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Neuester „Erfolg“ im Kampf gegen Lernwillige

Angenommen, Sie wollten das Schulsystem persiflieren und hätten sich das, was ich im Folgenden schildere, als Story ausgedacht. Dann hätte Ihr Verleger Sie wahrscheinlich belehrt, man darf Satire nicht über alle Grenzen übertreiben, sonst wird sie unglaubwürdig und stumpf.

(Von le waldsterben)

Leider hat das Folgende aber niemand als Ladenhüter-Roman verfasst – die konzertierte Realitätsleugnung unserer Spätachtundsechziger kennt mittlerweile überhaupt kein Halten mehr, mit einer Ausnahme: so sie denn eigene Kinder haben, werden ihre Beglückungsergüsse immer fein säuberlich um die eigene Brut herumgeleitet. Man experimentiert schließlich nicht mit den eigenen Kindern, nicht wahr, Frau Andrea „Leider-war-keine-Gesamtschule-in-der-Nähe“-Ypsilanti?

Folgendes dürfen ab sofort immer mehr Kinder erleben, deren Eltern nicht begütert genug sind, um sich von den immer perverseren Schulexperimenten freizukaufen:

Lehrer beklagen mehr als zu Recht, dass das Vermitteln von Lernstoff angesichts der Vielzahl an Problemen, die nicht in den Unterricht gehören, ihn aber immer mehr überlagern, zunehmend in den Hintergrund tritt. Die Rütli-Schule ist ein bekanntes Markenzeichen dafür, aber auch die Folgen werden deutlicher. Hier ein paar Schlaglichter:

– immer mehr Unternehmen müssen Nachhilfe für ihre Lehrlinge organisieren,

– 2009 blieben 50.000 Lehrstellen nicht mangels Bewerber, sondern mangels befähigter Bewerber unbesetzt,

– die Hochschulrektorenkonferenz schlägt Alarm, weil mittlerweile sogar Technikstudenten mathematisch so unfähig sind, dass sie noch nicht einmal mehr Bruchrechnung beherrschen.

Und Bestseller wie das Buch von Bernhard Bueb oder Michael Winterhoff lassen wen ganz besonders laut aufjaulen? Genau: den getroffenen Hund GEW, eine Organisation, die man durchaus zu Recht der Haupttäterschaft am Niedergang des Bildungswesens beschuldigen darf.

Logischerweise beklatscht sie auch die nochmalige Steigerung der Bemühungen, eine Schule, in der gelernt wird, in der Anstrengungen gefordert werden, die aber auch Lernwillige zum Erfolg führt, endgültig zu begraben. Warum? Aus GEW-Sicht durchaus folgerichtig: weil eine solche Schule UNTERSCHIEDE fördert anstatt Gleichheit.

Und der Gleichheitsgrundsatz, den Juristen in der Ausprägung „Gleiches muss gleich, Ungleiches ungleich behandelt werden“ lernen, kennen Radikallinke nicht erst seit Orwells ‚Farm der Tiere‘ etwas anders: ALLE sind gleich, außer den Schweinen Eliten – die sind gleicher (Hallo Frau Ypsilanti, bitte stellen sie das hämische Grinsen ein!).

Ein Schüler, der ständig den Unterricht zu sprengen versucht, ist Standard, damit kann der erfahrene Pädagoge umgehen. Zwei bis drei: es wird eng, denn die werden erstens immer ‚besser‘ – sprich: dreister, zweitens wird Lehrern immer mehr Instrumentarium genommen, um dieses Klientel steuern zu können. Für vergessene Hausaufgaben Nachsitzen erteilen? Ja, aber zuvor (!) die Eltern informieren (schriftlich, beweisbar, die haben alle sozialamtsbezahlte Anwälte!). Pädagogisch unsinnig: bis das durch ist, ist der Stoff ganz woanders. Und dann: der Tunichtgut ist einfach nicht zum Nachsitzen erschienen? Zum dafür verhängten Sozialdienst (wo schon strittig ist, ob das überhaupt erlaubt ist) auch nicht? Nun, man kann ihn von der Klassenfahrt ausschließen. Ob er deswegen nächtelang weint, darf bezweifelt werden. Dann kann man ihn noch in eine Paralleleklasse umsetzten, das freut manche: fein, neues Material zum Aufmischen! Und schließlich kann man ihn noch der Schule verweisen.

Wirklich? Fürs Schwänzen von Nachsitzstunden? Und wovon träumen sie nachts?

Ist der Schüler tatsächlich in der Parallelklasse angekommen, kann er sich, solange er nicht z.B. einen Mitschüler blutig prügelt, nahezu ALLES erlauben – Lehrer haben dann keinerlei Handhabe mehr, denn über Schulverweise entscheiden nicht Schulen, sondern Schulämter, deren Devise sich nach dem Motto bemisst: die zweitbesten Schulen sind die, von denen man Gutes hört, und die Besten die, von denen man nichts hört! Das einzige, worauf die Schule hoffen kann, ist, dass der Schüler diese seine Vorzugsposition nicht erkennt – oder doch noch rechtzeitig einen blutig prügelt.

Und bei diesen ganzen Dramen sitzen Jungs und Mädels in der Klasse, die begabt sind, sich anstrengen, und nicht zuletzt von zu Hause auch den Satz gelebt bekommen: Zuerst kommt die Schule, dann das Vergnügen! Wann bitteschön soll der Pädagoge sich um die kümmern? Nach Erstellen von Berichten ans Schulamt, Protokollen von Klassenkonferenzen, Beratungsnachmittag mit um ‚runde Tische‘ gruppierten Sozialpädagogen, Erstellen von schriftlichen Förderplänen (in manchen Bundesländern für JEDEN Schüler, dem eine fünf droht, vorgeschrieben!) und Dingen, mit denen ich hier noch rund zwei DIN A4-Seiten füllen könnte?

Sie ahnen es: gar nicht. Fangen Sie bloß rechtzeitig an, für eine Privatschule zu sparen.

Manchmal hat der Pädagoge und die Klasse Glück: dann wird festgestellt: der Schüler ist nicht regelschultauglich und verlässt die Klasse, um z.B. auf eine Schule für Erziehungshilfe zu gehen.

Und nun kommt die Satire. Machen wir es homöopathisch: bekämpfen wir das Problem dadurch, dass wir das Mittel, das die Probleme verursacht, ganz bewusst verabreichen: wir nehmen diese Problemfälle nicht aus der Klasse heraus, sondern wir schicken noch mehr von ihnen hinein.

