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Verleihung des „Anti-Dhimmi-Award 2009“

Ende des vergangenen Jahres haben knapp 10.000 PI-Leser an der Wahl des „Anti-Dhimmi 2009“ teilgenommen. Über die Hälfte entschieden sich für Thilo Sarrazin, der mit seinen mutigen Äußerungen über das Integrationsverhalten vieler türkischer und arabischer Migranten eine aufgeregte Diskussion im Land ausgelöst hatte.

Sarrazin riskierte damit seinen Job, denn die Keule der Politischen Korrektheit traf ihn mit voller Wucht. Quer durch die Republik erbosten sich empörte Medienmenschen, Politiker, Soziologen, Pädagogen, Politologen, Gewerkschaftler, Kirchenvertreter und Moslemfunktionäre. Denn es kann schließlich nicht sein, was nicht sein darf. Sarrazins mächtiger Boss, Bundesbankchef Axel Weber, reihte sich nahtlos in den Mainstreamwind ein und legte Sarrazin den Rücktritt nahe. Am Ende des armseligen Hickhacks beschnitt Weber die Kompetenzen seines Vorstandsmitgliedes in gravierender Weise. Strafe muss sein, denn manche Tatsachen durfte man im Herbst des vergangenen Jahres eben noch nicht aussprechen.

Team RChandler & byzanzSarrazins sozialdemokratische Genossen in Berlin versuchten ernsthaft den Parteiausschluss ihres unbequemen Mitglieds, was letzten Endes haarscharf scheiterte. Wessen Geistes die Gralshüter des korrekten Verhaltens in einem gestörten Land sind, kann man in diesem taz-Interview mit dem Politologen Hajo Funke vom Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin nachlesen.

Für all diejenigen, die die Zustände in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern mit wachem Auge und gesundem Menschenverstand analysieren, ist Thilo Sarrazin ein echter Held. Ein Vorreiter, der sich in vorderster Reihe der selbsternannten „Moral“-Wächter stellte und das Rückgrat besaß, dem entfachten Sturm zu trotzen. Und Sarrazin denkt auch gar nicht daran, von seiner Linie abzuweichen, denn er legte vor kurzem mit neuen klaren Aussagen nach. Sarrazin gehört zu einem Menschenschlag, dem das Herz auf der Zunge liegt, der sein Fähnchen nicht in den Wind hängt und der morgens noch in den Spiegel schauen möchte, ohne sich vor sich selbst zu schämen.

Interview mit Frankfurter Bürgern

Voller Respekt und Anerkennung brachen nun drei Mitglieder der PI-Gruppe München mit der eingerahmten Karikatur von Götz Wiedenroth nach Frankfurt auf, um Dr. Thilo Sarrazin den Preis zu übergeben. Vorher gingen wir mit der Videokamera durch die Frankfurter Fußgängerzone, denn wir wollten hören, was die Bürger so alles über Thilo Sarrazin und seine Äußerungen denken.

Wir haben diese Umfrage und die Übergabe des Preises mit der Videokamera dokumentiert. Hier der Film über einen denkwürdigen Tag in Frankfurt:

Für alle Nicht-Insider zum Abschluss noch die Info: Die Bezeichnung „Dhimmi“ gilt gemäß islamischen Rechtes für die Angehörigen der christlichen oder jüdischen Religion, die in islamischen Gesellschaften einen geringeren Status als Moslems innehaben. Dies ist mit vielen Einschränkungen im Alltag und zusätzlichen Pflichten wie dem Entrichten einer Zusatzsteuer verbunden. Einem Dhimmi bleibt nach islamischem Rechtsverständnis nur die Wahl zwischen Konversion, Annahme des unterhalb der Muslime angesiedelten Status oder dem Tod. Man darf sich also schon einmal darauf einstellen, was uns in wenigen Jahrzehnten blühen könnte, wenn die fortschreitende Islamisierung dieses Landes weiter so brav von seinen selbsternannten „Eliten“ sekundiert wird.

Foto-Impressionen aus Frankfurt:

» Morgen folgt der Film über den Versuch der Preisübergabe des „Dhimmi 2009“ an Claudia Roth im Augsburger Parteibüro der Grünen. Eine spannende Geschichte…

(Video: RChandler / Schnitt: Obambi / Fotos: nockerl / Text: byzanz – PI-Gruppe München)