plakat sloganIm schweizerischen Zug dürfen keine Plakate mit dem Slogan „Da ist wahrscheinlich kein Gott. Also sorg dich nicht, genieß das Leben“ (Foto) aufgehängt werden. Das Plakat sei verletzend, begründet der Stadtrat seinen Beschluss: „Wenn man diesen Spruch umkehrt, heißt es, wer an Gott glaubt, genießt das Leben nicht.“

Die atheistischen Freidenker sind über die Entscheidung empört, vor allem weil Zug die Anti-Minarett-Plakate für die Volksabstimmung am 29. November nicht verboten hat. Die Atheisten fühlen sich Christen und Islamkritikern gegenüber diskriminiert. Dennoch wollen Sie ihren selbst durchaus ideologischen Kampf um die „religiöse Abrüstung“ fortsetzen.

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61 KOMMENTARE

  1. Im Glauben liegt viel positives!Ohne Glauben an etwas größeres würde vielen Menschen etwas abgehen.Es liegt nur am Menschen diesen Glauben auf den Prinzipien der ethnisch-moralischen Wertvorstellungen aufzubauen.

    Der Islam ist aufjeden Fall keine Religion sondern ein Hassgelübte.

  2. Das Plakat sei verletzend, begründet der Stadtrat seinen Beschluss: “Wenn man diesen Spruch umkehrt, heißt es, wer an Gott glaubt, genießt das Leben nicht.”

    Tolle Begründung. Nach dem Motto könnte man auch fast sämtliche Wahlwerbung verbieten, weil die z.B. die CDU mit ihrem „Wir haben die Kraft“ suggeriert, dass die anderen Parteien diese Kraft nicht hätten…

    Ich bin zwar selbst kein Freund fundamentalistischer Atheisten, die z.B. Islam und Christentum gleichsetzen, aber das Plakat geht vollkommen in Ordnung und hätte erlaubt werden sollen.

  3. Wenn man diesen Spruch umkehrt, heißt es, wer an Gott glaubt, genießt das Leben nicht.”

    ABER: Die Umkehrung wird auf dem Plakat ja gar nicht behauptet !!

    Diese Umkehrung ist eine Interpretation des Stadtrats – und nicht die Aussage des Plakats! Man niemanden für das verurteilen, was er gar nicht gesagt hat!

    Logiker und Mathematiker wissen:
    Nicht jede Behauptung ist umkehrbar!

  4. Also, ich bin selbst Agnostiker, halte von der Aktion aber gar nichts. Entscheidend ist, dass jeder mit dem an das er glaubt oder nicht glaubt glücklich ist. Der Spaß hört erst dann auf, wenn jemand seine Überzeugung anderen aufzwingen will. Und dazu zähle z.B. ich den Bau von Minaretten als Werbung für den Islam.

  5. „Da ist wahrscheinlich kein Gott. Also sorg dich nicht, genieß das Leben“

    Richtig!! Heißt auch: „Lass andere das Leben geniessen“. Zum Beispiel deine Frau, Tochter, Schwiegertochter…….es geht dich nichts an, wie sie ihr Leben geniessen.
    Ist es nicht das, was wir wollen?
    Mir geht diese Ausgrenzung von uns Atheisten auch schwer auf den Zeiger:
    In meiner Tageszeitung ist jeden Tag in der Beilage irgendein mehr oder weniger sinnloser Bibelspruch. Als ich dem Chefredakteur geschrieben habe, er möchte doch an gleicher Stelle auch mal Weisheiten der großen deutschen Aufklärer und Philosophen abdrucken und das wenn es geht in dem Häufigkeitsverhältnis wie es bei uns Christen und Nicht-Christen gibt (Moslems gibt es so gut wie keine), da ist er auf Tauchstation gegangen und hat nicht mal geantwortet.

  6. Das Plakat ist ja absichtlich nicht besonder provozierend und dann wird von diesem Rat da noch etwas reininterpretiert, was man mit Sicherheit nicht sagen wollte. Hat man Angst vor irgendetwas?

  7. Premisse der atheistischen Freidenker ist, dass der menschliche Verstand dazu in der Lage ist, durch neutrales Abwägen und Überlegen, die Dinge des Universums zu begreifen. Das hat, durch die Beschränkung des menschlichen Verstands, zu einem rein materialistischen Weltbild geführt in dem es keine absolute Wahrheit mehr geben darf.

