1

Sarrazin Anti-Dhimmi – Wulff Dhimmi 2010

Die Tendenz hatte sich schon nach wenigen Minuten abgezeichnet, als wir am 21. Dezember zur Wahl des Anti-Dhimmi und Dhimmi 2010 aufriefen. Thilo Sarrazin, der „Ingenieur auf der Titanic“, wie er sich selber in einem lesenswerten Interview mit dem österreichischen Wochenmagazin profil bezeichnet, wurde von den PI-Lesern mit einer überwältigenden Mehrheit von 8.056 Stimmen (65%) zum Anti-Dhimmi des Jahres 2010 gewählt. Sein Gegenpart, Bundespräsident Christian Wulff, wurde wegen seiner Äußerungen zum Islam unangefochten zum Dhimmi des Jahres 2010 gewählt (9.823, 81%).

Hier das Endergebnis der Abstimmung:

Anti-Dhimmi 2010:

Dhimmi 2010:

Auch in diesem Jahr werden wir wieder eine kreative Auszeichnung an die Preisträger überreichen.

» WELT: Ein Hausbesuch bei Thilo, dem Taliban




Johann Wolfgang Goethe und der Islam

Johann Wolfgang GoetheJohann Wolfgang Goethe, so sein Geburtsname, gilt als der größte Poet der deutschen Geschichte und der deutschen Literatur. Er war Jurist, Wissenschaftler und Dichter; ihm wurde posthum ein IQ von ca. 210 (Durchschnittswert ist 100) zugeschrieben. Über eben diesen J.W. Goethe wird immer wieder mal berichtet, er sei Moslem gewesen. Ist das glaubwürdig?

(Von Eckhardt Kiwitt, PI München)

Muhammad Ahmad Rassoul, Übersetzer des Korans in die deutsche Sprache (übrigens eine sehr authentische und für Koran-Verszitate empfehlenswerte Übersetzung), behauptet dies jedenfalls in seinem kurzen Aufsatz „Bruder Johann Ibn Goethe“ gleich mehrfach und beruft sich dabei z.B. auf Goethes Trauerspiel in fünf Aufzügen „Mahomet“ nach Voltaire, aus dem Rassoul zum „Beweis“ seiner These zitiert:

Im [sic] Goethes Dramenfragment „Mahomet“ erwidert Muhammad (a.s.s.) auf die Frage: „Hat dein Gott denn keine Gesellen?“ mit der vernichtenden Gegenfrage: „Wenn er sie hätte, könnt er Gott seyn?“

Die Tatsache, dass Goethes „Mahomet“ nach Voltaire insgesamt eine Anklage gegen den „Propheten“ ist, unterschlägt Rassoul geflissentlich, denn es heißt in diesem Trauerspiel, in dem die Gewalttätigkeit Mohammeds ein Schwerpunktthema ist, im 5. Aufzug, 4. Auftritt als eines von vielen Beispielen:

Mahomet: Lernt, Ungläubige,
Den Lohn des Aufruhrs gegen Gottgesandte,
Die Rache kennen, die der Himmel schickt.
Natur und Tod vernehmen meine Stimme.
Der Tod, der mir gehorcht, beschützte mich
Und grub die Züge rächender Vernichtung,
Auf diese bleiche Stirne, plötzlich, ein.
Er steht noch zwischen euch und mir der Tod,
Er zielt und wartet was ich ihm gebiete.
So straf ich jedes Irrtums Eigensinn,
Der Herzen Meuterei, ja, der Gedanken
Unwilligen Frevel; nur den Gläubigen
Verschont mein Bann, verschont des Todes Schrecken.

Dem französischen Aufklärer Voltaire (François Marie Arouet, 1694 – 1778) unterstellt Rassoul, dass er in seinem „Essai sur les moeurs“ aus dem Jahr 1765 vielfach den Islam, den Qur´an, insbesondere auch die Persönlichkeit des Propheten Muhammad „preist“.

