1

Gibt es eine Vererbung von Intelligenz?

Albert EinsteinDurch die heftigen Reaktionen auf Thilo Sarrazins Ausführungen zur Vererbung von Intelligenz angeregt, möchte ich in diesem Betrag versuchen, einmal die Hintergründe für diese diskussionslose Ablehnung beleuchten. Einerseits zum Verständnis der Motive seiner Henker, aber auch um Argumentationshilfen zu geben.

(Von Strelnikow)

Rückblick

Blickt man in die Vergangenheit, so war es bis zur französischen Revolution allgemein anerkannt, dass die Stellung eines Menschen erblich bedingt ist. Wenn es auch den meisten nicht bewusst war, folgten sie doch dem System. Einerseits leitete der Adel daraus seine Vormachtstellung ab, andererseits stabilisierte es das Schichten-, Stände- oder auch Kastenwesen. Vereinfacht gesagt, der Sohn eines Bauern wurde Bauer, der Kaufmannssohn übernahm das Geschäft des Vaters und die nachgeborenen Söhne der Adligen wurden Äbte, Offiziere, Gelehrte. Natürlich konnte der Graf verarmen, der Bauernsohn Karriere im Kloster machen, insgesamt aber war die gesellschaftliche Ordnung recht starr.

Erschüttert wurde das System in Europa, als Napoleons Heere sich anschickten, die Welt zu erobern. Französische Offiziere, die aufgrund ihrer Fähigkeiten und Tüchtigkeit ernannt wurden, schlugen die Armeen der Gegner, der Offiziere oft blasierte, gelangweilte Adlige ohne Fähigkeiten waren. Zusammen mit den bürgerlichen Freiheiten und der Erkenntnis, dass die gesellschaftliche Stellung im Interesse des Gemeinwesens besser nicht von der Herkunft abhängt, brachte nicht nur Europa voran. Es zerstörte auch den unerschütterlichen Glauben an die Vorbestimmtheit eines menschlichen Lebens durch Geburt. Auch in Amerika zeigte sich die Überlegenheit der Tüchtigen, unabhängig von Geburt und Stand. Scheinbar reichte der Wille zum Erfolg und etwas Glück aus, um wirtschaftlich und sozial erfolgreich zu sein.

Der Behaviorismus als Grundlage aktueller Politik

Als Höhepunkt dieser Überlegungen ist das Jahr 1929 zu sehen, als John Broadus Watson die Aussage formulierte:

Give me a dozen healthy infants, well-formed, and my own specified world to bring them up in and I’ll guarantee to take any one at random and train him to become any type of specialist I might select – doctor, lawyer, artist, merchant-chief and, yes, even beggar-man and thief, regardless of his talents, penchants, tendencies, abilities, vocations, and race of his ancestors. I am going beyond my facts and I admit it, but so have the advocates of the contrary and they have been doing it for many thousands of years. [Behaviorism (1930)]

In der deutschen Literatur wird die Aussage oft verkürzt wiedergegeben als:

Gebt mir ein Dutzend Kinder und ich mache aus dem einen einen Pianisten und aus dem anderen einen Verbrecher unabhängig vom Talent, der Fähigkeiten und seiner Herkunft.

Glücklicherweise widersprach das den ethischen Grundsätzen, sonst hätte Watson möglicherweise seine Theorien zu beweisen versucht. Diese Annahme des Neugeborenen als Tabula rasa ist sehr verlockend. Einerseits stützt sie die Idee des amerikanischen Traums, andererseits ist sie aber auch Grundlage kommunistischer Ideen, die zum neuen Menschen führen soll(t)en.

„Erziehung ist alles!“ als Credo ermöglicht scheinbar eine umfassende Veränderung der Gesellschaft. Salopp gesagt, müsse man eigentlich nur die Kinder rechtzeitig den Eltern wegnehmen und schon nach relativ kurzer Zeit, 20 oder 30 Jahre hätte man den neuen Menschen und eine veränderte, bessere und gerechte Gesellschaft ohne Hunger, Not, Unterdrückung und Krieg. Derartige Ansätze sind uns bekannt, von der Napola über das Kloster bis hin zur Odenwaldschule.

Watsons Ansätze wurden diskutiert, entwickelt, verworfen, trugen zu den Lerntheorien bei und sind heute noch in Teilen anerkannt und zum Teil Basis ideologischer Programme. Das Internet gibt dem interessierten Leser dazu genug her, so dass weiterführende Aussagen an dieser Stelle nicht nötig sind.

Der Behaviorismus dominierte in der Psychologie und verwandten Wissenschaften bis in die 70er-Jahre, also zu einer Zeit, als die Grundlagen noch heute gültiger politischer Leitlinien vor allem bei den Grünen entwickelt wurden. Interessanterweise gibt es eine Überscheidung zwischen der 68er-Bewegung und der Endphase der behavioristischen Dominanz. Durch die Verzögerung, welcher die Lehrinhalte an den Universitäten gegenüber der Forschung unterliegen (und die in den 70ern noch weit größer waren), haben heutige Entscheidungsträger noch ein Weltbild vermittelt bekommen, welches in weiten Teilen durch Watson, Skinner und Hull geprägt wurde.

In den letzten 40 Jahren gelangen bahnbrechende Entdeckungen, in der Verhaltensforschung wie auch Intelligenzforschung. Bouchard, McGue et al. konnten ab 1981 eindeutig nachweisen, dass Intelligenz erbliche Anteile hat. Herrnstein und Murray veröffentlichten 1994 eine kontrovers diskutierte Arbeit, „The Bell Curve“. Infolge dessen wurden die Autoren teilweise massiv angefeindet, weil die Ergebnisse nicht dem Gleichheitsbild aller Menschen und Rassen entsprachen. Ein besonders heikler Punkt war die Feststellung, dass Schwarze im Durchschnitt einen um 15 Punkte niedrigeren IQ als Weiße hätten. In den nachfolgenden Auseinandersetzungen kam die APA, der Verband amerikanischer Psychologen, aber zu dem Ergebnis, dass die Intelligenz die erklärungsmächtigste Variable für den Schulerfolg sei.

Die Diskussion darüber, wie groß der erbliche Anteil an der Intelligenz einer Person und wie groß der Einfluss des sozialen Umfeldes ist, ist noch lange nicht beendet. Bis auf wenige, strikte Behavioristen wird aber ein erblicher Anteil an Intelligenz nicht verneint. Zu einer Antwort, wie groß der Anteil sei, wird die Forschung in absehbarer Zeit nicht kommen, da exakte Versuche die ethischen Grenzen weit überschreiten würden.

Gleichheit als politisches Ziel

Nun stellt sich für den Beobachter die Frage, warum Sarrazins Thesen so viel Widerspruch hervorrufen? Die Ursachen dafür sind vielfältig. Einerseits ist es, wie schon öfter diskutiert, für den Politiker fatal, Misstände zuzugeben, wenn er keine Handlungsmöglichkeiten hat oder der Wille dazu fehlt. Warum aber der Hass und die Niedertracht, mit der Sarrazin von fast allen Gruppen der Öffentlichkeit – Politiker, Sozialforscher, Journalisten, Lobbyisten und Verbandsvertretern – vernichtet werden soll? Vernachlässigt man den Anteil opportunistischer Auftritte, das Heulen mit den Wölfen wider besseren Wissens, so bleibt aber immer noch genug nicht zu erklärender Hass übrig. Die größte Ablehnung schlägt Sarazin aus dem sich selbst links sehenden politischen Umfeld.

Um das zu verstehen, müssen wir einen erneuten Blick in die Geschichte werfen. Basis links-grüner Politik und Ideologie bezieht sich auch heute noch auf Thesen von Marx. 1875 formulierte er in der Kritik des Gothaer Programms im Abschnitt 3:

Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen!

Diese wichtige, und nach meiner Ansicht auch heute noch gültige Aussage, welche Unterschiede zwischen Individuen ausdrücklich anerkennt, wurde in den letzten Jahrzehnten pervertiert. Indem sämtliche Unterschiede zwischen Menschen oder Gruppen negiert wurden, aus dem „alle Menschen sind gleich geboren“ ein Streben zu absoluter Uniformität wird, das aktuell zum Wahnsinn des „Gender Mainstreamig“ führt. Das alte linke Ziel der Gerechtigkeit und Abschaffung der Ungleichheit wurde geopfert zum Zwecke einer Gleichmacherei. Alle haben gleiche Fähigkeiten (müssen sie nur gebrauchen), also haben alle gleiche Bedürfnisse.

