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Video: Barino im WDR – Sündenbock Islam?

Eine hochinteressante TV-Diskussion mit spannender Zusammensetzung fand heute Mittag im WDR statt. Die beiden Islam-Aussteiger Barino Barsoum und Hamed Abdel-Samed trafen auf den hartnäckigen Islam-Verharmloser Kay Sokolowsky („Feindbild Moslem“) und zwei sogenannte „moderate“ Muslimas.

Hilal Sezgin, die Tochter von zwei Islamwissenschaftlern ist, versucht, die radikalen Botschaften des Koran auszublenden und dagegen „wunderbar erhebende und multikulturelle“ Verse hervorzuheben. Zusammen mit Nasr Hamid Abu Zaid, einem liberalen Denker im Islam, der nach Morddrohungen in seiner ägyptischen Heimat im niederländischen Exil lebt, hat sie das Buch „Mohammed und die Zeichen Gottes – Der Koran und die Zukunft des Islam“ geschrieben.

Während Barino Barsoum und Hamed Abdel-Samed tiefe Einblicke in die dunkle Welt des Islam gaben, fielen die Mundwinkel von Lamya Kaddor immer weiter herunter. Die Religionspädagogin und Lehrerin für Islamkunde behauptete, dass der Koran nicht wörtlich gelesen werden müsse. Wer anders denke, sei radikal. Hochinteressant. Dass sie sich damit gegen das Fundament des Islam stellt, der Koran sei Allahs zeitlos gültiges Wort, ignoriert sie dabei offensichtlich. Lamya Kaddor gab vor, in einer absolut moderaten islamischen Welt zu leben, und alle Muslime um sie herum seien genauso. Hier scheint wohl noch jemand entgegen aller Fakten dem Islam ein harmloses Mäntelchen umhängen zu wollen.

Kay Sokolowsky lieferte mal wieder eine seiner bekannten unsachlichen Tiraden ab: Der Islam würde nur kritisiert, weil Muslime aus dem Ausland kämen, und Islamkritiker seien eben pauschale Ausländerhasser. Ihnen ginge es eigentlich gar nicht um den Islam. In dieser Runde kam er allerdings nicht besonders weit mit seiner abstrusen Meinung. Diese Diskussion dürfte ein weiterer wichtiger Schritt zur Etablierung der Islamkritik in der Öffentlichkeit sein.

(Text: byzanz)