1

Argumentation mit Logik und Rationalität

Eine gut geführte Diskussion setzt wesentliche Kenntnisse des Christentums und Islams voraus. Es sollte jegliche Emotionalität oder sogar Aggressivität unterbunden werden und der Diskutant sollte stattdessen Vernunft walten lassen und seine Argumentation auf Logik und Rationalität aufbauen. Von der Führung derartiger Debatten in islamischen Ländern sollte Abstand genommen werden.

(Essay von Antoine zur PI-Serie “Mit Muslimen diskutieren – aber wie?”)

Man sollte sich von jeglicher Form von Hochmut fernhalten und die Liebe zur Wahrheit zum Ausdruck bringen. Es ist immer besser Fragen zu stellen statt Antworten zu geben. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man weder als Nicht-Muslim durch eine Kampfhandlung getötet werden, noch „eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten”, noch der Aufforderung zum Islam zu konvertieren nachkommen will, weil man zu viele Fragen hat, die noch keiner hätte ausräumen können. In Sure At-Tauba Vers 29 heißt es dazu:

„Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.”

Der Koran benutzt in diesem Vers ein bestimmtes Wort für die Aufforderung zum Kampf, nämlich das Wort qatala. Ein anderes Wort für Kämpfen, welches auch oft im Koran genannt wird, ist das Verb jáhada. Dieses Wort wird beispielsweise im Vers 41 derselben Sure verwendet:

“Zieht aus, leicht und schwer, und kämpft mit eurem Gut und mit eurem Blut für Allahs Sache! Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet!”

Das Nomen des Verbs jáhada ist jihad. Natürlich gelten die oben genannten Verse ja nur in ihrem historischen Kontext, würden manche Menschen argumentieren. Aber was ist denn mit dem historischen Kontext des Verses 31 in der Sure An-Nur, welcher hinzugezogen wird, um die Kopftuch- bzw. Verschleierungspflicht der Frauen zu rechtfertigen? Warum gibt es Verse im Koran (z.B. Sure An-Nur 31) die eine ewige Gültigkeit besitzen und andere, die das Thema der Gewalt gegen Nicht-Muslime behandeln (z.B. Suren At-Tauba 29 und 41) gelten angeblich nur in ihrem historischen Kontext? Entweder müssen doch alle Verse gleichermaßen eine ewige Gültigkeit besitzen oder alle Verse nur zu einem bestimmten Zeitpunkt gültig gewesen sein? Das Letztere würde eine unheimliche Relativierung des Koran mit sich ziehen, während Ersteres erkläre, warum so viel Gewalt and so viele Tötungen im Namen des Islam noch in der Neuzeit stattfinden.

Objektivität im Islam

Ein Großteil der Muslime ist absolut nicht daran interessiert, den Islam objektiv oder kritisch zu betrachten. Und all jene Muslime, die an einer kritischen Betrachtung ihrer Religion interessiert sind, werden von anderen Muslimen oder den Regierungen in ihren Heimatländern von ihrem Vorhaben abgehalten. So gibt es beispielweise in den Buchhandlungen der allermeisten Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist, keine Bibeln oder Bücher, die sich mit dem Judentum oder Christentum beschäftigen. Die Bücher muslimischer Apologeten über das Judentum und Christentum sind davon natürlich ausgenommen. Man trifft jedoch oft auf Bücher, die z.B. den Buddhismus oder Esoterik diskutieren. Warum findet sich in diesen Buchhandlungen das eine oder andere Buch des Dalai Lama, aber nach dem Buch „Jesus von Nazareth: Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung” von Papst Benedikt XVI. sucht man vergebens? Juden und Christen sind doch alle irregegangen und ihre heiligen Bücher sind verfälscht. Warum können die Bücher der Juden und Christen also nicht verkauft werden? So könnten Muslime in ihrer Heimat doch endlich mal Zeugen dieser Verfälschungen werden und gründliche Vergleiche anstellen. Die Antwort auf diese Frage ist die Angst vor der Wahrheit, die Angst, dass ein Haus, das man auf Sand aufgebaut hat, in sich selbst zusammenbricht.

Diskussionstaktiken

Viele Muslime reagieren aggressiv in solchen Debatten und Handgreiflichkeiten können auch leider nicht immer ausgeschlossen werden. Die Diskutanten auf muslimischer Seite neigen meistens dazu, ihrem Gegenüber mit einem Argumentum ad hominem zu begegnen, welches kein gültiges Argument in der Sache ist. Diese Form von Argument beginnt bei Individuen mit einem niedrigen Bildungsstand häufig mit den Worten „Ach, Ihr Christen….“ Während einige zu dieser Form des Nicht-Arguments tendieren, versuchen andere Sie gar nicht erst zu Wort kommen zu lassen. Diese Taktik ist leider auch bei Menschen mit einem höheren Bildungsstand wie Herrn Mazyek zu beobachten.

Die Frage nach den Details

Die Mehrzahl der Muslime ist mit gewissen Dingen des Islam vertraut, aber den meisten sind bestimmte Details völlig unbekannt. Vielen Muslimen ist beispielweise bekannt, dass der Prophet des Islam eine Christin zur Konkubine hatte, Maria, die Koptin. Aber, dass er auch eine jüdische Frau geehelicht hat und die schrecklichen Umstände, unter denen diese Ehe zustande kam, ist vielen Muslimen unbekannt. Sie hieß Safiyya Bint Huyeiy Ibn Akhtab und war Teil der Kriegsbeute bei der Schlacht zu Khaybar. Ihr Ehemann Kinana ibn ar-Rabi‘ wurde in dieser Schlacht getötet, weil er sich geweigert hat, das Versteck des Schatzes des Stammes der Banu Nadir preiszugeben. Ihr Vater Huyayy ibn Akhtab wurde bereits bei der sogenannten Grabenschlacht im Jahre 627 n. Chr. getötet. Anhand des obigen Beispiels wird klar, dass sich der Diskutant intensiv mit einem bestimmten Aspekt der islamischen Entstehungsgeschichte oder Glaubenslehre beschäftigen und immer diesen Aspekt aufgreifen sollte. Wenn ein Muslim einen bestimmten Vorwurf an Sie richtet, dann ist es eventuell möglich, dass er dies tut, um einen Mangel in seiner eigenen Religion zu rechtfertigen oder zu kaschieren. Zur Lektüre mancher Muslime insbesondere in der arabischen Welt gehören Bücher des im Jahre 2005 verstorbenen Gelehrten Ahmed Deedat, der in seinen Werken besonders Christen scharf angegriffen hat. In seinem Buch mit dem Titel „Combat Kit“ (dt.: Kampfausstattung, ar.: Atad Al-Jihad) erwähnt er folgenden biblischen Vers aus 2. Könige 18, 27, um Muslimen und Bibelunkundigen einzusuggerieren, dass die Bibel das Essen von Kot und das Trinken von Urin empfiehlt:

„Aber der Erzschenke sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, daß ich solche Worte rede? Und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, daß sie mit euch ihren eigenen Mist fressen und ihren Harn saufen?”

Dass diese Worte nicht von Gott oder einem Israeliten, sondern vom Erzschenker der Assyrer Rabshakeh, der der Kommandant der Feinde der Israeliten war, gesprochen worden, verheimlicht Deedat. Der Grund für die hässliche Polemik liegt auf der Hand. Es war Ahmed Deedat bekannt, dass der Prophet Muhammad Kamelurin als Medizin empfahl (Sahih Al-Bukhari: Vol. 7, Buch 71, Nr. 590) und so wollte er unangenehmen Fragen zu dem Thema mit einem vorgetäuschten Autoritätsargument ausweichen. Warum muss so ein angesehener und berühmter Gelehrte wie Deedat auf solche Täuschungsmethoden zurückgreifen, wo doch seinem Glauben nach für alle offensichtlich sein muss, dass der Islam die einzig wahre Religion ist?

Afghanistan und Irak

Ein Vorwurf, der oft aus den Reihen der Muslime kommt, ist das Töten von Muslimen durch Soldaten westlicher Nationen in Afghanistan und im Irak. Dazu ist erst einmal anzumerken, dass die meisten Opfer durch Terroranschläge selbst Muslime sind. Eine Frage, mit der man einen Muslim in diesem Zusammenhang unbedingt konfrontieren sollte, ist, wie ein islamisches Land gehandelt hätte, wenn es die politische und militärische Macht der USA gehabt hätte und solch einem Angriff wie dem am 11. September 2001 ausgesetzt worden wäre. Eine Person, die für eine Minute ein wenig Aufrichtigkeit behielte, würde klar feststellen, dass dies in dem oben genannten Fall zu einem wesentlich größeren Krieg (Weltkrieg) geführt hätte als das, was in Afghanistan und im Irak leider immer noch stattfindet. Aber ein Problem ergibt sich dadurch, dass viele Muslime den Angriff vom 11. September 2001 als eine Operation des Mossad oder der US-Regierung betrachten. Bei so viel Gehirnwäsche und Verschwörungstheorien bleibt für die Wahrheit kein Platz mehr.

