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Ende einer Lebenslüge – Rückblick auf 2009

Geschichtsbuch [1]Stellen wir uns doch einmal einen deutschen Historiker im Jahre 2030 vor, der ein Buch über das erste Jahrzehnt deutscher Geschichte im 21. Jahrhundert schreiben will. Was wird er über das Jahr 2009 schreiben? Es gäbe sicherlich einiges zu berichten, unter anderem die Feiern zum 20. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin und die Wiederwahl von Kanzlerin Merkel, wenn auch mit einem extrem schwachen Ergebnis für die Union.

Und vielleicht würde er noch etwas schreiben: Dass mit dem berühmten Interview von Thilo Sarrazin im Herbst 2009 eine Lebenslüge an ihr Ende gekommen war – die Lebenslüge von der bereichernden multikulturellen Gesellschaft. Denn im Jahre 2009 ist mehr als offensichtlich, dass die vor allem von islamischen Einwanderern geprägte Zuwanderung in Deutschland mehrheitlich gescheitert ist. Ein Großteil der islamischen Zuwanderer war auch im Jahr 2009 nie wirklich in diesem Land angekommen – statt in Fabriken und Büros den Wohlstand des Landes zu mehren, fand sich ein Gutteil von ihnen auf dem Arbeits- und Sozialamt wieder und nahm Leistungen in Anspruch, obwohl ein Großteil nie selber in die Sozialkassen eingezahlt hatte. Doch nicht nur ökonomisch war die muslimische Zuwanderung gescheitert, sondern vielfach auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Im Jahre 2009 bestreitet kaum noch jemand, der zum Lesen von Statistiken in der Lage ist, dass gerade von jungen, muslimischen Zuwanderern ein hohes Gewaltpotenzial ausgeht. Darüber hinaus ist 2009 offensichtlich, dass ganze Stadtviertel westdeutscher Großstädte und Berlins inzwischen eher an Istanbul und Izmir als an deutsche Städte erinnern. Sichtbare Zeichen für diese Entwicklung sind besonders die Großmoscheen, die bereits – wie in Duisburg – eingeweiht wurden oder für die 2009 zumindest der Grundstein gelegt wurde (Köln und andernorts).

Doch der Historiker wird auch schreiben, dass im Jahre 2009 so etwas wie eine Zeitenwende eingetreten ist, vielleicht gar ein echter Epochenwechsel. Und dies nicht nur in Deutschland, sondern auch im benachbarten Ausland. Der Historiker stellt dabei zunächst fest, dass besagter Sarrazin nicht nur aus der Bevölkerung enorm viel Unterstützung erhält, sondern sich auch vermehrt in den Medien Kritik an der islamischen Zuwanderung und den daraus resultierenden Zuständen rührt. Die Zeit des Schweigens zu den inzwischen vielfach untragbaren Zuständen und den damit verbundenen finanziellen und gesellschaftlichen Belastungen, so der Historiker, war im Jahre 2009 anscheinend vorbei, auch dank des Internets, das nun maßgeblich zu einer offenen Debatte über die unhaltbaren Zustände beitrug. Das Ende einer Lebenslüge – der harmonischen und friedlichen multikulturellen Gesellschaft – war gekommen, so wie 20 Jahre zuvor schon der Kommunismus an sein Ende gekommen war. Die Menschen begehrten im Jahre 2009 erstmals verbal mächtig auf gegen die gesellschaftlichen, durch die mehrheitlich unkontrollierte Zuwanderung verursachten Zustände, die ihnen vielfach schon seit Jahrzehnten suspekt waren. Der Kaiser war mit einem Male nackt – und jeder konnte es nun, im Jahre 2009, sehen.

Doch wie reagierte die etablierte Politik im Jahre 2009? Wie fast immer, wenn sie nicht mehr weiter wusste, mit Aktivitäten, die Tatkraft vortäuschen sollten, doch die die wirklichen Ursachen der gesellschaftlichen Katastrophe nicht angingen. Eine Islamkonferenz, die schon Jahre vor dem besagten Jahr 2009 begann, wurde auch unter der neuen schwarz-gelben Regierung fortgesetzt, obwohl sie nicht das Geringste brachte und eher dazu führte, dass sich der Staat an der Nase vorführen ließ, denn an der Konferenz nahmen auch Vertreter von muslimischen Organisationen teil, die vom Verfassungsschutz beobachtet wurden und sich offen für einen fundamentalistischen Islam aussprachen. Gleichzeitig machte eine Staatsministerin Böhmer den Vorschlag, künftig mit Zuwanderer Integrationsverträge abzuschließen – dabei jedoch völlig außer Acht lassend, dass nicht die Neuzuwanderer die größten Probleme machten, sondern vor allem die vielen hunderttausend muslimischen Zuwanderer, die sich bereits im Land befanden, und die mit solchen Verträgen nicht erreicht wurden.

Seltsam, dachte der Historiker im Rückblick, jedes deutsche Unternehmen hat seit jeher immer exakt darauf geachtet, wen es einstellt und welche Qualifikationen der Neuzugang mitbringt, damit er wirklich eine Bereicherung für die Firma ist, doch ausgerechnet der deutsche Staat hat dies nie gemacht, hat nie darauf geachtet, wer ins Land kommt und welche Eigenschaften und Qualifikationen und politische Einstellungen er mitbrachte. Und 2009 war nun das Jahr, in dem sich die Folgen dieser falschen Politik nicht mehr verheimlichen ließen. Zu offensichtlich war, dass diese laxe, ja fahrlässige Politik der vergangenen Jahrzehnte inzwischen fatale Auswirkungen hatte – für den Staat, seine Bürger – darunter auch viele gut integrierte europäische, amerikanische und asiatische Zuwanderer – die Gesellschaft und die sozialen Sicherungssysteme. Und noch etwas war seltsam: Kaum ein Politiker hatte bis dato Verantwortung für seine Fehler übernommen und sich beim Souverän – dem Volk – für diese falsche Politik entschuldigt.

Die folgenden Jahre nach 2009 waren turbulent und teilweise weit mehr als das, das wusste der Historiker nur zu gut – und dies nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Eine andere Politik setzte sich langsam und gegen viele Widerstände überall durch, sogar in Deutschland, eine neue Politik, die letzten Endes dazu führte, dass Europa im Jahre 2030 wieder in voller Blüte stand. Doch der Historiker fragte sich, warum diese andere, neue Politik erst im Jahre 2009 ihren Anfang nahm und nicht schon viel früher, denn die Fehler der früheren Politik waren doch schon seit Jahrzehnten mehr als offensichtlich gewesen…

(Gastbeitrag von Jorge Miguel)

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