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Der muslimische Patient

Aus vielen Beispielen, die an dieser Stelle nicht näher belegt werden müssen weil hinreichend bekannt, wissen wir PI-ler und PI-Leser, dass Muslime gern Forderungen stellen, um zu unterstreichen, dass sie es für selbstverständlich erachten, bei uns in Deutschland und in Europa in so manchen Bereichen des täglichen Lebens Sonderrechte eingeräumt zu bekommen. Die Worte „wir bitten …“ kommen Muslimen und insbesondere muslimischen Verbandsfunktionären dabei allerdings nicht über die Lippen.

(Von Eckhardt Kiwitt, Freising, PI-München)

Daraus hat der Verein „Christlich-Islamische Gesellschaft e.V.“ brav gelernt und folglich das Faltblatt „Muslimische Patienten im Krankenhaus – Fortbildung für Krankenhauspersonal“ erstellt und herausgegeben, in dem die „Grundstruktur eines Standardseminars“ wie folgt vorgestellt wird:

Der muslimische Patient

1. Grundlegendes zum Islam
2. Die Bedeutung von Leid und Krankheit
3. Tod, Auferstehung und ewiges Leben
4. Heil und Heilung im Islam
5. Islam als „Religion des mittleren Weges“

Muslime im Krankenhaus

1. Kulturelle und religiöse Phänomene unterscheiden
2. Sprachprobleme
3. unterschiedliche „Klagekultur“
4. Besucher am Krankenbett

Speisen und Medikamente

1. Muslimische Reinheitsanforderungen an Speisen
2. Schweinefleisch
3. Alkohol
4. Medikamente

Die Würde muslimischer Patienten

1. Die Bewahrung der Patientenwürde
2. Scham
3. Islamische Bekleidungsvorschriften
4. Besonderheiten bei der Behandlung und Pflege muslimischer Frauen und Mädchen

Muslimische Riten und ihr Vollzug unter den Bedingungen des Krankenhausaufenthaltes

In dem Faltblatt heißt es zum Thema „Kontakt mit muslimischen Patienten“ dann z.B.:

In den meisten Fällen kommen diese aus anderen Kulturkreisen. Aus der Unterschiedlichkeit der religiösen und kulturellen Hintergründe ergeben sich Unsicherheiten und Irritationen im Umgang der Pflegenden und des ärztlichen Personals mit den Patienten.

Viele dieser Probleme, die den Krankenhausalltag unnötigerweise belasten können, lassen sich bei ausreichender Information sowie mit etwas gutem Willen und Fingerspitzengefühl relativ leicht vermeiden.

Diese notwendigen Informationen und Hilfestellungen dem Krankenhauspersonal zur Verfügung zu stellen, ist eine der aktuellen Herausforderungen für die Verantwortlichen für die Aus- und Fortbildung.

Seltsam:
Es gibt in deutschen Krankenhäusern sehr wahrscheinlich auch Patienten, deren Herkunft und Kulturkreise andere sind als nur islamische / muslimische. Es gibt dort mit Sicherheit z.B. auch christliche, jüdische und atheistische Patienten, vielleicht auch buddhistische, hinduistische etc.! Wird auf die in gleicher Weise Rücksicht genommen? Werden dem Krankenhauspersonal in deren Fällen ebenfalls die „notwendigen Informationen und Hilfestellungen“ zur Verfügung gestellt?

Auch „die Politik“ hat ein vergleichbares Thema aufgegriffen. Die WELT schreibt: „Schulen sollen Rücksicht auf Muslime nehmen“

Nach Berlin gibt Rheinland-Pfalz seinen Schulen einen Leitfaden an die Hand, wie sie mit Muslimen umgehen sollen. Der CDU geht das viel zu weit.

Und der Berliner TAGESSPIEGEL zum gleichen Thema: „Senat informiert Lehrer mit neuer Broschüre“

Nach fünfjährigen Auseinandersetzungen hat die Bildungsverwaltung die vom Senat beauftragte Handreichung zum Umgang mit den rund 70.000 muslimischen Schülern der Stadt an alle öffentlichen Schulen verschickt.

Wie wär’s statt dessen mit einem Leitfaden für die bei uns lebenden Muslime mit der Aufforderung, sich an die Gepflogenheiten der deutschen / europäischen Kultur anzupassen? Ein solcher Leitfaden dürfte wesentlich zielführender sein.

» info@christenundmuslime.de

(Spürnase: missnovesia)