Jesus im Islam und der Vorwurf der Verfälschung (Tahrif) biblischer Schriften

Muslime geben vor Jesus als Propheten (Nabi) und als einen der Gesandten (Rasul) Allahs anzuerkennen, ihn zu lieben und zu respektieren. Aber wie kann ein Mensch so ein Zeugnis abgeben und die wichtigsten Aussagen dieses geliebten Propheten und Gesandten Allahs völlig missachten? Das hat keineswegs etwas mit Liebe oder Respekt zu tun. Jesus spricht in Matthäus 26,52: „Wer zum Schwert greift, soll durchs Schwert umkommen.“ In Sahih Al-Bukhari (Vol. 4, Buch 52, Nr.73) können wir nachlesen, dass Abdullah bin Abi Aufa folgenden Ausspruch des Propheten Muhammad überlieferte:

„Wisset, dass das Paradies unter dem Schatten der Schwerter liegt.“

Alle, die jetzt mit dem Vorwurf um die Ecke kommen, dass die Überlieferungskette dieses Hadith schwach ist und er somit also unglaubwürdig eingestuft werden muss, verweise ich auf andere Koranverse und Hadithe, die mindestens genauso gewaltverherrlichend sind. Dennoch könnte ein Muslim jetzt argumentieren, dass doch auch manche Figuren des Alten Testaments Kriege geführt und Menschen getötet haben. Das ist natürlich richtig, dennoch hat dies nie ein Christ oder Jude zum Anlass genommen, sich mit einem Sprengstoffgürtel in eine Menschmenge zu begeben und unschuldige Menschen in den Tod zu bomben. Die christliche Theologie weiß beispielsweise zwischen dem Alten und Neuen Testament zu differenzieren, denn im Neuen Testament hat der Mensch durch die Botschaft Jesu Gewalt und Krieg überwunden und gelernt, dass Gottes ewiger Wille von Frieden bestimmt wird und nicht von Gewalt. Christen glauben, dass das Gebot „Du sollst nicht morden“ ewige Gültigkeit hat und nur Gott selber berechtigt ist, es in Einzelfällen (so wie es im Alten Testament geschehen ist) aufzuheben. Muhammad hat aber leider das Urteil über Leben und Tod in seine eigenen Hände genommen und selber entschieden wer im Krieg getötet werden soll und wem ein Recht auf Leben gewährt wird. Er hat getan, wozu kein Geschöpf berechtigt ist, nämlich Gottes Gebote übertreten und diese Übertretung legitimiert mit der Begründung, dass Allah ihn dazu legitimiert habe. Am wichtigsten ist doch bezüglich dieses Themas folgenden Punkt zu erwähnen: Es hat nie ein Jude oder Christ behauptet, dass Moses, der durchaus Kriege geführt hat, der beste Mensch war, der je auf Erden gelebt hat. Es ist hingegen ein wesentlicher Bestandteil des Islam zu glauben, dass der Prophet Muhammad bezüglich seiner Charaktereigenschaften, seiner Worte und seiner Taten der beste Mensch war, der je auf dieser Erde gelebt hat. Er wird von Muslimen als das beste Geschöpf, das Lieblingsgeschöpf Allahs bezeichnet und dient Muslimen als Vorbild (siehe Sure Al-Ahzab 21). Auf der Webseite muhammad.islam.de lesen wir zum Thema “Wer war Muhammad” folgende Beschreibung zu seinem Charakter: “Was erfährt man über Muhammad, wenn man an den Lehrer in der Moschee denkt, der die Kinder im nachmittäglichen Religionsunterricht lehrt? In ehrfurchtvollen Worten spricht er stets über den Propheten. Über den Propheten und seine Zeit. Der beste Mensch, den es je gab und um ihn die beste Gruppe von Menschen, die es je gab.” Warum ist Muhammad der beste Mensch, den es je gab, und nicht Abraham, Jakob oder Jesus? Muhammad hat Menschen getötet und zum Krieg aufgerufen, Jesus hingegen hat keinem auch nur ein Haar gekrümmt und hat zur absoluten Friedfertigkeit aufgerufen. Selbst ein Atheist oder Agnostiker würde bei einem Studium der Schriften feststellen, dass das Leben Jesu, seine Taten und Worte moralisch einwandfreier sind als die Taten und Worte des Propheten Muhammad. Eine andere Frage, auf die man keine Antwort bekommt ist, warum Allah als allwissender Gott Jesus als Prophet gesandt hat, wo er doch vorher gewusst hat, dass die Christen danach durch die göttliche Natur, die sie Jesus auch zuschreiben, in die Irre gehen werden? Und welches ist überhaupt die Bedeutung Jesu im Islam? Er sei gekommen, um als Säugling zu sprechen (siehe Sure 19:30), mit der Erlaubnis Allahs einer Lehmtaube Leben einzuhauchen (siehe Sure 3:49), einen Leprakranken und einen Blinden mit der Erlaubnis Allahs zu heilen, einen Toten mit der Erlaubnis Allahs aufzuerwecken (siehe Sure 5:110) und Allah darum zu bitten, einen Tisch mit Essen vom Himmel herabzusenden (siehe Sure 5:111-114). Und natürlich hat er nach Ansicht mancher Muslime die Ankunft Muhammads vorhergesagt.

Aber was ist im Islam von der Lehre Jesu übrig geblieben? Wo ist im Islam der Jesus, der da sagt (Matthäus 19, 9):

„Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um der Hurerei willen) und freit eine andere, der bricht die Ehe; und wer die Abgeschiedene freit, der bricht auch die Ehe.”

Wie kann der Koran Jesus einen Propheten nennen und Verse wie den obigen durch ein gegenteiliges Gebot übergehen (Sure Al-Ahzab 37):

„Und da sagtest du zu dem, dem Allah Gnade erwiesen hatte und dem du Gnade erwiesen hattest: ‚Behalte deine Frau für dich und fürchte Allah.‘ Und du verbargst das, was du in dir hegtest, das, was Allah ans Licht bringen wollte, und du fürchtetest die Menschen, während Allah es ist, den du in Wirklichkeit fürchten sollst. Dann aber, als Zaid seine eheliche Beziehung mit ihr beendet hatte, verbanden Wir sie ehelich mit dir, damit die Gläubigen in Bezug auf die Frauen ihrer angenommenen Söhne nicht in Verlegenheit gebracht würden, wenn diese ihre ehelichen Beziehungen mit ihnen beendet haben. Und Allahs Befehl muß vollzogen werden.“

Wenn noch die Hadithe, die nur von Sunniten anerkannt werden, hinzugezogen würden, so hat der Prophet Muhammad Zaynab, welche die Ehefrau seines Ziehsohnes Zayd bin Haritha war, schon im Herzen begehrt, als diese noch mit seinem Ziehsohn Zayd verheiratet war. Immerhin stellt es der Koran, in dem Sunniten und Schiiten Allahs wortwörtliche Offenbarung sehen, als Willen Allahs dar, dass Muhammad seine geschiedene Schwiegertochter ehelicht, was in vorislamischer Zeit ein absolutes Tabu war. Aufgrund dieser Begebenheit sind Adoptivkinder biologischen Kindern in islamischen Ländern bis heute nicht gleichgestellt. Zayd, den die Leute vorher auch Zayd bin Muhammad (Sohn des Muhammads) nannten, wurde von da an nur noch Zayd bin Haritha (Sohn des Haritha) genannt. Wie ist das mit dem Scheidungsverbot Jesu, der im Islam als „Prophet“ bezeichnet wird und dem Allah laut Koran das Evangelium geoffenbart haben soll (siehe Sure Maryam 30), mit dem Verhalten Muhammads und der Lehre des Korans in Einklang zu bringen? Das Zauberwort zur Lösung des Problems heißt für einen Muslim Tahrif (dt.: Umwandlung, Abänderung, Fälschung) und bedeutet in der Praxis, dass ein Muslim in einer Diskussion immer den Fehler bei Juden oder Christen statt in seiner eigenen Glaubenslehre sucht. So werden etwaige Unterschiede zwischen der Bibel und dem Koran immer damit erklärt, dass die Schreiber der biblischen Schriften durch Verfälschungen und Abänderungen für diese Unterschiede verantwortlich sind, während der Koran nach gängiger muslimischer Meinung natürlich perfekt überliefert und niedergeschrieben wurde. Zumal Allah den Koran als sein geoffenbartes Buch vor jeglicher Verfälschung und Abänderung schützt, denn Allah spricht in Sure Al-Hijr 9:

„Wahrlich, Wir Selbst haben diese Ermahnung herabgesandt, und sicherlich werden Wir ihr Hüter sein.”

Die Frage, warum Allah den Koran hüten kann, aber die Torah und das Evangelium, welche er laut Koran auch herabgesandt hat (siehe Sure Al-Imran 3), nicht hüten konnte oder wollte, bleibt völlig offen und stellt eine komplette Inkonsistenz dar. Und warum hätte der Evangelist Matthäus eines für damalige Verhältnisse sehr strenges und unbeliebtes Scheidungsverbot Jesu in sein Evangelium mit aufnehmen sollen, wenn es Jesus erstens nicht wirklich gesagt hätte und zweitens Jesus laut Koran so ein Verbot gar nicht hätte aussprechen können, weil der Koran ein paar Jahrhunderte später das Gegenteil zum Thema Scheidung auch in anderen Versen bezeugen wird? Deshalb ist schlusszufolgern, dass das Konzept des Tahrif von Nutzen ist, um in Moscheen und Fernsehkanälen gegen Nicht-Muslime Polemik und Hetze zu betreiben, aber mit Logik und Rationalität hat dieses Konzept gewiss nichts zu tun.

