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Niederlande erhöht Hürden für Importbräute

Hirsch BallinIn den Niederlanden müssen Ehegatten, die ihren Partner aus dem Ausland holen, ihrer Braut oder Bräutigam in Zukunft eigenen Wohnraum bieten. Damit will das niederländische Kabinett verhindern, dass Heiratsmigration sich zu einer unfreien, nach Sklaverei neigenden Situation entwickelt. Justizminister Hirsch Ballin (Foto) nennt hier z.B. die Wohnung der Schwiegereltern.

De Telegraaf berichtet:

Desweiteren müssen Ehepartner in Zukunft besser die niederländische Sprache beherrschen, bevor sie zugelassen werden. Schon vor der Einbürgerung soll auch eine schriftliche Prüfung stattfinden. Zusammen mit dem Kollegen Van der Laan (Integration) präsentierte Hirsch Ballin eine Reihe Regeln, um den großen Zustrom von schlecht ausgebildeten Bräuten einzudämmen.

Nachdem sich die Zahl zwischen 2003 und 2007 auf 11.400 halbiert hatte, steigt sie inzwischen wieder stark an. Die 15.000 ist jetzt schon wieder erreicht. Van der Laan hält das als eine zu große Belastung für die Allgemeinheit. Allein schon deswegen, weil sich in solchen gemeinschaften Rückstände bilden.

Ein Viertel der Importbräute hat, wenn überhaupt, lediglich eine Basisschulausbildung. Fehlende Erziehung kann zu Bildungsrückstand, Überbelastung und Kriminalität führen.

Der Migrationsdienst (IND) hat Mitarbeiter in den Botschaften, die bei Gesprächen mit den Traupartnern nach Signalen von Zwang und Mißbrauch suchen, so Hirsch Ballin. Schon zu einem früheren Zeitpunkt warnte Van der Laan in diesem Blatt davor, daß der Zustrom von Importbräuten das Niederländische Zusammenleben erheblich störe. Auch PvdA Mitglied Willem Vermeend hält die Migrationspolitik für unbezahlbar und schädlich für die niederländische Wirtschaft.

(Übersetzung: Oldie)