Klingt nicht nach einer guten Story? Keine gute Pointe, nicht sehr komisch?

Mag sein, aber das muss auch nicht witzig sein, denn das baut nicht Dieter Nuhr in sein neues Comedy-Programm ein, sondern die Bundesrepublik Deutschland (bzw. ihre Bundesländer) in die Schullandschaft. Ganz real, und gar nicht witzig gemeint.

Das glauben Sie nicht? Dann googeln Sie mal nach dem Zauberwort „Inklusionsklassen“. Erhellend auch der (stark gutmenschenlastige) Wikipedia-Artikel „Inklusive Pädagogik“, Zitat daraus:

Das Leitprinzip, das diesem Rahmen zugrunde liegt, besagt, dass Schulen ALLE Kinder, unabhängig von ihren physischen, intellektuellen, sozialen, emotionalen, sprachlichen oder anderen Fähigkeiten aufnehmen sollen.

Hervorhebung von mir, denn genau da liegt der Schlüssel: das „alle Kinder“ ist absolut wörtlich gemeint – ohne Ausnahme!

Man kann den Bundesländern lediglich zugute halten, dass sie sich das nicht auch noch selbst ausgedacht haben. Nein, da befolgen sie nur Anweisungen, die sie von „höherer“ Stelle erhalten haben (war da nicht mal was mit „… nur Befehle ausgeführt …“ ? Wurde mal in Schulen gelehrt. Ok, früher mal …).

Das hat sich die Organisation ausgedacht, die inzwischen lieber nicht mehr ächten möchte, dass Schwule ermordet werden, weil es in manchen Ländern doch so ein schönes Stück Kultur ist. Und die zu Darfur schweigt, aber über Israel -zigtausend Resolutionen auskippt. Die den Menschenrechtsrat sinnvollerweise mit den massivsten Menschenrechtsverletzern besetzt, die auf dem Planeten zu finden sind: man soll eben Leute fragen, die sich damit auskennen.

Die findet nun: jawohl, diese Tunichtgute werden, wenn sie nicht Klassen aufmischen dürfen, in ihren Menschenrechten verletzt: man reiht sie einfach mit in die Gruppe der Behinderten ein, und Behinderte dürfen nicht ausgegrenzt werden. So leicht geht das! Und die Idee, dass diesen Kindern in winzigen Klassen mit besonders ausgebildetem Personal ohnehin besser zu helfen ist, also nach dem Grundsatz verfahren wird, wonach Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln ist:

Wieso sollte die UNO daran glauben, wenn es die GEW auch nicht muss?

Und es den jeweiligen Staaten selbst überlassen, wie sie den in ihren Verfassungen verankerten Gleichheitsgrundsatz in praktisches Handeln umsetzen?

Nun wollen wir aber der UNO nicht zuviel zumuten. Sie überlässt es doch schon Saudi-Arabien, wie das Menschenrecht auf Gleichbehandlung umgesetzt wird (gar nicht) oder dem Iran, das Recht auf körperliche Unversehrtheit dadurch zu wahren, dass beim Handabhacken wenigstens der Daumen dran bleiben darf.

Das muss Gutmenschen eben reichen, und – genau: das reicht ihnen ja auch.

Fragen Sie ihre GEW!

Und fangen Sie ja rechtzeitig an, auf eine Privatschule zu sparen. Die einzige Chance, die Ihre Kinder haben werden: wechseln Sie zu den Schweinen, die gleicher sind. Zusammen mit Frau Ypsilantis Kindern oder auch die des Herrn Wowereit (hat er ja schon im Voraus eingeräumt, wohin er seine Kinder schicken würde) lernt es sich auf jeden Fall recht ungestört.

Denn dass dieses Klientel dafür sorgt, die eigenen Hirngespinste nicht selbst ausbaden zu müssen: darauf dürfen Sie ganz felsenfest bauen, das ist im linken Spektrum die Konstante, die noch niemals gebrochen wurde:
Porsche für den LINKEN-Chef. Hummer für Frau Wagenknecht. Maserati-Dienstwagen für Berliner Sozialhelfer. Eine Störer-freie Schule für Frau Ypsilantis Nachwuchs.

Passt schon.




Die Panikmacher – wirklich?

Patrick BahnersPatrick Bahners (Foto), seit 2001 Feuilletonchef der FAZ, hat ein Buch verfasst, ein bemerkenswertes Buch. In gelehrigem Ton versucht er, etwas über die Islamkritiker zu schreiben und darüber aufzuklären, dass diese nur Panik verbreiten wollen. Zu den Ursachen der Islamkritik fällt ihm dabei leider herzlich wenig ein, müsste er dazu doch tiefer in die Materie einsteigen, als er es in seinem Buch vermag.

(Von Eckhardt Kiwitt, Freising, mit Dank an Christian F.)

In einem Vorabdruck in der FAS vom 13. Februar 2011 ist zu lesen:

Sie predigen in apokalyptischem Ton, sie schreiben dem Islam eine kriegerische Natur zu, die ein friedliches Zusammenleben mit Muslimen unmöglich macht. Islamkritiker schüren Panik. Und die Politiker beteiligen sich am Aufwiegeln, um abzuwiegeln. Aus Angst vor der Angst.

Herr Bahners, wir weisen nicht auf das Weltende – die Apokalypse – hin, denn wir sind nicht die „Zeugen Jehovas“, schreiben dem Islam aber durchaus eine kriegerische Natur zu, die man in seiner gesamten Geschichte bis heute nachvollziehen kann und die es zu überwinden gilt. So, wie die Bibel heute als historisiert gilt und das orthodoxe Christentum wie auch das orthodoxe Judentum dank der Europäischen Aufklärung gezähmt wurden (von wenigen Wirrköpfen und Hinterwäldlern in beiden Lagern abgesehen, die es z.B. in Deutschland, in den USA, aber auch in Israel zweifellos gibt und die meinen, das AT [Tanach], das NT oder die Thora im alltäglichen Leben buchstabengetreu umsetzen zu müssen), so muss auch der Koran historisiert werden und der Islam eine Phase der Aufklärung durchmachen.

