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Kein Dosenpfand in Dönerbuden

coladoseÜber die Sinnhaftigkeit der seinerzeit vom linksgrünen Jürgen „Dosenpfand“-Trittin eingeführten Pfandregel haben wir oft berichtet und gestritten. Wäre das Volk in diese Entscheidung mit einbezogen worden, so hätte es das Dosenpfand wahrscheinlich nie gegeben. Die türkischen Imbissbesitzer in Mölln (Schleswig-Hosltein) sind da schon einen Schritt weiter.

Die Lübecker Nachrichten berichten:

Mölln – Auf Getränkedosen muss Pfand bezahlt werden – eigentlich. In türkischen Imbissbuden aber nicht immer. Hier gibt es Coca-Cola-Dosen aus dänischer Produktion und ohne Pfand. Die Ordnungsämter wissen von nichts.

Viele der türkischen Imbisse im Kreis verkaufen illegale Coca-Cola-Dosen ohne Pfand aus dänischer Produktion. Ein durchaus lukratives Geschäft für Dönerbudenbetreiber und Kunden. Der Händler muss kein Pfandgeld beim Einkauf vorfinanzieren, spart die Gebühren für das Pfandlogo beim Einkauf und benötigt keine Personal- und platzaufwändiges Sammelsystem. Der Kunde profitiert unter Umständen unwissend vom günstigeren weil pfandlosen Einkaufspreis und kann die Dose wie vor der Pfandeinführung an jeder Ecke entsorgen. Und so erlebt die durch das Dosenpfand schon totgesagte Einweg-Dose ein Revival – auf Kosten der gesetzestreuen Konkurrenz.

Ein Problem, das in Gastronomie-Kreisen bestens bekannt ist, die zuständigen Ordnungsämter aber völlig überrascht. „Ich habe davon noch nichts gehört“, sagt Torsten Wendland, Leiter des Möllner Ordnungsamtes. Auch seine Ratzeburger Amtskollegin weiß von nichts, obwohl sie regelmäßig bei Kontrollen dabei ist. Der organisierte Verstoß gegen die Verpackungsverordnung ist ein Geschäft, bei dem es bundesweit um Millionen geht.

Wird wohl allerhöchste Zeit für ein neues Gesetz, welches explizit den Dosenpfandschmuggel fürchterlich unter Strafe stellt…

(Spürnase 1788-94)