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Morgen zweiter Schweigemarsch für Soldaten

würzburg [1]

Morgen findet zum zweiten Mal in Würzburg ein Schweigemarsch zur Solidarität mit unseren Soldaten [2] in Auslandseinsätzen statt. Treffpunkt ist der Würzburger Hauptbahnhof, 15 Uhr. 

Beim ersten Marsch hatten sich nach extrem kurzer Vorbereitungszeit immerhin etwa 50 Teilnehmer zusammen gefunden [3]. Hoffentlich sind es morgen schon einige mehr, die auch in Deutschland tun, was in anderen Ländern selbstverständlich ist: Unseren Soldaten für ihren gefährlichen Job danken und der Gefallenen gedenken.

Wie bereits beim letzten Mal sind politische Parolen oder Parteifahnen etc unerwünscht. Der Veranstalter legt Wert auf die Feststellung, dass der Schweigemarsch der Solidarität mit unseren Soldaten gilt und bezüglich der Diskussion über die Notwendigkeit der Auslandseinsätze Neutralität wahrt.

Währenddessen verdichten sich die Hinweise, dass der tötliche Überfall auf unsere Soldaten, der vier Gefallene forderte, durch einen von Deutschland ausgebildeten Verräter innerhalb der afghanischen Armee eingefädelt wurde. Der Reservistenverband berichtet [4]:

Möglicherweise wurden die vier gefallenen deutschen Soldaten vom 15. April Opfer eines Verrats. Die Ermittler vermuten, dass ein afghanischer Offizier bei der Offensive in der Region Baghlan das Fahrzeug von Major Jörn Radloff (38), Hauptfeldwebel Marius Josef Dubnicki (32) und Stabsunteroffizier Josef Otto Kronawitter (24) angehalten hat. Dies tat er genau an der Stelle, an der die Taliban eine Sprengfalle versteckt hatten.

Das Fahrzeug vom Typ „Eagle“ wurde so stark zerstört, dass die drei Männer keine Chance hatten. Der vierte Soldat – es handelt sich um Oberstabsarzt Dr. Thomas Clement Broer (33) – wurde von den Taliban beim Beschuss seines Sanitätswagens getötet. Das Fahrzeug war deutlich mit dem Roten Kreuz gekennzeichnet.

Westliche Geheimdienste sind sich sicher, dass der afghanische Offizier „mit den Taliban unter einer Decke steckte“. Die Taliban hätten die afghanischen Streitkräfte in großen Teilen unterwandert. Oft ließen sich Afghanen vom Westen zu Kämpfern ausbilden, um danach zu desertieren. Die deutschen Truppen am Hindukusch klagen bereits seit längerem über „die Unzuverlässigkeit der afghanischen Soldaten.“

Ob Afghanistan oder Deutschland, Verrat ist der schlimmste Feind unserer Soldaten.

(Spürnase: PI-Supporter)

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