Das mag sein; in einem Brief an den Preußenkönig Friedrich den Großen liest sich dieses „Preisen“ allerdings ganz anders:

„Ich gebe zu, daß wir ihn hoch achten müßten, wenn er Gesetze des Friedens hinterlassen hätte. Doch daß ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, daß er seinen Mitbürgern Glauben machen will, daß er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; Daß er sich damit brüstet in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben läßt, daß er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, daß er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, daß er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben läßt: Das ist mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn, er ist als Türke auf die Welt gekommen, es sei denn der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht erstickt.“

Aber vielleicht muss man den oben zitierten Text von Voltaire nur „richtig“ lesen und verstehen, um darin eine wirkliche Preisung des Korans, des Islams und seines „Propheten“ zu erkennen.

Auch auf Goethes „West-östlichen Divan“ beruft sich Rassoul, jenes teils poetische

Nord und West und Süd zersplittern,
Throne bersten, Reiche zittern:
Flüchte du, im reinen Osten
Patriarchenluft zu kosten,
Unter Lieben, Trinken, Singen
Soll dich Chisers Quell verjüngen.

teils ungelenke

Aber jene schlafen immer,
Und der Engel, ihr Beschützer,
Sagt vor Gottes Thron berichtend:
„So zur Rechten, so zur Linken
Hab ich immer sie gewendet,
Daß die schönen jungen Glieder
Nicht des Moders Qualm verletze.
Spalten riß ich in die Felsen,
Daß die Sonne steigend, sinkend,
Junge Wangen frisch erneute:
Und so liegen sie beseligt.
Auch, auf heilen Vorderpfoten,
Schläft das Hündlein süßen Schlummer.“

Sammelsurium mehrerer Gedichte aus dem Jahr 1819, erweitert 1827, wenn er zum „Beweis“ von Goethes Moslem-Sein schreibt:

Neben den verschiedenen islamischen Quellen, die Goethe zu seinen Gedichten anregten, stehen an erster Stelle der Qur´an, die Sunna des Propheten, sowie die Sura-Bücher. Eine Stelle aus der 2. Sure [Vers 115, Anmerkung des Verfassers dieses Gastbeitrags] des Qur´an liegt dem folgenden, besonders bekannten Divan-Vierzeiler zugrunde:

Gottes ist der Orient!
Gottes ist der Occident!
Nord- und südliches Gelände
Ruht im Frieden seiner Hände.

Auch wir Islam-Kritiker zitieren immer wieder gern aus dem Koran, ohne uns jedoch zu dieser absurden Gotteslehre zu bekennen. Ganz im Gegenteil.

Dass Goethe ein Moslem gewesen sei, darf angesichts seines umfangreichen Wissens und seiner hohen Bildung bezweifelt werden. Denn wer wird schon freiwillig zum Masochisten, der sich „unterwirft“? Möglicherweise nur derjenige, der auf der „Suche nach sich selbst“ ist und „glaubt“, im Islam den entscheidenden Halt finden zu können statt in dem Wissen, über das Goethe verfügte.




GdP-Chef will Türkisch-Unterricht im Kindergarten

GdP-Chef Bernhard Witthaut (l.) will Türkisch-Unterricht im Kindergarten.Das Erlernen der deutschen Sprache ist eine wichtige Voraussetzung für eine gelungene Integration – diese Feststellung gehört mittlerweile zum common sense in der deutschen Integrationsdebatte. Nicht so für Bernhard Witthaut (Foto l.), seines Zeichens SPD-Mitglied und neuer Vorsitzender der linksgerichteten Gewerkschaft der Polizei (GdP). Für ihn ist vielmehr wichtig, dass deutsche Kinder, um Vorurteile gegenüber ihren Herrenmenschen ausländischen Kindern abzubauen, türkisch lernen – und zwar schon vom Kindergarten an!

Ad Hoc News berichtet:

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, regt neue Wege bei der Integration von Migranten an. So sollte künftig in Großstädten wie Berlin zum Beispiel auch Türkisch-Unterricht im Kindergarten für deutsche Kinder angeboten werden, sagte Witthaut der Nachrichtenagentur dapd. Auf diese Weise könnten Vorurteile abgebaut werden.

Witthaut fügte hinzu: ‚Denn dann weiß Fritz, was Mohammed gerade über ihn erzählt.‘ Priorität müsse zwar haben, dass Kinder mit Migrationshintergrund die deutsche Sprache lernten. Dennoch könne man aber mehr tun, um die Kommunikation untereinander deutlich zu verbessern.