Zwischen christlicher und islamischer Logik

Die sogenannten Islamprediger, die auf bundesweiter Tournee sind, haben sich einen besonderen Namen gemacht, was „schlagkräftige Argumente“ gegen Christen angehen. Die Zutaten dieser Argumente paaren sich aus Ignoranz (ihre eigene Ignoranz und die Ignoranz ihrer Zuhörer) und mutwilliger Täuschung. Der Joker unter den Argumenten klingt ungefähr so: „Ihr Christen glaubt, dass Gott geboren und ans Kreuz genagelt wurde. Ist das logisch?“ Dieses Argument wird in dieser oder einer ähnlichen Form gebetsmühlenartig wiederholt und manchen “muslimischen Fachleuten für interreligiöse Angelegenheiten“ ist es noch eine Herzensangelegenheit zu erwähnen, dass er gegessen hat (siehe Sure Al-Maeda 75) und auf die Toilette gegangen ist. Es zeugt nicht gerade von geistiger Stärke, die menschliche Existenz auf das Essen und die Notdurft zu reduzieren, aber diesen philosophischen und tiefenpsychologischen Diskurs möchte ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Die von Muslimen gestellte Frage nach der Logik ist unter Berücksichtigung der christlichen Theologie völlig falsch aufgebaut ist, da sie das koranische Verständnis der christlichen Religion reflektiert statt sich auf die wirklichen Glaubensgrundsätze des Christentum zu beziehen. In Sure An-Nisa 171 steht geschrieben:

„Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten, und sagt nicht: ‚Drei.‘ Laßt (davon) ab – (das) ist besser für euch. Allah ist nur ein einziger Gott.“

Und in Vers 116 der Sure Al-Maeda findet man folgendes:

„Und wenn Allah sprechen wird: O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesagt: »Nehmt mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah?« wird er antworten: ‚Gepriesen seist Du. Nie könnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte. Hätte ich es gesagt, würdest Du es sicherlich wissen. Du weißt, was in meiner Seele ist, aber ich weiß nicht, was Du in Dir hegst. Du allein bist der Allwissende des Verborgenen.'“

Der Vers 116 in Sure Al-Maeda zeigt, dass die Koranische Dreifaltigkeit nicht aus Vater, Sohn und Heiliger Geist, sondern den Heiligen Geist durch Maria ersetzt hat. Sonst hätte es in dem Vers heißen müssen »Nehmt mich und den Heiligen Geist (=Erzengel Gabriel im Islam) als zwei Götter neben Allah?«. Aber davon mal abgesehen versucht der Koran in den obigen Versen die Lehre von der Dreifaltigkeit völlig zu entstellen, indem er die Dreifaltigkeit als Negierung der Einzigkeit Gottes präsentiert. Ich habe schon Sendungen auf arabischen Fernsehsendern gesehen, in denen zum Islam konvertierte Christen behaupteten, sie hätten als Christen drei Götter verehrt. Der Ursprung dieses mangelnden Verständnis ist der Koran und nicht die Bibel. Allah besitzt der muslimischen Tradition nach auch 99 Namen oder Manifestationen. Keiner würde deshalb behaupten, Muslime verehren 99 Götter. Das Neue Testament untermauert die menschliche und göttliche Natur Jesu, weshalb die oben genannte Frage falsch ist, denn Jesus ist als Mensch gestorben, weil er freiwillig die menschliche Natur angenommen und sich so dieser Natur und ihren Implikationen unterworfen hat.

Aber wenn wir schon mal beim Thema Logik sind, tauchen bei mir folgende Fragen auf: Ist es logisch zu glauben, dass Allah extra einen Menschen (Isa bzw. Jesus) wie Adam erschaffen hat, um nur die Dinge zu vollbringen, die der Koran (siehe „Jesus im Islam…“) über Jesus bezeugt? Warum wird Josef, der Ehemann Marias, von den christlichen Quellen erwähnt, aber dafür nicht von den muslimischen? Haben die Evangelisten Josef etwa auch nur erfunden (siehe tahrif)? Und wenn ja, warum habe sie Josef erfunden? Mit dieser Erfindung hätten sich doch die Evangelisten mutwillig des Verdachts ausgesetzt, Jesus sei der Sohn Josefs und nicht der Sohn Gottes. Da hätten sie die Existenz Josefs doch lieber ganz verschwiegen, so wie dies auch im Koran geschehen ist, oder nicht? Worin besteht die Logik, einen Menschen als den besten Menschen, der je gelebt hat, zu klassifizieren, obwohl er durch seine Worte und seine Taten so viel Unheil gestiftet hat wie Muhammad? Worin besteht die Logik zu behaupten, dass Allah seinen geliebten Diener Isa (Jesus; siehe Al-Imran 55) zu sich emporhebt, aber seinen liebsten Diener und sein Lieblingsgeschöpf Muhammad sterben lässt? Ist es logisch zu glauben, dass Allah die Sterne am Himmel geschaffen hat, um als eine Art Raketenabwehrsystem gegen die Satane (Shayatin) zu fungieren (siehe Suren As-Saaffat 6-8 und Al-Mulk 5)? Welche Logik beinhaltet eine Erzählung, die berichtet, dass Allah Juden in Affen (siehe Suren Al-Baqara 65 und Al-Araf 163-166) und Schweine (siehe Sure Al-Maeda 60) verwandelt haben soll, weil sie am Sabbat fischen gegangen sind? Handelt es sich dabei nach dem Glauben der Muslime um ein reelles Ereignis? Wenn ja, warum werden heutzutage keine Menschen mehr in Affen und Schweine verwandelt, wenn sie am Sabbat oder vielleicht auch freitags oder sonntags fischen gehen? Wenn es kein reelles Ereignis ist, was ist die Intention dieser Geschichte? Was können wir daraus lernen? Warum werden Juden und andere im Koran und in den Hadithen so oft verflucht oder beschimpft, wo doch gerade Juden sich schon zu dem einzigen Gott bekannt haben, als das Volk des Propheten Muhammad noch Göttern und Göttinnen huldigte? Welcher Logik folgt die Überlieferung des Propheten, dass Adam der erste Mensch und Prophet des Islam 60 Ellen bzw. 27,5 m (siehe z.B. Sahih Al-Bukhari: Vol. 4, Buch 55, Nr. 543f) groß war? Warum hat man bis jetzt noch keine Überreste solch eines großen Menschen gefunden? Welcher Logik entspricht die Weisung des Propheten Muhammad, dass man einen Markt weder als Erster noch Letzter betreten soll, weil Satan dort Eier legt und brütet? (siehe: Koranexegese [auf Arabisch] des Al-Qurtubi zur Sure Al-Kahf 50 und Riyad As-Salihin [dt.: Gärten der Tugendhaften], Kapitel 370, Nr. 1842. Bei der Aussage, dass Satane Eier legen und brüten, handelt es sich um ein Zitat des Propheten Muhammad, das sowohl von Imam Al-Qurtubi als auch An-Nanawi benutzt wurde. Auf sunnipath.com gibt es unter der Nummer 1842 eine wortgetreue Übersetzung dieses Zitats ins Englische). Welche Logik beinhaltet die prophetische Empfehlung an Frauen, Männer, die nicht zur Verwandtschaft gehören (Mahram) zu stillen, damit die diese Frauen, die sich mit ihnen in einem Raum aufhalten, keine Sünde mehr begehen? (Sahih Muslim: Buch 008, Nr. 3424f und 3427f; Muwatta von Imam Malik: Buch 30, Nr. 30.1.8, 30.2.12ff). Man könnte die Frageliste bis ins Unendliche fortsetzen, aber meine Feststellung ist, dass Logik relativ ist und deshalb entspricht die islamische Logik nicht der meinigen.

Islamkritiker und Ehrenmorde

Ein oft genanntes Argument (ad hominem) ist die Behauptung, ein Islamkritiker sei ein Rassist. Viele Muslime und Nicht-Muslime sind geradezu verrückt darauf, diesen schwerwiegenden Vorwurf in den Raum zu werfen, weil man so am besten Kritiker stigmatisieren und mundtot machen kann. Diese Anschuldigung liegt auch nahe, dass dem Konversationspartner einfach die wirklichen Argumente fehlen. Tatsächlich können Muslime auf die Unterstützung prominenter Persönlichkeiten wie z.B. Kay Sokolowsky oder Claudius Seidl zählen. In seinem in der FAZ veröffentlichten Artikel vom 10. Januar 2010, der die Überschrift „Unsere heiligen Krieger“ trägt, spricht Seidl im Zusammenhang mit Henryk M. Broders Feststellung, dass Toleranz auch politisch auf Gegenseitigkeit beruhen müsse, von einem „Rassismus, der sich seiner selbst nur nicht bewusst ist.” Der werte Herr Sokolowsky bezeichnete in der WDR-Sendung „west.art am Sonntag“, in der am 07. Februar 2010 das Thema „Sündenbock Islam?” diskutiert wurde, „Islamkritiker“ als „Muslimhasser“. Seit mehreren Jahrzehnten wird das Christentum und insbesondere die katholische Kirche systematisch und scharf kritisiert, sodass Kritiker den gläubigen Christen und der Kirche jedes Haar gekrümmt haben. Noch nie hat ein Mensch gewagt, diese Kritik gegen die Kirche als versteckten Rassismus gegen italienische Gastarbeiter, die meistens katholisch sind, zu bezeichnen. Eine derartige Bezeichnung wäre auch völlig abwegig, da Kritik letztendlich der Aufdeckung von Missständen dient und diese Missstände sind im Islam reichlich vorhanden. Kritik und eine kritische Diskussion sind Formen der Aufklärung, sie sind Formen der Hilfe zur Selbsthilfe. Von linken Autoren hätte man sowieso keine Unterstützung für die Kirche erwartet, aber dass genau diese Autoren sich jetzt zu Anwälten des Islam versuchen aufzuspielen, scheint doch sehr verwunderlich. Ich kann solchen Individuen nur empfehlen, in die “religionskritischen“ Fußstapfen des Rudolf Augstein zu treten und das beim Islam fortzuführen, was Augstein am Christentum begonnen. Schließlich ist Religionskritik ein linkes Monopol und wer hätte es überhaupt vor dem 11. September 2001 gewagt, kritische Bemerkungen zum Islam fallen zu lassen? Wenn beide Autoren in einem islamischen Land aufwüchsen oder schon einmal bei einer Freitagspredigt auf Arabisch gelauscht hätten, würde sie so viele Desinformationen nie im Leben verbreiten. Da scheint die Beschreibung des Herrn Mazyek, der Islamkritiker als „Geschwüre“ bezeichnete, noch viel harmloser als dass, was so mancher als Journalist tätige Mensch von sich gibt. Desweiteren bedient sich Sokolowsky eines Vorwurfes, der schon regelmäßig von Persönlichkeiten eingebracht wurde, mit denen Sokolowsky eigentlich gar nicht in Verbindung gebracht werden will, wie er selber vorgibt. Es geht nämlich um Ehrenmorde und das Empfinden mancher Muslime, dass diese Ehrenmorde von den Medien viel öfter und lieber thematisiert würden als die Familiendramen, die doch das Gleiche zu sein scheinen wie Ehrenmorde. Grundsätzlich sind alle Formen von Gewalt und Mord verabscheuungswürdig und dabei spielt es keine Rolle, ob ein Christ seine Familie und sich selbst erschießt, weil er seine Arbeit verloren hat oder ob ein Muslim seine Tochter auf Grund ihres nicht-muslimischen Freundes umbringt oder umbringen lässt. Dennoch ist ein Ehrenmord nicht mit einem Familiendrama, so wie es im deutschen Sprachgebrauch verwandt wird, gleichzusetzen. Sokolowsky stellt die Behauptung auf, dass ein Ehrenmord eine „Eifersuchtstat“ sei, aber eine nähere Betrachtung erlaubt es uns, dies zu widerlegen. Um Ehrenmorde zu verstehen, muss man erst einmal das Ehrverständnis islamischer Gesellschaften verstanden haben. Ein Vater tötet im islamischen Kulturkreis seine Tochter nicht, weil er auf ihren nicht-muslimischen Freund eifersüchtig ist, sondern weil er um die Ehre der Familie fürchtet, die dadurch zerstört werden könnte, dass sie vorehelichen Verkehr hat oder durch eine eventuelle Heirat der Beiden sich bei der Fortpflanzung das Blut einer Muslimin sich mit dem Blut eines Ungläubigen vermischt. Desweiteren sind Ehrenmorde nicht nur einfach gesellschaftliche Normen und Traditionen wie fälschlicherweise behauptet wird, denn auch schon im Koran in Sure Al-Kahf 74 wird ein Ehrenmord beschrieben:

„So zogen sie weiter, bis sie einen Jüngling trafen, den er erschlug. Er (Moses) sagte: ‚Hast du einen unschuldigen Menschen erschlagen, ohne daß (er) einen anderen (erschlagen hätte)? Wahrlich, du hast etwas Abscheuliches getan!'“

Nach der Erzählung des Koran begleitet Al-Chidr, der in grün gekleidete, Musa (Moses) ein Stück weit und begeht dabei vier Taten, die Musa (Moses) nicht versteht und er erschlug u.a. einen Jüngling wie im Vers oben erwähnt. Der Grund, warum Al-Chidr diesen Jüngling erschlug, wird in den Versen 80-81 derselben Sure erläutert:

“Und was den Jüngling anbelangt, so waren seine Eltern Gläubige, und wir fürchteten, er könnte Schmach durch Widersetzlichkeit und Unglauben über sie bringen. So wollten wir, daß ihr Herr ihnen zum Tausch (ein Kind) gebe, das redlicher als dieses und anhänglicher wäre.”

Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass dem Jüngling keine Missetat zugeschrieben wurde oder er in irgendeiner Weise die Familienehre gebrochen hat. Die Tötung des Jünglings durch Al-Chidr war eine reine Vorsichtmaßnahme, um einer eventuellen “Schmach“, die er über seine Familie bringen könnte, entgegenzuwirken. Auch Ehrenmorde geschehen oft aufgrund reiner Verdachtsmomente. Ein Außenstehender kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Druck auf einem Menschen ausgeübt wird, der in einem islamischen Land aufwächst oder Teil einer muslimischen Parallelgesellschaft in einem westlichen Land ist. Man muss sich ständig vor allen und jedem rechtfertigen: Betet man auch wirklich fünf mal am Tag? Wann verheiratet man denn endlich seine Tochter? Dass viele Leute, die sich z.B. nach dem Pflichtgebet erkundigen, selber nicht beten, spielt dabei keine Rolle, denn es muss ein Schein gewahrt werden. Es ist die Angst, vor den anderen sein Gesicht zu verlieren und sein Gesicht kann man nur wahren, indem man vorgibt ein ehrenhafter und gläubiger Muslim zu sein, obwohl man vielleicht schon vor einem Jahrzehnt zum Atheismus oder Agnostizismus oder Christentum konvertiert ist.

Die Frage nach der Moral

Moral wird leider von Muslimen oft auf Sexualmoral reduziert, die durchaus ein Teil von Moral ausmacht, aber nicht den einzigen Teil der Moral darstellt. In der Konsequenz ergeht deshalb der Vorwurf, Deutsche beispielsweise seien unmoralischer als Muslime, denn vor- oder gar außerehelicher Verkehr sei die Norm hier in Deutschland. Zu diesem Vorwurf ist erst einmal anzumerken, dass zwar Statistiken zu diesem Thema im Westen veröffentlicht werden, doch in den islamischen Ländern gelangen keine Zahlen dazu an die Öffentlichkeit. Es bleibt unbestreitbar, dass die Jungfräulichkeit weiterhin einen hohen Stellenwert in der islamischen Welt genießt. Jungen halten sich aber fast nie daran und haben vor- und auch außerehelichen Verkehr, während Mädchen versuchen das Gebot durch Analverkehr oder eine Hymenrekonstruktion zu umgehen. In Saudi-Arabien, dem heiligen Land des Islam, leben viele Ehefrauen in Furcht vor dem Tag, an dem ihre Männer darauf bestehen, alleine in den Urlaub zu reisen, denn Intention und Ziel dieser Reisen sind klar. Männer in Saudi-Arabien entwickeln mitunter eine krankhafte Sexualität, weshalb es mitunter zu Entführungen von Männern oder Frauen kommt, die in der Wüste vergewaltigt werden. Zahlreiche Vergewaltigungen finden im Polizeigewahrsam statt. Erwähnung in den Medien finden diese Fälle leider nur selten, obwohl das Problem nicht nur in Saudi-Arabien, sondern auch in vielen Nachbarstaaten Saudi-Arabiens existiert. Die Vergewaltigung einer Muslimin endet nicht selten mit ihrem Selbstmord, da der Druck der Gesellschaft kaum zu ertragen ist. Von der Sexualmoral abgesehen, gibt es aber noch viele andere Lebensbereiche, in denen es um die Moral von Muslimen nicht gut bestellt ist. Korruption beispielsweise ist nicht nur ein Phänomen ärmerer islamischer Länder, sondern ist auch in den reicheren Ländern am Golf ein wesentliches Problem. So liegen mir u.a. Berichte zahlreicher Ausländerrinnen vor, die mit einem Saudi seit längerer Zeit verheiratet, dort heimisch sind und gerne in Saudi-Arabien eingebürgert werden wollen, aber zu einer Schmiergeldzahlung von ungefähr 10.000 Euro durch Staatsbeamte aufgefordert worden. Man könnte schon fast behaupten, dass es ausländischen Frauen, die mit einem Araber verheiratet sind, besser geht als ausländischen Männern, die mit einer Araberin verheiratet sind, denn es existiert so gut wie kein arabisches Land, das dem ausländischen (und muslimischen!) Ehemann einer Araberin die Staatsangehörigkeit des jeweiligen Landes gewährt. Muslimischen Ausländern, die als Gastarbeiter u.a. aus Indien, Pakistan oder Bangladesch kommen, erhalten fast nie die Staatsangehörigkeit ihres Gastlandes. Ich kenne z.B. Pakistanis, die seit fast 50 Jahren in Saudi-Arabien leben und arbeiten und trotzdem noch immer kein Anspruch auf einen saudischen Reisepass haben und in den Nachbarländern ist es nicht anders.

Ich wollte diese Fakten nur mal so am Rande erwähnen für alle, die bei jeder Reformierung des deutschen Staatsangehörigkeitsrecht, wie der Einführung von Einbürgerungstests, auf die Barrikaden gehen und von Diskriminierung und Rassismus sprechen. Überhaupt ist das Problem von Rassismus nirgends so groß wie in den wohlhabenden Staaten des Nahen Ostens. Menschen werden ihrem Ursprung nach entlohnt und genießen kaum Rechte, dafür umso mehr Pflichten. Beim Anblick dieser gewaltigen Missstände muss von moderner Sklaverei gesprochen werden. Das Schicksal, welches Frauen erleiden, die z.B. von den Philippinen oder aus Indonesien in die Golfstaaten kommen, um als Hausmädchen zu arbeiten, stimmt unendlich traurig. Sie sind körperlichen Misshandlungen ausgesetzt und werden vergewaltigt. Die Geschichte eines Hausmädchens, die ihren Peiniger wegen einer versuchten Vergewaltigung erstach, ist auf den Philippinen 1997 verfilmt worden und trotz der Furcht der philippinischen Regierung vor diplomatischen Problemen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten erschienen. Nachdem die Familie ihres Peinigers in Revision gegangen war, wurde Sarah Balabagan in zweiter Instanz zum Tod durch ein Erschießungkommando verurteilt. Diplomatischer Druck, die weltweite mediale Aufmerksamkeit und ein Gnadengesuch an den damaligen Präsidenten der V.A.E. Scheich Zayid bin Sultan Al Nahyan retteten ihr das Leben und sie wurde in dritter Instanz zur Zahlung eines Blutgeldes (diyya), 100 Peitschenhieben und 1 Jahr Gefängnis verurteilt. Nach ihrer Ankunft auf den Philippinen wurde sie wie eine Heldin gefeiert und Sarah, die aus dem muslimischen Süden der Philippinen stammte, konvertierte zum Christentum.

