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Rom: Bombenanschläge auf Botschaften

Rom: Bombenanschläge auf BotschaftenHeute sind in den Botschaften der Schweiz und Chiles in Rom Paketbomben explodiert. Ein Schweizer Botschaftsmitarbeiter wurde beim Öffnen des Paketes schwer verletzt.

UPDATE: Die italienische Anarchistengruppe „Federazione Anarchica Informale” hat sich zu den beiden Anschlägen mit Briefbomben bekannt. Ihr Bekennerschreiben befand sich in einer kleinen Schachtel, die neben einem der beiden Botschaftsmitarbeiter, die bei den Explosionen verletzt worden waren, lag.

Das Hamburger Abendblatt schreibt:

Am Donnerstag ist in Rom ein Sprengstoffpaket in der Schweizer Botschaft explodiert. Dabei ist ein Botschaftsangehöriger schwer verletzt worden. Italienische Medien berichten, dass die Polizei bereits versuche, Hinweise auf die Absender zu finden. Der durch die Explosion des Sprengstoffpakets verletzte Botschaftsangehörige sei in das römische Krankenhaus Umberto I. gebracht worden.

Das Paket explodierte ersten Erkenntnissen nach, als es von dem Botschaftsangehörigen geöffnet wurde. Der Mann soll an beiden Händen schwer verletzt worden sein. Die Schweizer Botschaft liegt im nördlichen Stadtteil Parioli.

Bereits am Dienstag hatte ein verdächtiges Päckchen in einem Waggon der römischen U-Bahn für Aufregung gesorgt. Allerdings konnte nach wenigen Stunden Roms Bürgermeister Gianni Alemanno Entwarnung geben. Das Päckchen konnte nicht explodieren, das ergaben Untersuchungen von Experten.

Mitte November hatte in Deutschland Innenminister Thomas de Maizière (CDU) vor Anschlägen islamistischer Terroristen gewarnt. Daraufhin wurden an Flughäfen, Bahnhöfen und Grenzen die Sicherheitsvorkehrungen deutlich verschärft.

Bei der Bombenexplosion in der chilenischen Botschaft ist ebenfalls ein Mitarbeiter verletzt worden. Welt online berichtet:

In Rom ist eine zweite Bombe detoniert: Auch in der Botschaft Chiles explodierte ein Sprengsatz. Ein Mensch soll dabei verletzt worden sein.

Nur wenige Stunden nach dem Paketbombenanschlag auf die Schweizer Botschaft in Rom ist auch in der chilenischen Vertretung in der italienischen Hauptstadt ein Sprengsatz explodiert. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag berichtete, detonierte eine Bombe in der chilenischen Botschaft, wodurch ein Mensch verletzt wurde. Die chilenische Vertretung liegt im Zentrum von Rom.

Zuvor war bereits eine Paketbombe in der Schweizer Botschaft in Rom explodiert. Ein Angestellter der Vertretung war dabei schwer an den Händen verletzt worden und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Noch hat sich keine Terrororganisation zu den Attentaten bekannt. Vermutungen dürfen angestellt werden.

» Blick: Waren es Öko-Terroristen mit Spur in die Schweiz?

Michael Stürzenberger

(Spürnasen: Mister Maso, Denker)