Witthaut mahnte, es müsse etwas gegen die ‚Abschottung‘ von Migranten durch deren Sprache und Religion getan werden. Er betonte: ‚Wir wissen, dass in diesem Bereich Potenzial schlummert, das uns mit Sicherheit noch sehr viel Arbeit bereiten wird.‘ Dies mache ihm Sorge.

Wissen Sie, was uns Sorge macht, Herr Polizeihauptkommissar? Dass Leute wie Sie an den Schalthebeln der Macht sitzen und sich anscheinend mehr um das Wohlergehen der türkischen als um das der deutschen Kinder kümmern!

» bernhardwitthaut@gdp-online.de

(Spürnase: Frank S.)




Video: PI-NEWS-Interview mit Kent Ekeroth in Israel

Der 29-jährige Kent Ekeroth ist Politiker bei den Schwedendemokraten, die im September vergangenen Jahres mit 5,7 Prozent ins nationale Parlament einzogen, Mitglied des Justizausschusses und für die internationalen Kontakte zuständig. Der Abgeordnete nahm zusammen mit René Stadtkewitz aus Deutschland, Heinz-Christian Strache aus Österreich und Filip Dewinter aus Belgien an der Reise der European Freedom Alliance nach Israel teil.

Ekeroth fiel während der Reise durch kluge Statements und klar formulierte Reden auf. Selber ein Jude, regte er während einer Sitzung in Jerusalem an, auf eine lange Ausführung über die schrecklichen Ereignisse des Holocausts zu verzichten, um sich intensiver der Planung der künftigen Zusammenarbeit widmen zu können. Ekeroth, angenehm pragmatisch, sachlich und rational denkend, ist ein tief überzeugter Islamkritiker und Verteidiger Israels. Während des Samaria-Besuches, das von den Palästinensern auch „Westbank“ genannt wird, führte PI-NEWS in der jüdischen Siedlungsstadt Ariel ein Interview mit dem jungen schwedischen Politiker. (Text & Interview: Michael Stürzenberger / Fotos & Kamera: nockerl / Schnitt: Manfred Schwaller)




Katholische Schule wird Teil einer Moschee

Katholische Schule in BlackburnEine katholische Schule in Blackburn, Großbritannien, soll von der nahe gelegenen Masjid-e-Tauheedul-Moschee übernommen werden, nachdem sich herausgestellt hat, dass bereits 95 Prozent der Schüler Muslime sind. Die katholische Kirche hält es nicht mehr für angemessen, die Grundschule zum „Heiligen Herzen“ zu führen, wenn nur noch sechs Schüler Christen sind. Noch vor zehn Jahren waren 90 Prozent der Schüler katholisch. Jetzt sind de Schüler „Asiaten“, nicht englischer Muttersprache und islamischen Glaubens. Wann wird die erste katholische Schule in Deutschland von einer Moschee übernommen?




Wegen iPhone-Besitz ein Auge verloren

MarineEine junge Frau wurde bei heiterhellem Tag im Dezember von drei Männern in der Pariser Regionalbahn angegriffen, als sie ihr iPhone in ihre Tasche legen wollte. Die Männer haben die 22-jährige Marine (Foto) verprügelt, ohne ihr dann aber das Telefon zu stehlen. Im Krankenhaus wurde die junge Frau operiert, doch auf dem linken Auge sieht sie praktisch gar nichts mehr. Auf den Regionalbahnen in die Balieues werden ständig Menschen überfallen und die Behörden stehen der Gewalt mit Migrationshintergrund völlig machtlos gegenüber.




SPIEGEL: Stadtkewitz der deutsche Geert Wilders

Das Jahr fängt gut an: In der aktuellen Druckausgabe des Spiegel befindet sich ein siebenseitiger Artikel über René Stadtkewitz und seine neue Partei DIE FREIHEIT. Ein erstaunlich fair geschriebenes Portrait über den Mann, der gerade dabei ist, die Politik von Geert Wilders in Deutschland zu etablieren. Vielleicht hat es der Spiegel begriffen: Es ist jetzt eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderungen.

