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Türkei „überrascht“ über tote Kinderbräute

In der Türkei kommt es nach dem Vorbild des Propheten immer wieder vor, dass kleine Mädchen an erwachsene Männer verheiratet werden, obwohl das gesetzliche Mindestalter für eine Heirat bei 17 Jahren liegt. Viele der Kinderbräute sterben plötzlich nach der Hochzeit – oft, weil sie selbst nicht mehr weiterleben wollen. Das Bekannt werden einiger Fälle hat die türkische Öffentlichkeit aufgeschreckt. Die Frauenrechtlerin Selen Dogan fordert jetzt Maßnahmen von der Regierung.

Die Nachrichtenagentur SDA meldet:

Vor wenigen Tagen hatte sich die erst 14-jährige Havva Üzüm aus dem ostanatolischen Erzurum erhängt, nachdem sie mit einem 19-Jährigen verheiratet worden war.

Das gesetzliche Mindestalter für Eheschließungen liegt in der Türkei bei 17 Jahren; in Ausnahmefällen kann ein Gericht die Genehmigung für die Hochzeit eines 16-jährigen Mädchens oder Jungens erteilen. Besonders in ländlichen Gegenden der Türkei werden aber viele Mädchen als „Kinderbräute“ wesentlich früher verheiratet.

Die Eheschließung erfolgt in einer religiösen Zeremonie, die gesetzlich keinen Bestand hat und zudem eine Straftat darstellt. Experten beklagen, dass die Behörden zu wenig unternehmen, um diese zu ahnden.

Nach einer Studie werden mindestens sieben Prozent der türkischen Mädchen von ihren Eltern vorzeitig aus der Schule genommen, um sie zu verheiraten. Laut „Taraf“ sind in den vergangenen Jahren mehrere Selbstmorde von „Kinderbräuten“ bekannt geworden. Einige Mädchen erhängten sich, andere nahmen sich mit Schusswaffen das Leben. In einem Fall schluckte ein Mädchen Rattengift.

Wie schön muss das Leben nach dem Vorbild der Frauen Mohammeds sein, wenn man lieber Rattengift schluckt, als dieses Dasein zu ertragen.

(Spürnase: Kokosmakrönchen)