubt die Politik erneut in deutschem Namen in aller Welt Kriege führen zu können. Die „Köln V“ war im Rahmen der Operation „Enduring Freedom“ am Horn von Afrika tätig.

Die Stadt Köln und die Bundeswehr feierten am 30. Mai die 100-jährige Patenschaft der Stadt mit der jeweiligen Kriegsmarine und den fünf Kriegsschiffen. Eine Feier zur Rechftfertigung von hundert Jahren Kontinuität ehemaliger und aktueller deutscher Kriegspolitik: Nach Vizeadmiral Nolting sei die Sicherung des Wohlstands nicht ohne Konflikte zu erreichen. Der aktuelle Einsatz der Bundeswehr zu See spiele eine zentrale Rolle im globalen Markt.

Gedacht werden sollte in der Geschichte der deutschen Kriegsmarine weder irgendwelchen Helden zur See noch irgendwelchen Kriegsschiffen, sondern vielmehr den Matrosen, die mit ihrem Aufstand 1918 dazu beitrugen, den Krieg, der für Krupp und Co geführt wurde, zu beenden.

# gegen Heldengedenken und Kriegsgeräte-Huldigung
# für die sofortige Beendigung der Patenschaft mit der Fregatte Köln
# möge der Kahn weiterhin blutig rot in der Eigelstein-Torburg hängen oder beim Hochdruckreinigen auseinander brechen.

 

wappen [6]

Ob der Vandalenakt das Ende des populären Denkmals in Köln einläutet, wird sich auch bei der heutigen Wahl entscheiden. Man kann davon ausgehen, dass bei einem Wahlsieg des sozialistischen  Einheitskandidaten Jürgen Roters von rot-rot-grün in Zukunft kein Platz mehr für das Andenken gefallener Soldaten in der Kölner Innenstadt sein wird.

Beitrag teilen:
[7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14]
[15] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [14]