    Wozu diese religiöse Abrüstung führt, hat uns die Geschichte schon zu genüge gezeigt. Ich habe gerade vorhin ein Zitat über die Auswirkungen des Atheismus auf meinem Blog gebracht:

    Ich erinnere mich wie ich ein paar alte Leute vor einem halben Jahrhundert, als ich noch ein kleiner Junge war, erklären hörte, was die grosse Katastrophe, die über Russland hereingebrochen war, verursacht hatte: „Die Menschen haben Gott vergessen, das ist alles was passiert ist.“
    Seitdem habe ich fast 50 Jahre an der Geschichte unserer Revolution gearbeitet. Während dessen habe ich hunderte von Büchern gelesen, habe hunderte persönlicher Zeugnisse gesammelt und haben zu den Bemühungen die Trümmer dieses Umbruchs wegzuräumen, bereits acht eigene Bände beigetragen. Aber wenn man mich heute bitten würde die Hauptursache für diese ruinöse Revolution, welche etwa 60 Millionen Menschen unseres Volks dahingerafft hat, so kurz wie möglich zu formulieren, könnte ich es nicht genauer ausdrücken, als zu wiederholen: „Die Menschen haben Gott vergessen, das ist alles was passiert ist.“

    — Aleksandr Solzhenitsyn (1918-2008)

  8. „Da“ ist wahrscheinlich kein Gott, also muß jemand vorher gefragt haben: „Ist da, oder dort, oder hier ( ein) Gott?“ Nee, DA ist wahrscheinlich kein Gott, vielleicht ist Gott gerade wo anders, beschäftigt, oder auf Reisen.
    DA ist er jedenfalls nicht. Wenn die Atheisten schon (fast) von der Inexistenz eines Gottes überzeugt sind, warum behaupten sie nicht: „Es gibt keinen Gott“, aber besser man läßt sich ein Hintertürchen offen. Ob Atheisten das Leben mehr als Christen genießen, das sei dahingestellt, zumal sie ja „wissen“, daß nach dem Sterben nichts mehr kommt: Ohne Sinn auf die Welt gekommen und sie wieder in der selben Art verlassen, dann glaube ich doch lieber. Sollte ich mich dann geirrt haben, macht’s auch nichts mehr.

  9. Ganz egal wie man es auch drehen möchte:

    Eigentlich – und in Deutschland sowieso – wäre ich davon ausgegangen, dass das Plakatverbot (mit gleicher Begründung) genau andersherum stattgefunden hätte! Sollte in der Schweiz noch nicht alles verloren sein?

  10. Erneuter Einzelfall:

    Erstochene Frau in Wiesbaden
    Ex-Mann unter Verdacht
    Nach dem gewaltsamen Tod einer 31-jährigen Frau in Wiesbaden prüft die Polizei das Alibi ihres Ex-Mannes. Die Leiche der Frau, die zahlreiche Messerstiche aufwies, war am Mittwochabend von ihren beiden Kindern gefunden worden.

    Wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte, habe sich nach den bisherigen Ermittlungen ein Verdacht gegen den 38-jährige Ex-Mann ergeben. Mit ihm war die Türkin in zweiter Ehe verheiratet. Der Vater der beiden 11 und 13 Jahre alten Kinder war schon vor längerer Zeit gestorben.

  11. Wie so häufig haben die Zensoren das Objekt ihrer Zensur wohl nicht verstanden.

    Es ist eine ziemlich vielschichtige Botschaft. Manche Bischöfe nehmen das gerne als Steilvorlage, um zu argumentieren, ohne Gott gebe es keine Moral. Die merken allerdings nicht, dass sie mit diesem Argument auch in eine Falle tappen. Dem Plakat geht es genau darum, den Bischöfen einen Ball zu zu spielen, damit die eigene Kampagne ins Gespräch kommt.

  12. Wenn Ideologen gegen Ideologen kämpfen, bleibt die Freiheit auf der Strecke.
    Zuerst die freie Rede.

    Hier in Deutschland ist die freie Rede ja durch das GG geschützt.
    Soll das in der Schweiz anders sein?. Kann ich gar nicht glauben.

  13. 2 Timotheus 3

    1 Dieses aber wisse, daß in den letzten Tagen schwere Zeiten da sein werden; 2 denn die Menschen werden eigenliebig sein, geldliebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, heillos, 3 ohne natürliche Liebe, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend, 4 Verräter, verwegen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott, 5 die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen; und von diesen wende dich weg. 6 Denn aus diesen sind, die sich in die Häuser schleichen und Weiblein gefangen nehmen, welche, mit Sünden beladen, von mancherlei Lüsten getrieben werden, 7 die immerdar lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.

    Und die Bibel hat Recht. Die Geschichte beweisst es immer wieder.

  14. 1. Ich bin zwar Christ – aber als Liberaler setze ich mich natürlich auch für das Recht von Andersdenkenden ein, ihre Meinung sagen zu dürfen. Daher halte ich so ein Verbot für ein Armutszeugnis in einem freiheitlichen Land.