Sarrazins Thesen als Störfaktor

Da aber, wie wir alle als naive Wissenschaftler in unserem Bekanntenkreis sehen können, Vererbung von Merkmalen wie auch Intelligenz oder Begabung eine Rolle spielt, dies zudem wissenschaftlich fundiert ist, stellt die öffentlich verkündete Tatsache, dass Menschen eben nicht per se gut sind, dass Menschen auch aufgrund ererbter Fähigkeiten Unterschiedliches zu leisten vermögen, eine Bedrohung der Fundamente links-grüner Ideologie dar. Solange solche Aussagen nur in elitären Kreisen diskutiert werden, im Wissenschaftsteil des Spiegels angerissen werden, sind sie für ein ideologisches Konstrukt relativ ungefährlich. Die Datenüberflutung trägt dazu bei, dass solche Thesen, Wahrheiten oder auch Behauptungen dem Großteil der Bevölkerung verschlossen bleiben.

Jetzt haben wir aber die Situation, dass ein Mann, der mit einer Vorleistung (das Interview im Lettre International) bekannt gemacht hat, bereits Widerspruch im Establishment und Zustimmung in der Bevölkerung geerntet hatte, sämtliche längst bekannten Erkenntnisse sammelt, zusammenfasst und interpretiert. Wie Broder bei Illner so schön formulierte, das ganze kommt als eine Lieferung. Es trifft auf eine alarmierte Bevölkerung, die durch tagtägliche persönliche Erlebnisse, durch eigene Erfahrungen, durch seltene Medienberichte über die wahren Verhältnisse informiert ist und Antworten sowie Lösungen sucht. Die Aussagen zur Vererbung von Intelligenz in Sarrazins Buch mögen vielleicht einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht hundertprozentig standhalten, sie bieten aber Grundlage weiterer Diskussionen und Suche nach neuen Erkenntnissen.

Er verwirft die Illusion des Gleichseins aller Menschen. Die durch Fakten untermauerte Erkenntnis, dass nicht alle Menschen durch Bildung auf ein gleiches Niveau zu heben sind, dass vererbte Faktoren ein gleichartiges Ergebnis ausschließen, nimmt vielen Bemühungen in diesem Bereich die Grundlage und Daseinsberechtigung. Da sich aber links-grüne Politik gerade darauf und auf das Versprechen, anstrengungslos alles erreichen zu können, stützt, würde jedes Anerkennen, jede ehrliche Diskussion zu Sarrazins Thesen die Basis vor allem grüner Politik gefährden. Und nicht nur das, auch die zahllosen Sozialarbeiter, Nachhilfelehrer, Integrationsbeauftragten, der ganze Industriezweig (übrigens eine Wachstumsbranche), die von den Bemühungen um eine (oft vergebliche) Bekämpfung der Mängel in der Unterschicht sehr gut leben können, sehen ihr Lebenswerk und Einkommen gefährdet.

Zusammenfassung

Sarrazin greift faktenbasiert politische Überzeugungen an, die religiösen Überzeugungen sehr ähnlich sind. Entsprechend schrill reagieren die Betroffenen, manch einer würde in einem pakistanischen Lynchmob beim Verbrennen dänischer Flaggen nicht weiter auffallen. Die öffentlichen Reaktionen zeigen ganz klar, dass in den Augen des Establishments Sarrazin schwere Ketzerei betreibt und dafür wird er auch wie ein Ketzer behandelt. Ihm wurde die Möglichkeit eingeräumt, öffentlich zu büßen. Da er die Unterwerfung abgelehnt hat und somit den wahren Glauben gefährdet, ist es zwingend notwendig, ihn auf allen Feldern zu bekämpfen, wirtschaftlich, sozial, beruflich, persönlich.

Die totale Vernichtung, um folgende Häretiker zu warnen.




Nach Sarrazin: Kommt jetzt die Wende?

Nach Sarrazin: Kommt jetzt die Wende?Die Debatte um Thilo Sarrazin und sein Buch ist immer noch in vollem Gange, doch sie kann schneller vorbei sein, als mancher es für möglich halten wird. In einigen Tagen wird Sarrazin dank des „neutralen“ Zusammenspiels seines Chefs Weber und unserem Hosenanzug voraussichtlich seinen Posten verlieren – man darf wohl davon ausgehen, dass Wulff den Unterschriftenautomat machen wird.

(Von Knut)

Doch was wird danach passieren? Wieviel Zeit wird vergehen, bis das Thema Sarrazin zu den Akten gelegt wird? Es liegt an uns. Wir, die deutsche Bevölkerung, dürfen es nicht zulassen, dass sich die Diskussion über Einwanderung, Integration und Ausländerkriminalität – wieder einmal – im Sande verläuft. Jeder ist gefordert, das Thema im Interesse aller ehrlichen Bürger – dazu zähle ich auch die integrierten Ausländer – am Leben zu erhalten.

Was können wir als Einzelne, nicht-prominente Bürger tun? Mehr, als mancher denken mag.

Drei wichtige Punkte:

1. Mit Freunden, Familie und Kollegen reden! Nicht jeder, der nicht ohnehin bereits überzeugt ist, wird sich überzeugen lassen, doch oft ist es schon ein Erfolg, wenn jemand überhaupt beginnt, einmal nachzudenken – dies betrifft vor allem die eher unpolitischen Zeitgenossen unter uns. Gute Buchtipps (z.B. „Das Ende der Geduld“ von K. Heisig) und Online-Leseempfehlungen (z.B. PI) sind ebenfalls nie ein Fehler.

2. Aktiv werden! Das Internet bietet so viele Möglichkeiten, doch was nützt es, sich hier bei PI gegenseitig auf die Schulter zu klopfen? Auch hier ist die Debatte mit der „anderen Seite“ wichtig und nötig. Sie ist nicht immer zwecklos, doch es erfordert neben guten Argumenten auch Geduld und Nerven, mit Linken zu diskutieren, denn solche Blogs/Foren sind naturgemäß voll mit dem Typus Sozialarbeiter, Täterversteher, Verharmloserer etc.

Einige Beispiele von Seiten, die sicher rechtskonservative Gegenmeinungen vertragen könnten:

spiegelfechter.com
exportabel.wordpress.com
initiativgruppe.wordpress.com
oeffingerfreidenker.blogspot.com
weissgarnix.de

3. Noch aktiver werden! Politik und Medien anschreiben – online UND offline! Denken Sie nicht, dies tun schon „genügend andere Leute“. Werden Sie selbst aktiv, denn nur die Masse macht den Unterschied. Schreiben Sie Ihrem Abgeordneten – und wenn Sie möchten auch Merkel, Wulff & Co. – und teilen Sie allen mit, was Sie von Sarrazins Rauswurf und seinem Buch halten. Medien: Schreiben Sie Leserbriefe, schicken Sie Faxe, hinterlassen Sie überall (online und offline) Ihre Meinung.

Ganz wichtig natürlich bei allen drei Punkten: Immer sachlich und höflich bleiben – auch dann, wenn’s schwer fällt. Ein kurzes „Thilo hat Recht“ ist zwar nett, überzeugt aber niemanden. Beleidigungen schaden nur, da sie die Debatte vergiften.

Jeder kann viel tun. Und ich frage mich: Kommt jetzt nach Sarrazin die lang ersehnte Wende? Möglicherweise. Es liegt an uns allen und es liegt an IHNEN!

(Bild oben: Sarrazin-Aufkleber „WENDE“ kann hier bestellt werden)




Wer einmal lügt…

Naika ForoutanGenau wie eine Vielzahl von Bürgern verfolge ich mit Entsetzen die aktuelle Debatte (oder vielmehr Diffamierung) um die Äußerungen und das Buch von Dr. Thilo Sarazzin. Deren Höhepunkt war zweifelsfrei in der laufenden Woche erreicht, mit verschiedenen Auftritten in mehr oder weniger objektiven Gesprächsrunden der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender.

(Eine Analyse von J.S.)

Besonders auffällig schien mir dabei in erster Linie das völlige Versagen einer objektiven Auseinandersetzung mit den Inhalten des Buches. Übliche argumentative Abläufe, die man landläufig als „Nazikeule“ bezeichnet, wurden recht schnell und umfassend angewandt. Dies ist nicht hinnehmbar, gerade weil ich in meiner Eigenschaft als ehemaliger Staatsdiener mal auf Recht und Freiheit der Bevölkerung dieses schönen Landes geschworen habe.

Besonders forsch tat sich diese Woche eine iranisch-stämmige Sozialwissenschaftlerin hervor, Frau Dr. Naika Foroutan (Foto oben), die die empirische Beweisfindung von Sarazzin schlicht als falsch und erlogen bezeichnete. Kernpunkt ihrer Argumentation war hierbei, dass ja jeder seine Zahlen nachprüfen und leicht als falsch entlarven könne. Da ich das Buch von Sarazzin noch nicht gelesen habe, kann ich darüber keine Aussage treffen. Wohl aber kann ich die von Foroutan zitierten Quellen auswerten und aufbereiten, um zu überprüfen, ob denn ihre Statistiken der Wahrheit entsprechen oder nicht. Gerade auch ob der Aufforderung ihrerseits, dies doch zu tun.