Kritik an den Offenbarungen und Lehren des Propheten Mohammed begleitet die Geschichte des Islam von Anfang an: die Anklage kriegerischer Methoden der Verbreitung des Glaubens, der Zweifel an der Neuartigkeit und dem Reichtum der koranischen Botschaft, die Frage nach der Anthropologie hinter dem Gottesbild. Eine reichhaltige Literatur beschreibt den Zustand der muslimischen Länder in der Neuzeit pathologisch und macht als Ursachen der Entwicklungsrückstände Grundphänomene der islamischen Kultur namhaft, von der Abwesenheit einer verfassten Kirche über die Autorität der Rechtsgelehrten bis zur Verehrung des Korans.

Wo mögen die Ursachen für die Rückständigkeit der islamischen Welt zu finden sein wenn nicht ebendort? Ist es der „böse Westen“, der die muslimischen Völker hindert, endlich im 21. Jhdt. anzukommen weil er sie angeblich unterdrückt, gar kolonisiert? Als Napoleon Bonaparte mit seiner Flotte gen Alexandria in Unterägypten fuhr, mussten die Muslime dort schmerzlich erfahren, dass sie „dem Westen“ weit unterlegen waren, obwohl sie bis dahin der festen Überzeugung waren, die in jeder Hinsicht Überlegenen zu sein. Daran hat sich bis heute wohl nichts geändert; aus der islamischen Welt kommen seit vielen Jahrhunderten jedoch keine Impulse in Wissenschaft, Technologie etc., worüber der Münchner Soziologe Dan Diner in seinem Buch „Versiegelte Zeit – Über den Stillstand in der islamischen Welt“ ausführlich schreibt. Die Zahl der muslimischen Nobelpreisträger kann man an den Fingern seiner zwei Hände abzählen, und das bei einer muslimischen Weltbevölkerung von ca. 1,3 bis 1,5 Milliarden. Wer hindert die daran, kreativ zu sein oder verbietet es ihnen gar?

Von dieser Kritik am Islam ist die Islamkritik zu unterscheiden, die sich in neuester Zeit als politische Bewegung formiert hat. Sie ist eine Reaktion auf die massenhafte Einwanderung von Muslimen nach Europa. Diese Islamkritik deutet die sozialen Probleme der Eingliederung der Einwanderer als Indizien einer politischen Gefahr. Die Souveränität der demokratischen Staaten werde untergraben, ihre Rechtsordnungen würden unterwandert. Dem Islam wird eine unbezähmbare kriegerische Natur zugeschrieben, die ein friedliches Zusammenleben mit Muslimen unmöglich mache.

Mit Verlaub, Herr Bahners: Die Islamkritik ist keine Reaktion auf die massenhafte Einwanderung von Muslimen nach Europa. Sie ist vielmehr eine Reaktion auf die mangelnde Integrationsbereitschaft, ja oft sogar offensive Integrationsverweigerung vieler Muslime, die hier Sonderrechte für sich einfordern und oft auch zugestanden bekommen wie z.B. Befreiung vom Sport- und / oder Sexualkunde-Unterricht ihrer Kinder, Nichtteilnahme an Klassenfahrten, Befreiung ihrer Kinder vom Musikunterricht, die Umstellung der Mittagsverpflegung für alle Kinder in den Kantinen der Schulen gemäß islamischer Essensvorschriften, also ohne Schweinefleisch, …
Derartige Dreistigkeiten erlaubt sich m.W. keine andere Gruppe von Zuwanderern – nur Muslime. Von Hindus, Buddhisten etc. sind mir derartige Forderungen nicht bekannt. Auch integrieren sich z.B. Vietnamesen, Filipinos, nicht-muslimische Schwarzafrikaner und viele andere Immigranten bereits in der ersten, spätestens in der zweiten Generation bestens bei uns. Nur Muslime haben häufig ein Problem damit, sich in eine nach unseren Vorstellungen freiheitliche, demokratische und rechtsstaatlich verfasste Gesellschaft oder in eine andere nicht-islamische Gesellschaft aktiv zu integrieren. Woran mag das liegen, Herr Bahners? Könnte das etwas mit dem Herrschaftsanspruch des Islams zu tun haben, der sich eindeutig aus dem Koran (z.B. Sure 2 Vers 115) ergibt?

„Und Allah gehört der Osten und der Westen; wo immer ihr euch also hinwendet, dort ist das Antlitz Allahs. Wahrlich, Allah ist Allumfassend, Allwissend.“

Die Radikalität des Konzepts sticht ins Auge. Alle Irritationen und Friktionen, die entstehen, wenn sich in großer Zahl Menschen hier ansiedeln, die unsere Sprache mühsam lernen müssen, oft nur eine rudimentäre Schulbildung genossen haben und keine Formen für die Befriedigung ihrer religiösen Alltagsbedürfnisse vorfinden, werden auf eine Wurzel zurückgeführt, den Machtanspruch des Islam. Die Dynamik des Prozesses, den die Islamkritik an die Wand malt, ergibt sich aus der Annahme der Korrelation von religiöser Bindung und sozialer Entfremdung. Frömmigkeit ist Index der Desintegration. Da fromme Muslime angeblich mehr Kinder zeugen, Thilo Sarrazins „Kopftuchmädchen“, folgt: Je mehr Muslime es hier gibt, desto weniger passt der einzelne hierher. Diese Hochrechnung gibt dem Vorbringen der Islamkritik die Dringlichkeit, ihrer Predigt den apokalyptischen Ton: In der Zukunft ist es, natürlich, zu spät.

Nicht erst in der Zukunft, Herr Bahners! Vorauseilend bemüht man sich im „Westen“ bisweilen, möglichen Forderungen von muslimischer Seite vorzugreifen um ihre „religiösen Gefühle“ – was immer das sein mag; Glaubensemotionen vielleicht? – nicht zu „beleidigen“, übersieht dabei jedoch geflissentlich, dass man „religiöse Gefühle“, eine Religion oder einen seit weit über tausend Jahren toten „Propheten“ gar nicht beleidigen kann. Denn die müssten sich jeweils „beleidigt“ fühlen und deswegen Anzeige erstatten bzw. vor Gericht Klage erheben. Soll ich den „religiösen Gefühlen“ jetzt viel Erfolg mit ihrer Klageerhebung wünschen? Das erspare ich mir.