(Von Michael Stürzenberger)

Die Menschen in Deutschland sehnen sich wie in vielen anderen Ländern Europas nach neuen Parteien, die den alten Politikmuff beenden. Der unterwürfige Umgang mit dem Islam, der in des Bundeswulffs Worten „Der Islam gehört zu Deutschland“ seinen absurden Höhepunkt fand, verärgert viele Bundesbürger. Die 1,2 Millionen Menschen, die bisher Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ kauften, gaben damit ein eindeutiges Bekenntnis ab.

Der Spiegel schreibt dazu:

In den vergangenen Jahren gab es ähnliche Debatten – die deutsche Integrationsdebatte ist ein Ritual, man kann darauf warten wie auf einen Herpes-Ausbruch. Nur gab es diesmal ein klares Feindbild: die Muslime. Geführt wurde sie nicht in erster Linie von Politikern, sondern von den Buchkäufern. Allein das Buch zu kaufen glich einem Bekenntnis. Man sagte an der Kasse: Sarrazin hat recht. Und diese Hunderttausende Käufer ließen in René Stadtkewitz das Gefühl wachsen, dass seine gerade in Gründung befindliche Partei ein Erfolg werden könnte. Es gab eine Stimmung im Land, und er, Stadtkewitz, müsste sie nur zu einer politischen Bewegung formen.

Ein weiteres Indiz ist die schlechte Stimmung in den etablierten Parteien. Nach einem weiteren Spiegel-Bericht werden sie derzeit von zehntausenden Mitgliedern verlassen. Dies ist ein großes Potential politisch interessierter Unzufriedener, das eine neue Partei für sich nutzen kann. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass DIE FREIHEIT bereits in den ersten Wochen rund 6000 Mitgliedschaftsanfragen erhalten habe. Der Ansturm sei von der jungen Partei kaum zu bewältigen gewesen.

Weiter berichtet der Spiegel:

In einer Umfrage im Auftrag der „Berliner Zeitung“ gaben 24 Prozent der Berliner an, sie könnten sich vorstellen, eine „gegen den Islam gerichtete Partei“ zu wählen. Das Meinungsforschungsinstitut Emnid ermittelte, dass 18 Prozent der Deutschen eine Sarrazin-Partei wählen würden. Eine Sarrazin-Partei gibt es aber nicht. Es gibt René Stadtkewitz, einen Kleinunternehmer aus Berlin-Karow. Stadtkewitz ist überrascht, wie schnell sich das Projekt entwickelt. Die Partei zum Buch sozusagen. Es haben ja nicht nur die FDP-Leute aus Wetzlar angefragt, sondern auch CDU- und SPD-Mitglieder, dazu all die parteilosen Bürger, die Enttäuschten, Wütenden und Verängstigten. Stadtkewitz muss sie nur einsammeln.

Und genau das macht der gebürtige Ostberliner, der 1989 mit seiner Frau über Ungarn aus der DDR geflüchtet war. Er reist unermüdlich durch Deutschland, um sich mit FDP- und Unionsaussteigern zu treffen. Die hochgradig frustriert von der Betonhaltung in ihren alten Parteien sind und einen neuen Weg gehen wollen. In vielen Bundesländern laufen jetzt die Vorbereitungen zur Gründung von Landesverbänden.

Der Spiegel beschreibt, wie Stadtkewitz zu seiner Islamkritik gekommen ist. Er las den Koran, im Gegensatz zu den meisten etablierten Politikern, die immer nur davon faseln, dass der Islam von Extremisten „missbraucht“ werde. Aber das ist es eben gerade nicht, und das weiß man nur, wenn man sich mit den islamischen Schriften beschäftigt. René Stadtkewitz tat das, und zwar ausführlich. Rund 50 Bücher, so berichtet der Spiegel, hätten sich in seiner Islam-Bibliothek mittlerweile angesammelt. Und trotz seiner klaren Haltung zum Islam gilt für ihn wie für Geert Wilders – den er voraussichtlich bereits im Januar wieder treffen wird – der Grundsatz:

„Ich habe nichts gegen Muslime. Ich trenne zwischen Muslimen, der Religion Islam und der Ideologie Islam. Die Ideologie ist gefährlich“.

Das Spiegel-Portrait dokumentiert ausführlich, wie Stadtkewitz wegen seiner islamkritischen Einstellung in der Berliner CDU ausgegrenzt und angefeindet wurde. Sein Ausstieg aus dieser Partei und letztlich auch aus der Fraktion war daher nur folgerichtig und konsequent. Jetzt heißt es, eine in wesentlichen Punkten neue, frische und geradlinige Politik zu gestalten, die sich nicht an ideologischen Zwängen, sondern am gesunden Menschenverstand orientiert.

