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Imam der Mailänder Zentral-Moschee verhaftet

Abu ImadGestern klickten bei Abu Imad (Foto), dem salafitischen Imam von Mailand und gerngesehenem Talk-Show-Gast im italienischen Fernsehen, die Handschellen. Er nimmt in Italien eine ähnliche Rolle ein wie hierzulande der Leipziger Imam und bunte Vogel Hassan Al-Dabbagh.

Schon im Dezember 2007 verurteilte ein Mailänder Gericht den rechtgläubigen Moslem zu drei Jahren und acht Monaten Haft wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Terrorismus. So hat er erwiesenermaßen junge Moslems indoktriniert und als Selbstmordattentäter in den Jihad geschickt, vornehmlich in den Irak und nach Afghanistan. Er hatte zusammen mit zehn Mittätern eine geheime Terrorzelle gegründet und Attentätern logistische und finanzielle Unterstützung zukommen lassen. Dennoch blieb er erstaunlicherweise nach seiner Verurteilung noch zweieinhalb Jahre auf freiem Fuß, bis er den Instanzenweg bis zum römischen Kassationsgericht ausgeschöpft hatte. Dieses hat nun letztinstanzlich das Urteil vorgestern bestätigt. Daraufhin wurde er gestern endlich festgenommen und in die Haftanstalt San Vittore eingeliefert.

In der Zwischenzeit betätigte er sich noch weitere zwei Jahre als Imam der größten Mailänder Moschee und rief seine Gläubigen am 3. Januar 2009 dazu auf, ein islamisches Gebet vor dem Mailänder Dom abzuhalten. Er gilt auch als Drahtzieher für den Terroranschlag auf eine italienische Militär-Kaserne im Oktober 2009. Ob Abu Imad jetzt in San Vittore den Posten des Gefängnis-Seelsorgers übernimmt, konnte noch nicht verifiziert werden. Naheliegend wäre es aber, da die meisten Gefängnisinsassen ja ohnehin Anhänger der „Religion des Friedens“ sind und viele rechtgläubige Jihadisten ihre Ausbildung erfahrungsgemäß in Haftanstalten in aller Welt erhalten.

(Quellen: CronacaquiDolomitengeistadnkronos)