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Offener Brief an den Zentralrat der Juden

Sehr geehrte Frau Knobloch, sehr geehrte Damen und Herren des Zentralrates der Juden, sehr geehrte Journalisten, liebe jüdische Mitbürger, liebe Sympathisanten Israels und des Judentums, was halten Sie von diesem Satz: „Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet, denn das ist im Sinne Gottes, der Geschichte und der Religion.“ Sind Sie empört? Auch dann noch in gleichem Maße, wenn Sie hören, dass dieser Satz von einem muslimischen Geistlichen stammt? Und zwar von einem sehr prominenten Muslim, dem Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini. Er äußerte ihn in einer Radioansprache für den Berliner Rundfunk am 1. März 1944.

Er sagte aber noch mehr Schockierendes über Juden. Im Juli 1942 richtete er diese Worte an die gesamte arabische Welt: „Ich erkläre einen heiligen Krieg, meine Brüder im Islam! Tötet die Juden! Tötet sie alle!“

Dieser Großmufti war damals eine der höchsten Autoritäten in der islamischen Welt. 1943 verhinderte er die Freilassung von 5000 jüdischen Kindern, die auf Initiative des Roten Kreuzes gegen 20.000 gefangene Deutsche ausgetauscht werden sollten. Durch seine persönliche Intervention bei Heinrich Himmler erreichte er, dass die Kinder stattdessen in deutsche Konzentrationslager deportiert und ermordet wurden. Der Mufti drängte immer wieder auf den strikten Vollzug des Völkermordes an den Juden, unter anderem, indem er Ribbentrop gegenüber die Wichtigkeit der „Lösung des Weltjudenproblems“ beschwor.

Mohammed Amin al-Husseini war auch der geistige Mentor des Imams Husein Djozo, den der Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz in seinem Buch „Islam mit europäischem Gesicht – Perspektiven und Impulse“ als großen Islamreformer und Vorbild für den „modernen Islam“ darstellt. Dieser Imam Djozo war freiwilliges Mitglied in der Waffen-SS. Er bildete als Imam die 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ (zu deutsch: Krummsäbel) aus. Und er schrieb 1943 einen Artikel über die Aufgabe des SS-Mannes:

Niemals in der Geschichte wurde einem Soldaten eine größere Last aufgebürdet als dem heutigen SS-Mann. Es ist nicht einfach, eine alte Welt umzustürzen, und aus ihren Ruinen eine neue Welt mit einem neuen Wahrnehmungsvermögen zu gestalten, an einer Stelle, an der zuvor nur negative und destruktive Kräfte gewirkt haben. Es fordert die höchsten physischen, mentalen und geistigen Kraftanstrengungen. Der heutige SS-Mann hat zwei Aufgaben:

– Alle negativen Kräfte vom bestehenden Leben zu entfernen, die einer besseren und glücklicheren Zukunft Europas und der gesamten Menschheit im Wege stehen.

– Eine neue Welt zu schaffen, in der jeder in der Gemeinschaft mit seinen eigenen Verdiensten und Leistungen geschätzt wird.

Als erste Aufgabe beschlossen Deutschland und seine Verbündeten vor vier Jahren, Europa von all seinen feindseligen Gegnern zu befreien. Von 1939 bis heute sind die entscheidendsten Schlachten gekämpft worden. Kommunismus, Kapitalismus und Judentum standen Schulter an Schulter gegen den Europäischen Kontinent. Nach bitterem Leiden in unserer kroatischen Heimat, aber besonders in Bosnien-Herzegowina, haben wir gelernt, was es bedeutet, wenn Europas Feinde regieren. Es darf nicht erlaubt werden, dass sich dies wieder ereignet, und aus diesem Grund dienen Bosniens beste Söhne in der SS. Sie werden die kroatische Heimat befreien und sicherstellen, dass weder Kommunismus noch andere Feinde jemals Kontrolle über das Land bekommen.

Nachdem der Sieg erreicht ist, muss eine neue, wichtige Aufgabe vervollständigt werden – die Einsetzung der neuen Ordnung. Daher ist der Sieg nicht das endgültige Ziel des SS-Mannes. Für ihn ist es nur ein Weg, um noch höhere Ziele zu erreichen, zu einer kulturellen und geistigen Wiedergeburt von Europa.

Durch das Versailler Diktat wurde Europa in ein völlig sinnloses Fundament geworfen und unter dem Namen der Demokratie spielten Juden und Freimaurer Schlüsselrollen im politischen und sozialen Leben… Es wird nicht einfach sein, Europa von diesen Feinden zu befreien, aber der SS-Mann… wird eine bessere Zukunft für Europa errichten.

(Übersetzung aus dem Englischen aus dem Buch „Himmlers Bosnian Division – The Waffen-SS Handschar Division 1943-1945“ von George Lepre, S. 77-79)

In einem Brief an SS-Reichsführer SS Heinrich Himmler schrieb Imam Djozo am 6.12.1943:

Ich erachte es daher für meine Pflicht, im Namen der Imame dieser Division sowie im Namen von Hunderttausend Armen aus Bosnien dem Reichsführer unseren Dank auf die Art auszusprechen, indem ich unsere aufrichtigste Bereitschaft ausspreche, unser Leben im Kampfe für den großen Führer Adolf Hitler und das Neue Europa einsetzen zu wollen.

Diese Zuneigung beruhte wohl auf Gegenseitigkeit, denn Heinrich Himmler hielt am 28.1.1944 eine Rede vor Leitern des Rassepolitischen Amtes, in der er mitteilte:

Ich muss sagen, ich habe gegen den Islam gar nichts, denn er erzieht mir in dieser Division seine Menschen und verspricht ihnen den Himmel, wenn sie gekämpft haben und im Kampf gefallen sind. Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion.

Diese SS-Division Handschar wütete in Bosnien auf entsetzliche Art und Weise. Wikipedia schreibt hierzu:

Ab Februar 1944 führte die Division Operationen gegen kommunistische Partisanen auf dem Balkan durch, wobei sie durch exzessive Grausamkeiten auffiel. Im Frühjahr und Sommer 1944 wurden sie in Nord- und Ostbosnien stationiert und übten als Vergeltung Mord und andere Verbrechen an der dortigen serbischen Bevölkerung aus. Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt; sie wird teilweise bis auf mehrere tausend geschätzt.

Imam Djozo hat nach dem Krieg seine Einstellung gegenüber Juden keinesfalls geändert, wie bei verschiedenen Gelegenheiten zu erfahren war:

Wie die serbische Schriftstellerin Zeni Lebl in ihrem 2003 publizierten Buch über Al-Husseini schreibt, trafen sich der antisemitische ehemalige Jerusalemer Großmufti und sein bosnischer Bewunderer Anfang Oktober 1968 erneut. Auf der vierten islamischen Konferenz in Kairo mit Würdenträgern aus 34 Ländern wurde laut Lebl ein Aufruf verabschiedet, wonach Jerusalem im “heiligen Krieg” von den Juden zu “befreien” sei. Djozo versprach “im Namen der jugoslawischen Muslime”, durch Freiwillige und durch Spenden zum “Sieg des Dschihad im Nahen Osten” beizutragen.