Bisher erschienen folgende Beiträge zur PI-Serie:

» Mit Muslimen diskutieren? Aber selbstverständlich!
» Hat keinen Sinn
» Ablenkungsmanöver
» Nicht stur und dogmatisch sein wie die Gegenseite
» “Ich argumentiere immer mit dem Grundgesetz”
» Vergleiche mit Juden entbehren jeder Grundlage

(Quellenverzeichnis: Luther Bibel 1912, www.quranexplorer.com)




Moskau jagt den Terrormoslem

Mindestens 38 Tote, mehr als 60 Verletzte nach den Terroranschlägen in Moskau, und es hätten offenbar nach dem Willen der Mohammedaner noch viel mehr zerfetzte Leichen werden sollen. Ein nicht explodierter Sprengstoffgürtel wurde gefunden und entschärft. Ausgeführt wurde die Tat von Frauen, vermutlich schwarzen Witwen, deren Leben in den moslemischen Gesellschaften des Kaukasus ohnehin nur noch zum Wegwerfen taugt. Der Drahtzieher im Hintergrund aber soll nach ersten Ermittlungen der Kindermörder von Beslan sein.

BILD-online berichtet:

Besonders ins Visier geraten ist Doku Umarow (46), Kampfname: Doku Abu Osman, seit 2006 Anführer der tschetschenischen Rebellen.

Bei mehreren Terror-Attacken soll Umarow eine Schlüsselrolle gespielt haben. So soll er an den Anschlägen im Juni 2004 in Inguschetien beteiligt gewesen sein. Damals kamen mehrere Dutzend Menschen ums Leben, unter ihnen auch der Innenminister Inguschetiens.

Angeklagt wurde Umarow wegen Beteiligung an der Geiselnahme an einer Schule in Beslan 2004. Mehr als 300 Menschen wurden getötet. Die Anschuldigung gegen Umarow wurde nie bewiesen, obwohl Geiseln sagten, er sei der einzige Attentäter gewesen, der keine Maske getragen hätte.

Zudem soll er an einer Reihe von Entführungen mit Lösegeld-Forderungen in Tschetschenien beteiligt gewesen sein.

Laut „Intelcenter“ drohte er sowohl am 28. Dezember 2009 wie auch am 14. Februar 2010 mit Anschlägen gegen die „Russen-Besatzer“.

„Die Russen verstehen nicht, dass der Krieg heute in ihre Häuser kommt, in ihre Städte … weit weg vom Kaukasus. Aber wir werden, so Gott es will, beweisen, dass der Krieg zu ihnen kommt“, sagte Umarow im Februar. Russische Städte würden attackiert werden und die Anschläge über die Kaukasus-Region hinausgehen, teilte er in einer Video-Botschaft mit.

Im Dezember warnte er vor bevorstehenden Anschlägen gegen russische „Besatzer“ und versprach, weiterhin „Freiheit und Religion“ zu verteidigen.

Bei einem Anschlag im November 2006 auf den Schnellzug „Newski Express“ kamen 26 Menschen ums Leben. Tage später bekannten sich islamistische Extremisten zu dem Attentat. Sie kündigten einen „Sabotagekrieg“ gegen die „blutige Besatzungspolitik“ Moskaus im Kaukasus an. Ziel der Islamisten ist ein unabhängiges Kaukasus-Emirat.

In der Konfliktregion, in der auch das frühere Kriegsgebiet Tschetschenien liegt, hatten russische Sicherheitskräfte zuletzt Dutzende Rebellen getötet. Der Kampf gegen die Untergrundkämpfer wird maßgeblich auch vom Inland-Geheimdienst FSB gesteuert.

Russlands Präsident Dmitri Medwedew hatte eine verstärkte „Jagd“ auf die Banditen, wie sie offiziell genannt werden, gefordert.

Immer wieder erschüttern schwere Terror-Anschläge Russland. Oftmals passieren die Anschläge im Nordkaukasus, weit weg von Moskau. Daher nehmen viele Russen kaum Notiz davon, auch die Medien berichten nur wenig über die Konflikte in der Krisenregion.

Die Islamisten hatten immer wieder angedroht, den Terror in das russische Kernland zu tragen.

Die Anschläge haben weltweit für Empörung und Erschütterung gesorgt. Nicht ganz weltweit. Die islamische Welt übt sich wieder einmal in großer Toleranz gegenüber den fehlgeleiteten tschetschenischen  Brüdern und Schwestern, die die Friedenslehre des Propheten trotz Unterweisung durch saudi-arabische Religionslehrer so unglücklich missverstanden haben.




Merkel doch für türkische Schulen


Frei nach dem Motto „was stört mich mein Geschwätz von gestern„, hat Bundeskanzlerin Merkel den Wendehals gedreht und dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan versichert, dass sie sich doch türkische Schulen in Deutschland vorstellen kann. Eine wunderbare Bestätigung für diesen, mit seinen Unverschämtheiten fortzufahren.

Die SZ schreibt:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich offen für türkische Schulen in Deutschland gezeigt. „Wenn Deutschland Auslandsschulen in anderen Ländern hat, zum Beispiel in der Türkei, dann kann es natürlich auch die Türkei sein, die Schulen in Deutschland hat“, sagte Merkel in Ankara nach einem Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Dies dürfe aber nicht zu einer Ausrede für in Deutschland lebende Türken führen, nicht die deutsche Sprache zu lernen, fügte die CDU-Chefin hinzu.

Zuvor hatte Erdogan türkische Gymnasien in Deutschland gefordert. Er sagte, in der Türkei gebe es Schulen, die als Unterrichtssprache Deutsch hätten. Er hoffe und wünsche, dass es von deutscher Seite ähnliche Schritte geben werde. Er habe von der Kanzlerin gehört, dass man in diese Richtung gehen wolle, was ihn sehr freue.

Vor allem interessiert eins nicht: Die Interessen des deutschen Volkes zu vertreten.

(Spürnase: Volker L.)




Minderjährige schlugen Hamburger fast tot

Die „Jugendlichen“, die einen 19-jährigen Hamburger (Foto) fast tot schlugen und traten (PI berichtete), sind gefasst. Bis auf den Haupttäter handelt es sich um Minderjährige. Sie sind 14 und 15 Jahre alt und kamen zum größten Teil aus dem Morgenland zu uns, um uns zu bereichern.

Die Hamburger Mopo berichtet:

Sie sind erst 14, 15 und 18 Jahre alt und hätten fast schon ein Menschenleben auf dem Gewissen. Jetzt konnten die drei Teenager, die Stephen S. (19) bei einem Raubüberfall um ein Haar zu Tode geprügelt hatten (MOPO berichtete), gefasst werden.

Die Attacke ereignete sich in der Nacht zum 19. März: Stephen S. geht mit seiner Freundin Marianne (20) durch den Maukestieg (Billstedt). Plötzlich werden die beiden von mehreren Jugendlichen angegriffen. Sie reißen den Azubi zu Boden, treten ihm immer wieder gegen den Kopf – so lange, bis er bewusstlos ist. Auch die 20-Jährige bekommt mehrere Tritte ab. Bevor die Schläger abhauen, klauen sie S. sein Portemonnaie.

Der 19-Jährige kommt auf die Intensivstation. Diagnose: Schädelbruch. Tag und Nacht sitzt Stephens Mutter Susanne (44) an seinem Bett. Zur MOPO sagt die Kassiererin: „Ich kann es einfach nicht verstehen, wie Menschen so etwas tun können. Ich wünsche mir, dass die Schläger schnell gefasst werden.“

Ihr Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Eine Woche nach der brutalen Attacke hat die Polizei alle Täter ausfindig gemacht. Videokameras am ZOB Billstedt hatten Bilder von den Schlägern gemacht. Am vergangenen Mittwoch werden die ersten beiden Tatverdächtigen festgenommen: Ayhan K. (14) und Robin A. (15) aus Billstedt. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Anschließend kommen die Ermittler zwei weiteren Teenagern (14 und 15) auf die Spur. Es stellt sich heraus, dass die beiden zwar die Schlägerei beobachtet, aber selbst nicht zugeschlagen hatten.

Süße Jungs, sozusagen Azubis. Da kann man sie doch nicht bestrafen, wo sie doch nur zugesehen haben, wie jemand halb tot getreten wurde!

Am Wochenende kann die Mordkommission endlich den mutmaßlichen Haupttäter verhaften: Candan A. aus Mümmelmannsberg. Der 18-Jährige, der den Beamten wegen eines Raubes bereits bekannt ist, sitzt ebenfalls in U-Haft. Er macht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und schweigt.

Und wieder einer, der vom zuständigen Richter die Chance zur Selbstverwirklichung bekommen hat…

Spiegel TV-Magazin von gestern Abend, in dem der versuchte Mord an Stephen S. auch behandelt wird (ab Min 3):

(Spürnase: Der 13. Apostel / Video: Antivirus)




Bischöfe fordern Ende der Christenverfolgung

Sechs prominente anglikanische Bischöfe haben sich öffentlich gegen die Diskriminierung von Christen in ihrer Heimat ausgesprochen, unter ihnen Lord Carey (Foto), der frühere Erzbischof von Canterbury. Die Art und Weise, wie Kirchgänger „mit Respektlosigkeit behandelt“ würden, sei „in einer zivilisierte Gesellschaft inakzeptabel“. Die bischöflichen Vorwürfe sind direkt gegen die Labour-Politiker gerichtet.