Weil ich sowohl aufgrund meiner beruflichen als auch meiner Hochschulausbildung recht gut mit Zahlen umgehen kann, ließ ich mir das natürlich nicht zweimal sagen, schon allein, weil mir die von ihr präsentierten Werte zum einen höchst suspekt, zum anderen auch höchst inkohärent erschienen. Als Quellen nutze ich die PKS 2009 des Stadtstaates Berlin (i.F. „PKS Berlin“), den Bildungsbericht 2010, herausgegeben von der Kultusministerkonferenz und dem Ministerium für Bildung und Forschung (i.F. „Bildungsbericht“), sowie einzelne, online erschienene Artikel, welche direkt benannt und zitiert werden.

Im Voraus werde ich einige Punkte direkt ansprechen, die dem Verständnis dienen.

Was die PKS Berlin alles erfasst lässt sich auf der entsprechenden Internetpräsenz leicht nachlesen, interessant wird es zum ersten mal, wenn es darum geht, wer denn nun als „Migrant“ erfasst wird, und wer nicht.

In den Bemerkungen zur Aufschlüsselung der Täter nach Herkunft sagt die PKS:

Gemäß bundeseinheitlicher Definition besitzen einen Migrationshintergrund:

• alle nichtdeutschen Personen und
• Personen, die trotz deutscher Staatsangehörigkeit eine nichtdeutsche Herkunft haben
(frühere Staatsangehörigkeit oder Geburtsort) oder bei denen dies für wenigstens ein
Elternteil gilt.

(PKS Berlin 2009, S121)

Es werden also tatsächlich auch die Täter als Migranten erfasst, die trotz deutschen Passes eine nichtdeutsche Herkunft haben (Passdeutsche). Gut, das vermittelt nun zuerst einmal Sicherheit ob der präsentierten Zahlen, ABER, die Crux der Sache wird auf derselben Seite thematisiert, denn das Merkmal „Migrant ja/nein“ wird dennoch nicht in die vorhandenen Daten eingefügt:

Bis zum Oktober 2008 wurden Informationen zu Deutschen mit Migrationshintergrund nur über eine Geschäftsstatistik im Bereich der Jugendgruppengewalt erhoben. Danach wurde ein Verfahren eingeführt, das es dem Sachbearbeiter ermöglicht, einen bestehenden Migrationshintergrund zu deutschen Staatsangehörigen im polizeilichen Datensystem zu erfassen. Die Erhebungen zum Migrationshintergrund beschränken sich auf jugendliche und heranwachsende Tatverdächtige, die mit Rohheitsdelikten, Mord und Totschlag sowie Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Erscheinung treten. Die Erfassung des Migrationshintergrundes ist keine Pflichteingabe. Stichproben ergaben, dass die Möglichkeit dazu nicht im vorgesehenen Umfang genutzt wird. Zurzeit dürfte die Erfassungsquote deutlich unter 50% liegen.

(PKS Berlin 2009, S121)

Im Klartext heisst das, dass der bearbeitende Polizist beim Dateneintrag in die Maske der PKS ganz einfach bei „Migrationshintergrund“ ein „ja“ oder „nein“ setzen muss. Dies ist allerdings keine Pflichteingabe, d.h. der Abschluss des Vorgangs ist auch ohne Bearbeitung dieses Feldes möglich, wobei dann standardmässig „nein“ gesetzt wird. Aus meiner eigenen Erfahrung mit den Eingabemasken der PKS heraus weiß ich, dass der Dateneintrag für die PKS deutlich umfangreicher und aufwändiger ist, als die eigentliche Bearbeitung des Vorgangs. Im weiteren wird nun deshalb auch darauf hingewiesen, dass die Erfassungsquote von Tatverdächtigen mit dem Merkmal „Migrant Ja/Nein“ deutlich unter 50% liegt. Dieses Merkmal in die PKS aufzunehmen wurde daher, auf Grund fehlender Konsistenz, unterlassen. Als „nichtdeutsche Tatverdächtige“ werden tatsächlich nur Personen geführt, deren Staatsbürgerschaft nicht „deutsch“ ist. Passdeutsche, d.h. z.B. ethnische Türken mit deutscher Staatsbürgerschaft, tauchen als „deutsche“ in der PKS auf. Wie sich das real bemerkbar macht, kann sich jeder selbst ausmalen. (Anm.: Ich bin kein Polizist, habe aber schon das ein oder andere Mal dienstlich mit der Polizei zusammengearbeitet und kenne die Datenerfassungssysteme recht gut.)


(Video: PFD2010)

Doch wie sehen die Zahlen nun konkret aus?

Zunächst einmal beträgt der Anteil an nichtdeutschen Bürgern in Berlin 13,7% (PKS Berlin, S119). Der Anteil von nichtdeutschen Tatverdächtigen in der gesamten PKS Berlin 2009 ist dagegen (bereinigt um Touristen und Straftaten, die nur Ausländer begehen können) 27,4%.

Beispielhaft nun einige Delikte und Deliktgruppen (PKS Berlin, S120ff):

Delikt – Anteil an nichtdeutschen Tatverdächtigen in %

Mord: 46,8
Totschlag: 52,4
Vergewaltigung: 39,8
Kontoeröffnungsbetrug: 78,2
illegaler Handel mit Heroin: 74,3
Taschendiebstahl: 65,5
schwerer Ladendiebstahl: 58,6
sexueller Missbrauch von Kindern: 20,2
Raub: 37,5
Körperverletzung: 30,0
schwere Körperverletzung: 32,6
Nachstellung (Stalking): 25,6
Wohnungseinbruchsdiebstahl: 40,6 (in Villen/EFHs 48,5)

Es gibt andere Delikte, wo diese Anteile deutlich geringer sind und sich dem statistischen Anteil an der Gesamtbevölkerung anpassen, ja, diesen sogar unterschreiten, wie z.B. das Verbreiten pornographischer Erzeugnisse oder Sachbeschädigung durch Graffiti (jeweils <13%). Weiterhin möchte ich die Aussage Foroutans aufgreifen, Vietnamesen wären in der PKS an dritter Stelle geführt. Nun, dies ist richtig, doch wird hier ein gefährlicher Fehler begangen, nämlich die fehlende Interpretation der Zahlen zueinander. Auf Seite 120 der PKS sind die Anteile aufgelistet, demnach stellen Türken den größten Anteil an Tatverdächtigen mit 6% (nicht 8,7 – war das vielleicht der Wert für Gesamtdeutschland? Was denn nun?), danach Polen mit 3%, Vietnamesen mit 1,9%. Richtig ist, dass sie an dritter Stelle stehen, es wird jedoch übersehen, dass Türken mehr als drei mal so viele Delikte begehen. Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass ca. zehn mal so viele Türken wie Vietnamesen in Berlin leben (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung vom 27.08.2010, Nr. 241). Auch das ist richtig, nur werfe ich ganz einfach mal das Zauberwort „Zigarettenschmuggel“ in die Runde. Die Berliner Kriminalpolizei hat dafür noch immer eine ständige Ermittlungsgruppe. Die taz(!) hat dazu am 28.04.10 einen umfangreichen Artikel verfasst. Ein weiteres Nebelfeld sind die sog. Staatenlosen, die zusammen mit ungeklärten oder nicht angegebenen Staatsbürgerschaften mit 6,4% die eigentlich größte Gruppe ausmachen. Hierbei handelt es sich im Schwerpunkt um Libanesen, die als Flüchtlinge in der 1980er-Jahren nach Deutschland kamen (Artikel der FAZ). Würde die ethnische Herkunft erfasst, lägen sie vermutlich noch vor den türkischen Staatsbürgern, da Libanesen zumindest in 2007 noch 44% der Intensivtäter in Berlin ausmachten.

Die PKS 2009 bietet noch viel mehr Inhalt, interessant ist z.B. auch der Abschnitt über Bandenkriminalität, doch ich denke, ich habe bisher ausreichend Beispiele gegeben. Die 8,7%, die von Foroutan in ihrem angeblichen Brief erwähnt werden, finden sich allerdings nirgendwo.

Eine weitere problematische Behauptung von Foroutan war, es würden ca. 27% (oder doch 18%, wie es bei Beckmann hieß?) der türkischen Migranten Abitur erreichen, bzw. besitzen. Die dafür genannten Quellen sind leider nicht oder nur schwer auffindbar und die diesbezüglichen Angaben schwanken stark. Der Spiegel schreibt in einem Artikel vom 24.01.09 von 14% und bezieht sich auf eine nicht näher bezeichnete Quelle. Im Bildungsbericht 2010 steht, etwas versteckt, eine Zahl von 10,3%. 10,3 ist nicht 27. 27% wären auch schwer zu realisieren, da 30,7% der türkischen Migranten gar keinen Schulabschluss haben, 43,1% Hauptschulabschluss und 13,7% Realschulabschluss bzw. Mittlere Reife. Eine Quote von 27% Abiturienten ergäben folglich insgesamt 114,5% (Bildungsbericht 2010, Tabelle B5-3web). Diese Zahlen gelten allerdings für Gesamtdeutschland. Der aktuellste Bildungsbericht für Berlin-Brandenburg ist von 2008 und gibt für Migranten eine Quote von 12,4% Abiturienten an, ohne weitere Aufschlüsselung.