Sie wissen, dass diese judenhassende Einstellung des Großmuftis und des Imams Djozo keine Einzelfälle im Islam darstellen. Schon der Begründer dieser Religion, der Prophet Mohammed, hasste Juden. Dies ist im Koran, in der islamischen Geschichtsschreibung und in der Lebensgeschichte des Propheten, der Sunna, festgehalten. Juden werden in der Sure 5:60 mit „Affen und Schweinen“ gleichgesetzt, in Sure 2:65 zu „verstoßenen Affen“ gemacht und in Sure 2:88 wegen ihres Unglaubens verflucht. Sie sind auch von den 27 verschiedenen Versen des Korans direkt betroffen, in denen die Tötung von Ungläubigen befohlen wird.

Vom Propheten Mohammed ist folgender Ausspruch in der Sunna überliefert, der auch in der aktuellen Charta der Hamas in Punkt 7 festgehalten ist:

Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Ihr werdet gegen die Juden solange kämpfen und sie töten, bis der Stein sagt: O Muslim, dieser ist ein Jude, so komm und töte ihn.“

Ein besonders schockierendes Geschehen, die Enthauptung von 700-800 gefangenen Juden im Jahre 627 in Yathrib (heute Medina), wurde auch schon in der deutschen Presse, u.a. am 21.9.2002 in der taz, veröffentlicht:

An solchen Demonstrationen hatte es schon der Prophet bei zahlreichen Razzien, Belagerungen, Eroberungen und Vertreibungen nicht fehlen lassen (einschließlich der Folter), am eindringlichsten im Jahre 627 bei der Massakrierung der Juden vom Stamme Banu Qurayza. Sir William Muir, der bedeutendste britische Islamwissenschaftler des 19. Jahrhunderts, schreibt in The Life of Muhammad:

„In der Nacht wurden quer über den Marktplatz der Stadt Gräben ausgehoben, groß genug, um die Leichen der Männer aufzunehmen. Am Morgen befahl Mohammed, der selber zu den Zuschauern der Tragödie gehörte, dass die männlichen Gefangenen in Gruppen von jeweils fünf oder sechs herbeigeführt werden sollten. Jede Gruppe hieß man dann in einer Reihe am Rande des Grabens niedersitzen, der bestimmt war, ihr Grab zu werden; dort wurden sie enthauptet und die Leichen hinabgestoßen. … Die Schlächterei, die am Morgen begonnen hatte, dauerte den ganzen Tag und wurde bei Fackelschein bis in den Abend hinein fortgesetzt. Nachdem er so den Marktplatz mit dem Blut von sieben- oder achthundert Opfern getränkt und den Befehl erteilt hatte, die Erde über den Leichen zu glätten, ließ Mohammed das furchtbare Schauspiel hinter sich, um bei den Reizen Rihanas Trost zu finden, deren Ehemann und männliche Verwandten alle gerade in dem Massaker umgekommen waren.“ Die anderen Frauen und die Kinder wurden in die Sklaverei verkauft.

In der Focus-Ausgabe der vergangenen Woche stand ein zweiseitiger Artikel über Imam Idriz. Unter dem folgenden Link können Sie diesen Artikel noch einmal mit vielen beweiskräftigen Bildern nachlesen. Dazu gibt es einen ausführlichen weiterführenden Artikel des größten deutschen Politblogs „Politically Incorrect“, der zusätzliche hochinteressante Fakten zu Imam Idriz, Imam Djozo und den Parallelen zwischen Islam und Nationalsozialismus liefert.

Dieser Imam Idriz will in München bekanntlich sein Projekt „Zentrum für Islam für Europa in München“ (ZIEM) realisieren. Angesichts der vorliegenden Fakten kann man bei Imam Idriz mit Sicherheit nicht mehr von einem glaubwürdigen Vertreter eines „modernen, friedlichen und reformfreudigen Euro-Islams“ sprechen.

Es wäre wünschenswert, wenn der Zentralrat der Juden endlich einmal eine klare Stellung zu dem Judenhass bezieht, der im Islam seit 1400 Jahren manifestiert ist und sich in den vergangenen Jahren mit dem Anwachsen der muslimischen Bevölkerung in Europa immer offener äußert. „Juden ins Gas“-Rufe bei Demonstrationen, Tötungs- und Hassaufrufe im Internet und schon erste Ansätze von Pogromen in europäischen Städten wie Antwerpen, Malmö etc. werden verharmlost und stillschweigend geduldet.

Sind wir etwa schon wieder soweit wie in den Anfangsjahren des Nationalsozialismus, als es hieß: „Es wird schon nicht so schlimm kommen?“ Hat es damals etwas genutzt, dass die meisten Nationalsozialisten anfangs nicht gewalttätig waren und von Frieden schwafelten?

Sehr geehrte Frau Knobloch, Sie haben sich kürzlich in einer Pressemitteilung darüber beschwert, dass es keinen Aufschrei unter Politikern und in der medialen Öffentlichkeit wegen des Brandanschlages auf die Mainzer Synagoge gegeben hat. Ich kann Ihnen sagen, warum diese öffentliche Empörung bisher weitestgehend ausblieb: Denn man weiß noch nicht, wer der Täter war. War es ein Nazi, dann ist die Schlange der deutschen Berufsempörten kilometerlang und die öffentliche (zutiefst berechtigte) Empörung groß. War es hingegen ein Moslem, dann herrscht betretenes Schweigen. Da der Islam in Deutschland quasi unter Naturschutz steht. Man will ja Muslime nicht pauschal verurteilen, es zählen schließlich auch die Religionsfreiheit und der Migrantenbonus, und die Deutschen wollen vor allem auch nie wieder in den leisesten Verdacht der „Ausländerfeindlichkeit“ kommen.

Überdenken Sie bitte ernsthaft Ihre Positionen. Sie und ihre jüdischen Mitbürger sind bei der immer stärker werdenden Islamisierung die ersten Opfer. Solange Sie immer wieder öffentlich den Schulterschluss mit dem Islam suchen und ihn verteidigen, sozusagen aus Solidarität mit einer anderen religiösen Minderheit, werden Sie den eigenen Untergang unterstützen.

Lassen Sie Ihren gesunden Menschenverstand walten. Sie wissen mit Sicherheit das Meiste der Fakten, die in diesem Brief aufgelistet sind. Zeigen Sie Rückgrat, Courage und den Mut, sich auch einmal gegen den Mainstream zu äußern. Es ist in der heutigen Zeit mehr als wichtig.