    2. Die Aussage ist zunächst einmal nicht zwangsläufig als Äquivalenzaussage zu verstehen, in sofern ist eine Umkehrung in dieser Form nicht möglich.

    3. Die Aussage ist jedoch an sich absurd, da die Wahrscheinlichkeit, mit welcher es keinen Gott geben soll, quasi „vom Himmel fällt“. Hier kann jedoch nicht mit Wahrscheinlkichkeiten operiert werden (leider!), da es schlicht an der hierfür notwendigen mathematischen Basis scheitert. Wieviel Prozent aller Welten sind denn von allein aus dem „Nichts“ entstanden und bei wievielen war ein Initiator notwendig, welcher in seinen Eigenschaften und Funktionen dem christlich/jüdischen Gott entspricht?

  15. #14 Islamonix; Ach doch, sieh an. In der Zeitungsmeldung stand, dass kein Verdacht gegen irgendjemand besteht. Es kommt ja schliesslich alle Tage vor, dass ein deutscher Massenmörder eine Türkin, in der eigenen Wohnung, noch dazu ohne irgendwelche Einbruchsspuren zu hinterlassen umbringt.

  16. Das Verbot, Leute, ist das Problem – nicht der Spruch.
    Ich bin Deutscher, Katholik und Liberal-Konservativer. Ich bin Abendländer.

    Was wir verteidigen als Gesamtheit ist das Abendland mit seiner Historie und seinen Errungenschaften! Dazu gehört die freie Rede und das freie Werben um Mitstreiter mit Mitteln der Argumentation.

    Ein Christ wird es sich nicht verwehren lassen wollen, für das Christentum zu werben – also soll auch der Atheist für seine Sicht der Dinge eintreten dürfen!

    Ich stehe jederzeit an der Seite derer, die eine solche Werbeaktion durchführen wollen. Ich kann ja meine Sicht auch nicht beweisen – auch wenn ich im Gegensatz dazu posten wollte: „Es gibt wahrscheinlich einen Gott…“

    Würde eine Gruppe solches posten wollten und es würde verboten, würde ich ebenso dagegen einschreiten.

    Die Hinterleute solcher Verbote sind des selben Geistes wie die Muselmanen!

    Ich stehe auf der anderen Seite der Barrikade!
    Zusammen mit Atheisten FÜR ein solches Plakat und hoffentlich auch – zumindest im Geiste – für ein hypothetisches mit gegenteiliger Aussage

    hquer

  17. Ach Gott lasst die doch ihre Plakate aufhängen. Die enden wie Heinrich Heine, der auf dem Sterbebett nach Gott flehte!!

    Der Stadtrat ist doof! Und das dürfte einer gerichtlichen Überprüfung nicht standhalten!

  18. Ich finde Atheismus eine ganz Gute Sache!
    Der Atheist hat noch nie Menschen gejagt und verbrannt oder gesteinigt..!
    Der Atheist ist eben frei von der Ideologie die der Hauptgrund ist von Kriegen und Verfolgungen.
    Ich schiebe keinen Gott vor als Entschuldigung, wenn ich Scheisse baue!
    Ich verstecke mich nicht hinter einem Gott wenn ich Menschen töte! (Ich töte ja auch nicht!)

  19. So und jetzt ohne Tags als „Anführungszeichen“, sorry 🙂

    Verstehe den Stadtrat auch nicht.
    Ist doch der evangelistische Einstieg, so ein Plakat. Sehe mich schon an der Bushaltestelle sitzen und meinen Nebensitzer ansprechen:
    „Ja, ja, ‚Wahrscheinlich‘. Sicher kann man sich da ja nicht sein, oder was meine Sie?…
    Und das mit dem Sorgen verstehe ich auch nicht. In der Bibel heißt es doch, ‚Alle Eure Sorgen werft auf Ihn‘ – Gott will uns ja sogar unsere Sorgen abnehmen. Meine Sorgen würden jedenfalls nicht abnehmen, sondern größer werden, wenn es den Gott der Bibel nicht gäbe! … Die Aufforderung als solche ist ja klar zu verstehen: ‚Sorge Dich nicht und geniee‘ das Leben‘ – aber so einfach ist das gar nicht – finde ich – mit dem Sorgen los werden. Wie sehen Sie das?“

    😉

  20. @ #25 hquer (02. Okt 2009 14:10)

    Bravo!
    Ich stehe als Atheist auch zum Abendland, dem Christentum (Ausnahme Mittelalter) zu unserer Kultur, zu den Errungenschaften, das Zusammenleben und die Wissenschaft!