Das soll es erstmal gewesen sein. Der geneigte Leser kann sich nun sein eigenes Bild ob der Glaubwürdigkeit von Foroutan machen, denn Zahlen lügen glücklicherweise nicht.

(Der Bildungsbericht 2010 ist im Allgemeinen hochinteressant, weil dort auch auf Geburtenrate und Geburtenentwicklung eingegangen wird. Als Sahnestück: in Frankfurt/Main haben 72% der unter 3-jährigen Kinder einen Migrationshintergrund. Bei den Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren sind es über 50%.)

» foroutan@hu-berlin.de

(Mein Dank gilt Lodovico, der mich auf den Wald zwischen den Bäumen aufmerksam gemacht hat)




Genossin Andrea erklärt „Meinungsfreiheit“

Die Generalsekretärin der SPD, Andrea Nahles (Foto), musste durch den Protest der Basis in der Causa Sarrazin daran erinnert werden, dass der Wille des (Partei-)Volkes nicht im Vorwärts und im SPIEGEL steht. Nachdem ihr viele SPD-Mitglieder gedeutet haben, dass sie das mit der Meinungsfreiheit und so für ne ganz dufte Sache halten, will die Andrea die Gemüter beruhigen.

Man kennt das ja! Wenn die Basis oder/und oder das Volk etwas nicht wollen, dann nicht weil sie Recht haben könnten, sondern weil es den kleinen Dummchen noch nicht so richtig erklärt wurde. Und so schreibt die Andrea den lieben Genossinnen und Genossen einen Brief, damit die wissen, wie ein rechter Demokrat so ticken muss.

Die sind zwar der Meinung, der Thilo darf seine Meinung haben und sagen, aber das will die Andrea nicht. Und obwohl sich die Roten Demokraten nennen, bestimmen die oben und nicht die unten. Klingt komisch, ist aber so!

Berlin – Die SPD reagiert auf den Protest der Basis gegen den angestrebten Ausschluss von Thilo Sarrazin. In einem Brief an die Mitglieder, der SPIEGEL ONLINE vorliegt, versucht Generalsekretärin Andrea Nahles die Gemüter zu beruhigen. Denn seitdem bekannt ist, dass Sarrazin wegen seiner umstrittenen Äußerungen aus der SPD ausgeschlossen werden soll, bekommt die Parteispitze Hunderte Mails, Anrufe und Schreiben, in denen dem früheren Berliner Finanzsenator recht gegeben wird. Sarrazin komme darin „fast ausschließlich“ gut weg, hatte Parteichef Sigmar Gabriel zugegeben.

Das nutzt aber weder der Basis noch dem SPD-Mitglied Sarrazin etwas, denn die Andrea wird ihren Parteimitgliedern schon erklären, warum seine Überlegungen bei den Mitgliedern durchaus auf Zustimmung stoßen, aber doch gleichzeitig einen Rauswurf aus der Partei verlangen.

Nahles versucht nun in dem Schreiben, den geplanten Rauswurf zu rechtfertigen. In dem Brief heißt es: „Viele Bürgerinnen und Bürger schreiben uns derzeit, weil die Debatte um Thilo Sarrazins Äußerungen die öffentlichen Gemüter bewegt. Wir machen uns unsere Entscheidungen in dieser Sache nicht leicht. Dazu sind die Themen zu wichtig, die Thilo Sarrazin anspricht. Aber er hat mit seinen Äußerungen zu genetischen Identitäten von Völkern, Ethnien oder Religionsgemeinschaften eine Grenze überschritten und sich außerhalb der Partei- und Wertegemeinschaft der SPD gestellt. Deshalb hat der SPD-Parteivorstand einstimmig beschlossen, ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel eines Ausschlusses aus der SPD einzuleiten.“

Und nach dem Rechtfertigungsversuch unternimmt die Andrea gleich noch einen Erklärversuch. Sie teilt den wahrscheinlich doch recht überraschten Mitgliedern mit, die SPD habe die Debatte schon längst geführt – und zwar ganz dolle intensiv.

Dann versucht Nahles, die Mitglieder zu besänftigen: „Das ist keine Absage an eine intensive Debatte über Integrationspolitik in unserem Land“, heißt es in dem Brief. „Im Gegenteil: Die SPD hat sich in den vergangenen Jahren intensiv mit integrationspolitischen Fragen beschäftigt – sei es auf der kommunalen Ebene, oder auch im Bund. Einige jahrzehntealte Defizite sind abgeräumt worden: Es gibt endlich Integrationskurse, in vielen Städten gibt es Integrationsprojekte für Mütter von Schulkindern und viele ehrenamtliche Initiativen.“

Aber immerhin: Die Andrea sieht ein, dass da trotz der ach so intensiven Debatte das ein oder andere vernachlässigenswerte Manko vorhanden sein könnte. Und so gibt die Chef-Genossin Sarrazin zwar in Teilen Recht, aber die kurz zuvor seit Jahren schon intensiv geführte Debatte ist dann doch noch irgendwie ganz dringend notwendig.

Nahles kommt dann der Basis noch weiter entgegen: „In diesem Punkt geben wir Thilo Sarrazin recht: Es liegt noch vieles im Argen. Eine kritische Debatte über den Stand der Integration in Deutschland, über erreichte Fortschritte, aber ebenso auch über fortbestehende Probleme und Defizite, ist dringend geboten und erforderlich.“

Und da wartet die Generalsekretärin der sozialdemokratischen Volkspartei (!) auch gleich mit völlig neuen Konzepten auf und stellt doch tatsächlich fest, dass man da hinsichtlich der Sprachkenntnisse der Migranten was machen müsste. Und dann merkt Nahles ganz mutig auch gegen den Mainstream an, dass Deutschkenntnisse die Grundvoraussetzung der Integration sind. Aber keine Bange, dieser Frage hat sich die SPD angenommen und schon laaaaaange zur Zufriedenheit des Volkes vollumfassend gelöst. Dennoch bleibt immer noch so ein bisschen Fördern und Fordern, weil sich das mal so locker eingestreut doch immer ganz entschlossen anhört. Das macht sich gut bei Leuten, denen man etwas noch nicht genug erklärt hat.

Auch Fehler der SPD bei der Integrationspolitik werden eingeräumt: „Einiges ist uns gelungen, anderes nicht“, schreibt Nahles. „Dabei müssen auch unbequeme Wahrheiten angesprochen und angepackt werden. Wir haben zum Beispiel noch immer teils erhebliche Bildungs- und Sprachdefizite bei jungen Migrantinnen und Migranten in unserem Land. Das darf nicht so bleiben. Vor allem Deutschkenntnisse sind die Grundvoraussetzung für Integration. Sie müssen wir frühzeitig fördern und immer wieder konsequent einfordern. Auch deshalb haben wir dafür gesorgt, dass Integrationskurse und Deutschkurse für Einwanderer mittlerweile Pflicht sind.“

Die Öffentlichkeit hält nun den Atem an und wartet gespannt ab, ob die mutigen – ja, provokanten – aber der Zukunft zugewandten Thesen der Andrea Nahles ihr ein Verbleib in der SPD nicht unmöglich machen könnten.

(Gastbeitrag von Chamäleon)




Frankfurt: Trauermarsch für die Meinungsfreiheit

Dr. Thilo Sarrazin bewegt die Menschen. In Frankfurt hat sich jetzt aus den Online-Foren „Wer-kennt-wen“ und „Facebook“ eine Bürgerbewegung gegründet, die – unabhängig von politischen Gruppen und Parteien – für den kommenden Donnerstag in Frankfurt einen Trauermarsch zur Deutschen Bundesbank unter dem Motto „Für die Meinungsfreiheit“ angemeldet haben.

Im Internet kursiert folgender Aufruf:

Wir Bürger trauern um unsere grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit, die von unserer Regierung, ihren Institutionen und Politikern mit Füßen getreten wird! Wir bedauern die Hexenjagd auf unseren Mitbürger Dr. Thilo Sarrazin.

Wir bedauern, dass wir reale Missstände und Probleme nicht frei äußern dürfen, ohne diffamiert, entlassen oder gar persönlich angegriffen zu werden!

Wir danken Ihnen, Herr Dr. Thilo Sarrazin, für Ihren Mut und Ihre Aufrichtigkeit!

Auch die „Freien Wähler Frankfurt“ stehen auf der Seite Sarrazins. In ihrer Presseerklärung heißt es:

Denn wenn Menschen in Deutschland für die Formulierung ihrer begründeten Meinung – ob in Wort oder Schrift – mit beruflichen Nachteilen und öffentlicher Verfemung durch Bundeskanzlerin, Bundespräsident, Parteien und großen Teilen der Medien rechnen müssen, ist der Schritt in eine faktische Meinungsdiktatur nicht mehr weit.