Wir müssen uns den Problemen JETZT stellen. Bevor es aufgrund der demographischen Entwicklungen richtig ernst wird. Die Vorboten sehen wir schon in Berlin, wo Muslime vielerorts bereits Mehrheiten in Schulklassen bilden. Dort wird mehr und mehr von Terror gegen andersgläubige Mitschüler berichtet. Selbst die Süddeutsche Zeitung hat dies am vergangenen Dienstag in einem ganzseitigen Artikel auf der Seite drei mit dem Titel „Die Schweinefleischfresser“ eindrucksvoll dokumentiert.

Seien Sie sicher: Der Islam hat einen knallharten weltlichen Machtanspruch. Von seinem Gott Allah gefordert. Und koranfeste Muslime werden versuchen, ihn Stück für Stück umzusetzen. Gutgläubigkeit kann im Umgang mit islamischen Funktionären verhängnisvoll sein. Die Islamisierung wird ein existenzielles Problem für unsere freie demokratische Gesellschaft werden. Mit absoluter Sicherheit.

Mit freundlichen Grüßen,

Michael Stürzenberger
Journalist
Mitglied CSU München
Pressesprecher Bürgerbewegung Pax Europa Landesverband Bayern




Vom langsamen Untergang der eigenen Kultur

Vom langsamen Untergang der eigenen KulturWährend die Sarrazin-Debatte noch immer die Gemüter in Deutschland bewegt und ein extrem großes Unbehagen weiter Teile der Deutschen an der vielfach gescheiterten Einwanderung und Integration der Muslime in Deutschland zum Ausdruck kommt, werden an anderer Stelle Fakten geschaffen, die eben nicht zur Integration, sondern zur weiteren Separation in Deutschland beitragen. Die deutsche Leitkultur wird dadurch in immer mehr Städten dieser Republik immer stärker in Frage gestellt.

(Von Jorge Miguel)

Zwei aktuelle Beispiele. So soll in Schwerte auf Vorschlag des Integrationsrates ein Platz oder eine Straße einen türkischen Namen erhalten. Was das mit Integration in die deutsche Kultur und Gesellschaft zu tun haben soll, dürfte sich nicht nur dem Autor dieser Zeilen schwerlich erschließen. Wird nicht gerade von Befürwortern der Integrationspolitik immer wieder behauptet, dass es um die Integration in die deutsche Mehrheitsgesellschaft geht?

Gerade an diesem Beispiel wird jedoch deutlich, wie die Noch-Mehrheitsgesellschaft immer weiter zurückweicht – geschuldet einem scheinbar unausweichlichen demographischen Trend. Es ist eine Entwicklung, die jeder Historiker gut kennt. Angelehnt an Bill Clinton könnte man sagen: It’s the demography, stupid – Es ist die Demografie, Trottel.

Warum sollten sich muslimische Einwanderer überhaupt noch sprachlich und kulturell an Deutschland anpassen, wenn absehbar ist, dass sie zunächst in bestimmten Regionen und schließlich im ganzen Land die Mehrheit stellen werden, gefördert durch eine Sozialpolitik, die es diesen Einwanderern besonders leicht macht, traditionelle, große Familien zu gründen?

In Schwerte wird somit nur sichtbar, was im ganzen Land möglicherweise folgen wird – allen Bekenntnissen zur deutschen Leitkultur zum Trotz. Es ist eine Entwicklung, die Historiker auch in den zurückliegenden Jahrhunderten in allen klassischen Einwanderungsländern beobachten konnten – in den USA, Neuseeland, Lateinamerika oder Australien. Die ursprüngliche Kultur wurde dort durch die zahlenmäßig überlegene Kultur der Einwanderer immer weiter verdrängt. Was ist heute noch geblieben von der Kultur und Sprache der indigenen Völker Amerikas oder aber der Aborigines bzw. der Maoris? It’s the demography, stupid. Doch ob die Deutschen, die Europäer dies in ihrer Mehrheit je begreifen, ist mehr als zweifelhaft.

Im deutschen Sonderfall kommt noch hinzu, dass Teile des deutschen Volkes kaum noch den Willen und die Kraft haben, die eigene Kultur – die vielfach nur mit Vernichtung und Verbrechen assoziiert wird – zu bewahren.

Man darf dabei besonders auf die Reaktion der CDU in Schwerte gespannt sein, die immerhin den Bürgermeister in der 50.000-Einwohner-Stadt stellt. Hat die – einst konservativ-christliche – Partei noch die Kraft und den Willen, sich gegen den scheinbar unaufhaltsamen Wandel zu stemmen? Wenn man sich die führenden Politiker der Partei anschaut, bekommt man große Zweifel, nicht zuletzt dank der klaren Aussagen von Bundespräsident C. Wulff zum Thema Islam, der ja nun „ein Teil Deutschlands ist“. Und vielleicht heißt es schon in zehn Jahren in einer zweisprachigen Festansprache „ein dominierender Teil Deutschlands“, wer weiß?

Und wie werden wohl die Einwohner der Stadt Schwerte reagieren? Wäre es nach einer ersten Umbenennung nicht auch folgerichtig, weitere Plätze und Straßen umzubenennen und ihnen arabische, griechische, albanische und polnische Namen zu geben? Schließlich gibt es nicht nur Türken in Schwerte. Quo vadis, Deutschland?

Ein weiteres Beispiel vom Zurückweichen der Leitkultur stammt ebenfalls aus NRW. Dort dürfen in vielen öffentlichen Schulen und Kindergärten die Sankt-Martins-Umzüge nicht mehr unter diesem Namen stattfinden (PI berichtete). Eine einstmals christlich geprägte Leitkultur schafft sich so selber ab.

Sarrazin hat in vielem Recht, vor allem jedoch mit dem Titel seines Buchs: Deutschland schafft sich ab. Treffender geht es kaum. Und dies dank der Mithilfe vieler, vieler Deutscher, denen die eigene Kultur, Herkunft und Sprache nichts mehr bedeutet. Diese Deutschen sind beileibe nicht nur bei den Grünen, den Linken und der SPD zu finden. Es gibt sie in allen Parteien und gesellschaftlichen Gruppen in diesem Land, das noch Deutschland heißt. Doch auch dies könnte sich schon in wenigen Jahrzehnten ändern, wenn nicht bald etwas geschieht.




Freiburg zum Antisemitismus gezwungen

NakbaAm 4. November hatte die Stadt Freiburg eine geplante Ausstellung über die „Nakba“ – die sogenannte Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948, wegen einseitig-antiisraelischer Darstellung des Themas abgesagt. Doch bei dieser vernünftigen Entscheidung sollte es nicht bleiben. Auf Antrag des veranstaltenden Freiburger „Café Palestine“ wies das Verwaltungsgericht die Stadt an, die Ausstellung doch stattfinden zu lassen.

Die Stadt Freiburg begründete ihre Absage:

Inhaltlich lastet die Ausstellung die Alleinverantwortung für die Vertreibung der Palästinenser den Israelis an. Die palästinensischen Araber als verantwortlich und aktiv Handelnde in diesem Konflikt kommen in der Präsentation nicht vor. Keine Rede ist beispielsweise von den antisemitisch motivierten arabischen Pogromen, die bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts und vor allem nach 1945 in den jüdischen Siedlungsgebieten des arabischen Raumes stattfanden. Diese andere “Nakba” (deutsch: Katastrophe) bedeutete Flucht und Vertreibung für Hunderttausende arabischer Juden, die ihre Heimat verlassen mussten und in Israel aufgenommen wurden.