Der Spiegel schreibt:

„Wir müssen jetzt gegensteuern“, sagt Stadtkewitz, springt schnell in die Lücke und stellt die Eckpunkte seines Parteiprogramms vor: Einführung einer direkten Demokratie nach „Schweizer Vorbild“, ein bundeseinheitliches Schulsystem, gemeinnützige Arbeiten statt Hartz IV, weniger Steuern, eine neue Integrationspolitik und einen Zuwanderungsstopp.

[…]

Spricht man mit Stadtkewitz über das Parteiprogramm, kommt man zu dem Schluss: Stadtkewitz will eine Art Schweiz. Nur mit weniger Bergen. Aber ansonsten: strenge Zuwanderungsregeln, schnelle Abschiebung, Minarett-Verbot, direkte Demokratie durch Volksentscheide, EU-kritisch, christlich-abendländisch, weitgehend muslimfrei, patriotisch, staatsfern, sicher und reich. Zumachen das Land, denn von außen kommt selten etwas Gutes. Nur europäische Bürokratie, Globalisierung, Islamisten und fremdländische Sozialbetrüger.

In dem ausführlichen Spiegel-Portrait wird auch aufgezeigt, dass Stadtkewitz eigentlich gar nicht in der ersten Reihe der neuen Partei stehen wollte. Eigentlich sei geplant gewesen, dass Kirsten Heisig, mit der Stadtkewitz in ständigem Kontakt stand, das Gesicht werden sollte. Aber dann kam dieser tragische Selbstmord.

Stadtkewitz verfügt nicht über die kalte Persönlichkeit von Ronald Schill. Aber auch nicht über das Irrlichternde. Stadtkewitz ist ruhig, abwägend und kein Nazi. Das könnte schon reichen. Auch für Wähler aus der Mitte, die sich ungern die Hände schmutzig machen am rechten Rand. Am liebsten würde Stadtkewitz zurückgezogen im Hintergrund arbeiten, die Partei aus der zweiten Reihe führen. So war es auch eigentlich mal geplant.

„Ich wollte die Partei zusammen mit Kirsten Heisig aufbauen. Sie sollte das Gesicht werden, ich der Organisator. Als ich aus der CDU austrat, lernten wir uns kennen, und sie sagte: ,Wenn du was Eigenes aufbaust, René, dann sage ich nicht nein.‘ Wir trieben die Sache voran, trafen uns, planten“, sagt Stadtkewitz. „Aber dann passierte dieses tragische Unglück.“ Anfang Juli fand man die Leiche der Berliner Jugendrichterin im Tegeler Forst, an einem Baum aufgehängt. Ein Selbstmord. Ihr Buch „Das Ende der Geduld“, das nach ihrem Tod erschien, wurde zum Bestseller. „Jemanden wie Kirsten Heisig findet man nicht wieder“, sagt Stadtkewitz. Er hat versucht, mit Thilo Sarrazin ins Gespräch zu kommen. Erst sah es wohl gut aus, aber jetzt sieht es wieder schlecht aus. „Sarrazin will kein Gespräch, erst mal“, sagt Stadtkewitz.

Noch nicht. Wenn die SPD aber Sarrazin wie angekündigt aus der Partei werfen wird, könnte alles ganz anders laufen. Vielleicht steigt dann bei dem 65-jährigen Querdenker die Lust, es all den Heuchlern, Doppelmoralisten und Denunzianten noch einmal richtig zu zeigen.

Währenddessen stärkt sich das Profil des deutschen Geert Wilders und der Zuspruch, den er erhält, immer mehr. Sogar aus den USA, wie der Spiegel darstellt:

Nicht nur in Israel, auch im fernen Amerika scheinen sie jetzt auf Stadtkewitz aufmerksam zu werden. Sarah Palin, die ehemalige US-Vizepräsidentschaftskandidatin, schickte Grüße an René Stadtkewitz und seine Delegation nach Israel, und womöglich schafft er es sogar bald nach New York, ins Herz der Welt. Noch sei nichts sicher, sagt Stadtkewitz, aber im vergangenen Jahr sprach dort Geert Wilders zum neunten Jahrestag des 11. September auf Einladung der Organisation „Stoppt die Islamisierung Amerikas“. In diesem Jahr, zum zehnten Jahrestag, überlegen sie nun, René Stadtkewitz einzuladen.

