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Kein Pauschalverdacht gegen Flugreisende

Bei realistischer Betrachtung muss man zugeben, dass es wenig sinnvoll ist, alle Flugreisende im gleichen Maße als mögliche Gefährder anzusehen. Tatsächlich sind in der Gegenwart terroristische Akte ausschließlich von Anhängern des Propheten Mohammed zu befürchten. Als erstes europäisches Land zieht Finnland daraus vernünftige praktische Konsequenzen.

Der Standard berichtet:

Finnland will im Falle der Einführung von so genannten Nacktscannern nur bestimmte Fluggäste, etwa solche aus bestimmten Ländern und Angehörige bestimmter Religionen durchleuchten. Der Sicherheitschef des staatlichen Flughafenbetreibers Finavia, Jyri Vikström, sagte in der gemeinsamen Sonntagsausgabe mehrerer finnischer Tageszeitungen („Sunnuntaisuomalainen“), eine derartige Profilerstellung sei notwendig, weil aus Zeitgründen nicht alle Reisenden durchleuchtet werden könnten.

Vikström nannte in dem Interview jedoch als das seiner Meinung nach wichtigste Kriterium, ob ein Fluggast gescannt werden soll oder nicht, das Verhalten des jeweiligen Passagiers auf dem Flugplatz. Auch andere EU-Staaten wie Großbritannien hätten bereits ähnliche Überlegungen angestellt.

Damit orientiert sich Finnland auch am Erfolgskonzept der Israelis (PI berichtete). Es ist aber nicht anzunehmen, dass Länder wie Deutschland, in denen politische Korrektheit als Staatsreligion herrscht, ebenfalls in der Lage sein werden, ihre Sicherheit durch vernunftmäßige Überlegungen herzustellen. So wird man hierzulande, obwohl jeder weiß, was Sache ist, weiterhin so tun, als ob das bayrische Mütterchen ebenso verdächtig sei wie der arabische Ingenieurstudent.