    Wir alle haben aus der Geschichte gelernt!
    Der Islam nicht! Und desshalb will ich den Islam nicht hier haben.

  21. Die Ungleichbehandlung ist natuerlich verurteilenswert – wobei der Gedanke, dass es keinen Gott gaebe, sowas von krank ist, dass ich es O.K. finde, so ein Plakat zu verbieten. Das waer so, als wenn man Plakate mit „Wenn es regnet, bleibt es trocken“ aufhaengt…

  22. #29 Vernunft (02. Okt 2009 15:03)
    Wir alle haben aus der Geschichte gelernt!
    Der Islam nicht! Und desshalb will ich den Islam nicht hier haben.

    Sehr richtig…. aber dennoch „unvollständig“ (mitt – sorry- feiger pc) formuliert.

    Ich sage:
    Und deshalb will ich keine MOSLEMS hier haben.

    Und daran gibt es nichts auszusetzen!

  23. Warum will man den Spruch nicht haben? Aus Rücksicht auf Juden und Christen? Würde mich sehr wundern. Denn deren Rechte gelten ja nirgends mehr was…

  24. „Der Atheist hat noch nie Menschen gejagt und verbrannt oder gesteinigt..!“

    #29: Na da solltest du aber besser noch mal ein wenig in den Geschichtsbüchern blättern. Allein die Zahl der Opfer des atheistischen Kommunismus geht in dreistellige Millionenhöhe…

  25. Da ist es wieder ,das Wörtchen aller Premiumwissendschaftler und zugleich Atheisten: WAHRSCHEINLICH!!
    Ähh,vieleicht gib`s doch Gott.Wahrscheinlich besser mal das Leben genießen mit Gott.

  26. @ fundichrist
    Das ist eben der Unterschied: Der Agnostiker und der kluge Atheist behaupten eben nicht, dass sie alles wüßten. Das „wahrscheinlich“ ist keine Hintertür, sondern Ausdruck der Erkenntnis der eigenen Fehlbarkeit.
    Der Gläubige hingegen kennt keine Zweifel. Das kann man auch als Anmaßung bezeichnen. Besonders wenn man die Tragfähigkeit der Grundlagen betrachtet.

  27. @nikodemus + fundichrist
    Das Argument von Hitler&Co ist alt aber führt in die Irre. Diese Verbrecher haben ja nicht im Namen des Atheismus gemordet.
    Hingegen wurde und wird gern im Namen des Glaubens gemordet.
    Hier darf man sich darüber unterhalten, wie viel davon vorgeschoben ist und wieviel nicht. Den Atheisten aber zu unterstellen, in Ihnen stecke quasi ein kleiner Massenmörder, da sie ja keine Moral hätten, ist unverschämt, beleidigend, dumm. Moral kann sehr wohl auf anderen Grundlagen erwachsen, aus eigener Erkenntnis statt den Vorgaben eines angeblich göttlichen Buches.

  28. @Bundespopel
    Verletzend? Ja, die Wahrheit tut manchmal weh 😉
    Verbieten?
    Ich denke gerade hier auf PI wird dafür gekämpft, seine Meinung auch äußern zu dürfen, wenn sie nicht politisch korrekt ist.
    Wer verbietet, scheut die Diskussion.

  29. Also mich stört an der Formulierung und an der Publikation derselben das Wörtchen „wahrscheinlich“.
    Hört sich für mich irgendwie so an: Spielen Sie ruhig mit der Waffe herum, sie sich wahrscheinlich nicht geladen.
    Ich soll also, weil einige Leute meinen, dass es wahrscheinlich keinen Gott gibt, mein Leben genießen. Was denken denn diese Leute? Dass ich jetzt meine leben absichtlich nicht genieße, weil ich gläubig bin?
    Oder dass ich Angst vor einem rachsüchtigen Gott habe?
    Die Frage ist doch: Was verstehen diese Leute unter „genießen“? Und warum hätten sie Probleme damit, wenn es einen Gott gäbe?
    Sehr suspekt, diese Leute.
    Ich für meinen Teil mag mich eher als Atheisten bezeichnen. Nicht vor einem Gott habe ich mich zu verantworten, sondern vor meinem eigenen Gewissen.

  30. Dann sollten diese feinen Herren mal einen kleinen Logik-Kurs besuchen.
    Woraus schließen sie denn, dass hier der Umkehrschluss zulässig ist?
    Die Agnostiker sollten sich weltweit zu einer Gemeinschaft zusammenschließen, die von den Rechten her denen einer Religionsgemeinschft gleichkommt. Dann können sie auch ihre REchte gegen Diskriminierung einer Weltanschuung einklagen.
    Leider sind Agnostiker/Atheisten Freiwild, auf die jeder schießen kann, weil sie keiner Religionsgemeinschaft angehören.