Während sie zusehen, wie Christen zunehmend diskriminiert werden, gilt „Andersgläubigen“ ihr besonderer Respekt. Die bischöfliche Intervention ist eine direkte Reaktion auf die zunehmenden Entlassungen überzeugter Christen, die christliche Symbole getragen haben, wie erst kürzlich die Krankenschwester Shirley Chaplin (PI berichtete). Christen sollen nicht daran gehindert werden dürfen, ihren Glauben in der Öffentlichkeit zu zeigen, fordern die besorgten Bischöfe, die der Politik Doppelmoral vorwerfen. Wenn die Freiheiten der Religionen geschützt werden sollen, dann bitte die Freiheiten aller Religionen – nicht nur des Islam.

(Spürnase: Hausener Bub)




Israel finanziert Gazas Wirschaftsboom

Markt in GazaAusländische Besucher des Gazastreifens, wie erst kürzlich der UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, stellen die 1,2 Millionen palästinensischen Bewohner bewegt und ergriffen als verhungernde, obdachlose Elendsgestalten dar – und Schuld daran sei das israelische Embargo.

(Übersetzung eines Debka-Artikels: „Gaza’s hidden boom boosted by 1,000 tunnels, Israeli cash“ von Renate)

Doch ein neuer ägyptischer Bericht, zu dem Debkafile Quellen Zugang hatten, zeigt auf, dass die Ein-Tags-Besucher irregeführt wurden oder bereit waren, sich irreführen zu lassen. Die ägyptischen Autoren zählen mehr als 1000 Tunnel auf, von denen einige breit genug für beladene Lastwagen sind. Durch die Tunnel fließt andauernd eine stattliche Reihe einfacher Güter sowie Luxus-Güter auf die Märkte und Läden des palästinensischen Gebiets. Der jüngste Hit in Gaza ist der neue Goldmarkt, der seit seiner Eröffnung von Käufern nur so wimmelt.

Bäckerei in Gaza

Doch Ashton berichtete nach einem Tagesbesuch in Gaza: “Wenn man von Israel nach Gaza reist, dann geht man von einer Landschaft des 21. Jahrhunderts zu einer verunstalteten Landschaft. Wiederaufbau ist unmöglich, solange Israel die Wareneinfuhr blockiert. Die Menschen haben wenig mehr als die Ruinen, die sie umgeben.” Auch der UN-Generalsekretär spricht, als gäbe es nirgendwo auf der Welt größeres Elend als im Gaza Streifen.

Die inszenierten Szenen, die ihnen bei ihrem Kurzbesuch vorgeführt wurden, wurden durch Berichte örtlicher UN-Werke und Hilfsorganisationen unterstützt, die ein persönliches Interesse daran haben, ein Bild nachhaltiger Armut zu zeichnen – um so ihre Jobs und künftige Geldspenden zu sichern. Sie teilen mit den Hamas-Regierenden das Interesse, dieses verzerrte Bild den Weltmedien gegenüber zu erhalten.

Der neue ägyptische Bericht stellt das betrügerische Bild mit Fakten und Zahlen bloß. Zum Beispiel, das Überangebot an Baumaterialien ließ den Marktpreis für eine Tonne Eisen von 1066 Dollar im Jahr 2008 auf 533 Dollar im März 2010 fallen; der Zementpreis ist wegen des Überflusses sogar noch stärker gefallen, von etwas über ein tausend Dollar damals, auf 240 Dollar heute.

Wenn 2009 zerstörte Gebäude nicht aufgebaut wurden, dann nicht wegen eines Mangels an Baumaterialien durch die unwirksame israelische Blockade.

Tatsache ist: Die Hamas-Regierenden profitieren ordentlich von dem Embargo. Sie fordern Zoll auf jede “importierte” Ware, die durch die Tunnel gebracht wird, die die Grenze zwischen Gaza und Ägypten wie eine Bienenwabe durchziehen. Diese Einnahmen ermöglichen ihnen nicht nur seidene Anzüge sondern auch ihren Machterhalt.

Gaza Waffen

Eine andere Einnahmequelle sind, man glaubt es nicht, die 200 Millionen israelischer Schekel (um die 50 Millionen Dollar), die Israel jeden Monat als Barzahlung an Banken in Gaza überweist. Dieses Einkommen – das helfen soll Gazas Wirtschaft und Finanzsektor in Gang zu halten – wird in Wirklichkeit darauf verwendet, um erstens noch mehr und noch bessere Tunnel zu bauen für noch mehr Luxuswaren, um damit Hamas’ Einkünfte noch mehr zu erhöhen, und zweitens, um damit Waffen einzukaufen, die dann verwendet werden, um Israel anzugreifen. Der Gazastreifen ist mit Eisen- und Rüstungswaren jeder Art überflutet.

Fußball-Damen Gaza

Dadurch dass die Banken in Gaza mit israelischer Währung versorgt werden, wird ein – selbst für diese Region – verrückter und selbst zerstörerischer Prozess betrieben. Die Zahlungen geschehen auf ausländischen Druck, dem Israel nachgegeben hat.

Einige dieser Schekel werden verwendet, um die Tunnel so auszubauen, dass sie europäischen Autobahntunneln gleichen, durch die Lastwagen und andere Fahrzeuge fahren. Weil die Märkte in Gaza mit einer Vielzahl billiger Luxusartikel überflutet werden, die es in anderen nahöstlichen Ländern nicht gibt, haben die Tunnel-Manager kürzlich die Einfuhr verringert, um das Preisniveau wieder steigern zu können. Als Ergebnis sind die Hamas’ Einnahmen durch “Import-Zölle” in den ersten beiden Monaten des Jahres 2010 um 60 Prozent zurückgegangen.

Gaza Wachen

Genauso wie überall auf der Welt gibt es auch in Gaza arme Menschen. Aber die offensichtlichen Ursachen für diese Armut, die überall sonst zuerst auf eine schlechte Regierung und soziale Mißstände zurückgeführt werden würde, scheinen den internationalen Beobachtern im Fall Gazas niemals in den Sinn zu kommen – denn auf Gaza schauen sie nur durch das Prisma ihrer politischen Absichten und Pläne.




Deutschenfeindliche Stimmung vor Türkeibesuch

Erdogan zerstörtes PlakatUnmittelbar vor dem Türkeibesuch von Angela Merkel macht Türkenführer Erdogan weiter Stimmung gegen Deutschland. „Warum dieser Hass gegen die Türkei,“ fragt er während eines Besuchs bei guten Freunden in Libyen, wo er das gemeinsame Vorgehen von Türkei, Iran und Arabern gegen Israel plant. Gemeint ist die Weigerung der Deutschen, türkischsprachige Gymnasien einzurichten.

WELT-online berichtet:

Vor dem Treffen zwischen Merkel und Erdogan ist die Stimmung zwischen beiden Ländern auf dem Nullpunkt. Der türkische Ministerpräsident wirft der Kanzlerin Hass gegen sein Land vor. Er habe nicht erwartet, dass Merkel den Vorschlag nach türkischen Gymnasien in Deutschland so deutlich zurückweist.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat im Streit um die von ihm geforderten türkischen Schulen in Deutschland nachgelegt.

Vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisierte er während einer Reise in Libyen die Ablehnung seines Vorschlags. „Warum dieser Hass gegen die Türkei? Ich verstehe es nicht“, sagte Erdogan demnach am Wochenende mitreisenden türkischen Journalisten. „Das hätte ich von der Bundeskanzlerin Merkel nicht erwartet. Ist die Türkei ein Prügelknabe?“

Die Kanzlerin ist zu Wochenbeginn zu einem politisch brisanten Besuch in der Türkei. In Ankara kommt sie mit Staatspräsident Abdullah Gül und Erdogan zusammen. Zu den Themen gehören die schleppenden Beitrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Union (EU) und dem Nato-Partner Türkei, die Lage in der Region mit Blick auf den Iran und Israel sowie der schwierige Versöhnungsprozess der Türkei mit Armenien.

Für ihre Forderung, in Deutschland lebende Türken sollten Deutsch lernen und sich an die hiesigen Gesetze halten, war die Bundeskanzlerin schon zuvor vom türkischen Lobbyisten Cem Özdemir (Grüne) beschimpft worden:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Türken in Deutschland nachdrücklich aufgefordert, Deutsch zu lernen. „Wir wollen, dass sich Menschen, die über viele Generationen bei uns leben, in dieses Land integrieren“, sagte sie in ihrer Videobotschaft im Internet. Dabei gehe es nicht um „Assimilation oder die Aufgabe der eigenen Heimat“. Es bedeute Teilhabe am gesellschaftlichen Erfolg sowie am Arbeits- und Familienleben. „Das bedeutet natürlich, dass die deutsche Sprache erlernt wird und die deutschen Gesetze eingehalten werden“, sagte Merkel. (…)

Grünen-Chef Cem Özdemir kritisierte Merkel. „Offensichtlich gibt es eine Allergie gegen alles, was mit der Türkei und der türkischen Sprache zu tun hat.“ Özdemir warf Merkel vor, die Diskussion bewusst nicht zu entschärfen. „Hier müsste die Kanzlerin gegensteuern. Das tut sie nicht.“ Unterstützung erhielt sie dagegen von Heinz Buschkowsky, dem Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln. „Es kann nicht die Aufgabe der deutschen Gesellschaft sein, den Jugendlichen Türkisch beizubringen“, sagte der SPD-Politiker. „Wir sind keine Exklave der Türkei.“

Noch nicht. Aber Erdogan zeigt immer deutlicher, dass die Zuwanderung von vielen seiner Landsleute als Weg dahin gesehen wird. Der Bundeskanzlerin wünschen wir bei ihrem schwierigen Türkeibesuch Standfestigkeit und gute Nerven.




