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Guidos Gatte bei Moslems nicht willkommen

Gestern gaben sich unser Außenminister Guido Westerwelle (48, FDP) und sein langjähriger Lebensgefährte Michael Mronz (43, Foto rechts) in Bonn das Ja-Wort. Das tolerante Deutschland freut sich. Auch wir wünschen viel Glück! Auf Auslandsreisen, die ein Außenminister ab und an mal machen muss, darf die neue „First Lady“ allerdings oftmals nicht mit. In mindestens 75 Ländern drohen Gefängnis, Peitschenhiebe oder der Baukran.

Die BILD berichtet:

Es war 18 Uhr gestern Abend, als zwei Männer das Standesamt an der Poppelsdorfer Allee in Bonn betraten. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (48) und sein Lebensgefährte Michael Mronz (43) nahmen Platz auf den blauen Stühlen im modernen Trauzimmer des Gebäudes.

Wenig später gaben sie sich das Ja-Wort!

Westerwelle und Mronz sind seit gestern offiziell ein Ehepaar. Beide trugen bei der Trauung dunkle Anzüge. Westerwelle eine hellblaue Krawatte, Mronz eine gelb-grüne.

BILD war aufgefallen, dass der Außenminister seinen goldenen Ring schon seit einigen Tagen an der rechten Hand trägt und recherchierte…

Die Trauung in Bonn nahm Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch vor. Anwesend waren nur die engsten Familienangehörigen, rund 20 Personen.

Es war eine Zeremonie in aller Stille, aber sie war gleichzeitig auch der Höhepunkt einer großen Liebe.

Kritik gab es seit Amtsantritt für einen homosexuellen Außenminister in diesen außenpolitisch schwierigen Zeiten reichlich. Weder in Afghanistan, noch im Nahostkonflikt wird Guido Westerwelle als Verhandlungspartner ernst genommen. Seinen Ehemann darf er in die meisten moslemischen Länder auch nicht mitnehmen. Die Berliner Morgenpost berichtete zum Thema:

Westerwelle meidet schwulenfeindliche Staaten

Der Außenminister nimmt seinen Partner nicht mit in Staaten, die Homosexualität bestrafen. In sieben Ländern droht sogar die Todesstrafe.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) will bei Reisen in Staaten, in denen Homosexualität strafrechtlich verfolgt wird, auf die Begleitung seines Lebensgefährten Michael Mronz verzichten. „Wir wollen den Gedanken der Toleranz in der Welt befördern.

Aber wir wollen auch nicht das Gegenteil erreichen, indem wir uns unüberlegt verhalten“, sagte Westerwelle der Zeitschrift „Bunte“ mit Blick auf die weltweit mindestens 75 Länder, in denen Homosexualität eine Straftat ist. Dennoch halte er es für „wichtig, dass wir unsere eigenen Maßstäbe von Toleranz leben und uns nicht die manchmal weniger toleranten Maßstäbe anderer zu eigen machen“.

Der Außenminister erinnerte daran, dass in sieben Staaten auf homosexuelle Handlungen sogar die Todesstrafe stehe. Das sind Iran, Sudan, Jemen, Mauretanien, Somalia, Nigeria und Saudi-Arabien. Dennoch fühle er sich durch seine sexuelle Neigung nicht in seinem Wirkungskreis eingeschränkt. „Das hat sich als unbegründete Sorge herausgestellt“, sagte Westerwelle der Zeitschrift. Seine Auffassung sei: „Erlaubt ist, was gefällt und keinem anderen schadet.“

Politisch sinnvoller wäre vielleicht gewesen, die Hochzeit noch etwas nach hinten zu schieben, bis die FDP aus allen Parlamenten geflogen ist, was nach den Umfragewerten nicht mehr allzu lange dauern dürfte.

(Herzlichen Dank den vielen Spürnasen)