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Thilo Sarrazin zu Gast bei der BBC

Thilo Sarrazin war gestern zu Gast in der BBC-Sendung „World Have Your Say“, wo er sich den Fragen eines internationalen Publikums zu den Thesen seines Buches stellte. Eine These legt Spiegel-Reporter Carsten Volkery in seinem Artikel „I am Thilo Sarrazin from Börlin“, in dem er sich zuvorderst über Sarrazins Englisch lustig macht, falsch in den Mund: „The whitest people get the fewest babies“. Dabei sagt Sarrazin nicht „whitest“, sondern „brightest“ (übersetzt: „gescheitesten“).

Spiegel-Leser albgardis ist noch mehr zu Volkerys Artikel aufgefallen:

Denkt Ihr beim SpOn wirklich, wenn Ihr bloss das Attribut „krude“ verwendet, dann muesse der Leser Eurer Meinung folgen? Was soll denn das?

Zugegeben, sein Akzent ist extrem stark, er spricht wohl nicht oft English, aber trotzdem behaelt er doch immer noch recht mit allem, was er sagt.

Der redegewandte, englisch parlierende, tuerkische Journalist, der sich da mit ihm unterhaelt, ist doch wieder ueberhaupt nicht aus der Problemgruppe.

Es ist immer dasselbe, da werden immer toll integrierte Tuerken vorgestellt, die dann Sarrazins Thesen entkraeften sollen. Um die geht es aber nie in den umstrittenen Thesen. Man muss schon ziemlich einfach gestrickt sein, um darauf hereinzufallen, was die msm hier (immer wieder) versuchen. Mich jedenfalls aergert das.

Der komplette Audio-Beitrag ist hier bzw. auf nachfolgendem Youtube-Video zu hören:

UPDATE: Der Spiegel hat seinen „whitest“-Lapsus inzwischen korrigiert.

Alte Version:

Neue Version:

Spiegel-Erklärung:

Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version dieses Textes stand, dass Thilo Sarrazin das BBC-Interview unter anderem mit dem Satz: „The whitest people get the fewest babies“ eröffnete. Tatsächlich hat er aber „The brightest people“ gesagt. Wir haben den Text entsprechend korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen.

» carsten_volkery@spiegel.de