Es ist schön zu sehen, dass Bürger sich unabhängig von politischen Diskussionsforen wie PI und anderen Gruppen zusammenschließen und für die Meinungsfreiheit offen auftreten. Dr. Sarrazin hat die Mehrzahl der Bürger hinter sich – keine Verbände. Das ist etwas neues in unserem Land. Das ist etwas, von dem unsere gewählte Regierung und der Bundespräsident derzeit nur träumen können.

Unterstützen Sie diese Demonstration durch Ihre persönliche Teilnahme als Bürger des Landes oder melden sie zeitnah in Ihrer Stadt oder Gemeinde ebenfalls eine Demonstration an. Schreiben Sie an Ihre nächstgelegene PI-Gruppe und werden Sie aktiv.

Infos zum Frankfurter Trauermarsch:

» Wann: 9.09.10
» Uhrzeit: 18:00 Uhr
» Ort: Ginnheimer Landstraße / Ecke Wilhelm-Epstein-Straße
» Email: demo090910@arcor.de
» Website: www.sarrazin-bewegung.de




Erdogan: “Wir sind nun die Weltmacht Türkei”

Es ist eine gespenstische Szene mit großer Symbolkraft: Der Türkenführer steht auf einer Bühne vor einer großen Weltkarte, in die ein überdimensionaler Baum mit der türkischen Landesflagge hineingewachsen ist. Zu diesem „Weltkongress“ lud Premierminister Recep Tayyip Erdogan im Februar dieses Jahres türkischstämmige Politiker aus ganz Europa nach Istanbul, um sie auf seine Politik einzuschwören. Und die scheint auf die Errichtung eines neuen Osmanischen Reiches ausgerichtet zu sein.

(Von Michael Stürzenberger und Eckhardt Kiwitt)

Originalaufnahmen dieser brandgefährlichen Veranstaltung wurden im BR-Magazin „kontrovers“ veröffentlicht. Der Reporter berichtet, dass dort Großmachtpolitik nach dem Motto „Türkischstämmige aller Länder vereinigt Euch“ gemacht wurde. Erdogan äußerte in seiner Rede allen Ernstes:

„Wir sind nun die Weltmacht Türkei. Das sollte jeder wissen. Die Türkei ist kein Land mehr, dessen Tagesordnung von außen bestimmt wird, sondern ein Land, das in der Welt die Tagesordnung bestimmt.“

Der Augenzeuge Ali Ertan Toprak, Vizepräsident der Alevitischen Gemeinde Deutschlands, berichtete, dass den 1500-2000 anwesenden Politikern eingeflößt wurde, die europäische Kultur mit der türkischen zu „impfen“. Um diese Länder zu „türkisieren“. Hier das Video:

Es kam nur ein Redner aus Deutschland zu Wort, und zwar der stellvertretende Generalsekretär von Milli Görüs, Mustafa Yeneroglu. Müßig zu erwähnen, dass diese Organisation in Deutschland vom Verfassungsschutz wegen demokratiegefährdenden Aktivitäten überwacht wird.

Erdogan stellte unmissverständlich klar, dass aus seiner Sicht „Islamophobie“ ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ sei. Mit der Erfindung dieses Kampfbegriffs durch Ayatollah Khomeini soll die Islamkritik im Keim erstickt werden. Ein wichtiger Bestandteil für Erdogans Gesamtstrategie, um Deutschland von der Türkei aus islamisieren und türkisieren zu können.

Der strenggläubige Moslem Erdogan darf mit Sicherheit als Fundamentalist eingeordnet werden. Als Jugendlicher war er Mitglied in der radikalen islamistischen Organisation Akincilar Dernegi. Erdogan gilt als politischer Ziehsohn Necmettin Erbakans und gehörte auch der Milli-Görüs-Bewegung an. Von 1994-1998 war er Istanbuls Bürgermeister und stellvertretender Vorsitzender der Wohlfahrtspartei RP, der Sympathien zum Dschihad und zur Einführung der Scharia vorgeworfen wurden. Diese Partei wurde 1998 vom türkischen Verfassungsgericht verboten. Erdogan wurde mit lebenslangem Politikverbot belegt und wanderte für zehn Monate in den Knast. Der Grund für die Verurteilung war eine Rede mit den legendären Sätzen:

„Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“

Ideologische Gemeinsamkeiten zwischen Islam und Nationalsozialismus

Diese Taktik, sich der Demokratie zu bedienen, um sie dann abzuschaffen und eine Diktatur zu errichten, kennt man nur zu gut aus der unheilvollen Endphase der Weimarer Republik, als sie von den Nazis unterwandert wurde. Der Reichspropagandaleiter der NSDAP, Joseph Goebbels, äußerte Ende der 20er Jahre in verblüffend ähnlicher Form:

„Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahm zu legen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre Sache…“

Und so offenbaren sich erschreckende Parallelen zwischen dem Islam und dem Nationalsozialismus. Beide sind totalitäre Ideologien mit absolutem Machtanspruch. Die Weltbeherrschungsphantasien der Nazis „Heute gehört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt“ ähneln den Forderungen des Islam zu umfassender weltlicher Macht, wie sie im Koran in zahlreichen Versen formuliert ist:

Sure 2 Vers 115:

Und Allah gehört der Osten und der Westen; wo immer ihr euch also hinwendet, dort ist das Antlitz Allahs. Wahrlich, Allah ist Allumfassend, Allwissend.

Sure 8 Vers 39:

Und kämpft gegen sie, bis es keine Verfolgung mehr gibt und bis die Religion gänzlich Allahs ist. Wenn sie jedoch aufhören, so sieht Allah wohl, was sie tun.

Sure 48 Vers 28:

Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf daß Er sie über jede andere Religion siegen lasse. Und Allah genügt als Zeuge.

Eine weitere Gemeinsamkeit beider Ideologien ist der tiefsitzende Antisemitismus. Der irrationale Judenhass zieht sich durch Hitlers „Mein Kampf“ wie auch durch den Koran. Der Prophet Mohammed verachtete die Juden, da sie seine neue Religion nicht annehmen wollten. Mindestens 600 gefangene Juden ließ er in Medina köpfen. Seiner Wut ließ Mohammed in vielen Versen freien Lauf:

Sure 2 Vers 88:

Und sie sagten: „Unsere Herzen sind unempfindlich.“ Aber nein! Allah hat sie wegen ihres Unglaubens verflucht. Darum sind sie wenig gläubig.

Sure 5 Vers 60:

Sprich: „Soll ich euch über die belehren, deren Lohn bei Allah noch schlimmer ist als das? Es sind, die Allah verflucht hat und denen Er zürnt und aus denen Er Affen, Schweine und Götzendiener gemacht hat. Diese befinden sich in einer noch schlimmeren Lage und sind noch weiter vom rechten Weg abgeirrt.“

In den Hadithen, beispielsweise bei „Die Wirren und Vorzeichen der Stunde“ wird es noch deutlicher dargestellt:

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Stunde wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis sich der Jude hinter dem Stein und dem Baum versteckt. Da sagt der Stein oder der Baum: O Muslim! O Diener Allahs! Dieser ist ein Jude hinter mir, so komm und töte ihn!

Diese Passage ist auch im Artikel 7 der Hamas-Charta verewigt. Wer wundert sich eigentlich noch über den fanatischen, kompromisslosen und irrationalen Kampf der arabischen Welt gegen Israel?

Angesichts der vielen Gemeinsamkeiten ist es auch nicht verwunderlich, dass „Mein Kampf“ bis ins Jahre 2007 in der Türkei ein Renner war, bevor der Verkauf auf Initiative der Bayerischen Landesregierung offiziell gestoppt wurde. Im März 2007 rangierte das Hass- und Hetzbuch sage und schreibe auf Rang drei der türkischen Bestsellerliste. Die „Blut und Boden“-Ideologie der Nazis scheint den Nationalisten in der Türkei nicht fremd zu sein. So ist die tiefrote türkische Fahne der Legende nach einem vom Blut türkischer Kämpfer gefärbten See nachempfunden.

Sozialistisches Gedankengut lassen sich ebenfalls in beiden Ideologien finden. Im Nationalsozialismus ist es die „Volksgemeinschaft“, im Islam die „Ummah“, die Gemeinschaft aller Gläubigen. Man grenzt sich scharf von all denen ab, die nicht dazugehören.

Sure 5 Vers 51:

O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht die Juden und die Christen zu Beschützern. Sie sind einander Beschützer. Und wer sie von euch zu Beschützern nimmt, der gehört wahrlich zu ihnen. Wahrlich, Allah weist nicht dem Volk der Ungerechten den Weg.

Der Islam fordert, wie auch der Nationalsozialismus, die Bekämpfung Andersdenkender, will sie unterwerfen und anschließend ausbeuten.

Sure 9 Vers 29:

Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.

Der Islam diffamiert Andersgläubige in ähnlicher Form, wie es der Nationalsozialismus mit Angehörigen nicht-arischer Rassen tat.