Die Ängste verstehen

Gerade die Einrichtungen, mit denen wir die Eingliederung erleichtern wollen, dienen in der Sicht der Islamkritik dem Feind als Brückenköpfe. Der Verteidigung unserer Lebensform steht unsere Liberalität im Weg. Die Religionsfreiheit, auf den Islam angewandt, wird zur Garantie für eine Fremd-Religion, einen Gottesstaat im Staate. So muss die Islamkritik gegen unsere Intuitionen, unseren Stolz, unsere besseren Geister argumentieren. Sie ist die Ausgeburt einer Gesellschaft, die an ihre eigene Integrationskraft nicht mehr glaubt.

Wie beurteilen Sie, Herr Bahners, dann diesen Satz von Carlo Schmid, einem der geistigen Väter unseres deutschen Grundgesetzes: „Ich für meinen Teil bin der Meinung, daß es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, daß sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft. Ja, ich möchte weiter gehen. Ich möchte sagen: Demokratie ist nur dort mehr als ein Produkt einer bloßen Zweckmäßigkeitsentscheidung, wo man den Mut hat, an sie als etwas für die Würde des Menschen Notwendiges zu glauben. Wenn man aber diesen Mut hat, dann muß man auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.“

Sollen wir den Muslimen mit ihren oft unverschämten Forderungen solange entgegenkommen, bis wir aus reiner Toleranzduselei unsere Werte und Grundlagen des freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaats preisgegeben haben?

Henryk M. Broder schreibt dazu in seiner „Kritik der reinen Toleranz“ treffend: „Tolerieren bedeutet wörtlich dulden, gewähren lassen. Wer die Güte hat, jemand zu dulden, hat auch die Macht, ihn zu vernichten, wenn er es sich anders überlegt hat.“

Nun liegt es mir fern, jemanden zu vernichten, da ich das Töten anderer Menschen grundsätzlich ablehne und dazu nicht bereit bin. Selbst auf der Straße oder dem Gehsteig achte ich tunlichst darauf, keine Ameise zu zertreten (dürfen Sie mir glauben oder nicht, aber so ist es).

Die Islamkritik ist global und provinziell zugleich. Ihre Sätze bilden einen Code, der universell verwendbar und benutzerfreundlich ist. Amerikanische Staatsmänner bestreiten mit den Elementarsätzen welthistorische Vorlesungen, französische Starphilosophen bebildern mit ihnen eine sophistische Ethik. Dem Islamkritiker macht es nichts aus, wenn er zeitweise allein auf weiter Flur zu stehen scheint. Die Gleichgültigkeit weiter Teile der Gesellschaft bestätigt das islamkritische Weltbild: Es macht den Islam so gefährlich, dass seine Gefährlichkeit verkannt wird.

Herr Bahners, machen Sie bitte mal Urlaub! Z.B. auf den Malediven. Da ich davon ausgehe, dass Sie nicht so bescheuert sind, zum Islam konvertiert zu sein, tragen Sie dann bitte eine Halskette mit einem christlichen Kreuz oder führen Sie ein buddhistisches Symbol bei sich. Das wird Ihnen bei der Einreise abgenommen werden, selbst wenn Sie es im Portemonnaie „verstecken“. Oder versuchen Sie, dort eine Flasche Bier oder Wein einzuführen. Sie könnten es ebenso gut mit einer Woche Urlaub in Saudi-Arabien versuchen, sofern Sie als Nicht-Moslem dort überhaupt einreisen dürfen. Als Atheist empfehle ich Ihnen: Nehmen Sie eine Bibel mit; versuchen Sie, in Mekka den Moschee-Bereich rund um die Kaaba zu betreten. Da haben Sie als Nicht-Moslem allerdings keine Chance und können die Toleranz und Friedfertigkeit des real existierenden Islams hautnah erleben. Kritisieren Sie in Saudi-Arabien den Koran oder den „Propheten“ des Islams in einer Weise, wie man das hierzulande mittels Karikaturen, Blog-Kommentaren oder Aufsätzen ungestraft tun darf – eine „fröhliche öffentliche Hinrichtung“ wäre Ihnen deswegen dort garantiert.

Herr Bahners, haben Sie jemals darüber nachgedacht, warum alle Länder, in denen der Islam Staatsreligion ist, Diktaturen sind? Es liegt an dem im Islam fundierten totalitären Herrschaftsprinzip, dem Islam-Prinzip.

Den Rest von Bahners’ Ausführungen zu kommentieren erspare ich mir an dieser Stelle, überlasse es gern jedem PI-Leser, Bahners weiter zu folgen:

Im November 2010 sagte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier der „Frankfurter Rundschau“: „Man muss verstehen: Wenn von Islam die Rede ist, erfahren unsere Bürger aus den Medien das in den letzten Jahren in der Regel mit Blut, mit Terror und Tod. Die friedliche Religion des Islam ist nicht das, was unsere Bürger wahrnehmen. Wenn Menschen ständig Angst davor haben, dass sie irgendwo hochgebombt werden im Namen Allahs, dass sie dann eine kritische Haltung zu diesem Thema einnehmen, ich glaube, das kann jeder verstehen.“ Bouffier war elf Jahre lang Polizeiminister. Er weiß, dass es sehr unvernünftig ist, wenn Pendler in der S-Bahn nach Frankfurt ständig Angst vor Bombenanschlägen haben – obwohl das Frankfurter Bankenviertel zweifellos seinen festen Platz in den Szenarien islamischer Terroristen hat. Diese Angst ist schon dann unvernünftig, wenn man sich nicht von jeder islamfeindlichen Schlagzeile der „Bild“-Zeitung zusätzlich in Unruhe versetzen lässt. Ständige Angst begünstigt die Kurzschlussreaktionen und den Fehlalarm, sie zerstört das Alltagsvertrauen und das Selbstbewusstsein. Dass die Bürger aber den Kreis der Angstobjekte auch noch ausdehnen auf die Moschee, den türkischen Kulturverein und den arabischen Gebrauchtwagenhandel, dazu sagt Bouffier nur, dass man es verstehen müsse.