Den deutschen Geert.

Das Original aus den Niederlanden hat es mit seiner klaren Linie vorgemacht: Für das demokratische, freie Israel und kompromisslos gegen den gefährlichen politischen Islam. Daher bekommt René Stadtkewitz auch aus Israel Unterstützung:

Stadtkewitz steht am Fenster und schaut hinaus auf Kopenhagen, Schnee fällt. Dann tippt ihm ein kleiner Mann in einem schwarzen Anzug auf die Schulter. Das ist Chaim Muehlstein aus Israel. „Sie sind ein Hoffnungsträger für uns, hier in Europa“, sagt Muehlstein. „Sie und die anderen Parteien.“

Sobald der aktuelle Spiegel in den Kiosken ausliegt, heißt es aus unserer Sicht klar und unmissverständlich: Kauf- und Lesebefehl! Die Zeichen stehen auf einen Wandel in der Politik. Vielleicht hat dieser lange Spiegel-Artikel den Zeitpunkt dafür markiert.

» leserbriefe@spiegel.de




Ein bemerkenswerter Rechtsstaat

Mosche KatzawIsrael ist ein Staat, der an den Libanon, Jordanien, Syrien und Ägypten angrenzt und damit an Länder, die alle mit den Rechten ihrer Bürger nicht sonderlich zimperlich umgehen. Hinzu kommen mit Gaza und dem Westjordangebiet Territorien, bei denen man in dieser Hinsicht gar von Anarchie reden kann.

(Von Thorsten M.)

In diesem Umfeld des „Rechts des Stärkeren“ und unter zeitweilig kriegsähnlichen Bedingungen einen Rechtsstaat aufrecht zu erhalten, ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Um so bemerkenswerter sind die Urteilssprüche, die immer wieder von israelischen Gerichten bekannt werden. Aktuellstes Beispiel dafür ist, dass am 30. Dezember der frühere israelische Präsident, Mosche Katzaw, der sexuellen Nötigung und Vergewaltigung von Angestellten schuldig gesprochen wurde. Das noch nicht verkündete Strafmaß dafür kann sich auf bis zu 16 Jahre Haft belaufen. Für die Justiz erschwerend kommt noch hinzu, dass die Anklage bereits 2007 erhoben wurde, also zu einem Zeitpunkt, als Katzaw noch amtierendes israelisches Staatsoberhaupt war. Die Zahl der Staaten weltweit, in der ein vergleichbarer Fall zu einer Anklageerhebung und vor allem Verurteilung führen würde, ist mit Sicherheit überschaubar. Länder des nahen und mittleren Ostens würden mit Sicherheit nicht dazu gehören.

Heute nur noch wenig bekannt – aber ähnlich bemerkenswert – war 1987 der Prozess gegen den damals von den USA an Israel ausgelieferten John Demjanjuk, dem aktuell nun in Deutschland der Prozess gemacht wird. Nach einigem hin und her entschied sich 1993 der Oberste Gerichtshof Israels einstimmig, Demjanjuk frei zu sprechen, da man ihm Verbrechen im Vernichtungslager Treblinka nicht zweifelsfrei nachweisen konnte. Gleichwohl waren sich die Richter damals sicher, dass Demjanjuk während des 2. Weltkriegs zumindest KZ-Aufseher in Sobibor gewesen sei. Aber dies war eben nicht Gegenstand von Anklage und US-Auslieferung. Demjanjuk kehrte infolge dieses Richterspruchs als freier Mann in die Vereinigten Staaten zurück. Vermutlich hätte kaum jemand auf der Welt Anstoß daran genommen, wenn sich die israelischen Richter vor dem Hintergrund der Shoa damals den Fall „irgendwie hingebogen hätten“. Aber dies entsprach eben nicht ihrem Anspruch an sich selbst.