Unerwähnt bleibt auch die Tatsache, dass Hitlerdeutschland die Gründung des Staates Israel verhindern wollte und dabei mit den palästinensischen Arabern, allen voran mit dem geistigen und politischen Führer und Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, aufs engste kooperierte und sowohl ideologisch wie materiell unterstützte. Und keine Rede ist davon, dass die arabischen Anrainerstaaten die Palästinenser zur Evakuierung der Kampfgebiete vor dem Angriffskrieg auf Israel 1948 aufforderten. Seit Jahrzehnten bilden die palästinensischen Flüchtlinge eine politische Manövriermasse, die den arabischen Staaten als politisch-moralisches Druckmittel gegen Israel dient.

Ebenfalls ist nicht erwähnt, dass die PLO als politische Repräsentanz der Palästinenser das Existenzrecht Israels in ihrer Gründungserklärung verneinte, so wie es heute noch Hamas, Hisbollah oder manche arabische Staaten tun und mit Attentaten und Raketenagriffen auf Israel unterstreichen.

Die Ausstellung berücksichtigt überdies nur den Zeitraum vor 1949 sowie die Gegenwart, nicht jedoch die dazwischen liegenden 60 Jahre, in denen sich das Flüchtlingselend und die Unversöhnlichkeit der Lager noch verschärft haben. Auch an dieser Entwicklung waren die Palästinenser und ihre arabischen Unterstützer nicht unbeteiligt.

Erst mit der Gründung des Staates Israel konnte die tausendjährige Zeit der Pogrome gegen das jüdische Volk beendet werden. „Dass Auschwitz sich nicht wiederholen darf und auch der Staat Israel hierfür ein Garant ist, ist die zentrale Lehre, die aus dem Nationalsozialismus zu ziehen ist“, so Oberbürgermeister Salomon. „Einseitige Schuldzuweisungen und Freund-Feind-Schemata fördern nicht die Einsicht in die komplizierten Zusammenhänge im Nahen Osten und tragen nicht zu einer Verständigung und friedlichen Entwicklung in der Region bei“, erklärt Salomon zur Absage der Ausstellung. Die Stadt möchte daher eine verzerrende und polarisierende Darstellung in einer ihrer wichtigsten Bildungseinrichtungen, der Stadtbibliothek, nicht zeigen.

Doch das Verwaltungsgericht sah das anders: Die Ausstellung verstößt angeblich inhaltlich nicht gegen Strafgesetze und sei „von der Meinungsfreiheit getragen“. Die bis zum 27.11. dauernde Ausstellung in der Stadtbibliothek wurde darum wie ursprünglich geplant am Freitag eröffnet.

» Infos zur Ausstellung finden Sie hier.

(Spürnase: Jörg H.)




PI-Gruppe Bremen: Aufruf zur Mitarbeit

Die Rolandsfigur in Bremen symbolisiert die bürgerliche Freiheit und Eigenständigkeit der Stadt.Dass Bremen nicht nur das dümmste Bundesland ist, die Politik und Justiz vor Kurdenclans kapituliert, sowie die Türken ihre erste eigene Partei in Bremen gegründet haben, wussten wir ja schon. Aber dies sind nur die sichtbaren Zeichen einer Speerspitze. Auch in Bremen gibt es schon Straßenzüge und Stadtteile, die man getrost als „Parallelwelt“ bezeichnen kann. Integration? Fehlanzeige.

(Von Johannes, PI-Gruppe Bremen)

Parallelgesellschaften und der Islam sind auch in Bremen „angekommen“ – die Landnahme schreitet voran. Dazu muss man nicht immer nur nach Berlin-Neukölln schauen.

Wie schon in fast allen Ballungsräumen in der Bundesrepublik vorhanden, gibt es nun seit einigen Wochen auch eine PI-Gruppe in Bremen. Viele engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Bremen und Umgebung haben sich bereits gemeldet, um an einer PI-Gruppe in Bremen mitzuarbeiten.

Wenn auch Sie Interesse haben an einer sachlichen Islamkritik, einen Gedankenaustausch wünschen, sich zu Grundgesetz, Meinungsfreiheit und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekennen, laden wir Sie herzlich ein, an der PI-Gruppe in Bremen mitzuwirken.

» pi.bremen@gmail.com

(Foto oben: Die Rolandsfigur in Bremen symbolisiert die bürgerliche Freiheit und Eigenständigkeit der Stadt)




Besser als Ramadan und Yom Kippur zusammen

Die ARD – sonst nicht gerade für ihren programmgestalterischen Heldenmut berühmt – hat es nun doch gewagt, politisch unkorrekten Stoff ins Programm zu nehmen, und dies gleich in Serie. Zwar läuft „Entweder Broder“ erst zu des gemeinen Michels Schlafenszeit und außerdem nach dem kulturpädagogisch korrektem „ttt“ mit Dieter Moor, aber Dranbleiben lohnt sich: der ehemalige ägyptische Moslem Hamed Abdel-Samad und der ehemalige polnische Jude Henryk M. Broder nehmen bei ihrem Trip durch Deutschland so ziemlich alles und jeden aufs Korn, was ideologisch angeleimt auf deutschem Territorium unterwegs ist.

(TV-Kritik von Paula zu den bisherigen beiden „Entweder Broder“-Folgen)

Um Deutschland zu erkunden, braucht es natürlich ein Gefährt: in diesem Fall ein schon etwas angejahrtes Auto, das man liebevoll rundherum mit Bildern bemalt hat, unter denen nun wirklich jeder einen persönlichen Aufreger finden kann – je nach politischer oder religiöser Überzeugung: von der Burka, dem deutschen Pass, Kurt Westergaard, Jesus, einer Israel-Flagge bis hin zu einer Moschee und Osama bin Laden.

Beim Öffnen der Türen gibt der Wagen ein Stöhngeräusch von sich und innen sieht es aus wie in einem Billig-Plüsch-Puff – vermutlich eine Reminiszenz Broders an seine frühen Reporterjahre bei den St. Pauli-Nachrichten. In diesem gemütlichen Gefährt geht‘s dann quer durch Deutschland, um den Essenzen diverser ideologischer Verrenkungen auf die Spur zu kommen.

