1

Wieder Abstimmungsschlappe in den Alpen

FrankensteinNach der Schweiz hat nun auch das Volk in Liechtenstein seinen Volkserziehern eine klare Abstimmungsschlappe beigebracht. Abgelehnt wurde der Versuch grüner Zivilisationshysteriker, die Grenzwerte von Handyantennen auf ein hundertstel der in Deutschland üblichen Sendestärke festzusetzen. Die Abstimmung erfolgte kurz nachdem Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie aus Dänemark bekannt geworden waren, derzufolge Auswirkungen von Handyemissionen auf die Häufigkeit von Hirntumoren nicht zu beobachten sind.

Die ZEIT berichtet:

Das Fürstentum Liechtenstein wird nicht zum Funkloch in Europa. Rund 57 Prozent der Teilnehmer stimmten am Sonntag bei einem Referendum dagegen, den Strahlengrenzwert von Mobilfunk-Antennen von 2013 an auf ein Zehntel des bisherigen Wertes zu senken.

Vielmehr wird der Grenzwert auf Schweizer Niveau festgelegt, was allerdings immer noch einem der niedrigsten in Europa entspricht.

Damit kippten die Bürger eine frühere Entscheidung des Parlaments. Es hatte im Mai 2008 mit nur einer Gegenstimme beschlossen, die elektrische Feldstärke von Mobilfunk-Antennen auf 0,6 Volt pro Meter zu senken. Die Liechtensteiner Mobilfunk-Betreiber reagierten daraufhin mit einem Investitionsstopp und der Ankündigung, sich ganz aus dem Fürstentum zurückzuziehen. Mit einem Grenzwert von 0,6 Volt je Meter lasse sich kein qualitativ hochstehendes Mobilfunk-Netz mehr betreiben, argumentierten sie.

Viele Medien hatten zuvor versucht, die Abstimmung durch das Schüren dumpfer Ängste zugunsten der Technophoben zu beeinflussen und auf einen Dominoeffekt zu Lasten der technischen Zivilisation gehofft. Erneut zeigte sich das Volk, wenn es denn gefragt wird, intelligenter als seine selbsternannten „Eliten“. In Liechtenstein gelten nun wie in der Schweiz 6 Volt/Meter als Grenzwert. In Deutschland sind es 60 Volt/Meter – immer noch weit unterhalb jeglicher rational zu begründenden Gesundheitsgefährdung.

Die volle Stärke muss insbesondere in solchen Gegenden ausgenutzt werden, wo die Dichte der Sendemasten durch den Widerstand aufgehetzter Bürgerinitiativen besonders gering ist. Die Betreiber sind dann gezwungen, die Sendeleistung der verbleibenden Stationen hoch einzustellen, um den gewünschten Handyempfang derselben Bürger noch gewährleisten zu können.