Allein diese beiden Beispiele sollten die zahlreichen Gegner Israels in den westlichen Demokratien zumindest zu einem differenzierten Bild der Lage in Palästina inspirieren. So urteilen keine Gerichte eines „Unrechtsstaats“! – Und könnten vielleicht europäische und deutsche Gerichte in Luxemburg, Straßburg oder Karlsruhe von den heeren Grundsätzen ihren Kollegen in Israel gar etwas lernen?




Nordzypern: Türkisches Militär räumt Kirchen

Im türkisch besetzten Teil der Mittelmeerinsel wurden seit Heiligabend mindestens sieben orthodoxe Kirchen vom türkischen Militär betreten. Die Soldaten haben die Gottesdienste abgebrochen und die Gläubigen (hier sind die Christen gemeint) hinausgeworfen. In mindestens einem Fall wurde ein Priester zum Ablegen seiner liturgischen Gewänder gezwungen.

(Von Florian Euring „La Valette“)

Die Regierung Zyperns hat gegen diese gesetzwidrigen Akte der separatistischen Regierung des türkisch besetzten Nordens bei UN und EU protestiert. Stefanos Stefanou (Foto oben r.), zyprischer Regierungssprecher, bezeichnete die Handlungsweise als vollkommen inakzeptabel und verurteilenswert. Sie stellt eine Verletzung des Grundrechts auf freie Religionsausübung dar.

Außerdem bezeichnete er das Vorgehen als Anzeichen für den repressiven Charakter des Okkupationsregimes. Es wird befürchtet, dass das türkische Regime Nordzyperns eine vollkommene „Dehellenisierung“ und damit Entchristianisierung des besetzten Teils der Insel anstrebt.

Dieses Verhalten nährt weiter die Zweifel an der EU-Tauglichkeit der Türkei. Es sei denn, man wünscht sich eine Entchristianisierung und Islamisierung der EU.

(Foto oben l.: Orthodoxe Kirche in Dipkarpaz, Riso Karpaso im türkisch besetzten Nordzypern. Im Hintergrund eine Moschee)




Grenzzäune und ihre Wirkung

Wir Deutsche stehen – aus geschichtlicher Erfahrung – Grenzzäunen eher ablehnend gegenüber, denn der Grenzzaun, der sich einst längs durch Deutschland zog, diente nur dem Zweck, die Bürger der „DDR“ vom Weg in die Freiheit ab- und sie in einem Unrechtsstaat gefangen zu halten. Es kann jedoch auch Grenzzäune geben, die Sinn machen, weil sie ein Land vor unerwünschten Wirtschaftsflüchtlingen bewahren.

(Von Eckhardt Kiwitt, Freising)

Die Neue Zürcher berichtet:

Athen plant Grenzzaun zur Türkei

Griechische Regierung will gegen Flüchtlingsstrom vorgehen

Die griechische Regierung plant einen Grenzzaun zur Türkei, um den Flüchtlingsstrom aus dem Nachbarland zu stoppen. Als Vorbild soll der Zaun gelten, den die USA entlang der Grenze zu Mexiko errichtet haben.

Um den endlosen Strom von Flüchtlingen aus der Türkei zu stoppen, plant Griechenland einen Grenzzaun entlang des grössten Teils der 206 Kilometer langen Grenze zur Türkei. Dies sagte der griechische Minister für Bürgerschutz, Christos Papoutsis.

«Die Kooperation mit den Grenzschützern aus anderen EU-Staaten läuft gut», sagte Papoutsis der halbamtlichen griechischen Nachrichtenagentur ANA: «Jetzt planen wir einen Zaun zu bauen, um die illegale Migration abzuwehren.» Im Jahre 2010 kamen nach Angaben des Ministers «täglich rund 200 Flüchtlinge» aus der Türkei.

Als Vorbild soll der Zaun gelten, den die USA entlang der Grenze zu Mexiko errichtet haben. Unklar blieb die Haltung der EU-Kommission dazu. Die EU führt Beitrittsgespräche mit der Türkei.

Wenn sich ein Land nicht mehr anders gegen illegale Eindringlinge helfen kann, dann wird dieser Grenzzaun auch in der EU legal sein und akzeptiert werden müssen. Schließlich wehrt sich die EU seit geraumer Zeit gegen Bootsflüchtlinge, die aus Afrika kommend in die Gewässer der EU eindringen. Jedes Land hat hoffentlich das Recht, sein Territorium zu schützen.