In der ersten Folge rückte man einigen NPD-Mitgliedern, einigen ehemaligen (und wie Broder vermutet: eventuell bald wieder) Stasi-Funktionären sowie einem türkischen Imbiss-Besitzer auf den Pelz. Etwas überraschend war vielleicht, dass Broder und Abdel-Samad dabei in keinster Weise provokant auftraten, sondern ihre Fragen eigentlich recht brav und harmlos vortrugen. Das hatte den großen Vorteil, dass erstens nicht die Interviewer im Vordergrund standen und zweitens die Interviewten sich nicht in einer Verteidigungsposition wiederfanden und daher frei von der Leber weg ihre Denkweisen kundtaten. So bot der NPD-Funktionär dem Ex-Ägypter Abdel-Samad eine Regelung auf „wissenschaftlicher“ Basis an, die Stasi-Männer feixten jovial über die Mauertoten, weil diese ja schließlich gewusst hätten, dass Republikflucht – so wie S-Bahn-Surfen – übel ausgehen kann und der scheinbar gut integrierte türkische Imbiss-Besitzer bekannte nach einer Schleife über seine gute Integration, dass seine Schwester der Ehre wegen selbstverständlich keinen Freund haben dürfe. „Der Chip ist noch drin“, seufzte Abdel-Samad dann anschließend im Auto, und auch Broder fand, dass es so gewirkt habe, als hätte man einen neuen schicken Apple-Computer vor sich und im Gehäuse befände sich ein Atari aus den 70er-Jahren. Die Sendung lebt davon, dass die beiden die einzelnen Begegnungen mit solchen Zwei-Satz-Diagnosen auf die wesentliche Essenz zusammenkochen – wenn es die Befragten ungewollt nicht zuvor selbst erledigt hatten. Von ähnlichem Kuriositäts- und Essenzwert war eine Szene mit der hierzulande seitens von Politik und Medien mehrheitlich ethisch hoch gehandelten Antifa, von der Broder und Abdel-Samad auf dem Weg zum NPD-Treffen mit „Nazis raus“-Rufen begrüßt wurden. Broder zu Abdel-Samad: „Meinen die uns?“

Video zur ersten Folge:

In der zweiten Folge ist Broder als „mobiles Mahnmal“ unterwegs: kostümiert mit einem überdimensionalem grauen Karton mit Löchern für Gesicht und Hände läuft er als Gedenk-Stele am Berliner Holocaust-Mahnmal auf, wo gerade eine Reihe von Prominenten Reden vor sich selbst halten: Das Publikum besteht gerade aus ein paar Dutzend Personen, Journalisten inklusive. Natürlich traut sich keiner, sich über Broder öffentlich aufzuregen, denn wer will sich schon verbal zerlegt und filetiert auf seiner Internet-Seite wiederfinden. Dafür regt sich Broder umso mehr über die Kosten des Mahnmals auf, denn die 50 Millionen hätte man seiner Ansicht nach besser den Überlebenden des Holocausts zu gute kommen lassen.

Um Kosten geht es auch beim anschließenden Besuch der Moschee in Duisburg-Marxloh, bei dem Broder und Abdel-Samad kurzerhand vom Gelände fliegen. Begründung: von den beiden sei „keine positive Berichterstattung“ zu erwarten. Dort redet man nur mit der Friede-Freude-Eierkuchen-Fraktion, und da ist die Auswahl bekanntlich groß. Dass die Sendung nicht nur Unterhaltungs-, sondern auch Informationswert hat, dafür sorgt nun Abdel-Samad, der die Zuschauer darüber aufklärt, dass für den Moscheebau 3,2 Millionen Euro EU- und Steuergelder verwendet wurden, weil dort auch Integrations- bzw. Sprachkurse angeboten werden sollten. Das Geld wurde eingesteckt, die Bildungsangebote gibt es bis heute nicht. „Die haben eine zweite Agenda“, resümiert Broder. „Eine, die sie uns erzählen“ – und eine andere halt.

Um die Stimme des Volkes einzufangen (das türkische Volk ist gemeint, denn Deutsche wohnen dort nicht mehr), lassen sich die beiden nahe der Moschee die Haare schneiden. Der Friseur spricht ausgeprochen schlecht deutsch und wollte nach eigenen Angaben an der Moschee einen Sprachkurs belegen. Es gab aber keinen. Stattdessen wurde ihm mitgeteilt: „Willst du Deutsch lernen, geh‘ andere Seite“. Gemeint war wohl: „Wenn du Deutsch lernen willst, dann wechsele auf die deutsche Seite“, also werde einer von denen. Auch so eine Essenz.

Wie bunt, bereichernd und herzlich es in Marxloh zugeht, merkt man auch draußen: Kaum nähern sich Abdel-Samad und Broder der Moschee, bellen die Wachhunde in Menschengestalt mit einem bemerkenswerten Aggressionspotenzial. Nein, keine aggressiven Jugendgangs, sondern ältere Herren mit Biedermann-Fassade. Die Strippenzieher der zweiten Reihe.

Ein Besuch bei Kurt Westergaard in Dänemark ist die erste Episode auf Broders und Abdel-Samads Reise, die keine ideologische Schieflage zum Thema hat, zumindest nicht beim Interviewten: Was Westergaard offenbar fast genauso zu schaffen macht wie die Bedrohung durch moslemische Fanatiker ist die Tatsache, dass er sich von westlichen Intellektuellen im Stich gelassen fühlt. Leider ist dieses Interview mit Westergaard, der übrigens fließend deutsch spricht (Stichwort Lanz), nur kurz, und schwuppsdiwupps sitzen Broder und Abdel-Samad wieder im Auto. Broder zu Abdel-Samad: „Du warst nicht der erste Moslem, der bei Westergaard zu Besuch war“. „Aber der erste ohne Axt“ – auch einer dieser Witze wie in der ersten Folge (Broder: „Ich glaube, hier waren wir schon mal“. Abdel-Samad: „Das sagen Juden immer, wenn sie Gleise sehen“), bei denen man sich wundert, wie sie die sonst so streng um Meinungspädagogik bemühte Zensur bei der ARD unfallfrei passieren konnten.

Dass das Leben auch schöne Seiten hat, darum geht‘s in der Abschlussepisode, denn vorgestellt werden soll ein bayerisches Dorf, in dem angeblich Migranten und Einheimische toll zusammenleben. Ok, man lebt irgendwie dann doch eher nebeneinander. Die Moschee da, das traditonelle bayerische Festzelt für die Einheimischen weiter drüben. Auf der Wiese stellen Bayern in Lederhosen einen Maibaum auf, die Frauen tragen Dirndl, die Mädchen Zöpfe, man isst und trinkt alles, was ein paar Meter weiter weg den strikten Weg in die Hölle bedeutet und lässt sich von der Nachbarschaft seine Laune nicht verderben. Abdel-Samad darf eine Blaskapelle dirigieren, Broder isst Schweinefleisch und man lässt es bayerisch krachen. „Das ist besser als Ramadan und Yom Kippur zusammen“, findet Broder – und man glaubt es ihm fast, dass er es auch so meint.

