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Der Völkermörder von Mannheim

Der Völkermörder von MannheimMultikulti in Deutschland: In Zeiten der elektronischen Kommunikation können Warlords, die im fernen Afrika Massenmorde befehlen, ihren Befehlsstand sicher und ungestört in Deutschland errichten. So der von Ruanda per internationalem Haftbefehl als Völkermörder gesuchte Hutu-Kommandeur Murwanashyaka. Das ARD-Magazin FAKT berichtet heute abend um 21:45 Uhr über den Mörder, der unter uns lebt, und Massaker im Kongo per Satellitentelefon befehligt.

Aus der Programmvorschau des Magazins:

Massaker im Osten des Kongo werden in Deutschland organisiert. Nach Recherchen von FAKT lenkt der in Mannheim lebende Ignace Murwanashyaka, Präsident der Hutu-Miliz FDLR (Befreiungsarmee von Ruanda), seine Truppen vor Ort per Satellitentelefon.

„Es gab Befehle von Murwanashyaka an seinen Armeechef, die Bevölkerung zu bestrafen und eine humanitäre Katastrophe zu verursachen“, sagte ein Mitarbeiter der UNO, der anonym bleiben will. Im Umfeld eines Massakers im Mai 2009, bei dem die Hutu-Rebellen mindestens 96 Menschen töteten, darunter Babys und Kleinkinder, könne die UNO einen intensiven Telefonkontakt zwischen Murwanashyaka und seinen Kommandeuren im Osten des Kongo nachweisen.

Der Kongo-Experte der UNO, Dinesh Mahtani, sagte im FAKT-Interview, wenige Stunden vor dem Massaker habe Murwanashyaka in einer SMS seinen Leuten vor Ort erklärt, sie sollten ruhig ihre Munition aufbrauchen, es gebe jederzeit Nachschub.

Seit Jahren wird der FDLR-Chef Murwanashyaka wegen schwerer Kriegsverbrechen international gesucht. Dennoch lässt ihn die deutsche Justiz in Ruhe. Auf Anfrage von FAKT teilte die Karlsruher Generalbundesanwaltschaft mit, ein früheres Verfahren sei eingestellt worden, „weil die Ermittlungen nicht zu einem hinreichenden Tatverdacht geführt hatten“.

Die UNO indes sieht eindeutige Beweise für die Rolle Murwanashyakas. General Paul Rwarakabije, der bis 2003 militärischer Führer der FDLR im Ost-Kongo war, bestätigte: „Ich musste ihm regelmäßig Berichte schicken. Er hat dann geantwortet. Erst wenn er seinen Segen gegeben hat, wurden die Vorschläge zu Befehlen. Er dirigiert wirklich alles.“ Auch Harald Hinkel, der für die Weltbank mit den FDLR über eine Demobilisierung verhandelt, sieht klare Belege: „Wie kann es sein, dass so jemand in Deutschland sitzt und seine Organisation steuert?“

Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen hat die FDLR seit Januar 2009 mehrere Massaker zu verantworten und mindestens 600 Zivilisten umgebracht. An der ausufernden Gewalt seien auch die deutschen Behörden schuld, sagte Ilona Auer-Frege, Kongo-Expertin der kirchlichen Hilfswerke in Deutschland. „Dass es der deutschen Justiz nicht gelingt, Murwanashyaka von der Straße zu holen, trägt auch dazu bei, dass diese schrecklichen Verbrechen geschehen.“

Die Hutu-Miliz war verantwortlich für den Völkermord an rund einer Million Tutsi in Ruanda 1994 – einer der wenigen Völkermorde in Afrika, an denen keine Moslems beteiligt waren. Warlords gelingt es gelegentlich auch ohne Hilfe des Islam, die Dummen und Faulen zu überzeugen, dass die Klugen und Fleißigen an ihrer Misere Schuld seien. Ziel ist die Ausrottung der Erfolgreichen, damit die Warlords sich deren Besitz aneignen können. In Deutschland bezeichnet man diese Politik als „links“.

(Spürnase: Hadschihalefomar)