21 Christen sterben bei Anschlag in Ägypten

Anschlag auf Christen in AlexandriaBei einem Anschlag auf ägyptische Christen sind in der Silvesternacht mindestens 21 Kopten durch eine Autobombe vor einer Kirche in Alexandria getötet worden, 24 weitere Personen wurden verletzt. Die Bombe explodierte, um möglichst viele „Ungläubige“ mitzureißen gerade dann, als die Gottesdienstbesucher die Kirche verließen. Nach dem Massaker sollen die wütenden Überlebenden Augenzeugen zufolge eine nahe gelegene Moschee gestürmt haben, dort kam niemand ums Leben, aber die Muslime werden schon wissen, sich als Opfer darzustellen.

Blick berichtet:

Fast 1000 Menschen hätten an der Messe teilgenommen, sagte der koptische Priester Mena Adel. Nach dem Gottesdienst seien die Besucher auf die Strasse geströmt. „Ich war drinnen und habe eine starke Explosion gehört“, sagte der Geistliche. „Menschen standen in Flammen.“

Augenzeugen berichteten, vor der Kirche habe die zerstörte Karosserie eines Autos gestanden, im Umkreis hätten Leichen gelegen, zahlreiche Menschen seien verletzt worden. Die Polizei untersucht nach eigenen Angaben noch, ob der Sprengstoff in dem Auto war oder ob eine Bombe unter dem Fahrzeug platziert war.

Das christliche Gotteshaus sowie die nahegelegene Moschee wurden durch die Explosion beschädigt. Wie das Innenministerium unter Berufung auf die Spitäler in Alexandria mitteilte, befanden sich unter den 24 Verletzten auch acht Muslime.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Der Gouverneur von Alexandria, Adel Labib, gab umgehend dem Terrornetzwerk Al-Kaida die Schuld an der Tat. Es blieb aber unklar, ob er dafür Beweise hatte. Möglicherweise versuchte er auch nur, die Spannungen zwischen Christen und Muslimen im eigenen Land herunterzuspielen.

Diese „Spannungen zwischen Christen und Muslimen“ nennt man politisch weniger korrekt formuliert Christenverfolgung. Der Anschlag richtete sich nicht nur gegen die Kopten in Alexandria, sondern gegen die gesamte christliche Religion und ihre Lebensfreude, die an Silvester zum Ausdruck kommt.

Gegen die christliche „Gewalttätigkeit“, die in den Medien heraufbeschworen wird, spricht auch der Rückgang von einstmals rund 100 Prozent christlicher Bevölkerung auf 10 Prozent und die ägyptische Verfassung:

Art.2: Der Islam ist die Staatsreligion, arabisch ist die offizielle Landessprache und die Rechtsgrundlage des Staates ist die islamische Rechtsprechung (Scharia). …

Art.11: Der Staat ist verpflichtet, die Koordination zwischen den Pflichten der Frau gegenüber ihrer Familie und ihrer Arbeit in der Gesellschaft zu koordinieren, wonach sie in den politischen, sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen als gleichberechtigt gilt, jedoch nur solange die Regeln der islamischen Rechtsprechung (Scharia) nicht beeinträchtigt werden.

Von der Kirche in Alexandria aus hat jemand diese Filmaufnahmen des Geschehens gemacht:

Video der Bombenexplosion in der Kirche:

(Mit Dank an alle Spürnasen)




PI wünscht ein frohes neues Jahr

Neujahr2011Wir danken allen Leserinnen und Lesern für 365 vergangene Tage, in denen wir ihr, die Sonne Mond und Sterne so liebt, ein Dorn im Auge sein konnten. Für alle findigen Spürnasentipps, tiefsinnigen Gastbeiträge und gut-überlegten Kommentare (über die anderen reden wir jetzt nicht). Wir danken für alle Klicks und Unterstützungen, insbesondere für Ihre Spenden. Wir danken für jedes Mal, an dem Sie uns weiterempfohlen haben, bei Freunden, durch Aufkleberaktionen, auf Facebook oder sonstwo. Wir danken Ihnen, dass Sie PI sind, denn ohne Sie würde es PI nicht geben. Allen treuen PI-Lesern ein frohes, inkorrektes und unerschrockenes neues Jahr 2011!