Video zur zweiten Folge (als Einteiler):

Und auf Youtube als Zweiteiler:

PI-Beiträge zum Thema:

‚» TV-Tipp: Entweder Broder
» TV-Tipp: Die Deutschland-Safari, Teil 2




Freiheit und Nobelpreisträger

Amis sind dick, dumm und ungebildet! So lautet das gängige Klischee in Deutschland (und vielen Teilen der Welt). Kein anderes Land polarisiert mehr als die USA: Denn während Amerika für die einen eine gigantische Militärmacht darstellt, die fremde Völker überfällt, um diese zu zwingen, Coca Cola zu trinken, sind die anderen einfach froh, dass Amerika und nicht die Sowjetunion das Duell gewonnen hat.

(Rezension zum Buch von Heather De Lisle „Amiland“ von Linda Landauer)

Dabei muss man sie einfach gernhaben, die Amis. Schon dass sie Linke liberals nennen, gefällt. Und nein, falsch ist das nicht. Denn so sehr unsere lieben Liberalen auch von der linken Ideologie nicht ganz überzeugt sind, richtig auf die Palme bringt man sie nur, wenn man konservative Ansichten äußert.

Und konservativ sein, das können sie, die Amis, ganz im Gegensatz zu uns: Sie haben Newt Gingrich, wir Markus Söder. Sie haben die Republicans, wir die Republikaner. Sie haben Fox, wir die GEZ.

Kein Wunder, dass sich die in Berlin lebende Amerikanerin und Journalistin Heather De Lisle in ihrem Buch Amiland leidenschaftlich für ihr Heimatland einsetzt. In acht Kapiteln widmet sich die Autorin Themen wie Antiamerikanismus, dem amerikanischen Wahlsystem und den Kriegen der USA.

Vieles erfährt der Leser vielleicht zum ersten Mal. Denn während der Islam-Dialog in Deutschland eine kulturelle Blüte erfährt, die allenfalls mit dem Garten Eden namens Kalifat von Cordoba vergleichbar ist, glaubt der gemeine Teutone, dass er Amerika kennt, wenn er alle Folgen von „Dallas“ gesehen hat.

Dabei hat Amerika viel mehr zu bieten als Obama wählende Charlie Sheens aus Kalifornien. Zum Beispiel Freiheit: De Lisle hat diesem wichtigen Thema ein Kapitel gewidmet, in dem sie den Unterschied zwischen „liberty“ und „freedom“ erklärt, der in dem wunderschönen Satz gipfelt: Der Sinn der Freiheit ist, sie für andere zu schaffen. – Dies ist auch der Grund, weshalb die ewigen Litaneien über die Kriege um Öl und Pipelines ins Leere laufen: Denn wie der amerikanische Radiomoderator Dennis Prager nicht müde wird zu wiederholen, haben die USA wiederholt bewiesen, dass sie Krieg um der Freiheit willen führen, so etwa in Korea, wo es keine Bodenschätze gibt. Der Unterschied zwischen Nord- und Südkorea zumindest ist groß, erschreckend groß.

Doch zurück zu den USA: Auch beim Thema Bildung meldet sich de Lisle zu Wort. Sicher gibt es auch dort Hillbillies, doch so dumm scheint ein Volk nicht zu sein, das immerhin dreimal so viele Nobelpreisträger vorzuweisen hat wie Deutschland. Könnte das damit zusammenhängen, dass Deutschland seine Bildungsfinanzen lieber für Schul-Security und „Strieht Wöhrker“ verprasst?

Fazit

Amiland ist ein rundherum gelungenes Buch, das Spaß auf mehr konservative Meinungen macht. Gerade die USA haben hier zahlreiche vernünftige weibliche Stimmen zu bieten, darunter Ann Coulter, Michelle Malkin oder die ehemalige Gouverneurin Alaskas Sarah Palin. Oder man macht’s gleich wie die Amis: Im Fernsehen Glenn Beck einstellen, seine M1911 reinigen und dabei einen Kentucky-Bourbon genießen. It’s all gravy, nuhmsay’n?


AMILAND – Streitschrift für die Weltmacht USA: Von Heather De Lisle, Tredition Verlag Hamburg, 180 Seiten, 14,80 €, ISBN: 978-3-86850-780-5. Mehr Informationen auf www.amiland.biz, Email: info@amiland.biz




Steinbrück gegen SPD-Ausschluss von Sarrazin

Steinbrück gegen SPD-Ausschluss von SarrazinEx-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat sich in einem Interview mit der BILD-Zeitung gegen einen Parteiausschluss von Thilo Sarrazin ausgesprochen. Ein Parteiausschluss vermittele einem breiten Publikum den Eindruck, die SPD wolle die Debatte um Integration loswerden. Dabei sei die bisherige deutsche Zuwanderungspolitik „verheerend“, so Steinbrück, und die Integrationsgipfel kämen ihm vor „wie Palaver um ein Lagerfeuer, ohne dass irgendetwas Konkretes daraus folgt“, so der SPD-Politiker. „Wer zu uns kommt, soll uns mit seinen Qualifikationen einen Mehrwert bringen und keine Belastung sein.“


BILD: In Ihrem Buch „Unterm Strich“ ziehen Sie eine verheerende Bilanz der deutschen Zuwanderungspolitik. Was läuft falsch?

Peer Steinbrück: Bis heute haben wir kein vernünftiges Zuwanderungskonzept. Wir haben zugelassen, dass Millionen Menschen geringer Qualifikation direkt in die Sozialsysteme einwanderten und vom Staat – also der Solidargemeinschaft – unterstützt wurden. Zuwanderer mit vielen Kindern können – ebenso wie Deutsche – über Sozialleistungen ein Familieneinkommen erzielen, das nahe oder sogar über dem Erwerbseinkommen eines arbeitenden Bürgers liegt. Das schafft eine gefährliche Schieflage. Manche Zuwanderer können sogar Geld an Angehörige in der alten Heimat überweisen. Das sind Fehlanreize, die sich Einwanderungsländer wie Kanada oder Australien nicht leisten.

BILD: Viele Aussagen von Thilo Sarrazin klingen nicht viel anders, oder?

Steinbrück: Abgesehen von den letzten Kapiteln kann man weiten Teilen von Sarrazins Analyse kaum widersprechen. Das Echo auf sein Buch geht darauf zurück, dass sich viele Menschen in ihren Alltagserfahrungen mit konkreten Integrationsproblemen wiedererkennen.

BILD: Und warum hat ihn die Politik dann zur Unperson gemacht?

Steinbrück: Sarrazin beschwert die Debatte mit einem verquasten Überbau, der nichts anderes ist als platter Sozialdarwinismus. Das Integrationsproblem kristallisiert sich entlang schlechter Bildung und Ausbildung – egal ob es sich um Deutsche, Russlanddeutsche, Türken oder Araber handelt. Mit ethnischen, genetischen oder biologischen Kriterien hat das nichts zu tun. Hier vergiftet Sarrazin die Debatte.

BILD: Muss Sarrazin deshalb aus der SPD ausgeschlossen werden?

Steinbrück: Ich bin gegen einen Parteiausschluss. Die SPD vermittelt dadurch dem breiten Publikum den falschen Eindruck, sie wolle die Debatte loswerden. Das Echo zeigt aber, dass viele Bürger über Zuwanderung und vermurkste Integration reden wollen, auch in der SPD!