Man stolpert darüber, dass Bouffier die instinktive Abwehr und das überschießende Misstrauen der verängstigten Bürger zur kritischen Haltung nobilitiert. Haltung setzt doch ein gewisses Maß an Ruhe voraus, ein Minimum an Selbstdistanz. Bouffier nimmt die Panik der Zeitungsleser und Fernsehkonsumenten als gegeben hin, als die Grundtatsache der Islamdiskussion, der Politiker ihre Beiträge anpassen müssen. Muslimischen Repräsentanten würde ein solcher Defätismus gegenüber den Befindlichkeiten ihrer Klientel nicht nachgesehen. Wir verstehen zwar, dass algerische Zeitungsleser, die in breitester Ausführlichkeit über die Kämpfe in Afghanistan und die Lage in den Palästinensergebieten unterrichtet werden, einen Groll auf den Westen kultivieren, den sie in der Regel mit Blut, Krieg und Tod zusammenbringen. Aber wir erwarten von den Muslimen wenigstens im Westen, wo die Presse frei ist, dass sie Anstrengungen unternehmen, die Indoktrinierung zu überwinden. Und wenn muslimische Leser deutscher Zeitungen sich darüber beschweren, dass über den Islam fast nur im Zusammenhang mit Terrorismus, Ehrenmorden und Zwangsehen berichtet werde, dann erinnern wir daran, dass Medien immer schlechte Nachrichten in den Vordergrund stellen, und weisen die Beschwerde zurück. Mit wie gutem Gewissen eigentlich?

Extremsport Moralkritik

Die Behauptungen der Islamkritik haben den Weg in die gute Gesellschaft und in die republikanische Öffentlichkeit gefunden, sind salonfähig geworden, agorafähig und fernsehtauglich. Wie ist der Widerstand überwunden worden, den der Alltagsverstand, die instinktive Liberalität des mitbürgerlichen Daseins, den schrecklichen Vereinfachungen entgegensetzen müsste?

Henryk M. Broder, früher „Spiegel“-Autor, neuerdings bei Springer, ist der wichtigste Vermittler zwischen den Sonderwelten der Islamkritik und der allgemeinen Öffentlichkeit. Der Betreiber des Blogs „Die Achse des Guten“ ist ein Stratege des Meinungskampfes, der sich selbst in die Schlacht wirft und mit den Exzessen seines unermüdlichen Wortwitzes Bewunderung auf sich zieht wie ein Extremsportler.

Durch seine Hingabe an den Krawall entsteht der Eindruck, er nehme sich nicht zu ernst. Seinen Überspitzungen wird eine zweigeteilte Rezeption zuteil. Als Berserker der reinen, inkorrekten, hässlichen Wahrheit ist Broder das Idol in den Schattenboxclubs der Bloggerszene. Ein urbanes Publikum goutiert die artistischen Volten der maßlosen Polemik als symbolische Übersprungshandlungen einer zeitgemäßen Liberalität. „Ich halte Toleranz für keine Tugend, sondern für eine Schwäche – und Intoleranz für ein Gebot der Stunde.“ Die Umwertung aller Werte ist ein bewährtes Verfahren der Aphoristik. Mit Paradoxien werden konventionelle Begriffe von Gut und Böse attackiert. Aber soll die Moral dadurch über sich aufgeklärt werden? Oder soll sie weichen?

Seit einem Jahrzehnt wird die deutsche Öffentlichkeit regelmäßig von Reprisen der Leitkultur-Debatte heimgesucht. Das Vulgäre des Begriffs hätte abschrecken müssen, die Verdopplung des Vorbildlichen, das zur Definition der Kultur schon gehört, durch die auftrumpfende Vorsilbe. Einstweilen ist die Prägekraft der christlichen Tugend der Dezenz noch so stark, dass noch kein Leitkultur-Kongress zu Papier gebracht hat, worum die Debatte insgeheim kreist: eine Theorie der inneren Barbaren.

Phrasen der Leitkultur

Auch der Parteivorstand der CDU brachte mit seinem Leitantrag über die Leitkultur für den Karlsruher Parteitag im November 2010 kein echtes leitwölfisches Zähnefletschen zustande: „Unsere kulturellen Werte, geprägt durch die Philosophie der Antike, die christlich-jüdische Tradition, die Aufklärung und historischen Erfahrungen sind die Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bilden die Leitkultur in Deutschland, der sich die CDU besonders verpflichtet weiß.“ Der Nachsatz klingt erst recht nach einer Kreidemahlzeit: „Wir erwarten von denjenigen, die zu uns kommen, dass sie diese respektieren und unter Wahrung ihrer persönlichen Identität auch anerkennen.“ Wenn’s weiter nichts ist!

Das Verdruckste der Leitkultur-Politik aus dem Phrasenkatalog hat etwas Komisches, das beim ersten Lesen beruhigen mag. Aber lässt man den unfreien Duktus auf sich wirken, muss er trübsinnig stimmen. Wir haben ein Bekenntnis vor uns, mit dem die CDU aufschließen möchte zur republikanischen Tradition Frankreichs und Amerikas. Doch jedes einzelne Wort dient einzig und allein der Beschwichtigung. Der Muslim muss sich unterordnen, raschelt es beim Schnelldurchgang durch die Philosophiegeschichte im Antragspapier. Warum sagt man’s ihm dann nicht direkt?

Die Ängste der Menschen ernst nehmen: Das ist seit dem Schweizer Minarettvotum die Losung einer Integrationspolitik, die Desintegrationserscheinungen an der Basis des politischen Systems verhindern will. Aus den Augen hat man mit der Zeit verloren, dass man den Menschen die Ängste nehmen sollte, wo sie unbegründet oder maßlos sind. Im Streit um die dänischen Mohammed-Karikaturen hat man den Muslimen verdeutlicht, die republikanische Weltöffentlichkeit könne auf ihre Empfindlichkeiten keine Rücksicht nehmen, wenn sie den Zusammenhang von Religion und Terror verhandele. Des Weiteren hat man ihnen zu verstehen gegeben, sie redeten sich ihre Verletzungen doch nur ein, um sich beschweren zu können. Mittlerweile gilt in den Islamdebatten das Prinzip der Rücksichtnahme auf die Nichtmuslime, deren Sorgen zu beachtlichen Anteilen eingebildet sind. Nach pragmatischen Regeln eines schier endlosen Anhörungsprozesses, die sich in der Lokalpolitik bei der Moderation von Moscheebauverfahren schlecht und recht bewährt haben, wird inzwischen die nationale Öffentlichkeit behandelt, die in einen dauerhaften psychischen Ausnahmezustand abzurutschen droht.

Das „offene Reden“ über die „Tatsachen“ des Zusammenlebens mit Eingewanderten reproduziert ein pawlowsches System von Reizwörtern. Vielleicht überblicken die Politiker nicht, welche Bedeutungen ein Publikum mit diesen Vokabeln unweigerlich assoziiert, das über viele Jahre in Bestsellern, Internetforen und Zeitungsreportagen wieder und wieder dasselbe gelesen hat. Die Kernthese der Islamkritik, dass die Religion der Muslime der wahre Grund aller Probleme muslimischer Einwanderer ist, wird von Politikern gelegentlich ausdrücklich verneint. Doch das fällt kaum ins Gewicht neben dem durchgehenden Rückgriff auf ein Ensemble von Gemeinplätzen, das von dieser These zusammengehalten wird.

