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„Ich argumentiere immer mit dem Grundgesetz“

Obwohl ich selbst praktizierender Katholik bin, nervte mich bei den Infoständen in der Münchner Fußgängerzone am meisten, dass viele unsere Auseinandersetzung mit dem Islam als eine rein religiöse Angelegenheit betrachten. Dabei dienen Angriffe auf das Christentum hauptsächlich zur argumentativen Untermauerung kulturrelativierender Standpunkte. Ich versuche dann immer klar zu machen, dass es mir nicht darum geht, meine Religion und deren Vertreter als besser darzustellen. Ich argumentiere immer mit dem Grundgesetz, nicht mit der Bibel.

(La Valette zur PI-Serie “Mit Muslimen diskutieren – aber wie?”)

Von meiner politischen Grundüberzeugung her würde ich mich als Libertären bezeichnen und als solcher bin ich ein kompromissloser Verteidiger der Freiheit. Niemand kann jedoch die Freiheit beanspruchen, die Freiheit seiner Mitmenschen einzuschränken. Wer z.B. unter Berufung auf die Religionsfreiheit die Gleichberechtigung der Frauen aufheben will, verwechselt Religionsfreiheit mit Narrenfreiheit und dies sollten wir ihm in Diskussionen auch unmissverständlich klarmachen.

Ob gewisse Koranzitate falsch übersetzt oder aus den Zusammenhang gerissen sind, ist eigentlich zweitrangig: in erster Linie müssen wir den Muslimen klarmachen, dass wir von den Freiheitsrechten, die die Verfassungen aller westlichen Länder garantieren, kein Jota abweichen, dass wir dafür eintreten, dass auf unserem Territorium die Rechte und Freiheiten aller Menschen unabhängig von Rasse, Geschlecht und Religion geschützt werden müssen, auch und gerade vor denen, die meinen, ihre Religion berechtigte sie dazu, diese Rechte mit Füßen zu treten.

Wir müssen in Diskussionen entschieden darauf beharren, dass diese Rechte für uns nicht verhandelbar sind, weder bei Islamkonferenzen noch sonst wo. Wir sind nicht fremdenfeindlich, denn wir wollen in unseren Ländern des Westens islamische Mädchen genauso vor Genitalverstümmelung, Zwangsverheiratungen und Schandmorden schützen, wie unsere „eingeborenen“ Frauen und Mädchen. Diejenigen, die feige im Namen von „Multikulti“ solche barbarischen Monstrositäten hier „tolerieren“ wollen, sind die wahren Rassisten, nicht wir. Und was ist die Nazikeule eigentlich anderes, als die uneingestandene Kapitulation vor unseren Argumenten?

Bisher erschienen:

» Vergleiche mit Juden entbehren jeder Grundlage