BILD: Wie lässt sich Zuwanderung künftig besser steuern?

Steinbrück: Länder wie Kanada, Australien oder Neuseeland machen es vor. Die sagen: Wer zu uns kommt, soll uns mit seinen Qualifikationen einen Mehrwert bringen und keine Belastung sein. An solchen Kriterien sollten wir uns künftig auch ausrichten. Denn bei uns ist Zuwanderung bisher eher ein Belastungsfaktor für den Sozialstaat. Es gibt eine Berechnung, dass die unzureichende Integration von Migranten allein in den Arbeitsmarkt jährlich 16 Milliarden Euro kostet.

BILD: Muss auch die Wirtschaft stärker eingebunden werden, etwa beim Integrationsgipfel?

Steinbrück: Diese „Gipfel“ kommen mir zunehmend wie Palaver um ein Lagerfeuer vor, ohne dass irgendetwas Konkretes daraus folgt. Deshalb tut sich auch die Wirtschaft damit so schwer. Aber zu begrüßen wäre, wenn auch deutsche Konzerne endlich Vorschläge machen, wie sie gezielt Fachkräfte aus dem Ausland anwerben oder Zuwanderer in Deutschland besser ausbilden wollen. Bisher gehen viele Fachkräfte, nicht nur wegen der Sprache, lieber in die USA, nach Kanada oder Australien. Die bieten offenbar auch bessere Konditionen und eine wohltuende Anerkennungskultur für Migranten. Also muss die deutsche Wirtschaft sich mehr anstrengen, wenn sie ausländische Fachkräfte will.

BILD: Geht die Politik die Themen Integration und Zuwanderung jetzt ernsthafter an?

Steinbrück: Die Debatte versachlicht sich langsam. Die Empörungswellen ebben ab. Ich würde mich freuen, wenn sich die Integrationsdebatte auf den Schlüsselfaktor Bildung konzentriert: Wir müssen viel mehr Migrantenkinder in die Ganztagsbetreuung an Schulen und Kindergärten bekommen. Die müssen Deutsch lernen, um gute Schul- und Berufsabschlüsse zu erzielen. Hier sind wir nicht gut genug.

BILD: Und was müssen wir Zuwanderern abverlangen?

Steinbrück: Wir müssen ihnen abfordern, dass sie sich nicht in Parallelwelten abschließen oder sogar Deutsche aus Straßenzügen und Häusern rausmobben, um unter sich zu sein. Solche Formen der Zuwanderung werden als Bedrohung empfunden. Und das fördert die Gefahr, dass sich verunsicherte Einheimische irrational Ventile suchen, wie es in anderen europäischen Ländern passiert – nämlich bei Rechtspopulisten und Rechtsradikalen, die Vorurteile aufgreifen und bedienen. Das müssen wir verhindern.

Die „Rechtskeule“ zum Schluss durfte natürlich nicht fehlen…

(Spürnase: Klaus)




Ist der demographische Selbstmord aufzuhalten?

Ist der demographische Selbstmord aufzuhalten?Nun haben wir es vom Statistischen Bundesamt also wieder amtlich. Die Zahl der Geburten in Deutschland ist 2009 auf rund 665.000 abgesunken. Dies sind etwa 17.000 weniger als im Vorjahr – und ein neuer Minusrekord an Neugeborenen in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zum Vergleich wurden 1964 – ebenfalls als Spitzenwert – mit 1,4 Millionen mehr als doppelt so viele Babys bei uns geboren. Wenn man berücksichtigt, dass der Migrantenanteil bei den Neugeborenen damals noch unter fünf Prozent lag und er aktuell im Bundesschnitt die 30%-Marke überschritten hat, bedeutet dies nicht nur eine Halbierung sondern eine Drittelung der einheimischen Neugeborenen innerhalb von 45 Jahren.

(Von Thorsten M.)

Gleichzeitig lag die Zahl der Sterbefälle in Deutschland 2009 bei 842.000. Da in dieser Zahl der Anteil der Migranten noch vernachlässigbar ist, ergibt sich somit bei den deutschen Ureinwohnern in 2009 ein Sterbeüberhang von etwa 300.000 Personen. D.h. in 2009 hat sich sozusagen wieder eine deutsche Großstadt wie Mannheim, Bonn oder Karlsruhe in Luft aufgelöst. Oder anders gesagt: In den letzten drei Jahren sind in etwa diese drei Städte – oder alternativ Köln – einfach komplett von Einheimischen frei geworden.

Es ist unbegreiflich, wie in Anbetracht solcher Zahlen unsere etablierte Politik von Mitte bis Links (eine etablierte Rechte gibt es in Deutschland ja bekanntlich nicht), euphemistisch von „demographischem Wandel“ sprechen kann, den es zu „gestalten“ gelte. Vielmehr hat sich hier eine Todesspirale in Gang gesetzt, die ziemlich sicher in den 30er- und 40er-Jahren dieses Jahrhunderts mit einem Sterbeüberhang von dann über einer Million Bio-Deutschen jährlich ihren Höhepunkt erreichen wird. Selbst bei den moderatesten Einwanderungsszenarien werden dann die Deutschen im klassischen Sinn bei den unter 40-Jährigen in der Minderheit sein. Irgendwann im nächsten Jahrhundert sind diese Ureinwohner in Deutschland dann so selten, wie heute die Indianer in Brasilien. Letzteren hat man dort heute immerhin 10% der Landesfläche als Reservate vorbehalten. Wenn man mit uns einmal genauso großzügig ist, könnten dies bei uns Teile der ehemaligen DDR und einige ländlichen Regionen Norddeutschlands und Bayerns sein.

Aber warum steht die Politik in Deutschland – und ganz Europa – wie ohnmächtig vor diesem Thema, verweigert sie auch nach Thilo Sarrazins Buch die Diskussion dazu? Ganz einfach, weil die Politiker – wie Henryk M. Broder es ausdrücken würde – alle „das selbe Zeug geraucht“ haben.

Das akzeptierte politische Spektrum in Deutschland ist in gesellschaftspolitischen Dingen nämlich durchgängig liberal eingefärbt. Wer nicht schon von Haus aus Scheidung, Abtreibung, Ablehnung familiärer Verantwortung, gewollte Kinderlosigkeit, exzessive Selbstverwirklichung (zur Not auch mit Hilfe des Sozialstaats), Homoehe etc. „gut“ findet – oder zumindest daran nichts auszusetzen hat – dem wird von seinen Marketingstrategen eingeimpft, seine Meinung zumindest für sich zu behalten. Nur konsequent, dass sich dann niemand mehr getraut, z.B. an die Bürger zu appellieren, dass jeder möglichst zwei Kinder bekommen sollte. Schließlich ist es doch völlig inakzeptabel, den Leuten vorzuschreiben, wie sie zu leben haben und mehr von ihnen zu verlangen, als dass sie die Gesetze beachten und pünktlich ihre Steuern bezahlen.