Es widerspricht der Erfahrung, dass Asozialität und Frömmigkeit korrelieren, dass also gerade die Phänomene des zerstörerischen und selbstzerstörerischen Verhaltens in Milieus der Chancenarmen, die auch die Öffentlichkeit jenseits des Fanpublikums der Islamkritiker beunruhigen, Folgen religiöser Disziplinierung sein sollen. Aber die islamkritische These bezwingt durch ihre Simplizität, und die Kautelen, mit denen Politiker islamkritische Topoi versehen, steigern in den Augen der Überzeugten als klägliche Reste der einstmals herrschenden politischen Korrektheit noch einmal die Evidenz der These.

Ein Teufelskreis

Wie sollen Christdemokraten, die sich vom Wortlaut des Leitantrags von Karlsruhe leiten lassen, die 58,4 Prozent der Deutschen ernst nehmen, die nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung der Aussage zustimmen, dass für Muslime die Religionsausübung erheblich eingeschränkt werden sollte? Indem sie ihnen sagen: „Schlagen Sie sich das aus dem Kopf. Lesen Sie noch einmal im Grundgesetz nach, studieren Sie die Klassiker der Aufklärung und bedenken Sie unsere historischen Erfahrungen, insbesondere was die Behandlung der Juden durch die Christen betrifft. Und wenn Sie einen Philosophen der Antike zitieren wollen, dann erinnern Sie sich daran, dass die Stadtstaaten des Altertums Staatsreligionen hatten und der eigentliche Gegenstand der Verehrung der Staat selbst war. Das wollen wir in Deutschland nicht.“

Wenn die Politiker meinen, die Wunschbilder eines Deutschland ohne Muslime würden schon wieder verfliegen, wenn nur weiterhin hierzulande kein großer Terroranschlag geschehe und irgendwann die Imamausbildung an hiesigen Universitäten beginne, dann nehmen sie die Bürger nicht ernst. Wo Ernstnehmen bedeutet, Vorurteile stehenzulassen, schwelen zu lassen, wuchern zu lassen, da schließt sich ein rhetorischer Teufelskreis: Die Politiker beteiligen sich am Aufwiegeln, um abzuwiegeln, aus Angst vor der Angst.

Ein Vorabdruck: „Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam. Eine Streitschrift“. Verlag C. H. Beck, München 2011. Das Buch erscheint am 19. Februar.

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» PI: Islamkritik und Donaldismus
» Fakten & Fiktionen: Patrick Bahners – weiteres islamisches U-Boot bei der FAZ




Der Norden steht auf!

Landeswappen Schleswig-HolsteinsEs tut sich was. Schleswig-Holstein nimmt die kulturelle Verwahrlosung und dessen Folgen nicht mehr länger hin. Nachdem mit Rendsburg und Kiel bereits tatkräftige PI-Gruppen vor Ort sind, ist jetzt in Lübeck der nächste PI-Standort geboren.

(Von Michael Böthel)

Die Aktion “Polizei in Lübeck verbietet Wulff-Kritik” und die gewalttätig angegriffenen Infostände in Hamburg, haben bei den Hansestädtern ein Feuer entfacht, mit netten Info- und Protestaktionen sowie aufklärenden Berichten dem Spuk, wie z.B. der “importierten Respektlosigkeit”, entgegenzutreten.

Jeder Bürger aus dem Südosten des nördlichsten Bundeslandes, der die PI-Werte vertritt, und aktiv für unsere westlichen, freiheitlichen Werte eintreten will, ist herzlich eingeladen mit pi-luebeck@t-online.de Kontakt aufzunehmen.

Der PI-Gruppe Lübeck wünschen wir alles Gute und “allezeit eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“!

(Bild oben: Das Landeswappen Schleswig-Holsteins)




Fernsehpfarrer bereitet Fusion mit dem Islam vor

Ulrich HaagKeine Angst, ganz so weit, wie der Titel vermuten lässt, ist es noch nicht. Es gibt noch keine tiefergehenden Gespräche, noch keine due-diliguence-Prüfung der Assets der EKD, die z.B. deren Gebäude auf „Moscheetauglichkeit“ untersucht. Aber eines gibt es seit dem gestrigen „Wort zum Sonntag“ von ARD-Pfarrer Ulrich Haag (Foto) ganz sicher: Die unverhohlene Erklärung, dass mindestens Teile der EKD aus Angst vor einer „Feindlichen Übernahme“ durch den weltlichen Materialismus im Islam den „Weißen Ritter“ sehen, der sie eines Tages vor den bösen Ungläubigen retten könnte.

(Von Thorsten M.)

Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich ist es anrührend, wenn in Kairo nach den dortigen Christenverfolgungen über die hier immer wieder berichtet werden musste, Christen und Moslems bei den aktuellen Demonstrationen sich gegenseitig beim Beten auf der Straße gegen die Polizei schützen.

Nur sollte deshalb ein Pfarrer, dessen Aufgabe es ist, die Gläubigen wie ein guter Hirte zu führen, nicht vor lauter Rührung gleich vor großem Publikum jegliche Orientierung verlieren.

Es ist eine sachlich richtige Feststellung, dass Machthaber – egal ob in Leipzig vor 20 Jahren oder heute in Kairo – Menschen fürchten, die durch einen tiefen Glauben an etwas transzendentes, weniger Angst haben vor weltlicher Repression. Es ist auch durchaus gut so, dass es solche Menschen gibt. Denn erst wenn jeder Mensch nur noch rational-ich-bezogen denkt und handelt, ist der Staat allmächtig.

Aber man sollte als Pfarrer trotzdem nicht vergessen, dass es nach der christlichen Lehre über den Weg des Herrn Mohammed keinen Zugang zum Paradies gibt, schon gar nicht, wenn man ihn – wie jüngst wieder in Moskau – versucht mit einem Sprengstoffgürtel unter dem Pullover zu beschreiten.