Wegen Zigarette niedergestochen

In Berlin ist ein 21-jähriger Azubi niedergestochen worden. Eine Gruppe „junger Männer“ (nähere Angaben verschweigt die Presse, deutsche Nazis waren es also wohl nicht) wollte bei dem Polizeianwärter eine Zigarette schnorren, die der Nichtraucher aber nicht hatte. Prompt wurde zugestochen, und der junge Mann schwer verletzt. Näheres hier…

(Herzlichen Dank an alle Spürnasen)




Münchner CSU für das Europäische Islamzentrum

Bei der Festzelt-Veranstaltung der Münchner CSU in Aubing am 20. März brachte es Fraktionschef Josef Schmid auf den Punkt: Man werde im Stadtrat für den Bau des „Zentrums für Islam in Europa“ in München (ZIE-M) stimmen (PI berichtete). Man orientiere sich bei dieser Entscheidung an der Religionsfreiheit.

(Text und Fotos: byzanz)

Die Münchner CSU sei zwar gegen den geplanten Bau der Sendlinger Großmoschee gewesen. Aber nur, weil in diesem Fall ein falsches Verfahren angewendet worden sei. Dieser Bau sollte im stillen Kämmerlein vorbereitet werden, um den Bürgern dann etwas Fertiges vor die Nase zu setzen. So ginge es nicht. Das Bebauungsplanverfahren müsse ordnungsgemäß durchgeführt werden. Es sei auch wichtig, mit den Menschen zu reden. Ihre Sorgen, Ängste und Befürchtungen ernst nehmen. Der Platz sei ungeeignet gewesen und man habe eine falsche Architektur gewählt. Die Machtsymbolik mit Türmen, die die Kirche überragt hätten, sei nicht akzeptabel.

Aber die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit gelte nun mal für alle. 100.000 Muslime lebten in München jetzt in der zweiten und dritten Generation. Es seien konservative Menschen, die keinem in Deutschland einen Arbeitsplatz wegnehmen würden. Der türkische Gemüsehändler, der nicht will, dass spätabends im TV Sex läuft, stehe für Werte und finde auch die CSU gut. Der Imam der Penzberger Moscheegemeinde Benjamin Idriz stamme aus Mazedonien, sei modern eingestellt, stehe für die Gleichheit von Mann und Frau, achte das Grundgesetz, predige auf deutsch und grenze sich von Zwangsehen und Ehrenmord ab.

CSU-Fraktionschef Josef Schmid

Ich ging nach der Veranstaltung zu Herrn Schmid und warnte ihn eindringlich, man dürfe diesen Imam angesichts seiner zwielichtigen Kontakte nicht mit zuviel Vertrauensvorschuss beurteilen. Schmid entgegnete, er habe sich den Verfassungsschutzbericht über Idriz durchgelesen, da stünde nichts, was man ihm schwerwiegend vorwerfen könne. In einem Telefonat habe der Scharfmacher Ibrahim El Zayat dem Penzberger Imam vorgeworfen, „zu moderat“ zu agieren. Idriz habe sich bei seiner Antwort nicht belastet.

Die anderen Fakten über Idriz scheinen die Münchner CSU nicht sonderlich zu stören. Der Verfassungsschutzbericht moniert weiterhin, dass sich die Islamische Gemeinde Penzberg nur formal von der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs distanziere. So müsse man befürchten, dass Idriz und seine Penzberger Gemeinde dieser Gemeinschaft, die im Verfassungsschutzbericht unter „Extremistische und sicherheitsgefährdende Bestrebungen von Ausländern“ ausführlich dargestellt wird, de facto weiterhin nahe steht. Zwar hat Idriz gegen die Erwähnung im Verfassungsschutzbericht geklagt, aber der Ausgang des Verfahrens ist weiterhin offen.

Der prominenteste Unterstützer von Imam Idriz ist der bosnische Großmufti Dr. Mustafa Ceric, der in einem Aufsatz in der Zeitschrift „European View“ (Dezember 2007) eine „einzige Muslim-Autorität“ für alle in Europa lebenden Muslime gefordert hat. Diese solle auf „drei theologischen Fundamenten“ basieren: Auf dem islamischen Glauben, der Scharia und dem Imamat. Die islamische Verpflichtung auf die Scharia ist laut Großmufti Ceric „immerwährend, nicht verhandelbar und unbefristet“. Nach Auffassung des damaligen EU-Parlamentspräsidenten Prof. Hans-Gert Pöttering hat der Großmufti damit „Rechtsstaat und Demokratie offenkundig infrage gestellt.“ (WELT, 12.5.2008).

CSU-Fraktionschef Josef Schmid

Weiß die Münchner CSU etwa auch nicht, dass die Moschee in Penzberg von Sultan Muhammad Al-Qassimi aus dem Emirat Shardjah finanziert wurde, der auch als Geldgeber für das ZIE-M bereit steht? Dieses Emirat gehört zu den Vereinigten Arabischen Emiraten, in denen die Scharia gilt. Laut Amnesty International werden dort auch öffentliche Auspeitschungen durchgeführt. Selbstverständlich herrscht dort keine Demokratie. Und das Emirat Shardjah gilt als besonders fundamentalistisch.

Wenn man in Idriz’ Vergangenheit noch ein bisschen weiter zurückschaut, stösst man auf Ahmad Al-Kalifa, der ihm bei der Erlangung der Aufenthaltserlaubnis behilflich war. Gegen Al-Kalifa ermittelt derzeit die Staatsanwaltschaft „wegen Islamismus und Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Und dieser Benjamin Idriz ist der erste Vorsitzende des Vereines Ziem, der nun dieses Europa-Zentrum bauen möchte: Eine Großmoschee mit angeschlossener Akademie zur Ausbildung von Imamen. Eine Verhinderung dieses Mammutprojektes scheint in weiter Ferne, denn mit der CSU ist nun fast der gesamte Münchner Stadtrat für das Projekt.

Die Münchner CSU blendet also all die hochproblematischen Verquickungen von Idriz und seiner Gefolgschaft mit dem fundamentalen Islam offensichtlich aus. Viel gravierender scheint es zu sein, dass man in absehbarer Zukunft keine Wahlen mehr ohne muslimische Stimmen gewinnen könne, wie der Chef der Münchner CSU Otmar Bernhard vor wenigen Wochen gegenüber Mitgliedern der PI-Gruppe München nüchtern feststellte. Die demographischen Verschiebungen in der Bevölkerung führen also schon jetzt zur Beeinflussung der politischen Aktivitäten.

München TV brachte am vergangenen Donnerstag einen sehr interessanten Bericht über dieses geplante Islamzentrum. Als Interviewpartner kam mit Reinhard Werner ein ehemaliger Lehrer und in München bekannter Islamkritiker zu Wort, den „Mr. Brandbrief“ Stefan Jakob Wimmer harsch als „Hetzer“ beschimpfte. Außerdem ist noch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zu sehen:

Zurück zur CSU-Veranstaltung in Aubing: Als Hauptredner sprach Dr. Peter Gauweiler die jüngst veröffentlichten skandalösen Fakten über Hartz IV an. 40% aller Empfänger hätten einen Migrationshintergrund, was durchaus böses Blut schaffen könne. Darüber müsse jetzt eine öffentliche Debatte geführt werden. Denn laut Gauweiler gilt: „Wahrheiten, die man nicht ausspricht, fangen an zu stinken!“

Wie wahr. Was meinen Sie, Herr Dr. Gauweiler, wie es uns Islamkritikern schon stinkt. Seit Jahren werden die Wahrheiten rund um das Thema Islam verschwiegen, beschönigt und verharmlost. Auch Sie tragen Ihren Teil dazu bei. Aber zumindest reden Sie beim Thema Sozialmissbrauch Klartext. Der 136 Milliarden große Sozialetat Deutschlands müsse eine Hilfe zur Selbsthilfe sein, kein Magnet für Sozialhilfesuchende aller Herren Länder: „Wir können nicht die ganze Welt mit unseren Sozialkassen retten. Deutschland kann nicht das Sozialamt der ganzen Welt werden.“

Aber dann kam er zum Islam. Gauweiler sprach an, dass er in der Freimanner Moschee eine regelmäßige Sprechstunde gehalten habe. Da er selber einen „religiösen Violinschlüssel“ besitze. Wenn man Menschen ihre Religion nehme, dann würden sie nicht besser. Was aber nicht heißen solle, dass im Islam alles gut sei. Sein Freund Peter Scholl-Latour habe ihm gesagt, dass man Moslems in ihrer Religion anerkennen, aber selber auf festem Fundament stehen müsse. Gauweiler habe weniger Angst vor der Stärke der Moslems, als vor der Schwäche des Christentums. Und dem wachsenden Einfluss des Atheismus. Moslems sollten ihre Gebetsstätte haben. Denn:

„Wir wollen schließlich keine Verhältnisse wie in Saudi-Arabien, wo man für das Beten eines Vaterunser Prügel bezieht. Oder wie in der Türkei, wo man 20 Jahre lang für ein Christenseminar betteln muss. Aber dieses Land ist christlich geprägt. Es heißt schließlich Garmisch-Partenkirchen und nicht Partenmoschee.“

Gauweiler war jetzt in Fahrt. Er rief den Bürgern im Aubinger Festzelt voller Überzeugung und mit Inbrunst zu:
Werdet aktiv! Schaut den Politikern auf die Finger! Rührt Euch, wenn Euch etwas nicht passt! Politiker machen längst nicht alles richtig! Da gibt es Zwänge, da muss man auf dies und jenes Rücksicht nehmen.

Herr Dr. Gauweiler, das ist eine regelrechte Steilvorlage für uns. Keine Sorge, wir werden immer aktiver. Wir spüren, dass die Politiker beim Thema Islam auf sehr viele Dinge Rücksicht nehmen müssen. Sei es wegen dem Öl aus den arabischen Staaten, der Finanzkraft der Ölscheichs, der Angst vor dem wachsenden muslimischen Wählerpotential oder der Nazikeule des PC-Mainstreams. Die Motive sind uns egal. Wir sehen nur die gefährliche Verharmlosung einer totalitären und gewaltbereiten Ideologie.

