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Özkan schwört auf Gott und meint Allah


Aygün Özkan ist heute vereidigt worden. Sie schwor auf „Gott“, natürlich nicht, ohne klarzustellen, dass sie sich „ausdrücklich auf den einen und einzigen Gott“ berufe, der dem Judentum, dem Christentum und dem Islam gemeinsam sei. Also wir wollen mit Allah, dem Blutigen nichts zu tun haben. Und unser Gott ist das nicht.

Wir alle kennen natürlich das islamische Glaubensbekenntnis, das da heißt: „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt, und ich bezeuge, dass Muhammad Gesandter Gottes ist“. Als bekennende Moslemin schwörte Frau Özkan demnach auf Allah. Selbst der moslimische Chef der Schülerunion, Younes Ouaqasse, findet, dass Öskan mit ihrem Kreuzverbotsvorstoß ihre Kompetenzen überschritten habe. Hingegen ist der Zentralrat der Muslime in Deutschland der Meinung, dass man sowohl Kreuze als auch Kopftücher erlauben solle. Das Kopftuch sei nämlich (obwohl Verschleierung ja nichts mit dem Islam zu tun hat), Glaubensbekenntnis einer gläubigen Moslemin.

Die WELT schreibt:

Im Landtag von Hannover stimmten die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP einmütig für die 38-jährige Juristin. Damit ist Özkan die erste Muslimin, die in Deutschland ein Ministeramt bekleidet.

Bei ihrer Vereidigung in Niedersachsen bezog sie sich auf Gott . Wie die drei anderen neuen CDU-Minister der Landesregierung von Christian Wulff (CDU) sprach auch die 38-jährige Muslimin Aygül Özkan die religiöse Formel „So wahr mir Gott helfe“.

In einer Erklärung des Ministeriums hieß es, Özkan berufe sich als gläubige Muslimin „ausdrücklich auf den einen und einzigen Gott“, der dem Judentum, dem Christentum und dem Islam gemeinsam sei. Sie habe sich bewusst für die CDU als politische Heimat entschieden, deren Werten sie sich verpflichtet fühle.

Aha. Es gibt nur einen Gott. Und das ist Allah? Oder wie?

(Spürnasen: Frieda und Cornelia K.)