Sure 98, Vers 6:

Die Ungläubigen unter den Schriftbesitzern und die Götzendiener kommen in das Höllenfeuer und bleiben ewig darin; denn diese sind die schlechtesten Geschöpfe.

Sure 9 Vers 28:

O die ihr glaubt, die Götzendiener sind fürwahr unrein, so sollen sie sich der geschützten Gebetsstätte nach diesem, ihrem Jahr nicht mehr nähern!

Das Führerprinzip mit Hitler als unumschränktem Herrscher gilt auch im Islam, denn der Prophet Mohammed war sowohl geistlicher als auch weltlicher Alleinherrscher. Diese Position nahmen nach seinem Tod die Kalifen und die Ayatollahs ein. Die Verfolgung, Bestrafung und Ermordung von Homosexuellen ist ebenfalls ähnlich. Die einen endeten im KZ, die anderen an Baukränen. Die Verfolgung und Ermordung Andersdenkender bzw. Glaubensabweichler ist auch in beiden straff geführten diktatorischen Ideologien vergleichbar. Mohammed befahl im Hadith Bukhari V4 B52 N260, berichtet von Ikrima: „Wenn ein Muslim seine Religion verlässt, dann töte ihn.“ Jegliche Opposition, jede andere Überzeugung wird brutal unterdrückt.

Frauen werden zum starken Wachstum der Gemeinschaft als Gebärmaschinen benutzt – im Nationalsozialismus durch das Mutterkreuz gefördert, im Islam durch die Koransure 2 Vers 223 festgelegt:

„Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum bestellt euer Saatfeld wie ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für euch voraus. Und fürchtet Allah und wisset, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verheiße den Gläubigen die frohe Botschaft.“

So fand zusammen, was zusammengehört, als Mohammed Amin al-Husseini, der Großmufti von Jerusalem – damals eine der höchsten islamischen Autoritäten weltweit – ab 1941 mit Hitler gemeinsame Sache machte (Foto l.).

Der frühere britische Premierminister Sir Winston Churchill bezeichnete in seinem Buch „The Second World War“ Hitlers „Mein Kampf“ folgerichtig als „einen neuen Koran des Glaubens und des Krieges: schwülstig, langatmig, formlos, aber schwanger mit seiner Botschaft“. Damit stellte er als erster diesen Vergleich her und setzte den Islam mit dem Nationalsozialismus gleich. Für seine Bücher über den Zweiten Weltkrieg erhielt der überaus belesene und gebildete Brite 1954 den Nobelpreis für Literatur. Man sollte sich heute wieder auf ihn besinnen, anstatt klar denkende Menschen wie Geert Wilders oder Dr. Thilo Sarrazin zu verleumden.

Denn die Bedrohung, mit der wir konfrontiert sind, ist weitaus größer, als sie im Moment wahrgenommen wird.

(Sämtliche Koranverse sind authentische deutschsprachige Übersetzungen der Internetseite des Zentralrates der Muslime)




Ein Jahr auf Bewährung für Todesfahrer


Man fasst es nicht: Der Mann, der während seiner Bewährungszeit einen 14-jährigen, skateboardfahrenden Jungen (Foto) totgefahren und sterbend liegen gelassen hat (PI berichtete mehrfach), ist von einem Frankfurter Richter mit einem Jahr Haft auf Bewährung „bestraft“ worden. Außer wegen Unfallflucht, etwa wegen fahrlässiger Tötung, wurde er erst gar nicht angeklagt.

Die Frankfurter Rundschau berichtet:

„Saftladen!“ Selten hat sich ein Gerichtssaal während der Urteilsverkündung so schnell geleert wie gestern der große Saal II am Frankfurter Amtsgericht. Unter Protest verlässt das Publikum den Raum, der zuvor bis auf den letzten Platz gefüllt war. Gegen Ende seiner Urteilsbegründung redet Richter Andreas Klauke vor fast leeren Rängen. „Und sowas nennt sich Richter“, brüllt eine junge Frau beim Hinausstürmen.

Ein Jahr mit Bewährung für Serkan K. Für Fahrerflucht. Juristisch heißt das unerlaubtes Entfernen vom Unfallort. Serkan K. hat am 12. Dezember 2009 auf der Rödelheimer Landstraße den 14-jährigen Marc S. totgefahren. Der Junge wurde 35 Meter durch die Luft geschleudert. Serkan K. stieg aus – und fuhr dann weiter, ohne sich um sein sterbendes Opfer zu kümmern. Der Junge erlag etwa zwei Stunden später seinen Verletzungen.

Fahrerflucht. Anklage und Urteil klingen für die Eltern von Marc S., die als Nebenkläger auftreten, wie Hohn, ebenso wie für Marcs ehemalige Mitschüler, die als Zuschauer gekommen sind.

Es stehen noch andere Vorwürfe im Raum. Fahrlässige Tötung etwa und unterlassene Hilfeleistung. Die Staatsanwaltschaft aber hat keine handfesten Beweise gefunden, die eine solche Anklage aus ihrer Sicht rechtfertigen könnten.

Gesehen hat den Unfall niemand. Ein Gutachter kommt zu dem Ergebnis, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass Serkan K. den Unfall gar nicht hätte verhindern können. Zu schnell ist er wohl nicht gefahren. Ob er am Steuer telefoniert oder unter Drogeneinfluss stand, ist nicht ermittelbar. Er stellte sich erst Tage nach der Tat. Direkte Zeugen gibt es nicht.

Und Serkan K. schweigt. Er habe „unvermutet einen heftigen Schlag gespürt“, sagt sein Anwalt zu Prozessbeginn. „Von da an setzte seine Erinnerung aus. Sie setzte erst wieder ein, als er zu Hause war.“ Im Publikum wird das mit Gelächter und Buh-Rufen quittiert. Der 26-jährige Serkan K. schweigt, auch kein Wort der Entschuldigung kommt über die Lippen des kahlrasierten, bulligen Metallbaukonstruktionsmechanikers. Es wäre aber auch egal, was er sagt. Denn aus Sicht der Zuschauer ist die Szene längst zum Tribunal geworden.

Warum war der wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes zu einer Jugendstrafe von sechs Jahren verurteilte Serkan K. am Tattag überhaupt auf freiem Fuß? Warum kommt er als freier Mann zum Prozess, wo er doch gegen die Bewährung verstoßen hat, die ihm als Gegenleistung zum Erlass seiner Reststrafe auferlegt worden war? Es gibt Antworten, etwa die, das aus Gerichtssicht ein Bewährungsversagen lediglich bei gleichartigen Taten vorliegen kann, aber eigentlich will sie niemand wirklich hören.

So riesig, wie das Interesse der Öffentlichkeit und der Medien ist, so kurz ist der Prozess. Zwei Zeuginnen werden gehört, die aber eigentlich auch nichts gesehen haben. Der Gutachter wird gehört, der eigentlich nichts beweisen, aber auch nichts ausschließen kann. Serkan K. schweigt.

Noch am Vormittag wird plädiert. Es sind sehr kluge Plädoyers, sowohl von Staatsanwaltschaft und Nebenklage als auch von K’s Verteidiger. Ein Jahr und acht Monate fordert die Staatsanwältin, die aber auch weiß: „Jedes Strafmaß, das hier rauskommen kann, wird nicht dem gerecht werden, was die Eltern erleiden.“

Die Eltern verfolgen das Geschehen kommentarlos. Das Recht, hier zu sitzen, haben sie sich beim Landgericht abgetrotzt – eigentlich ist Unfallflucht kein nebenklagefähiges Delikt. Sie halten die Erinnerung an ihren getöteten Sohn im Internet aufrecht, es gibt dort eine Seite, die Bilder von Marc zeigt, Bilder von seinem Grab, Zeitungsartikel über den Unfall; ein Gästebuch gibt es dort auch, in dem Besucher Trost spenden dürfen. Marcs Eltern hören sich die Urteilsbegründung bis zum Ende an.

Am Ende erfahren sie dann auch, dass sie die Kosten, die ihre Nebenklage verursacht hat, selber tragen müssen.

Das Ganze nennt sich „Gericht“ und Urteile werden „im Namen des Volkes“ gesprochen.

» Protest nach Bewährungsstrafe für Todesfahrer

(Spürnase: Proxima Centauri)




Mutti erlaubt uns das Sprechen

Mutti Merkel erlaubt uns das SprechenNachdem auf Geheiß Angela Merkels das Vorstandsmitglied der Bundesbank, Thilo Sarrazin, aufgrund eines Beschlusses der „unabhängigen“ Behörde geschasst wurde, genehmigt die Kanzlerin großzügigerweise ihren Untertanen über die erhöhte Gewaltbereitschaft strenggläubiger Muslime zu sprechen.

Gleichzeitig warnt sie in der ihr eigenen stringenten Gedankenführung, Gewalt mit einer bestimmten Religion zu verbinden. Und da Merkel schon einmal beim Warnen ist, stellt sie fest, dass es keine Orte und Viertel geben darf, „wo unsere Polizei das Recht nicht durchsetzen kann“.