Da es so etwas wie irrationalen Familienstolz und den Wille zum Fortbestand der eigenen Sippe bei den heutigen (sich sowieso ihrer Identität schämenden) Deutschen nicht mehr gibt – und sie Kinder dank Pille und Abtreibung auch nicht mehr, wie Konrad Adenauer noch vermutete, „immer“ bekommen, greift eben eine knallharte rationale individuelle Nutzenmaximierung um sich. Und da sieht es definitiv für das Thema Nachwuchs sehr schlecht aus:

Der Staat in seiner Ressourcenverteilung (Steuer- und Rentenpolitik) lässt es zu, dass „die einen drei Kinder und die anderen drei jährliche Urlaube haben“. Dabei könnte er aufgrund der Umlagenfinanzierung der Rente (d.h. wir bezahlen unsere Beiträge schließlich nicht für uns, sondern für unsere Eltern!) durchaus mit gutem Grund das von Kinderlosen eingesparte Geld in deutlichem Umfang abschöpfen und für deren Altersversorgung verwenden. Schließlich werden sie einmal keine Kinder haben, die für sie im Alter sorgen und Beiträge bezahlen. Der Eingriff in das Netto-Lebenseinkommen sollte dabei für jeden durchaus dem der sechsstelligen finanziellen Kosten für das Großziehen eines Kindes entsprechen.

Hinzu kommt: Heutige Kinderfreibeträge und Kindergeldzahlungen sorgen in der Erwerbsphase nur rudimentär für einen Ausgleich zwischen Familien und Kinderlosen. Gerade bei Akademiker(innen) ist der Lebenseinkommensverlust, wenn sie drei Kinder bekommen, dramatisch. Eine tatsächlich gerechte Verteilungspolitik würde z.B. einen hohen Prozentsatz des höchsten von einer Frau einmal erreichten Einkommens nicht nur für zwölf Monate, sondern für mindestens drei Jahre pro Kind als Elterngeld gewähren. Kinder wären in einem „Familiensplitting“ für die Steuerbemessung gerechterweise nie mit weniger als 50% eines Erwachsenen zu berücksichtigen. Wer unter heutigen Steuervoraussetzungen drei Kinder bis zum Studienabschluss bringt, hat meist keine Chance, noch separat für das Alter vorzusorgen! Umgekehrt gehört das Ehegattensplitting für Kinderlose spätestens mit Erreichen des 40sten Lebensjahres abgeschafft, da die kinderlose Ehe – keiner Förderung bedarf. Insgesamt müsste die Faustregel sein, dass der Lebensstandard eines Bürgers nicht von seiner Kinderzahl, sondern von seiner Ausbildung und seinem auf dem Arbeitsmarkt erzielbaren Einkommen abhängt. Dies wäre ein notwendiger Anreiz, damit „die richtigen Leute auch Kinder bekommen“.

„Perverse Anreize“ keine Kinder zu bekommen müssen dagegen beseitigt werden. Dies gilt z.B. für die Unterhaltspflicht von Kindern für ihre Eltern – während für Kinderlose ganz selbstverständlich der Staat aufkommt, ohne dass sich jemand dann irgendwelchen Kindern gegenüber zu schämen bräuchte. Ebenso ist eine Private Krankenversicherung, die Kinder nicht kostenfrei mitversichern muss, zum einen ein „unlauterer Wettbewerber“, zum anderen in vielen Familien eine eindeutige Bremse Kinder zu bekommen. Unverständlich, dass der Gesetzgeber dies zulässt.

Natürlich müssen auch Kinder-Betreuungsstrukturen ausgebaut werden. Aber sind wir einmal ehrlich: Dies begünstigt vor allem die Geburt des „Designerbabys“ – d.h. des im Selbstverwirklichungspakets oft noch enthaltenen Einzelkindes. Drei Kinder kann man dagegen – zumindest in manchen Altersstufen – nur schwer vernünftig großziehen, wenn man gleichzeitig noch arbeiten muss. Wir brauchen aber Strukturen und Anreize, die zum Ausgleich für eine deutlich zunehmende Zahl von drei- und vier-Kind-Familien aus vernünftigen Milieus sorgen. Die Gesellschaft muss zur Kenntnis nehmen, dass Frauen, die dies auf sich nehmen, damit einen voll ausfüllenden Beruf haben und meist im Berufsleben auch in späteren Jahren nicht mehr richtig Fuß fassen werden. Wir brauchen diese Mehrfach-Mütter dringend, um die immer mehr zunehmende Zahl lebenslang Kinderloser zu kompensieren.

Aber zu all diesen ordnungspolitischen Neuverteilungen dazu, muss sich in unserer Gesellschaft auch am Klima etwas ändern. Wir müssen aufhören, uns als reine Spaßgesellschaft zu begreifen, die nicht nur meint, dass das Gemeinwohl die Summe des Wohles der Einzelnen ist, sondern darüber hinaus die Summe des Spaßes aller vereinigter Hedonisten. Es muss eine „gewisse Spießigkeit“ zurückkehren – man könnte auch von Ernsthaftigkeit sprechen – die z.B. den „Lebenspartnerverschleiß“ wieder herabsetzt. Wer mit 50%iger Wahrscheinlichkeit damit rechnen muss, einmal geschieden zu werden, spielt finanziell-unterhaltstechnisch „Russisch Roulette“, wenn er Kinder in die Welt setzt. Unsere Großväter und Großmütter haben darum aus gutem Grund die Scheidung noch geächtet. Und ansonsten gilt auch: Man kann nicht gegen Masseneinwanderung sein, und sich gleichzeitig für schlau halten, weil man für keine Familie Verantwortung übernimmt. Das Haus, das Kinderlose unbewohnt hinterlassen, saugt sich „wie ein Schwamm“ mit Einwanderern voll. Im Hinblick auf die gleichartigen Probleme der übrigen Europäer fast zwangsläufig mit solchen aus dem islamischen Kulturkreis.

Es muss für Führungspositionen wieder selbstverständlich werden, dass sie bevorzugt von Familienvätern und Müttern ausgefüllt werden. Wenn wir irgendwo über Quoten – vor allem in der Politik – diskutieren wollen, dann allenfalls über Mütterquoten. Der eigentlich skandalöse Nachteil, den es in diesem Lande gibt, ist nämlich der für Eltern, die eben nicht die Zeit haben, jeden Abend an ihrer Karriere zu basteln, weil sie ihre Kinder ins Bett bringen müssen. Die sehr hohe Zahl kinderloser Politiker und zweite kinderlose Bundeskanzlerschaft in Folge sprechen Bände in diesem Zusammenhang.

Erst wenn an all diesen finanziellen und nicht finanziellen Faktoren gearbeitet wird, besteht wieder begründete Hoffnung, dass Deutschland auch im 22. Jahrhundert das Land der Deutschen – und nicht nur noch ein geographischer Begriff – sein wird.

Video über die sich ändernde Demographie im Westen: