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„Kauft nicht bei Juden“ – 2011 reloaded

Am vergangenen Samstag war PI in der Münchner Fußgängerzone unterwegs, um eine Umfrage zum Thema „Gehört der Islam zu Deutschland?“ durchzuführen. Wie zur Bestätigung bauten hinter uns Palästinenser-Sympathisanten einen Infostand auf und verteilten ein Flugblatt in einer Variante des altbewährten „Kauft nicht bei Juden“.

(Von Michael Stürzenberger, PI-München)

In der pro-palästinensischen Version heißt es: „Israelisches Obst und Gemüse? Nein Danke! …bis Israel das Völkerrecht einhält und die legitimen Rechte des palästinensischen Volkes anerkennt.“ Darüber prangt eine Orangenscheibe, aus der ein Blutstropfen läuft. Welch im wahrsten Sinne des Wortes triefende Symbolik.

Es ist nun wirklich empörend, dass sich Israel nicht verständnisvoller gegenüber den verzweifelten Hilferufen von Hamas & Co. zeigt, die in Form tausender Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen herausgeflogen kommen. Die armen Palästinenser, müssen sie doch in einem „KZ“ leben und sind seit Jahrzehnten einem israelischen „Völkermord“ ausgesetzt, der aber der so ziemlich erfolgloseste der Geschichte sein dürfte. Denn die armen Gaza-Menschen haben sich während der grausamen Unterdrückung durch die jüdischen Imperialisten seit 1967 versiebzehnfacht. Wer so ein trostloses Dasein fristet, kann sich dann wohl auch nicht mehr so richtig über die milliardenschweren Subventionen aus Europa und den USA freuen.

Auf der Rückseite des Pali-Pamphlets wird über die „völkerrechtswidrige Besetzung des Westjordanlandes“, den „illegalen Siedlungsbau“ sowie den „illegalen Mauerbau“ gejammert. Nach dem Motto: Weg mit der Mauer – freier Zugang für Selbstmordbomber. Die haben ja schließlich auch ein Recht auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit. Weiter geht es gegen die „rassistische Diskriminierung der palästinensischen Bürger Israels“. Nun, schließlich werden Moslems in Israel bekanntlich bis in die Knesset hineindiskriminiert. Außerdem empört man sich über „gezielte Angriffe auf Zivilbevölkerung“. So ein Pech aber auch, dass die sich zufällig immer gerade rund um Kassam-Raketenstellungen versammelt.

Die Pali-Fans haben ganze Arbeit geleistet und sind in Münchner Geschäfte ausgeschwärmt, um sich genau über die Produkte aus Israel zu informieren, die man nun ihrer Meinung nach nicht mehr kaufen darf. „Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen gegen israelische Apartheid“ nennen dies die linksgrün-islam-verdrehten Aktivisten.

Die Standbesatzung hat übrigens, als wir eine Muslima zum Thema „Gehört der Islam zu Deutschland?“ befragten, die Polizei gebeten – die sich gerade für ihre Broschüren interessierte – uns aus der unmittelbaren Standnähe zu weisen. Das kann noch heiter werden, wenn sich diese Bevölkerungsgruppen immer weiter ausbreiten, sich durch andere Ansichten „diskriminiert“ fühlen und immer intensiver Meinungsterror betreiben.

Wer sich im Münchner Rathaus dafür bedanken möchte, dass es für die Neuauflage der alten „Kauft nicht bei Juden“–Diffamierung Platz in der Fußgängerzone bereitgestellt hat, kann dies hier tun:

» buergerberatung.dir@muenchen.de

(Fotos: Roland Heinrich / Der Video-Beitrag zur Umfrage folgt in Kürze.)




PI-Interview mit dem „Ponchomann“

Der Ponchomann vor dem Kölner Dom am 4. März 2010Wie PI berichtete werden Deutschlands Städte zur Zeit von einer eifrigen „Ein-Mann-Demo“ bereist. Da wir bisher den Namen des Aktivisten nicht kannten und er stets einen auffälligen, mit Slogans bemalten Poncho bei sich trug, hat sich bei uns mittlerweile der Name „Ponchomann“ für ihn eingebürgert. Nun dauerte es nach der letzten Berichterstattung über die tätlichen Angrifffe auf den Ponchomann in Osnabrück nicht lange, bis uns die Identität des zivilcouragierten 67-Jährigen bekannt wurde. Es handelt sich um Leo S. aus Herne, einen bekennenden Altruisten, der PI gerne Rede und Antwort stand.