Focus schreibt:

Die Regierungschefin sprach sich dafür aus, die statistisch erhöhte Gewaltbereitschaft strenggläubiger muslimischer Jugendlicher nicht zu tabuisieren: „Das ist ein großes Problem und wir können offen darüber sprechen, ohne das der Verdacht der Fremdenfeindlichkeit aufkommt.“

Merkel warnte jedoch davor, Gewalt mit einer bestimmten Religion zu verbinden. „Das führt in die Irre. Gewalt bei jungen Menschen ist oft ein Zeichen dafür, dass sie keine Perspektive für sich sehen. Und da hilft nur Bildung, Bildung, Bildung.“

Nachdem die Kanzlerin der Deutschen zunächst einmal der „Hürriyet“ ein Interview gegeben hat, lässt sie sich nun herab, den Deutschen die Diskussion darüber zu erlauben, warum sie sich von den vielen auch unter humanitären Gesichtspunkten aufgenommen Migranten unter den Rufen „Scheiß Deutscher“ verprügeln lassen müssen.

Der Kanzlerin scheint nicht klar zu sein, dass die Deutschen, von denen sie Schaden abzuwenden in ihrem Eid geschworen hat, nicht mehr „reden“ wollen, sondern endlich von der Politik Lösungen erwarten. Es gehört schon eine gehörige Portion Chuzpe dazu, nun eine Debatte führen zu wollen, nachdem sie selbst denjenigen, der die Debatte in Gang brachte, beruflich und gesellschaftlich vernichtet hat. Aber Merkel verkennt die Situation, wenn sie glaubt, die Bevölkerung würde sich mit einer neuen Runde sinnfreier Debatten – an deren Ende die Integrationsindustrie wieder mit einem neuen Milliardenpaket die Runde verlässt – zufrieden geben.

Der Duisburger Stadtteil Marxloh gilt als Problembezirk. Schon häufiger wurde dort die Polizeiarbeit von jungen gewaltbereiten Migranten sabotiert. Vor dem Hintergrund der neuen Integrationsdebatte meldet sich nun sogar Kanzlerin Merkel zu Wort.

Die Bundeskanzlerin warnte vor einem Zurückweichen des Staates vor Gewalt in Bezirken mit hohem Ausländeranteil. „Es darf in Deutschland keinen Ort und keine Viertel geben, wo unsere Polizei das Recht nicht durchsetzen kann“, sagte Angela Merkel (CDU) der „Bild am Sonntag“ mit Blick auf Situationen in Stadtteilen wie Duisburg-Marxloh, in denen die Polizei vor gewaltbereiten Jugendbanden schon mehrfach kapitulieren musste.

Die Zeit des Redens ist vorbei! Es genügt nicht mehr, festzustellen, dass es das „Wunder von Marxloh“ nie gegeben hat. Und wer nun – wie die Kanzlerin – eine Parallelgesellschaft dadurch bekämpfen möchte, indem man den Migranten (sprich: Muslimen) keine Deutschen mehr in Ämtern und in der Polizei zumuten will, sondern diese durch Migranten zu ersetzen sucht, der bekämpft das Problem nicht, sondern verstärkt es. Wir brauchen keine Migrantenviertel mit eigenen Polzisten und Beamten. Was wir brauchen, ist ein Politikbetrieb, der Handeln nicht mit der Teilnahme an Integrationsgipfeln, Islamkonferenzen und Talkshows verwechselt.

Der Staat mache viele Angebote, aber die Hauptverantwortung liege bei den Eltern, die ihnen Schule und Gesellschaft nicht abnehmen könnten. Zur Lösung des Problems sprach sich die Kanzlerin für mehr Migranten im öffentlichen Dienst aus: „Es würde sicher helfen, wenn wir in Polizei, Jugendämtern und anderen Behörden mehr Migranten hätten.“

Es hat nur wenige Tage gedauert, bis die Bundeskanzlerin auf vorab veröffentlichte Auszüge aus dem Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin reagierte. Aber angesichts solcher Probleme wie in Marxloh geruhte Ihro Gnaden Merkel erst zwei Jahre, nachdem die Polizei dies zum Angstraum erklärte, darauf einzugehen.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hatte zuletzt mehrfach auf den Duisburger Problemstadtteil mit über 35 Prozent nicht deutscher Bevölkerung und hoher Arbeitslosigkeit hingewiesen. Polizisten dort verstärkt auf enorme Feindseligkeit stoßen, die überwiegend von Türkisch- oder Arabischstämmigen ausgehe. Der frühere Duisburger Polizeipräsident Rolf Cebin bezeichnete Marxloh schon 2008 als „Angst-Raum“. Vor wenigen Wochen warnte er erneut vor der dort ständig wachsenden Aggression junger Ausländer.

Was bietet uns Frau Merkel nun als Lösung an? Richtig, wir dürfen darüber reden, ohne gleich fremdenfeindlich zu sein. Danke, aber das genügt nicht mehr! Oder wie es auf dem Fußballplatz so schön heißt: „Wir wollen Euch kämpfen sehen!“ Aber vielleicht hat der ein oder andere Spieler schon Vertragsverhandlungen mit einer anderen Mannschaft aufgenommen. PI wird heute noch einen Mannschaftsmanager vorstellen, der sich sehr expansiv am europäischen Markt bewegt.

(Spürnase: Antivirus)




Türkin überlebt eigenen Ehrenmordversuch


Fünf Jahre Folterkammer mitten in Nürnberg. Zwangsehe. Mutter spricht nach 35 Jahren in Deutschland kein Wort deutsch. Lesen verboten – das sind sicher die perfekt integrierten Moslems, von den Frau Merkel sprach. Natürlich hat die Zwangsehe nichts mit dem Islam zu tun. Es handelt sich um ein moslemistisches Phänomen…

Die Abendzeitung schreibt:

Wie haben Sie diesen Mann kennen gelernt?

Ich sah ihn einmal bei einem Besuch in der Türkei, mit 13. Mit 17 erfuhr ich, dass ich ihm versprochen war. Meine Mutter hat das ausgehandelt.

Ist das üblich?

In vielen muslimischen Familien. Mit 17 hatte ich keine Schulbildung, es langte nur zur Hauptschule, nicht zum Quali. Bücher durfte ich nicht lesen. Ich habe bis dahin die Nürnberger Innenstadt nicht gesehen, obwohl ich in Großreuth wohnt. Wäre ich in die Fußgängerzone gegangen und dabei erwischt worden, hätte ich als Schlampe gegolten und Prügel bezogen. Was ich zu tun hatte, war, im Haushalt zu helfen, den Mund zu halten und auf meine Jungfräulichkeit achtzugeben. Beziehungsweise tat das meine Mutter.

Wie kulturunsensibel! Und so völlig undifferenziert wird von „muslimischen Familien“ gesprochen. Als wären alle Moslems so! Unsere Gutmenschen werden die Frau schon aufklären. Sonne, Mond und Sterne.

Wie denn?

Sport oder Kaffee waren verboten. Viele Türkinnen glauben, das schade dem Jungfernhäutchen. Meine Mutter ist eine ungebildete Analphabetin. Sie lebte 35 Jahre in Deutschland und spricht kein Deutsch. Ich habe früh erkannt, dass ich nicht so leben will.

Was haben Sie dafür getan?

Zunächst nichts, das war unmöglich durch die engmaschige Kontrolle von Mutter und zwei Brüdern.


Mit der Heirat wurde es nicht besser?

Mit 17 eröffnete mir meine Mutter, dass ich heiraten werde. Es war ein Schock. Ich hatte panische Angst, doch ich konnte mich nicht wehren, das hätte meinen Tod bedeutet, weil ich Schande über die Familie gebracht hätte. Ich dachte naiv: Ich zieh’s durch – und lass mich dann scheiden. Drei Monate vor der Hochzeit kam er nach Nürnberg.

Wie war die Zeit?

Er hat mich geschlagen, mich mit Gewalt an sich gerissen. Bei einem Spaziergang durch den Marienbergpark prügelte er mich von einem Ende zum anderen, weil ich einen harmlosen Witz über das Aussehen eines Mannes gemacht habe.


Hat niemand eingegriffen?

Passanten riefen die Polizei. Als die Beamten erfuhren, dass mich da mein Zukünftiger verprügelt, waren die fassungslos. Sie versuchten mich zu überzeugen, diesen Mann nicht zu heiraten. Doch ich hätte ihnen nie erzählen können, dass ich zwangsverheiratet werde.

Warum nicht?

Auch mein Vater war gewalttätig. Ich wusste nicht, wer schneller darin ist, mich umzubringen, wenn ich was gesagt hätte – Vater oder Rasit.

Das muss doch jemand bemerkt haben.

