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Aschtiani droht heute Hinrichtung

Die Iranerin Sakine Mohammadi Aschtiani, die gesteinigt werden soll (PI berichtete hier und hier), wird vielleicht schon am heutigen Tage hingerichtet. Grüne und linke MenschenfeindInnen, die sich für jeden Mörder in den USA engagieren, lassen die Empörungsindustrie bisher schweigen.

Unklar ist auch, ob es sich hierbei um den „moderaten Islam“ handelt, den Herr Bouffier hier installieren möchte. Denn die „Dialog“bevollmächtigten von islamischer Seite haben sich bisher nicht gemeldet, um zu sagen, dass diese Hinrichtung nichts mit dem Islam zu tun hat.

„Vor drei Tagen haben wir die Information bekommen, dass das iranische Hohe Gericht einen Brief nach Tabris geschickt hat“, sagte die in Deutschland lebende Sprecherin des Komitees gegen die Steinigung, Mina Ahadi, AFP. Dieser habe sich an die „sogenannte Hinrichtungsabteilung“ des Gefängnisses gerichtet, in dem sich Aschtiani befindet. Der Mittwoch sei im Iran „seit 30 Jahren der Hinrichtungstag, wir haben sehr viel Angst“, fügte Ahadi hinzu.

Aschtiani könne bereits am Mittwoch die Vollstreckung der Todesstrafe drohen, hieß es auch in einer Mitteilung des französischen Magazins „La Regle du Jeu“ des bekannten Philosophen Bernard-Henri Lévy. Es berief sich wie Ahadi auf einen Brief des Obersten Gerichts an das Gefängnis. Darin werde die „schnelle Hinrichtung“ der 43-Jährigen genehmigt. „Da Todesstrafen am Mittwoch vollzogen werden, können wir nur schrecklich besorgt sein.“

Eine Gruppe geistesverwandter deutscher Bundestagsabgeordneter (Foto) unter der Leitung von CSU-Rechtsausleger Peter Gauweiler hatte dem Steinigerregime noch letzte Woche die Aufwartung gemacht (PI berichtete) und sich von Aschtianis Mördern bewirten lassen. Bei dieser Gelegenheit lobte Gauweiler die Toleranz der iranischen Diktatur und verurteilte die negative Darstellung des Regimes in freien Medien.

(Spürnasen: Günther W. und Selberdenker)