PI: Herr S., erzählen Sie uns etwas von sich.

Leo S.: ICH bin nicht wichtig! Wichtig ist die Botschaft auf den Ponchos, um die Deutschen zum Nachdenken zu bewegen.

Ihr Auftreten in deutschen Städten ist so ungewöhnlich wie auffällig. Was war der Auslöser dafür, dass Sie seit 2009 diese Ein-Mann-Demos in verschiedenen Städten veranstalten?

Erstens: Ich habe den Koran, die Tora und die Bibel gelesen. Und zweitens sagte mir 1999 ein 19-jähriger, hier geborener Türke: In der Freitagsmoschee wird gelehrt „Allah hat uns Deutschland gegeben – Deutschland gehört uns!“

Warum haben Sie sich ausgerechnet für diese Form des Protests entschieden?

Ich möchte die Gutmenschen aufrütteln.

In wie vielen Städten waren Sie mit diesen Slogans bereits unterwegs?

In sehr vielen, zum Beispiel in Berlin, Bonn, Aachen, Köln, Bergisch-Gladbach, Solingen, Neuss, Wuppertal, Düsseldorf, Mönchengladbach, Duisburg, Hagen, Witten, Mülheim/Ruhr, Bochum, Essen, Oberhausen, Gelsenkirchen, Bottrop, Herne, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Gladbeck, Unna, Dortmund, Hamm, Münster, Wesel, Datteln, Haltern, Osnabrück, Bremen usw.

Wie können unsere Leser Sie gegebenenfalls unterstützen, wenn sie Ihnen unterwegs begegnen?

Sie sollen Zivilcourage aufbringen und nachdenken was SIE tun können.

Wie reagieren die Menschen in der Regel auf Ihre Auftritte?

Mit Unverständnis – Türken beschimpfen mich grundsätzlich als NAZI. Ich wurde schon geschlagen, mit Eiern beworfen und meine Ponchos zerstört. Eine 16-jährige Türkin sagte zu mir vor dem Brandenburger Tor: „Ich möchte dich sterben, sterben, sterben sehen. Sterben sollst du, das wäre das größte!“

Und die Polizeibeamten, wie verhalten die sich Ihnen gegenüber?

Mal so, mal so. Zwei Beispiele: In Hattingen hat mir der Leiter der Kreispolizeiwache gesagt, wir hätten Probleme mit den Migranten, weil solche Typen wie ich da sind. In Berlin, als der belgische König zu Besuch war, hat einer von der Motorradeskorte angehalten und mir gesagt: „Das finde ich gut, was Sie da machen.“

Was waren die interessantesten Erlebnisse, die Sie auf Ihren Protestreisen bisher hatten?

Was mich sehr bewegt hat: Eine ältere Fau bekam einen Brief ihres Sohnes aus Amerika, in dem er schrieb, er wäre infolge der Wirtschaftskrise entlassen worden und müsse jetzt innerhalb von drei Wochen die USA verlassen. Er bat seine Mutter trotzdem, mir etwas Geld zu schicken: „Auch wenn es wenig ist, es hilft!“

Werden Sie – wenn Sie mit Ihrem Poncho unterwegs sind – eher von Muslimen oder Einheimischen belästigt?

Etwa gleich von Muslimen und Einheimischen. Besonders die Frauen einer „grünen Partei“ (Moslems und Einheimische) tun sich hier hervor.

Was war die gefährlichste Situation, die Sie bisher erlebt haben?

Ich wurde innerhalb eines Tages in Wesel zweimal von Türken in der Fußgängerzone geschlagen und mit Karatetritten traktiert.

Haben Sie das Gefühl, dass Deutschland langsam aufwacht, was die Gefahr der Islamisierung betrifft?

Eher nicht – die deutschen Gutmenschen blenden die Gefahr aus. Die Türken haben die Taktik entwickelt, den Deutschen ein schlechtes Gewissen einzureden, weil sie ja den Weltkrieg ausgelöst haben.

Wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen für Ihr Werk weiterhin alles Gute und vor allem Gesundheit.

(Foto oben: Der Ponchomann vor dem Kölner Dom am 4. März 2010)




PIGS wie die Spanier leben gut auf unsere Kosten

Die finanzschwachen PIGS heißen eigentlich PIIGS. Damit gemeint sind Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien. Ich ziehe aber die erste Schreibweise vor, denn die Italiener halten ihre Staatsschuldenpapiere selbst, und liegen nicht anderen Ländern auf der Tasche. Die „Schweine“ sind die anderen, denn sie kriegen unendlich Geld von der EU und der alternativlosen Merkel. Heute ist wieder Griechenland zum fünfundfünfzigsten Mal in der Diskussion, die Notkredite reichen immer noch nicht, ja wie denn auch!

Selber fahre ich gerade durch Spanien, den Leuten geht es gut, wie man sieht. Vor jeder Kirche sitzt höchstens ein Bettler, der Verkehr brummt, Straßen und Autobahnen sind 1A, Bankrotteure, die sich von Hochhäusern stürzen, sieht man keine, dafür allüberall kleine und große Baustellen, fertige, halbfertige und geplante. Und vor jeder steht ein Schild, um was es sich da dreht, wer was baut, und man möge die Belästigungen entschuldigen, und darunter so sicher wie das Amen in der Kirche in Blau und Gelb die Eurosterne und der Hinweis, daß die EU daran mitzahlt oder mitgezahlt hat. Das können Brücken, Plätze, Aussichtspunkte, Wanderwege, Windmühlen oder andalusische Viehweiden sein, man glaubt es nicht! Meine Frau hat es mir auch nicht geglaubt, aber ich rieche die EUdSSR kilometerweit, und sie hat es dann gesehen, als ich ihr die Baustellenschilder gezeigt habe. An allem, was in Spanien neu ist, haben wir bereits mitgezahlt. Wenn Spanien demnächst die PIG-Notrettung braucht, blechen wir, also der deutsche Steuerzahler, jedes Projekt doppelt! Im Umkreis von 100 km um meine Heimatstadt kenne ich kein einziges Projekt, das von der EU mitfinanziert worden wäre. Aktuell fällt mir in Deutschland nur die Vorzeige-Moschee in Marxloh ein!




1000 Christen von Muslimen ermordet

Massaker an der ElfenbeinküsteMindestens 1000 Christen wurden diese Woche an der Elfenbeinküste von muslimischen Truppen ermordet. Seit Ausbruch des Konfliktes an der Elfenbeinküste 2002 ist das Land in den muslimischen Norden und den christlichen Süden unterteilt. Letzte Woche fielen die Truppen des muslimischen Oppositionsführers Alassane Ouattara im Süden ein und verüben seither ein Massaker an den dortigen Christen – natürlich viel weniger aufregend als eine Koranverbrennung in den USA.

Bilder zur Lage an der Elfenbeinküste (Vorsicht, verstörende Szenen in der zweiten Hälfte des Videos):

Weitere Informationen zur den aktuellen Ereignissen finden Sie hier.

(Spürnase: LinksLiegenLassen)




Islam ist Loyalität, Freiheit und Frieden

Loyalty Freedom PeaceIn Großbritannien verkehren gegenwärtig 160 Linienbusse mit Plakaten über, die „Loyalität, Freiheitsliebe und Friedlichkeit“ des Islam aufklären (Foto), als Kampagne gegen die immer größer werdende „Islamophobie“ der Briten. Zudem werden von Haus zu Haus Flugblätter mit islamischen Friedensgrüßen verteilt: „Islam bedeutet Frieden und wir wollen den Menschen dieses Landes die wahre Botschaft der Religion zeigen.“ Interessanterweise bezeichnen einige Muslime selbst die von der Ahmadiyya initiierte Werbung als „unrealistisch“.




Neues vom Vorbürgerkrieg

SymbolbildVor 20 Jahren freute man sich auch in Großbeeren – südöstlich angrenzend an (West-) Berlin – über die Wiedervereinigung und die zu erwartende „materielle Bereicherung“. Dass die Deutsche Einheit aber auch noch ganz andere Formen der „Bereicherung“, z.B. aus dem zu etwa ein Drittel migrationsbehinderten West-Berlin bereithielt, dämmert manchem Brandenburger erst jetzt so langsam.

Der Tagesspiegel berichtet:

Insgesamt 60 Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren haben sich in Großbeeren (Teltow-Fläming) eine Massenschlägerei geliefert. Es standen sich vor allem Jugendliche deutscher und ausländischer Herkunft gegenüber.

Zuvor hatten laut Polizei drei Berliner andere Jugendliche aus der Gemeinde angepöbelt, einem 15-jährigen Thailänder aus Berlin ist daraufhin ins Gesicht geschlagen worden. Die drei Jugendlichen flüchteten in einen Imbiss. Die Massenprügelei ereignete sich am Freitagabend in dem brandenburgischen Ort südlich von Berlin.