Mein Vater sagte: Wenn er das war, bringe ich ihn um. Doch damit hätte ich eine Blutfehde zwischen zwei Familien heraufbeschworen. Mit der Verantwortung kann kein Mensch leben. Also log ich, ich sei gestürzt. Von da an verprügelte er mich fast jeden Tag.

Sie haben im Juli 1992 standesamtlich hier geheiratet, kurz darauf in der Türkei.

In der Hochzeitsnacht war ich bereits schwanger – ungewollt. Er schnitt sich in den Finger, um den 500 Gästen, von denen ich niemanden kannte, das blutige Laken präsentieren zu können. In dieser Nacht schlug er mir derart ins Gesicht, dass mein Auge am nächsten Tag komplett zugeschwollen und blau war.

Das muss doch jemand bemerkt haben.

Mein Vater sagte: Wenn er das war, bringe ich ihn um. Doch damit hätte ich eine Blutfehde zwischen zwei Familien heraufbeschworen. Mit der Verantwortung kann kein Mensch leben. Also log ich, ich sei gestürzt. Von da an verprügelte er mich fast jeden Tag.

Was geschah mit dem Kind?

Berna ist jetzt 17, sie ist geistig und körperlich behindert, vermutlich durch die Schläge ihres Vaters.

Sie konnten sie nicht schützen?

Er prügelte sie, seit sie sechs Monate alt war. Immer schloss er die Tür ab. Ich hörte ihr Wimmern, ich höre es heute noch, es bricht mir noch immer das Herz. Ich bemühte mich, die Tür einzuschlagen, schaffte es nicht, oft rief ich die Polizei. Doch ich hätte ihn anzeigen müssen. Aber auch hier gilt: Ich wäre meines Lebens nicht mehr sicher gewesen, wenn ich das getan hätte. Es waren fünf Jahre Folterkammer mitten in Nürnberg.

Der Vater prügelt die Tochter, die Mutter arrangiert eine Zwangsehe, der Ehemann prügelt Frau und Baby… Ein Einzelfall™, klar, denn die meisten Türken und Moslems sind hervorragend integriert, nicht wahr, Frau Merkel? Hier werden persönliche Erfahrungen zu einem „türkischen Problem“. Wir kennen das ja schon von Necla Kelek.

(Spürnase: talkingkraut)




BILD setzt sich für die Meinungsfreiheit ein

Das hätte Axel Springer sicherlich erfreut: Die BILD-Zeitung richtet heute in einem sehr lesenswerten Beitrag einen Appell an die Meinungsfreiheit in Deutschland, die schon längst keine mehr ist. Wer sich – wie jetzt Thilo Sarrazin – nonkonform äußert und nicht gewünschte Wahrheiten ausspricht, wird (bislang) öffentlich vernichtet. Kommt jetzt ein Umdenken?

Die Bild stellt unter dem Titel „Diese Sätze muss man sagen dürfen, weil…“ neun unbequeme Meinungen und die Fakten zur Diskussion. Wir veröffentlichen einige davon:

„Auf den Schulhöfen muss Deutsch gesprochen werden“

Fakt ist: Kinder und Jugendliche, die nicht richtig Deutsch sprechen, haben kaum Aufstiegschancen, sind anfälliger für Gewalt und Kriminalität. Bei den Mehrfachtätern (fünf und mehr Gewalttaten) belegen zum Beispiel türkischstämmige Jugendliche mit 8,3 Prozent einen vorderen Platz. Dort, wo türkische Jugendliche schulisch gut integriert sind, sinkt ihre Gewaltrate deutlich. Ausländische Jugendliche sind doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen wie deutsche. Einer der Hauptgründe: mangelnde Deutschkenntnisse.

[…]

„Ich will mich nicht dafür entschuldigen müssen, ein Deutscher zu sein“

Fakt ist: „Kartoffeln“, „Scheiß Deutsche“, „Schweinefleischfresser“ – so werden Deutsche in Deutschland beschimpft, an Schulen, in der U-Bahn, auf der Straße. Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig (beging im Juli Suizid) beschreibt in ihrem Buch „Das Ende der Geduld“ die Deutschenfeindlichkeit vieler Migranten. Sie schildert den Fall, das türkischstämmige Jugendliche junge Frauen als „deutsche Huren“ titulierten und sagten, Deutsche könne „man nur vergasen.“ Heisig stellt fest: „Wenn Deutsche sich so gegenüber Ausländern verhalten, nennen wir das Rassismus.“ Dabei ist Deutschland ein so tolles Land, auf das auch Migranten stolz sein können. So wie die deutsch-libanesische Familie in Berlin, die zur Fußball-WM ihr ganzes Haus in Schwarz-Rot-Gold gehüllt hat.

„Zu viele junge Ausländer sind kriminell“

Fakt ist: In einigen Stadtteilen von Berlin ist die Gewaltkriminalität muslimischer Jugendlicher laut Schätzungen der Jugendrichterin Kristin Heisig (†2010) aus dem Jahr 2008 rund dreimal so hoch wie unter deutschen Jugendlichen. Und der Berliner Staatsanwalt Roman Reusch stellte 2007 fest: Rund 80 % aller „eingetragenen Intensivtäter“ stammen aus Einwandererfamilien. Und: Seit 1985 hat sich der Ausländeranteil in deutschen Gefängnissen nahezu verdoppelt. So sind beispielsweise in Hessen 45 % der insgesamt etwa 6000 Strafgefangenen Ausländer – die größte Gruppe unter ihnen (19,2 %) sind Türken. Zum Vergleich: Der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung liegt derzeit bei 8,9 %.

[…]

„Ausländer, die sich nicht an unsere Gesetze halten, haben hier nichts zu suchen“

Fakt ist: Verurteilte Straftäter ohne deutschen Pass sitzen ihre Gefängnisstrafe (zumindest zu Teilen) ab, können anschließend abgeschoben werden. Aber: Kriminelle Ausländer mit gültiger Aufenthaltsgenehmigung können nur ausgewiesen werden, wenn sie „eine gegenwärtige, hinreichend schwere Gefahr für die öffentliche Ordnung oder die öffentliche Sicherheit“ darstellen. Da sich das selbst bei Gewalttätern oft nicht nachweisen lässt, dürfen scheinbar reumütige Kriminelle häufig in Deutschland bleiben.

„Nicht wir müssen uns den Ausländern anpassen, sondern sie sich uns“

Fakt ist: Rund zwei Milliarden Euro und mehr gibt Deutschland pro Jahr für die Integration aus, hat die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ errechnet. Eine ganze Industrie lebt bei uns von Migrationsberatung oder Kursen zur „Förderung interkultureller Kompetenz“. Ein englisches Sprichwort lautet: „Wenn du in Rom bist, benimm dich wie die Römer“. Thilo Sarrazin schreibt in seinem Buch: „Es reicht aus, dass Muslime unsere Gesetze beachten, ihre Frauen nicht unterdrücken, Zwangsheiraten abschaffen, ihre Jugendlichen an Gewalttätigkeiten hindern und für ihren Lebensunterhalt selbst aufkommen. Darum geht es.“

Sehr schön auch der Kasten links vom Artikel mit dem Titel „UND SOLCHE DUMMEN SÄTZE KÖNNEN WIR NICHT MEHR HÖREN!“:

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU): „Das, was er gemacht hat, verstößt mindestens gegen den Grundsatz: ,Das tut man nicht.’ Wir brauchen keine Belehrung. Wir wissen um höhere Gewaltneigung bestimmter Ausländer. Wir wissen um Integrationsprobleme. Die Fragen, die Sarrazin stellt, stellt sich die Politik längst.“

BILD meint: Warum hat dann niemand was getan, wenn alle Probleme soooo bekannt sind?

CSU-General Alexander Dobrindt: „Der Typ hat einen Knall. Aber man muss über Integration in Deutschland diskutieren und über den mangelnden Integrationswillen von türkischstämmigen und muslimischen Migranten sprechen.“

BILD meint: Warum hat er dann einen Knall?

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD): „Er ist offensichtlich bei der Bundesbank nicht ausgelastet und freut sich über den Medienrummel, der entstanden ist. Es ist auch ein „großes Stück Eitelkeit dabei“.

BILD meint: Und Sie sind gar nicht eitel…?

Grünen-Chefin Claudia Roth: „Gespräche helfen bei diesem Quartalsirren nicht weiter.“

BILD meint: Irre ist, wer anderen das Reden verbieten will.

Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit: „Dieser Mann ist einfach nur dumm und ein Irrer.“

BILD meint: Unsachlichkeit hilft auch nicht weiter.

Grünen-Chef Cem Özdemir: „Er ist kein seriöser Gesprächspartner.“

BILD meint: Zur Politik gehört auch, sich mit unbequemen Gesprächspartnern unterhalten zu können.

Michael Müller, Landes- und Fraktionsvorsitzender der Berliner SPD: „Er hat Freude an der allgemeinen Aufregung.“

BILD meint: Woher wollen Sie das wissen?

PI meint: Weiter so, BILD!