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Sokolowsky: PI die Avantgarde des Muslimhasses

Der freie Journalist Kay Sokolowsky publiziert bei linken bis linksextrem-marxistisch orientierten Blättern wie Junge Welt, Jungle World, konkret und taz. Daneben hat er ein Portrait über den Verfälscher und Hetzer Filmproduzenten Michael Moore mit dem Titel: „Filmemacher, Volksheld, Staatsfeind“ veröffentlicht. Jetzt fügte er seinen gesammelten Werken noch einen weiteren geistigen Erguss hinzu: „Feindbild Moslem“.

Anlässlich dieser Buchveröffentlichung gab er der Internet-Zeitung Telepolis, das sich „Das deutschsprachige Mekka für Digital Cultural Studies“ nennt, ein hochinteressantes Interview. Unter der Überschrift: „Der Hass auf Muslims hat sich in Deutschland wie eine Epidemie breitgemacht“ äußert der frühere Germanistik- und Philosophie-Student auch seine kruden Ansichten über Politically Incorrect.

Was für eine Rolle spielen die sogenannten Prangerwebseiten wie etwa Politically Incorrect? Wer sind die Betreiber von Politically Incorrect, und was ist ihre Motivation?

Kay Sokolowsky: Was bei PI gehetzt wird, das sickert hinaus in zahllose andere Weblogs und Internetforen, das findet sich in den Leserkommentarspalten sämtlicher Online-Ausgaben seriöser deutscher Zeitungen wieder – also nicht nur bei „Bild“, sondern auch bei der „Süddeutschen“ oder der „FAZ“ und immer häufiger auf den Digitalseiten der multikulturellen „Taz“. Die Autoren und Hardcore-User von PI sind die Avantgarde des Muslimhasses. Sie tummeln sich überall, wo das Web 2.0 ihnen die Möglichkeit gibt, ihr Gift zu verspritzen und den nicht ganz so fanatischen Fremdenfeind mit Angst- und Hassargumenten zu bestücken. Was Thilo Sarrazin und Henryk M. Broder erzählen, das ist bei PI vorgedacht worden – nicht umgekehrt.

Dabei glaube ich nicht, dass Sarrazin PI jemals angeklickt hat. Aber die stille Post funktioniert in Zeiten des Internet besser denn je, und die wichtigste Strategie von PI ist eben die stille Post. Diese Seite ist die fette Spinne in einem Netzwerk der Fremdenfeindlichkeit. Jede Halbwahrheit und jede Gemeinheit, die hier steht, wird binnen kurzer Zeit Gemeingut vieler Millionen Menschen. Die übrigens meistens gar nicht wissen, woher die Diffamierungen stammen, die sie nachbeten. Wahrscheinlich wären sie zutiefst angeekelt, wenn sie die Hetztiraden auf PI einmal ungefiltert lesen würden. Und ihre eventuell gute Meinung über Broder könnte sich rasch ändern, wenn sie wüssten, wie die Autoren und User von PI hetzen. Denn Broder hat die systematische Hetzerei von PI nicht nur verharmlost, sondern sogar verteidigt.

Gegründet wurde PI von dem Sportlehrer Stefan Herre. Über seine Motivation hat Herre der rechtsradikalen „Jungen Freiheit“ erzählt, er wolle „die Öffentlichkeit über die schleichende Islamisierung Europas informieren und alles Erdenkliche dafür tun, dass auch in Zukunft bei uns das Grundgesetz und nicht die Scharia gilt“. Wer aber glaubt, Europa drohe zu einem islamischen Gottesstaat zu werden, der hat nicht nur nicht alle Tassen im Schrank, der hat auch keine Beweise für seine Behauptung aufzubieten außer solchen, die er sich zurechtbiegt und -lügt. Der will auch nicht das Grundgesetz schützen, von wegen. PI ist voll von demokratiefeindlichen Ergüssen. Es gehört zum täglichen Geschäft dieser Website, gegen die Unabhängigkeit der Justiz zu pöbeln, das „dumme Wahlvolk“, das leider schon wieder nicht rechtsradikal abgestimmt hat, zu verunglimpfen, und die verfassungsrechtlich garantierten Freiheitsrechte all denen abzusprechen, die nicht so ticken wie Stefan Herre und seine Volksgenossen. Dass Migranten auf ihre Bürgerrechte bestehen, erscheint diesen ach so grundgesetzloyalen Hasspredigern als ungeheurer Skandal. Ginge es nach Herre und PI, wäre das Grundgesetz längst abgeschafft worden. Wenn Sie nachprüfen wollen, ob ich nicht vielleicht übertreibe, geben Sie einfach mal in die Suchmaske dieses Hetzblogs die Stichworte „Kuscheljustiz“ oder „Dhimmitum“ ein.

Hier das gesamte Interview bei Telepolis.

Man beachte: Wenn die linke Gutmenschenwelt getroffen aufheult, kann man sicher sein, dass man erfolgreich die Finger in klaffende Wunden gelegt hat. Die Resonanz aus der Bevölkerung zeigt, dass die Islamkritiker und PI richtig liegen. Nicht nur die Zustimmungswerte für Dr. Thilo Sarrazin zeigen dies. Auch die stetig wachsende Beliebtheit von Politically Incorrect. Kürzlich wurde die Hürde von 50.000 täglichen Lesern übersprungen. Beim Internet-Reichweitencheck von alexa liegt PI teilweise schon vor der Frankfurter Rundschau und sehr nahe bei der taz (beim Link einfach unter „compare“ andere Internetseiten zum Vergleich eingeben). Es geht immer weiter aufwärts mit der Islamkritik in Deutschland. Der Zug ist längst aus dem Bahnhof gefahren und nicht mehr aufzuhalten!

(Text: byzanz Spürnase: Puseratze)