Davon ist unser Herr Haag aber meilenweit entfernt, wenn er gestern im Fernsehen vor Hunderttausenden – wenn nicht Millionen – predigt:

„Und lamentieren die Religionswächter. Denn ihre Gläubigen lassen sich plötzlich nicht mehr teilen. In falsch und richtig. In Gottesverehrer und Gottesverächter. Doch die Sehnsucht der Menschen, aufrichtig und unverstellt zu Gott zu sprechen, ist unausrottbar. Wo Menschen sich aufrichtig an Gott wenden, verschwindet das, was sie trennt. Sie erkennen: Der neben mir hat das gleiche Anliegen. Er betet vielleicht mit anderen Worten, mit anderen Gesten. Aber mit derselben Haltung. Mit derselben Hingabe an den, dessen Kinder wir sind. Alle. Gleich welcher Herkunft. Gleich welcher Religion.“

Wer sich so äußert, versündigt sich nach dem Selbstverständnis aller vorangegangener Pfarrers- und Missionarsgenerationen seit Jesus, am Seelenheil der „Ungläubigen“. Schließlich muss sich nach solchen Äußerungen unseres deutschen Klerus kein Moslem mehr auf einem Irrweg verorten, fühlt er sich vielmehr in seiner Sicht, eine Weiterentwicklung, ein Nachfolger des Christentums zu sein, bestätigt! Ein solcher Pfarrer versündigt sich aber vor allem auch an den vielen Millionen Agnostikern, die die deutsche Amtskirche mit solchem Religionsrelativismus immer mehr in das Lager der Atheisten treibt. Wer soll schließlich mit ein bisschen Kenntnis des Islam eine Kirche noch Ernst nehmen, die einem nahe legt, dass Moslems zum selben Gott beten wie Christen – nur eben in andere Worte gekleidet? Was soll man von einem Klerus noch halten, der sich alles zurecht biegt, wie er es gerade braucht und keine „ewigen Wahrheiten“ mehr bereit hält, offenbar auch keinen Irrglauben mehr kennt?!

Die Evangelische Kirche in Deutschland hat nur dann eine Zukunft, wenn sie solche Irrlichter wie ihren Pfarrer Haag, wieder zur Ordnung ruft. Sie muss wieder ein klares Bekenntnis zur Mission und zum Evangelium ablegen – oder ihre spärlichen Reste werden in nichteinmal 100 Jahren unter das Dach der Katholischen Kirche zurück kriechen.

Sie wird darüber hinaus aber nur dann weiterhin eine dauerhafte Hauptrolle in der deutschen Gesellschaft spielen können, wenn sie sich endlich wieder als Wahrer unserer Herkunft, Kultur und Sitten begreift. Über diesen Weg hat übrigens die Russisch-Orthodoxe Kirche nach 70 Jahren staatlich verordnetem Atheismus ihren Weg wieder in die Mitte der russischen Gesellschaft gefunden.

Nur wenn dieser Nutzen für Zusammenhalt und Zusammenleben der Gesellschaft erkennbar ist, werden nämlich auch die vielen Millionen weltlichen Agnostiker in Deutschland eine vom eigenen Glauben unabhängige wichtige Rolle der Kirchen anerkennen und auf eine weitere Säkularisierung verzichten. Eine Evangelische Kirche, die sich in Negierung dieses identitätswahrenden Auftrags um die Chimäre eine „Weltgemeinschaft betender Menschen gegen den Materialismus“ bemüht, wird zwischen und unter alle Räder kommen. Der Islam wird sie über die Demographie genüßlich absorbieren. (Schließlich werden kaum Kinder von Moslems mit Evangelischen noch getauft.)

Übrigens ist es nicht ohne Ironie, wenn ausgerechnet ein bestens staatlich alimentierter Fernsehpfarrer (GEZ + Kirchensteuer) beklagt, dass überall die Herrscher „Kultbeamte eingesetzt“ und über diese „Gebete in Formeln gepresst“ haben, um die Menschen zu kontrollieren. Genau als solcher lebt er und betätigt er sich schließlich, wenn er hier versucht, die christliche Lehre in die Multikulti-Staatsdoktrin einzubauen.

» ulrich.haag@wort-zum-sonntag.de




Islamunterricht an britischen Schulen

Islamunterricht an britischen SchulenWährend es in Deutschland im Islamunterricht (noch) bei verbalen Attacken gegen die Kuffar bleibt (PI berichtete), geht es in Großbritannien bereits handgreiflich zu Sache. Aufnahmen einer versteckten Kamera des Senders Channel 4 zeigen, wie Schüler im Unterricht verprügelt werden und man ihnen beibringt, Hindus würden Kuhurin zu trinken.

Jetzt mit Video!

Der Lehrer beschimpft die ungläubigen Juden, Christen, Atheisten und Hindus als „schlimmste Kreaturen“ und warnt:

„Ihr seid nicht wie die Nichtmuslime da draußen. All das Böse, das ihr in den Straßen seht, Leute, die kein anständiges Kopftuch auf haben, Leute, die rauchen… ihr solltet es hassen. Ihr solltet es hassen, diese Straße entlang zu gehen.“

Diese Lehren werden den Schülern, von denen die jüngsten erst sechs Jahre alt sind, mit Worten und Hieben eingebläut.

Ein Ausschnitt aus dem Film, der morgen Abend um 20 Uhr britischer Zeit auf Channel 4 gesendet wird, soll nach der Erstausstrahlung hier zu sehen sein:

(Spürnasen: Alex Lund und FrankDalton)




Islamunterricht an deutschen Schulen

Islamunterricht in DeutschlandWollten Sie auch schon einmal wissen, was in deutschen Schulen im islamischen Religionsunterricht gelehrt wird? Während man christlichen Religionsunterricht Friede, Toleranz und Nächstenliebe predigt, klingt es im Islamunterricht etwas anders: Der Koran ist verbindliches Gesetz für alle Menschen. Wer der Thora oder der Bibel folgt „kommt in die Hölle für die Ewigkeit“. Den Originalton hören Sie in nachfolgendem Video.

(Spürnase: lorbas)




Schweizer wollen sich nicht entwaffnen lassen

Linke Waffeninitiative NeinNach den ersten Hochrechnungen zur sogenannten „Initiative zum Schutz vor Waffengewalt“, die dem Bürger sein Recht zur Selbstverteidigung nehmen wollte und die Schweiz insgesamt kaum sicherer gemacht hätte, kann von einem klaren Nein ausgegangen werden. 57 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sind demnach dagegen, ein Stück persönliche Freiheit aufzugeben und sich entwaffnen zu lassen. 14 von 26 Kantonen sind ausgezählt.

