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Österreich verweigert israelische Nationalhymne

Daria StrelnikovEine Enttäuschung für die Junioren-Fechtweltmeisterin Daria Strelnikov (Foto) bereiteten ihr die österreichischen Gastgeber des Weltmeisterschaftsfinales. Zur Siegerehrung der 14-jährigen Goldmedaillengewinnerin weigerten die Veranstalter sich, die Landeshymne ihrer Heimat Israel zu spielen. „Hatikva“ (die Hoffnung) war ihnen offenbar nicht politisch korrekt genug.

Wie muss sich die junge Athletin gefühlt haben, als sie zur Medallienverleihung aufs Siegerpodest stieg, auf ihre Nationalhymne wartete und ewige Momente der Stille ertragen musste? Strelnikov ließ sich von der österreichischen Israelfeindlichkeit jedoch nicht schweigend vom Podest mobben. Sie fasste allen Mut und sang selbst „Hatikva“. Eine Teamkollegin und der Trainer stimmten ein.

Der Text der inkorrekten Hymne:

Die Hoffnung
Solang noch im Herzen drinnen,
Eine jüdische Seele wohnt.
Und nach Osten hin, vorwärts,
Das Auge nach Zion blickt.
Solange ist unsere Hoffnung nicht verloren,
die Hoffnung, zweitausend Jahre alt:
„Zu sein ein freies Volk, in unserem eigenen Land,
im Lande Zion und in Jerusalem!“

(Spürnase: R. M.)