  31. Solange die Kirchen ihre Werbung für Gottesdienste aushängen dürfen (auf denen Sprüche wie „Jesus – der Weg zum Glück“ etc vorkommen), sollten auch Atheisten fürs nicht Glauben werben dürfen.

    Die Begründung des Plakatverbots ist rechtlich gesehen äusserst Fragwürdig. Seit wann müssen Plakate jetzt auch so geschrieben werden, daß ihre Aussagen umkehrtauglich sind?

    Da müßten sämtliche Plakate für Lebensmittel, die damit werben „Produkt XY schmeckt gut“ verboten werden, da die umgekehrte Botschoft nur lauten kann „alle anderen produkte schmecken nicht gut“.

    Ausserdem wird auf dem Plakat nicht gesagt, daß ein Leben ohne Religion der einzige Weg zur Sorgenfreiheit wäre, insofern ist diese Umkehrdeutung sogar falsch.

  32. Man muß grunsätzlich zwichen zwei Arten von Atheisten unterscheiden,zu einem der Atheismus aus geistiger Überzeugung,
    der in der Regel wirklich niemanden etwas zu leide tut und der politische Atheismus,dessen Gottlosigkeit Zeitgenossen wie Hitler usw, hervorgebracht hat und letzten Endes immer im Massenmord endet.Wobei der Atheist, als auch der Agnostiker meiner Überzeugung nach,sich auf dem Holzwege befindet,worüber sich natürlich streiten läßt.Hitler und Co,mögen zwar alt sein ,aber gerade ihr Atheismus ist und war es was in die Irre führt,das ist unbestreitbar.
    Das Wort wahrscheinlich, ist keineswegs der Ausdruck der Erkenntnis der eigenen Fehlbarkeit ,sondern der Ausdruck der eigenen Hilfslosigkeit.Ich hingegen bin davon Überzeugt das es einen Schöpfer gibt,und das nicht nur wahscheinlich.

  33. #44 fundichrist

    Man muß grunsätzlich zwichen zwei Arten von Atheisten unterscheiden, …

    Gar nichts muss man. Wir sind alle Menschen, auf einer Erde. Und alle Menschen entspringen aus der gleichen Quelle. Und jeder Mensch hat die gleiche Möglichkeit, zu dieser Quelle zurück zu finden. Alles andere ist Gehirnwichs.

  34. Ich versteh nicht was diese Leute damit ueberhaupt sagen wollen.

    Haben die Augen im Kopf.
    Schau dich um, willst du mir sagen dass das alles was du da siehst reiner Zufall ist????

    Wir wissen dass das gesamte Universum auf der niedrigsten Teilchenebene von einer unbekannten unerklaerlichen Kraft am Leben erhalten wird. Nenne diese Kraft wie du willst, aber zu sagen sie existiere nicht, ist das selbe wie zu sagen 1+1=0

    Brauch man nicht weiter kommentieren.

  35. “Da ist wahrscheinlich kein Gott.“

    Verhunztes Deutsch, wörtlich aus dem Englischen übersetzt. Das allein wäre Grund genug, das Plakat nicht zuzulassen.

  36. @fundichrist

    Ob Hitler gläubig war, darüber streiten sich die Historiker. Die restliche NS-Elite bestand aber mehr oder weniger aus Christen oder sonstigen Sektenmitgliedern.

    Zitat aus Mein Kampf: „So glaube ich heute im Sinne des allmächtigen Schöpfers zu handeln: Indem ich mich des Juden erwehre, kämpfe ich für das Werk des Herrn.“

    Ich selbst bin aufgeklärter Atheist und glaube, dass Christen und Atheisten/Agnostiker sehr gut miteinander auskommen können. Der Islam ist der Gegner, das gegenseitige Bashing muss endlich aufhören.

  37. Schlechte Entscheidung des Stadtrates. Sie sollten die atheistischen Freidenker lieber bitten, die Aussage zu ergänzen:

    Da ist wahrscheinlich kein Gott und auch kein Allah

    Mal sehen ob die sich das trauen.

  38. #39 Voice of Reason (02. Okt 2009 16:37)

    Das Argument von Hitler&Co ist alt aber führt in die Irre. Diese Verbrecher haben ja nicht im Namen des Atheismus gemordet.

    Ja und nein. Hitlers „Gottglaube“ bzw. der vieler seiner Vasallen (der an die so genannte „Vorsehung“) war – erklärtermaßen – kein christlicher im Sinne der Bibel. Man kann sicher darüber diskutieren, wie viel davon Mittel zum Zweck war und wieviel nicht. Dann aber können wir bei ihm eher von perversen Wahnvorstellungen reden, aber nicht von einem „Christentum“. Das Christentum wäre ohne das Judentum undenkbar.

