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Mit Muslimen diskutieren? Aber selbstverständlich!

Im Gegensatz zu anderen Kommentatoren bei PI halte ich Diskussionen und Dialoge nicht für Unnütz, sondern für elementar, da der offene und freie Meinungsaustausch ja gerade das „Markenzeichen“ einer freien, westlichen Gesellschaft ist. Natürlich lohnt der Dialog nur mit denjenigen, die auch diskutieren wollen, oder zumindest vorgeben, es zu wollen. Eine „Diskussion“ mit Leuten, deren Satzbau offensichtlich Drohungen und Kraftausdrücke zwingend erfordert, ist selbstredend Zeitverschwendung.

(Florian J. zur PI-Serie “Mit Muslimen diskutieren – aber wie?”)

Die Rubrik heißt „Mit Muslimen diskutieren – aber wie?“. Zuerst muss ich gestehen, ich habe dafür kein Patentrezept. Es gibt viel zu viele Faktoren, die solch eine Diskussion beeinflussen. Der erste Faktor ist man selber. Wie alt bin ich? Mann oder Frau? Welche Erfahrungen habe ich mit Muslimen und dem Islam gemacht? Der zweite Faktor ist der Diskussionsparter. Auch hier wieder: Alter? Geschlecht? etc. Und drittens: In welcher Situation findet die Diskussion statt? Von Angesicht zu Angesicht oder via Internet (bspw. in Foren)? Bei einer öffentlichen Veranstaltung oder in einem privaten Rahmen? usw. usf.

Da ich wie gesagt kein Patentrezept besitze und es schon für einen Fortschritt halte, mit Muslimen Argumente und Sichtweisen austauschen zu können, ohne dass einem am Ende Aggressionen entgegenschlagen, möchte ich nur eine eigene Erfahrung als Beispiel anführen.

Vor einiger Zeit war ich zur Geburtstagsfeier eines Freundes eingeladen. Unter den Gästen waren auch zwei muslimische Türken, die ich noch aus gemeinsamer Schulzeit kannte. Irgendwann am Abend begegneten wir uns in der Küche bei den Bierfässchen. Ich sprach beide scherzend auf ihren formalen Glauben und ihren Bierkonsum an. Ich fand heraus, dass es beide nicht so genau mit dem Islam nahmen. Wir sprachen eine Weile mehr oder weniger ernsthaft über Religion und Politik, die Thematik wechselte dauernd hin und her, doch irgendwann landeten wir beim Lebenswandel des „Propheten“. Ich sagte ihnen frei heraus, dass ich Mohammed für ein miserables Vorbild halte, da er bekanntermaßen ein Räuber, Mörder und Befürworter der Sklaverei war. Die Reaktion meiner beiden Gesprächpartner erstaunte mich dann sehr. Die beiden schauten völlig ungläubig und wussten nicht recht, was sie antworten sollten, da ihnen diese Fakten bis dato unbekannt waren. Man kann sagen, dass den beiden an diesem Abend ein stückweit die Augen geöffnet wurde.

Ich denke, die beiden sind keine Einzelfälle. Viele Muslime kennen ihre Religion einfach kaum und hören stattdessen auf Imame oder Verwandte.

Bisher erschienen folgende Beiträge zur PI-Serie:

» Hat keinen Sinn
» Ablenkungsmanöver
» Nicht stur und dogmatisch sein wie die Gegenseite
» “Ich argumentiere immer mit dem Grundgesetz”
» Vergleiche mit Juden entbehren jeder Grundlage