Update: Die „Waffenschutzinitiative“ ist bereits am Ständemehr (der Mehrheit der Kantone) gescheitert und hat darum keine Chance.

Die Resultate sehen Sie hier im Detail:

Ebenfalls interessant: Im Kanton Bern wurde über ein neues Kernkraftwerk am bisherigen Standort in Mühleberg abgestimmt. Gemäß den Hochrechnungen sind 52 Prozent der Berner für dieses Kraftwerk und sagen damit Ja zum Atomstrom.




Propagandakampf um „Waffenschutzinitiative“

WaffenschutzinitiativeHeute entscheidet das Schweizer Volk über eine von den Linken entworfene Volksinitiative, die die Armeewaffenaufbewahrung zuhause verbieten soll. Darüber hinaus geht es um eine massive Einschränkung des privaten Waffenbesitzes generell.

Das Recht, eine des rechtschaffenen Bürgers, eine Waffe zu besitzen, soll ihm genommen werden, wohingegen Verbrecher, die sich wenig um Gesetze kümmern, weiterhin Waffen tragen werden. Die Linken argumentieren mit dem Schutz des Lebens und der Familie, als ob der durchschnittliche Schweizer Familienvater ein amoklaufender Mörder wäre. Die Abstimmungspropaganda von Linken und Bürgerlichen sehen Sie in den Fotos oben. Über den Ausgang der Abstimmung werden wir Sie auf PI auf dem Laufenden halten.




Bremen: Rassismus-Urteil gegen Diskobetreiber

Der linksrüne Stadtstaat Bremen spielt oft den Vorreiter für die zu erwartende Zukunft im gesamten Bundesgebiet. So wurde dort nun der Betreiber einer Disko wegen „Diskriminierung“ verurteilt, weil die Sicherheit einem „Studenten“ wegen dessen „Hautfarbe“ den Zutritt verweigerte.

Die taz freut sich:

Gericht verurteilt Rassismus

Wegen seiner Hautfarbe bekam ein Student Disko-Verbot. Ein klarer Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgesetz – stellte erstmals ein Bremer Richter fest.

Recht bekommen hat ein 29-jähriger Jura-Student, der sich durch den Türsteher einer Bremer Disko diskriminiert fühlte. Der hatte ihm den Einlass verwehrt: Grund dafür war die Hautfarbe des Studenten, bestätigten mehrere ZeugInnen. Ein klarer Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das seit 2006 gilt. Das Amtsgericht verhängte ein Schmerzensgeld in Höhe von 300 Euro.

Es blieb damit etwas unter den geforderten 500 Euro. „Dabei spielte unter anderem die Uhrzeit eine Rolle“, so Richter Heinrich Auffarth: Die Disko hätte ohnehin nur noch eine Stunde offen gehabt, die Zahl der Wartenden war klein. „Es war nicht so, dass er vor 100 Leuten bloß gestellt worden wäre und eine ernsthafte Rufschädigung erlitten hätte“, so der Vorsitzende. Außer den Bekannten des Klägers habe den Vorgang aber kaum jemand mitbekommen, „und die haben sich mit ihm solidarisiert“.
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Im Verfahren sagten sie als ZeugInnen aus. Besondere Schwierigkeit: Es gibt, bis auf einen analogen Fall aus Oldenburg, offenbar keine vergleichbaren rechtskräftigen Urteile. Die Fachliteratur zum Thema fasst Auffarth mit dem Begriff „spärlich“ zusammen.

Befund, den auch Kläger-Anwalt Gregor Schäfer teilt. „Außer dem Oldenburger Urteil ist auch mir keins bekannt“, sagt er. „Ich war ganz perplex, als ich mich auf den Fall vorbereitet habe.“ Das Urteil wertet er als Erfolg: „Meinem Mandanten war nicht die Höhe des Schmerzensgeldes wichtig, sondern dass überhaupt die Diskriminierung festgestellt und bestraft wird.“ Denn davon, dass ähnliche Fälle sich häufig ereignen, ist auszugehen. Und die jetzt verurteilte Disko ist zweifellos nicht die einzige, deren Türsteher rassistischen Kriterien folgen. Auch sein Mandant habe ähnliche Diskriminierung schon zuvor und bei anderen Lokalen erfahren, bestätigt Schäfer. Bloß war da oft die Beweislage weniger günstig gewesen.

Im Dezember 2009 hatte sich der junge Mann mit Schul-FreundInnen getroffen, man war gemeinsam auf einer Party gewesen, und wollte anschließend noch abtanzen. Also auf in die Disko. Einer aus der Gruppe, blond und blaue Augen, stand vor ihm in der Schlange. Keine Beanstandung. Er aber – chic gewandet und im Wintermantel – bekam zu hören: „Läuft nicht.“ Warum? Das „Gesamtbild“ passe nicht. Bloß konnte sich der Türsteher an das anstößige Outfit nicht klar erinnern. Mal führte er einen angeblich hohen Alkoholpegel an, mal sprach er von einem „Gangsteroutfit“. Sein Kollege behauptete gar, der junge Mann habe im T-Shirt vor der Tür gestanden. Ohne Jacke. Im Dezember.

Es müsse doch endlich „jemand anfangen, sich zu wehren gegen den Rassismus“, hatte der Kläger zu Prozessbeginn gesagt. Gerichtlich ist das möglich seit Inkrafttreten des AGG. Bei der Verabschiedung hatten Kritiker vor einer Klageflut gewarnt. Das jetzige Urteil ist rechtskräftig – und das erste seiner Art in Bremen. (Az: 25 C 0278/10)

Der für das Urteil verantwortliche Richter Heinrich Auffarth kandidiert für die SPD in Bremen-Oberneuland

» PI-Gruppe Bremen: Aufruf zur Mitarbeit
» Wahlkampf: BIW bitten in JF um Unterstützung

(Herzlichen Dank allen Spürnasen)




Polizei Glasgow: Frauen nachts nicht alleine raus

In der britischen Großstadt Glasgow hat die Polizei nach der brutalen Vergewaltigung einer 37-Jährigen durch drei Rechtgläubige aus dem Morgenland alle Frauen dazu aufgerufen, nachts besser nicht mehr alleine in der Innenstadt auf die Straßen zu gehen. Die BBC-News veröffentlichten den polizeilichen „Ratschlag“… (Quelle: Akte-Islam)