    Bei den Marxisten, Kommunisten (Stalinisten) sieht dies noch ein wenig anders aus. Im Sozialismus war der Atheismus (erfahrungsgemäß) Staatsdoktrin, innerhalb derer die Christen als Vertreter eines vorgeblich „rückständigen“ Gottglaubens mehr oder weniger „geduldet“, im Verlaufe der Geschichte aber verfolgt, verbannt, eingesperrt und umgebracht worden sind.

    Den Atheisten aber zu unterstellen, in Ihnen stecke quasi ein kleiner Massenmörder, da sie ja keine Moral hätten, ist unverschämt, beleidigend, dumm.

    Das ist völlig korrekt, ich sehe aber nicht, daß der Kommentator dies unterstellt hätte. Er hat – richtigerweise – lediglich angeführt, daß der Atheismus, insgesamt gesehen, nicht ohne Gewalt ausgekommen ist. Daß es sich dabei um eine „militante“ und entsprechend intolerante „Form“ des Atheismus gehandelt hat, ist schon klar; aber auch dieser ist, was er ist – Atheismus.

    Insofern muß man sehr wohl zwischen einem „politischen“ und „militanten“ Atheismus auf der einen Seite und einem „normalen“, toleranten und friedlichen auf der anderen Seite unterscheiden.

    Wir leben in einer säkularisierten Gesellschaft, in der jedermann frei für seine Präferenz werben kann. Das sage ich als Christ und das ist gut so. Man sollte diese Freiheit nicht durch Verbote aufs Spiel setzen, und dies so lange nicht, wie Gesetz und Respekt gegen über dem Andersdenkenden gewahrt bleiben.

    #49 Felicitas (02. Okt 2009 19:09)

    Ich (…) glaube, dass Christen und Atheisten/Agnostiker sehr gut miteinander auskommen können. Der Islam ist der Gegner, das gegenseitige Bashing muss endlich aufhören.

    Genau so ist es.

  39. #49 Felicitas

    Zum Nachdenken:

    Koennte es sein dass man weder Religioes noch Atheist sein muss um ein vollstaendiger Mensch zu sein?

  40. #49 Felicitas

    Zum Nachdenken:

    Wir koennen darueber diskutieren ob sich Aufgeklaertheit und Religioesitaet gegenseitig ausschliessen.

    Wir koennen nicht darueber diskutieren ob sich Glaube an Hoeherem und Aufgeklaertheit gegenseitig ausschliessen, sondern wir koennen vielmehr feststellen dass spirituellers Unwissen u. Ablehung eines hoeheren Sinnes nichts anderes als ein menschliches Armutszeugnis sind.

  41. #49 Felicitas

    Wahrheit ist nicht eine Frage der Religion sondern eine Frage des Archetypes.

    Hitler hat den Namen Jesu Christi genauso schaendlich missbraucht wie Mohammed es tat.

    Ein angelblich „aufgeklaerter“ Mensch sollte in der Lage sein zwischen dem Beispiel eines Jesus Christus [wir koennen auch andere wie Buddha etc nehmen] einerseits und jenen die solche Namen schaebig missbrauchen zu unterscheiden.
    Wer das nicht faehig ist kann zwar behaupten aufgeklaert zu sein, in Wahrheit aber laeuft er von den Tatsachen und damit von der Wahrheit davon. Es glaubt wenn er sich mit der Wahrheitsfindung gar nicht beschaeftigt kann er auch nichts falsch machen.
    Ziemlich billige Denkweise finde ich.

  42. #3 Ogmios (02. Okt 2009 20:11)

    <blockquote koennen vielmehr feststellen dass spirituellers Unwissen

    Spirituelles Unwissen…,komm hör auf, Glauben und Wissen sind zwei Paar Schuhe. Nur Steinzeitchristen wollen das nicht wahr haben.

  43. Tom62

    Insofern muß man sehr wohl zwischen einem “politischen” und “militanten” Atheismus auf der einen Seite und einem “normalen”, toleranten und friedlichen auf der anderen Seite unterscheiden.

    Darf ich nochmal richtigstellen:

    Der Atheismus ist weder politisch noch militant noch sonst irgendwas.

    Der Atheismus trifft nur eine Aussage: „Es gibt keinen Gott!“.

    Daraus lässt sich nichts, aber rein gar nichts ableiten.

    Und eine religiöse oder politische Heilslehre schon zweimal nicht.

    Dazu bedarf es erst Aussagen wie: „Religionen sind schuld am Übel der Welt“, aber das hat mit Atheismus nichts zu tun, diese Feststellung kann auch ein Glaubensanhänger treffen.

