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Die Weiße Rose und der ZEITgeist

Einst ein Flaggschiff der deutschen Presselandschaft, entwickelt sich die ZEIT seit einigen Jahren zu einem linksradikalen Kampfblatt übelster Sorte. Anders kann man das vor allem nach dem erbärmlichen Video eines Jens Jessen über „besserwisserische deutsche Rentner“ mit Lenin-Bild im Hintergrund wohl nicht mehr sehen. Unter der Rubrik „Störungsmelder. Wir müssen reden. Über Nazis” empört sich nun Ario Ebrahimpour Mirzaie darüber, wie „Rechte den Widerstand von Sophie Scholl missbrauchen“. Es ist nicht schwer zu erraten, wer mit diesen „Rechten” und „den Nazis“, über die „wir reden müssen”, wohl gemeint ist.

Wir PI-Leser sind mit Sicherheit unter denen, die sich die braunen Schuhe, die ihnen von den Machern der ZEIT da hingestellt werden, anziehen sollten. Und so blickt uns denn auch eine traurige Sophie Scholl an, über einer Bildunterschrift, die behauptet, dass sie „sicher nicht begeistert” wäre von den „rechten Anbiederungsversuchen”. Der Autor bedauert es außerordentlich, beim letzten derartigen Anbiederungsversuch nicht dabei gewesen zu sein, als einige Mitstreiter der Münchner PI-Gruppe Susanne Zeller-Hirzel interviewten, eine der letzten Überlebenden der Weißen Rose und Freundin von Sophie Scholl (das Interview wird in Kürze hier auf PI zu sehen sein).

Diese resolute alte Dame ist inzwischen Mitglied der Bürgerbewegung Pax Europa und warnt vor den Gefahren, die unserer freien Gesellschaft durch den Islam drohen. Hat auch sie für die Artikelmacher der ZEIT einen bedauerlichen „Rechtsruck” vollzogen? Die Antwort muss wohl ganz sicher „ja” lauten, denn wer das eigene Weltbild in Frage stellt, kann nur ein böser „Rechter” sein.

So kann man sich auch nicht mehr wundern, wenn man von einem der Kommentatoren dieses Artikels darüber belehrt wird, dass man auch den Geschwistern Scholl den linken Persilschein nicht unbedingt ausstellen kann, da diese einen „christlich-konservativen Hintergrund” hatten und „elitäres, eventuell auch judenfeindliches Gedankengut” pflegten, weshalb ihre „Eignung als Vorbilder für den linken Widerstand” auch schon angezweifelt worden ist, so z.B. von einem gewissen Herrn Sönke Zankel.

Nun mögen wir „Rechten” ja den Widerstand von Sophie Scholl „mißbrauchen”, doch wir ziehen ihr Andenken nicht in den Dreck, nur weil uns das eine oder andere an ihrem Gedankengut nicht so ganz in den Kram passt. Schon die Formulierung „eventuell judenfeindlich” ist ein typisches Beispiel für die Feigheit der linken Demagogen. Sie können den Geschwistern Scholl keine Judenfeindschaft nachweisen. Also verstecken sie sich hinter dem schwammigen Begriff „eventuell”. So kann man jemanden denunzieren, in der Hoffnung, dass irgendetwas hängen bleibt. Man hält sich aber gegen Verleumdungsvorwürfe ein Hintertürchen offen, da man ja keine konkreten Anschuldigungen, sondern nur Vermutungen geäußert hat. Nach dem Motto „Man wird ja wohl noch sagen dürfen.” Ebenso schwammig ist ja schon der Begriff „rechts”, mit dem diese aufrechten Antifaschisten ständig operieren. Dass wir weder Holocaustleugner noch Hitlerfans sind, wissen diese Herrschaften ganz genau, aber mit „rechts” kann man genau so etwas suggerieren, ohne den Vorwurf der Verunglimpfung fürchten zu müssen.

Einer der ersten Schritte bei der Entwicklung zu einer politisch inkorrekten Persönlichkeit besteht daher im Ablegen der Furcht vor den Stempeln, die jene roten Schreibtischtäter in ihren Redaktionsstuben und Studios ihren unbotmäßigen Mitmenschen aufzudrücken pflegen. Wenn ich gewisse Dinge vertrete, dann aus einer Überzeugung heraus, die das Resultat von Lernen und Lebenserfahrung ist. Wer meint, diese meine Überzeugungen seien falsch, der muss mir dies schon mit Argumenten nachweisen. Dümmliche Rechts- oder auch Linksstempel genügen da nicht.

Doch zurück zu Sophie Scholl. Für mich war sie die tapferste Frau, die Deutschland im zwanzigsten Jahrhundert hervorgebracht hat. Ja, liebe Antifaschisten des Jahres 2010, Sophie Scholl wurde gegen den Willen ihres Vaters, der dem Nationalsozialismus von Anfang an kritisch gegenüberstand, Mitglied des Bund Deutscher Mädels und ihr Bruder Hans trat der Hitlerjugend bei. Beide engagierten sich zunächst aus tiefster Überzeugung für diese nationalsozialistische Jugendorganisation. Aber sehr bald erkannten sie die wahre, menschenverachtende Natur dieser Ideologie und hatten den Mut, ihre Meinung zu ändern und sich gegen den herrschenden Zeitgeist zu stellen. Ein Mut, der den heutigen verwöhnten Antifa-Kids gänzlich fehlt und den die Mitglieder der Weißen Rose mit dem Leben bezahlten. Susanne Zeller-Hirzel wurde ebenfalls verhaftet und intensiv verhört, hatte aber Glück und kam mit ihrem Leben davon.

Ob es den ZEIT-Redakteuren und ihren linken Claqueuren nun passt oder nicht: Ich bin ein Bewunderer von Sophie Scholl, ohne mir je anmaßen zu wollen, in ihre Fußstapfen treten zu können. Ich weiß nicht, ob ich angesichts des sicheren Todes vor einem Roland Freisler genauso Haltung gezeigt hätte wie sie. Ich glaube eher nicht. Deshalb gilt es für mich heute, im Jahre 2010 im Einsatz für den Erhalt unserer freiheitlichen Gesellschaft, wenigstens das Risiko auf mich zu nehmen, von Intelligenzblättchen wie der ZEIT als Nazi verunglimpft zu werden. Und wenn ich mir ansehe, was von unseren Linken so vertreten wird, fällt mir das von Tag zu Tag leichter.

PI-Beiträge zum Thema:

» Video: Projekt Weiße Rose
» Flugblattaktion zum Gedenken an “Weiße Rose”
» Die “Weiße Rose” und der Counter-Jihad

(Text: La Valette / Fotos: RChandler)