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Erfolg in Sendling

[1]Totgesagte leben länger – aber nicht ewig. Nachdem schon seit Jahren immer wieder Hoffnung aufkam, dass die Sendlinger Bürger mit ihrem Kampf gegen einen staatlich-türkischen Moscheebau auf ihrem denkmalgeschützten Gotzinger Platz Erfolg haben, ist das mohammedanische Projekt jetzt endgültig gescheitert.

Die Abendzeitung berichtet [2]:

Eines der spektakulärsten und umstrittensten Projekte in München scheitert: Die Moschee am Gotzinger Platz kann aus finanziellen Gründen nicht gebaut werden. Die Entscheidung ist bei einer Versammlung des Moscheebauvereins Ditim am Sonntag verkündet worden. Und zwar vom türkischen Religionsattaché in München und von drei Vertretern des türkisch-islamischen Dachverbands Ditib, die aus Köln mit den schlechten Nachrichten im Gepäck angereist waren.

„Sie sehen uns, den kleinen Münchner Verein, nicht in der Lage, das Vorhaben zu realisieren“, sagte Ditim-Chef Recep Dereli der AZ. „Und sie sind auch selbst nicht in der Lage, das Projekt zu unterstützen.“ Schon im Mai 2009 zeichnete sich ab, dass für die zwölf Millionen Euro teure Moschee das Geld fehlt. Im Interview mit der AZ hatte der damals noch neue Vorsitzende Dereli sich von dem „Protzbau“ distanziert.

Die finanziellen Schwierigkeiten des Vereins waren sogar noch früher offen zu Tage getreten – als dieser nicht einmal in der Lage war, die Grunderwerbssteuer vollständig selbst zu bezahlen.

Hier verschweigt des Qualitätsjournalisten Höflichkeit, dass der SPD-Oberbürgermeister Ude das damals schon fehlende Geld großzügig aus dem Geldbeutel der Münchner Bürger spendierte. (PI berichtete [3]).

„Ditib steht nicht mehr hinter dem Projekt“, erklärte Dereli gestern. Und alleine darf und kann der Münchner Verein das nicht durchziehen. Der Dachverband konzentriert sich auf das Moschee-Großprojekt in Köln.

Wie ist die Stimmung in München? „Aufgebracht“, sagt Dereli. Man fühle sich „verkauft und verraten“. Zumal der Ditib-Entschluss angeblich schon lange feststand. Dereli selbst hat nun seinen Rücktritt angeboten.

300 bis 400 Leute hatten seiner Schätzung nach bereits gespendet, damit das Prestige-Projekt realisiert werden kann. Allein der Traum von der Moschee kostete bislang 500000 Euro – für Rechtsstreitereien und Planung.

OB Christian Ude wurde von der Entwicklung überrascht. Die Moschee war für ihn eine Herzenangelegenheit – etwas, das er während seiner Amtszeit noch wachsen sehen wollte. „Ich finde es extrem bedauerlich, dass nach so vielen Anstrengungen des Moscheevereins, des Stadtrats und der benachbarten Kirchen der Bauantrag nicht gestellt werden kann“, sagte er der AZ. Die Absage sei auch „ärgerlich“, weil ihm der türkische Ministerpräsident Erdogan gesagt habe, dass er das Projekt für so wichtig halte, dass er zur Eröffnung nach München komme. Er werde dem Städtetag nun über den Rückzug der Ditim berichten. „Das wird die Begleitung von Ditib-Projekten in anderen Städten nicht beflügeln.“

Die Verhinderung der Sendlinger Moschee ist zweifellos ein Erfolg der besonders engagierten „Bürger für München [4]“ – aber auch der islamkritischen Bewegung in Deutschland insgesamt. Die hohen Kosten für Rechtsstreite sind das Ergebnis einer wehrhaften Bürgerschaft, die die türkischen Bauherren immer wieder zwingt, deutsche Gesetze einzuhalten. Nicht zuletzt ist es auch die kritische Beobachtung der mohammedanischen Aktivitäten, die die Sendlinger Moscheebauer zwang, inhaltliche Zugeständnisse an eine zunehmend skeptische  Öffentlichkeit zu machen.

PI berichtete bereits im Dezember 2008 [5], dass laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung die DITIB-Zentrale das Interesse an Sendling verloren habe, da unter dem Druck der bürgerlichen Öffentlichkeit zu viel Liberalität versprochen wurde:

Beobachtern zufolge ist man bei der Kölner “Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion”, die direkt dem türkischen Staat untersteht, nun der Ansicht, das Münchner Moscheeprojekt sei zu offen und zu liberal angelegt. Auf Kritik der oberen Ebene stieß offenbar auch, dass es in der Moschee am Gotzinger Platz sogar Gebete in deutscher Sprache geben und der Dialog mit den christlichen Kirchen intensiviert werden soll.

Ansprüche, die man bei der Prunkmoschee zu Köln mit dem absurden Argument der Religionsfreiheit nicht zu stellen wagen wird. Schade nur um eine halbe Million Euro und Steuergelder in ungenannter Höhe, die jetzt in München in den Sand gesetzt wurden. Das Geld hätte man besser für die Rehabilitation von Opfern mohammedanischer Straßengewalt in Deutschland verwendet.

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