    Also schiebt dem Atheismus nichts in die Schuhe was allein religiöse und politische Ideologien zu verantworten haben.

  44. @Ogmios

    Ich befürchte, ich wurde a) falsch verstanden und b) vertreten wir in der Hinsicht unterschiedliche Meinungen.

    Jesus hat gelebt und seine Botschaft war sicherlich alles andere als schlecht. Gegen Nächstenliebe und Vergebung der Sünden kann man sicherlich nichts sagen. Die Aufklärung bezieht sich allerdings eher auf das, was die Kirche und andere Institutionen daraus gemacht haben. Das Festhalten an Dogmen ohne kritische Hinterfragung. Die Humanität der Aufklärung ähnelt der christlichen Vorstellung von Nächstenliebe recht stark. Dazu muss man an keinen Gott glauben, das ist ein ganz anderes Kapitel.

    Auf der einen Seite steht das Verhalten der Menschen zueinander (Nächstenliebe, Humanität, etc.), auf der anderen Seite die Vorstellung/der Glaube an ein übernatürliches/übermenschliches Wesen. Von daher kann ich als Atheist mit Christen gut auskommen – sofern sie mich nicht bekehren wollen.

    Man kann sowohl ein aufgeklärter Atheist, als auch ein aufgeklärter Christ sein. Vorraussetzung dafür ist, dass man seine eigenen Vorstellungen und Lebensweisen kritisch hinterfragt, sich bildet und auch mal sagen kann „ich habe mich geirrt, aber nun weiß ich es (vorerst) etwas besser“.

    Deshalb habe ich große Probleme mit dem Islam (Koran), welcher unsinnige Dogmen befiehlt und dessen Anhänger sich größtenteils nicht an den Werten der Vernunft messen lassen wollen.

    Deshalb noch einmal: Christen und Atheisten sollten an einem Strang ziehen und sich nicht gegenseitig die Rübe einschlagen.

  45. Von dem Plakat halte ich zwar nicht sehr viel, aber von dem Verbot halte ich sogar noch weniger.
    Das Verbot mag zwar für sich genommen keine grosse Sache sein, aber mit lauter solchen kleinen Verboten geht die Freie Meinungsäusserung schliesslich baden.
    Und ich möchte nicht in einem Staat leben, der ein Plakat verbietet, nur weil es einigen Leuten nicht gefällt.
    Ich finde das Plakat zwar überflüssig, aber beleidigend finde ich es nicht.
    Von den zahlreichen Unverschämtheiten, die sich die Mohammedaner herausnehmen, kann ich das jedoch nicht behaupten.
    Und was die so alles sagen, wird auch nicht verboten – obwohl es besser wäre.

  46. Beweispflichtig ist doch immer derjenige der eine Behauptung aufstellt, nicht derjenige der sagt: „Ich glaube es nicht“!

    Und es ist ja immer recht lustig, wenn diejenigen, die den Koran als wirres Geschwurbel bezeichnen, sich gleichzeitig auf die Bibel berufen…

    Und ja, ich finde diese threads immer ziemlich kontraproduktiv. Vorzugsweise Freitags findet die Schlacht Atheisten contra (Fundi)Christen statt, in 350 Kommentaren wirft man sich gegenseitig Dummheit, Charakterlosigkeit, Schlechtigkeit oder Unmoral vor, regelmäßig werden Hitler und Mao und andere Massenmörder bemüht, und was kommt dabei heraus? Nix!

  47. Sowas ist mir mittlerweile egal. Europa wird brennen und ich hab‘ mir schon die marshmellow dafür besorgt.

  48. Wenn es einen Gott gibt, dann ist er mit absoluter Sicherheit nicht so ein erbärmliches Würtchen, das einem pädophilen, anal-phabetischen, hasserfüllten und geistig degenerierten Psychopathen und Soziopathen seine höchstpersönlichen Einsichten in die Welt der Dinge explizit vermittelt.

    Ich bitte sehr, aber was sollte man von einem Gott halten, der so einen hasserfüllten, lebensfeindlichen und die Lebensfreude erstickenden Text diesem elenden Kameltreiber der übelsten Sorte durch den Erzengel Luzifer vermitteln lässt?

    Jeder Gott, auch der abscheulichste, den die Weltkultur sich je ausgedacht hat, würde sich mit Abscheu von diesem Text abwenden!

  49. #39 Voice of Reason (02. Okt 2009 16:37)

    „Das Argument von Hitler&Co ist alt aber führt in die Irre. Diese Verbrecher haben ja nicht im Namen des Atheismus gemordet.“

    Man muß sich auch nicht auf Marlboro berufen, um vom Rauchen Krebs zu bekommen.