Wir dagegen müssen auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen. Wir haben die Schriften des Islams aufmerksam gelesen und seine wahre Natur erkannt. Wir wollen nicht, dass sich dieses radikale Gedankengut in unserem Land und in Europa weiter ungehindert ausbreitet. Wir werden Euch Politikern immer stärker auf die Finger klopfen. Denn wir stehen für etwas Richtiges und elementar Wichtiges ein: Unser aller Freiheit in einem demokratischen Rechtsstaat. Wir stellen uns mit all unserer Kraft und Überzeugung gegen diejenigen, die sie gefährden. Egal ob Rechtsextreme, Linksextreme oder religiöse Fanatiker. Und wir werden immer sichtbarer und lauter mit unseren Forderungen. Wir nehmen Sie beim Wort, Peter Gauweiler!

Kontakte:

» CSU München: muenchen@csu-bayern.de
» Dr. Peter Gauweiler: peter.gauweiler@bundestag.de

(Danke an Antivirus für das Video)




Breaking News: Terroranschläge in Moskau

In Moskau hat eine Serie von Selbstmordanschlägen in der U-Bahn heute morgen zahlreiche Todesopfer gefordert. Es ist davon auszugehen, dass die Anschläge von Mohammedanern  aus dem Kaukasus verübt wurden.

WELT-online berichtet:

In der Moskauer U-Bahn sind am Montagmorgen bei zwei Explosionen Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden gehen von einem „terroristischen Hintergrund“ aus. Über der Metro-Station „Ljubjanka“, Ort der ersten Explosion, liegt das Hauptquartier des russischen Geheimdienstes FSB.

Bei zwei Terroranschlägen in der Moskauer Metro sind im Berufsverkehr im Zentrum der Millionenstadt Dutzende Menschen getötet worden. Zuerst sprengte sich nach Informationen der Agentur Interfax ein Selbstmordattentäter in der Station „Ljubjanka“ in die Luft. Dort starben mehr als 20 Menschen, Dutzende wurden verletzt.

Wenige Minuten später gab es eine Explosion an der Haltestelle „Park Kultury“. Mindestens zwölf Menschen wurden in den Tod gerissen. Beide Stationen liegen im Zentrum. An der „Ljubjanka“, dem Sitz des russischen Geheimdienstes FSB, ereignete sich die Explosion im zweiten Waggon eines Zuges.

Es waren die ersten Anschläge in der Moskauer Metro seit sechs Jahren. Zuletzt sprengte sich 2004 ein Selbstmordattentäter in der Metro in die Luft und riss 40 Fahrgäste mit in den Tod.

Damals hatte sich ein Untergrundkämpfer aus der Unruheregion im Nordkaukasus in die Luft gesprengt. Die Islamisten im Nordkaukasus hatten zuletzt immer wieder mit Anschlägen in Russland gedroht.

PI wird Sie im Laufe des Tages über weitere Entwicklungen informieren.




Demo-Augenzeugenbericht aus Duisburg-Marxloh

Wir waren zuerst bei den Linken, denn deren Demos, die vor der Moschee stattfanden, waren frei für alle zugänglich. Mein Plan: Zuerst die Linken, dann die Pro’s. NPD gar nicht. Ich habe meine Fotos gemacht und mit einigen Menschen geredet. Vor der Moschee standen etwa 1000 bis 2000 Leute und wahrscheinlich haben 20 Prozent nicht einmal verstanden, worum es ging.

(Gastbeitrag von Herrn Mustermann)

Nachdem ich mir ein Bild von der Lage gemacht habe, wollte ich zur Pro NRW-Demo. Genau hier begann das Problem: Alle Straßen waren abgesperrt. Ich konnte weder raus, noch durften andere rein. Ich fühlte mich ein bisschen wie ein Hamster im Käfig. Warum wir nicht raus durften, das hat uns keiner der Polizisten gesagt.

Nach langem hin und her und dem Besuch mehrerer Absperrungen (kein Polizist war bereit mehr als zwei Sätze zu sagen), fand ich eine Lösung: Versteck die Kamera und sag, dass du zu den Versammlungsteilnehmern von Pro NRW gehörst. Nach dem Grundgesetz dürfen die dir den Zugang nicht verbieten. So war der Plan gefasst und wartete auf seine Erfüllung, die bedauerlicherweise noch etwas auf sich warten ließ. Ich durfte nicht gehen, Pro NRW ist noch nicht da, hieß es an der ersten Durchlassstelle. „Die kommen mit drei Bussen und stecken fest“, erfuhr ich außerdem. Erst wenn die Kundgebung startet, kann ich als Versammlungsteilnehmer mitmachen. „Alleine können Sie da nicht rumgeistern.“ Nun gut, warten…

Mit etwa zwei Stunden Verspätung trafen die Teilnehmer dann endlich auch ein. Nun geht es los. Ich will rein. Die besagte Kontrollstelle wollte mich nicht rein lassen. „Sie stehen schon zu lange hier und so lässt sich keine Absicht erkennen, das Sie wirklich mitmachen wollen.“ Ja klar, warum warte ich wohl sonst zwei Stunden. „Mir wurde gesagt ich darf erst rein, wenn die Kundgebung anfängt, darum warte ich“, versuchte ich zu entgegnen. „Egal, versuchen Sie einen anderen Weg rein zu finden!“ Ja, ich fliege über euch rüber. Alternativ springe ich auch über die Absperrung und lasse mich von euch prügeln. Ich fing an, an der Intelligenz unserer Staatsdiener zu zweifeln. Auf zum zweiten Durchlasspunkt: „Darf ich rein, Fotos machen und mit den Menschen reden?“ Die Antwort: „Nein, das ist nicht durch das Grundgesetz auf Versammlungsfreiheit gedeckt. Sie täuschen das nur vor und das geht nicht“. Bitte was? Aller guten Dinge sind 3, also weiter. „Wollen Sie wirklich an einer rechtsextremen Demo teilnehmen?“, diese Frage war eindeutig. Was soll man darauf antworten?

Eine Absperrung gab es noch. Ich durfte durch, wenn auch nach einigem Gerangel. Warum ich so spät komme, wurde ich gefragt und oh Wunder, meine Antwort wurde akzeptiert. „Kann ich in Ihre Tasche schauen, wir können nicht so genau unterscheiden, welcher Gruppierung sie angehören und wollen lieber auf Nummer sicher gehen“. „Gerne, ich habe nichts zu verbergen“ (außer meiner Kamera, die ich wohl wissentlich weggepackt habe, ich könnte wieder wegen „Missbrauch des Grundgesetzes“ bezichtigt werden). Alles geschah in einem sehr ruhigen und entspanntem Tonfall.

Ich durfte passieren, aber erst nachdem der Gruppenführer über Funk zwei junge Polizistinnen gerufen hat die uns eskortieren sollen. „Ich habe hier zwei relativ ruhige Personen, die Versammlungsteilnehmer der Pro NRW sind.“ Was bitte?! RELATIV?! Was ist für den richtig ruhig? Koma? Nun ja, wir durften durch.

Von Links hinter den Wasserwerfern tönte es „Nazis raus!“ sonst war es recht „beschaulich“. 200 Menschen vielleicht. Ich habe mich viel mit den Menschen unterhalten, versucht, ihre Ängste auszuformulieren und auf Papier zu bringen: Integration ist der springende Punkt. Wir brauchen keine muslimischen Machtsymbole, sondern gut integrierte und nach unseren Wertvorstellungen lebende Menschen.

Ich habe mich umgeschaut, an die Vergangenheit gedacht, als ich noch in Marxloh zur Grundschule ging. Im Keller fand ich vor kurzem mein altes Deutschbuch der ersten Klasse wieder. Fara und Fu. In diesem Buch ein Lied, in diesem Lied der Satz „Gott segne den Tag“. Mir wurde warm ums Herz. Ich bin nicht religiös, finde es auch nicht ganz korrekt, dass so was in einem Schulbuch steht aber der Grund, warum es abgeschafft wurde, den finde ich entsetzlich. Es ist nicht um der Säkularität willen, viel mehr verraten wir abendländische Werte und Traditionen aus Angst, Einwanderer zu „beleidigen“.

Nach ein paar Minuten wurde verkündet, dass von der Polizei beschlossen wurde, dass Fahnen und Schilder nicht mehr gezeigt werden dürfen. Was waren das für Schilder, die der Polizei nicht gefielen? Die durchgestrichene Moschee oder die Deutschlandfahne, die ich nebenbei auf Seiten der Gegendemonstranten nicht ein mal gesehen habe. Die Türkische jedoch gefühlte 20 mal.

Was sagt das über diese Menschen aus, fing ich an mich zu fragen? Die einen stehen für die Türkei, die anderen für Deutschland? Die einen haben Angst die deutsche Fahne zu zeigen, die anderen tragen sie mit Stolz und Würde? Ich wollte auch eine Fahne.

Langsam wurde die Kundgebung beendet. Wir gingen alle gemeinsam zu den Bussen, die auf dem Parkplatz meiner alten Grundschule standen. Ungefragt wurde uns angeboten mitzufahren, jedoch fuhr kein Bus in meine Heimatstadt und so verzichteten wir dankend. Wir machten und auf den Weg nach Hause. Die ganze Fahrt über dachte ich nach. Ich weiß, wen ich am 9. Mai wählen werde.

Weitere Bilder aus Duisburg:

» ju-ehrenfeld.de: “Ist das noch Demokratie?”