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„Er ist doch links und hat nichts gegen Ausländer“

Unfreiwillige Gutmenschenkomik vom Feinsten gibt eine Frau ab, deren Sohn in Peine von 20 ausländischen Jugendlichen mit Knüppeln und Eisenketten angegriffen wurde. „Punks sind doch politisch links eingestellt und haben nichts gegen Ausländer“, wundert sie sich und denkt wohl, dass das Linkssein an sich den Status der Unberührbarkeit verleiht. Wenn ein „Rechter“ eins über den Schädel bekommt, ist das also nachvollziehbar.

Die Peiner Allgemeine Zeitung schreibt:

Das Auge ist geschwollen und schimmert violett, er hat schwere Prellungen am ganzen Körper: Der 26-jährige Punker Tim (Name von der PAZ geändert) wurde am vergangenen Mittwochabend gegen 21 Uhr auf dem Peiner Friedrich-Ebert-Platz von ausländischen Jugendlichen brutal angegriffen. Dort treffen sich täglich einige Peiner Punks.

Tim sagt der PAZ: „Ich saß dort mit meinem Freund und seiner hochschwangeren Freundin auf der Mauer, und wir beide haben ein Bier getrunken. Plötzlich sind etwa 20 ausländische Jugendliche aus der benachbarten Kneipe gestürmt und haben uns von hinten mit Knüppeln und Eisenketten attackiert.“ Der Punker habe einen Knüppelschlag auf den Kopf erhalten, während sein Freund von einer Eisenkette auch schwer am Kopf verletzt wurde. Es habe weitere Tritte und Schläge gegeben.

„Das ging alles so schnell, dass wir gar nicht reagieren konnten“, erklärt der Punker, „ich konnte nur noch schnell meine Hunde wegschicken, damit sie nicht auch verletzt werden“. Nur die hochschwangere Freundin im Alter von 24 Jahren hätten die aggressiven Jugendlichen nicht angegriffen.

Sie habe auch die Polizei und den Rettungswagen gerufen. „So konnte mein blutender Freund glücklicherweise schnell im Peiner Klinikum behandelt werden. Er hat immer noch starke Schmerzen“, sagt Tim.

Die ausländischen Jugendlichen seien nach dem Angriff schnell wieder verschwunden, sodass die Polizei niemanden mehr erwischt habe. Am Donnerstag habe es eine ähnliche Attacke gegeben.

Der Punker weiß nicht, warum die ausländischen Jugendlichen so aggressiv sind. Doch seine Mutter ergänzt: „Es gibt schon seit längerem Stress, denn die Ausländer rufen ständig ,Verschwindet, das ist unser Platz!“ Sie hätten auch schon mit leeren Flaschen geworfen. Die Peinerin kann das Verhalten nicht verstehen, „denn die Punks sind doch politisch links eingestellt und haben nichts gegen Ausländer“

Derweil denkt die Polizei über ein Platzverbot nach, nein, nicht für die Ausländer, sondern für die Punker, man wartet nur auf deren erste Straftat:

Sind Platzverbote denkbar?
Platzverbote sind rechtlich nur bei vorliegenden Straftaten möglich. Bisher sind die Punker lediglich durch maximal „Pöbeleien“ aufgefallen.

Na ja, der Platz gehört schließlich den Ausländern, da muss unsere Polizei schon mal mithelfen, ihn von Deutschen zu reinigen…

(Spürnasen: Basti, BePe und Ortega)