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Dänemark will Normalverdiener in Ghettos


Böses Dänemark! Die „rechte“ Regierung von Präsident Rasmussen will Normalverdiener in Migrantenghettos stecken, um dort die Kiminalität zu senken! Weitere Migranten sollen dort nicht zuziehen dürfen. Damit stigmatisiere man die dort lebenden Menschen, sagen Menschenrechtsgruppen. Wir sind untröstlich.

Die böse Regierung Rasmussen hatte zuvor schon durch Heraufsetzen des Mindestalters versucht, Zwangsehen zu verhindern. Die armen Zwangsheiratswilligen müssen jetzt extra nach Schweden auswandern, wo man noch frei sein kann.

Die WELT berichtet:

Dänemark erhöht einmal mehr den Druck auf Migranten. Diesmal will sich die rechts-liberale Regierung vor allem Einwanderern annehmen, die in Stadtvierteln leben, die übermäßig von Kriminalität und Gewalt geprägt sind. Regierungschef Lars Løkke Rasmussen von der rechtsliberalen Partei Venstre präsentierte am Dienstag die so genannte Ghetto-Strategie mit 32 Initiativen.

Also, wir finden das unerhört. Statt die Migranten in Ruhe ihren kriminellen Geschäften nachgehen zu lassen!

„Wenn man sieht, dass die Probleme sich an bestimmten Stellen konzentrieren, muss man entsprechend fokussiert vorgehen“, sagte der Ministerpräsident. Unter anderem ist vorgesehen, für kleine Kinder, die nicht Dänisch sprechen, den Kindergartenbesuch zur Pflicht zu machen, und den weiteren Zuzug von Menschen mit Einwandererhintergrund in als Ghettos definierte Gegenden zu verhindern. In Dänemark wird vielen Menschen – auch mit durchschnittlichen Einkommen – Wohnraum zugewiesen. Ausgewählte Bevölkerungsgruppen aus bestimmten Gebieten herauszuhalten, ist deshalb ohne größere Probleme möglich.

Wie stigmatisierend! Als würden nur Kinder in den Kindergarten gehen, die kein Dänisch können. Bei uns sollen dann alle, ungeachtet der Herkunft. So stigmatisiert man wenigstens keinen.

Was sind nun eigentlich Ghettos?

Sie fallen in diese Kategorie, wenn mindestens zwei von drei Kriterien erfüllt sind: Mindestens 40 Prozent der Bewohner sind weder erwerbstätig noch in der Ausbildung; mindestens 270 von 10.000 Einwohnern sind wegen strafrechtlicher Verstöße wie Drogen- oder Waffenbesitz verurteilt worden; mindestens die Hälfte der Bewohner sind Einwanderer aus nicht-westlichen Ländern oder deren Nachkommen. Rund 68.000 Menschen leben danach in Ghetto-Gebieten.

Sehr eindeutig, und eigentlich dachten wir, es wäre im Sinne jedes normalen Menschen, solche Zustände zu verhindern. Aber offensichtlich ist das nicht der Fall.

Die Regierung sieht den gestern präsentierten Plan als konkreten Teil einer Wertedebatte. „Es hat eine Tendenz gegeben, die ganze Wertediskussion auf recht hohem Abstraktionsniveau zu führen“, sagte Rasmussen. „Die war auch in hohem Grade von Symbolpolitik geprägt. Ich möchte sie gern konkret und zielgerichtet machen.“ Kritik an der Strategie kam von Menschenrechtsgruppen und Wohnungsbaugesellschaften. Allein die Bezeichnung Ghetto stigmatisiere die dort lebenden Menschen. Zudem sei es Diskriminierung, jemanden wegen seines Wohnortes besonders zu behandeln.

Böses Dänemark. Und immer diese Rechten! Erhöhen einfach den Druck auf Migranten! Druck! Druck, sich zu integrieren. Unerhört! Wir wählen grün.

(Spürnase: Arwen)