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500 italienische Mädchen für Gaddafi

Eine der Gaddafi-Hostessen mit KoranWährend der Normalo-Moslem erst nach seinem Tod auf 72 Jungfrauen hoffen kann, bekommt ein Gaddafi schon zu Lebzeiten 500 junge Italienerinnen. Während seines Aufenthalts am dreitägigen Welternährungsgipfel in Rom hat Libyens Staatschef für drei Gala-Abende über eine Agentur insgesamt 500 „hübsche Mädchen aus ganz Italien“ suchen lassen, wovon ihm 104 auch bereit gestellt wurden. Doch die Abende verliefen für die jungen Begleiterinnen etwas ungewohnt – sie sollten zum Islam übertreten.

Gaddafi lud am Sonntagabend eine stattliche Zahl junger Italienerinnen in die Residenz der libyschen Botschaft, um sie zum Übertritt zum Islam zu ermuntern, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa.

Es stimme nicht, dass der Islam frauenfeindlich sei, erklärte Gaddafi seinen Hörerinnen laut der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“. „Wer an Gott glaubt, ist Muslim.“ Als Geschenk habe jede der Teilnehmerinnen einen Koran und eine Aufwandsentschädigung von 60 Euro erhalten.

Ganz so hatten sich das die engagierten Damen nicht vorgestellt (Foto: Eine der Gaddafi-Hostessen mit Koran).

Zum Essen oder Trinken gab es den Berichten zufolge nichts. Auch wussten die Frauen vorher nicht, wen sie treffen würden, und gingen davon aus, dass sie an einer Party teilnehmen würden. Dem Bericht zufolge hatte Gaddafi für den Abend 500 Hostessen über eine Agentur anwerben lassen. 104 seien der Einladung gefolgt.

Zielgruppe waren laut „Corriere“ junge Frauen zwischen 18 und 35 Jahren und einer Mindestgröße von 1,70 Metern. Tiefe Ausschnitte und kniefreie Röcke waren tabu. Das Treffen diente laut der Ausschreibung dazu „einen Meinungsaustausch zu halten und libysche Geschenke zu überreichen“.

Was auch immer Gaddafi den Damen erzählt hat, fit genug, um am eigentlichen Gipfel wach zu bleiben, war er jedenfalls nicht. Nach Berichten des WDR 5 drohte Gaddafi zwischenzeitlich sogar einzuschlafen. Seine gemurmelten Worte waren teilweise kaum verständlich. 104 Italienerinnen waren vielleicht doch eine etwas zu große Herausforderung.

(Mit Dank an alle Spürnasen)