    Der NS war heidnisch bis gnostisch. An Letzteres dockten dieselbe Art Weichspülchristen an, die sich heute für Islam und Klimawandel begeistern können, wie unzählige Agnostiker und Atheisten in diesem Land.
    Je christlicher die Menschen damals waren, desto mehr gerieten sie in Widerspruch zur NS-Ideologie. Das ist das Entscheidene.
    —————————————-

    Natürlich gehört das Plakat erlaubt. Wo kommen wir denn da hin ?
    Mutig dagegen fände ich sowas wie:
    „Es gibt keine 72 Jungfrauen. Also hört auf zu bomben und geniesst das Leben.“

    Nebenbei gefallen mir diese Art Schmidt-Salomon-Atheisten aus dem Grund nicht, weil sie fast immer links sind und ihren Nicht-Glauben, genauso wie der Islam, gerne auf staatlichen Wegen allen Lebensbereichen aufs Auge drücken möchten. Ebenso gefällt mir die penetrante Vermischung von Wissenschaft (Neurobiologie/Evolutionstheorie u.ä.) und Weltanschauung nicht. Ausserdem:
    Is-men jeglicher Art sollte man, wenn möglich, eher meiden. Nur so´n Tip.

  50. Ich hab schon einige Literatur über Glück und wie die Menschen glücklich werden gelesen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass religiöse Menschen freier und glücklicher leben. Der Mensch ist ein religiöses spirituelles Wesen. Atheismus ist eine Erscheinung der Neuzeit. Mein Glaube an Gott macht mich glücklich und frei. Und erst das ermöglicht mir, mein Leben zu genießen. Ohne meinen Glauben hätte mein Leben keinen Sinn. Atheisten sind keineswegs glücklicher!

  51. #56 ramma damma (02. Okt 2009 21:10)

    Darf ich nochmal richtigstellen:

    Der Atheismus ist weder politisch noch militant noch sonst irgendwas.

    „Der“ Atheismus an sich sicher nicht, das habe ich auch nirgends behauptet. Dennoch kann nicht ernsthaft bestritten werden, daß er innerhalb gewisser Srömungen genau dieses hervorgerufen hat, so daß auch in seinem Namen zahllose Verbrechen begangen worden sind; insofern dürfte wohl kaum bestritten werden können, daß diverse Ideologien deutlich atheistische Komponenten aufzuweisen haben. Das Schafott der frz. Revolution etwa war gewiß keine „christliche“ Einrichtung. Im Kommunismus stalinistischer Prägung sowie im DDR-Sozialismus etwa, die sich u. a. immer wieder auf die „Aufklärung“ berufen haben, war Atheismus (letztere erfahrungsgemäß) quasi „Staatsdotrin“. Wer etwas anderes glaubte, dachte oder sagte, blieb eine weitere „Teilhabe am System“ meistens versperrt. Wenigstens.

    Ein Blick in die Schriften des sog. „materialistischen Atheismus“ (Marx, Engels, Feuerbach), deren Religionskritik, etc. pp. reicht, und bei Lenin, Stalin & Genossen wird´s erst recht nicht besser…

    Dazu bedarf es erst Aussagen wie: „Religionen sind schuld am Übel der Welt“, aber das hat mit Atheismus nichts zu tun, diese Feststellung kann auch ein Glaubensanhänger treffen.

    Das ist sicher nicht ganz unrichtig, nur frage ich mich dann, wenn diverse „Kampftheisten“ unter ausdrücklicher Berufung auf den von ihnen mit geradezu „missionarischem“ Eifer beworbenen Atheismus oder auch Nihilismus (mit manchmal fließenden Übergängen) genau dieses „Argument“ immer wieder ins Feld führen…

  52. # 29

    „Vernunft“

    „Ich finde Atheismus eine ganz Gute Sache!
    Der Atheist hat noch nie Menschen gejagt und verbrannt oder gesteinigt..!“

    Da haben Sie völlig Recht, im 20.Jahrhundert, wo der Atheismus seine Segnungen der Welt in Gestalt des Nationalsozialismus und Kommunismus zuteil werden konnte, gab es in der Tat fortschrittlichere Methoden, sich anders Denkender zu entledigen: Vergasen, Genickschuss, Arbeits- oder Umerziehungslager, Auftragskiller und ähnliches.

    Nur der olle Pol Pot musste noch auf etwas traditionellere Maßnahmen zurückgreifen.

    Der Blog CC mag zwar PI nicht, aber der Beitrag hier ist klasse: http://loyalbushie.wordpress.com/2009/10/03/null-atheisten-propaganda-in-zug/

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