Während der Imbiss-Inhaber die Polizei informierte, rief der 15-Jährige per Telefon Freunde als Verstärkung herbei. Rund 30 Jugendliche – laut Polizei Araber, Libanesen und Thailänder – kamen dann mit dem Bus nach Großbeeren. Schließlich kam es an mehreren Orten in der Gemeinde zu Prügeleien zwischen 30 Jugendlichen aus Großbeeren und ebenso vielen Berlinern.

Die bereits alarmierte Polizei rückte mit 30 Beamten an und nahm 19 Schläger vorübergehend fest. Von 35 Personen wurden die Personalien erfasst. Gegen die Beteiligten wird wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Es bleibt Großbeeren zu wünschen, dass die Probleme damit ausgestanden sind und sie sich – so wie die meisten PI-Leser – künftig unter einem Berliner wieder einen schwimmend in Fett ausgebackenen Pfannkuchen vorstellen können und nicht einen marodierenden Türken, Araber oder Thailänder.




Frankreich: Zwei Drittel der Häftlinge sind Muslime

Banlieue ParisTeilweise erschreckende Fakten fördert ein aktuelles Interview der französischen Zeitung France-Soir mit dem Soziologen Olivier Bobineau zutage. Bobineau lehrt an der Elite-Uni Sciences-Po Bordeaux und bildet zusätzlich am Katholischen Institut von Paris muslimische Nachwuchs-Führungskräfte aus.

(Von Thorsten M.)

So wohlwollend er „seiner Klientel“ gegenüber steht, muss er im Interview einräumen, dass etwa zwei Prozent der Muslime im Land Probleme bereiten würden. Also immerhin etwa 100.000 Personen. Dies führe dazu, dass 65% der französischen Gefängnisinsassen (80% der Häftlinge im Großraum Paris) aus dem muslimischen Kulturraum stammten.

Wie es gesamteuropäischer Konsens geworden ist, sucht er natürlich die Schuld daran vor allem bei der Aufnahmegesellschaft, die eben bis Ende der 90er-Jahre nicht habe wahrhaben wollen, dass diese Menschen dauerhaft in Europa bleiben werden. Hier wären – was die Kinder der Einwanderer aus den 60er-Jahren betrifft – Menschen herangewachsen, die zweifach heimatlos wären. Schließlich würden sie sowohl hier als auch in den Ländern ihrer Herkunft Fremde sein. Offenbar hält er dies für eine akzeptable Entschuldigung für Kriminalität und „Vorbürgerkrieg“.

Natürlich wird mit keinem Wort erwähnt, dass es vielleicht die Bringschuld eines Einwanderers sein könnte, sich anzupassen, in der Schule fleißig zu sein und sich später als „pflegeleichter“ und tüchtiger Arbeitnehmer eine Reputation zu erarbeiten.

Die Probleme außerhalb der Kriminalität hält Bobineau dagegen für vernachlässigbar. Gerade einmal an zehn Orten in ganz Frankreich würden betende Muslime für widerrechtliche Straßensperrungen sorgen. In den Schulkantinen gäbe es keine halal-Diskussion und ein schweinefleischfreies Menü sei schließlich organisatorisch überall möglich und längst ein Besitzstand der muslimischen Gemeinde.

Auch die etwa 2000 muslimischen Gebetsräume in Frankreich stuft er als unproblematisch ein. Lediglich etwa 30 davon verfügten über Minarette, von denen nur zwei höher als 30 Meter seien.

Auch die inzwischen in Frankreich verbotene Burka verursache keine Probleme. Es gebe aktuell keine diesbezüglichen „Sichtungen“. Lediglich etwa 1000 Trägerinnen des „gemäßigteren“ Niqab gebe es im Land.

Als „France-Soir“ aber etwas härter nachfragt, warum denn bei der früher erfolgten Einwanderung von Italienern, Juden und Polen keine Vororte außer Kontrolle der Polizei geraten seien, bleibt Bobineau gleichwohl eine klare Antwort schuldig. Ausweichend legt er Montaigne zitierend nahe, „dass Sicherheit doch bedeute, seine Staatsbürger nicht zu fürchten“. Frankreich dürfe kein geteiltes Volk sein, wie dies inzwischen selbst die Politik für sich ausschlachte.

Das heißt im Klartext: Auch hier haben wir es wieder mit einem oberschlauen Soziologen zu tun, der gerne gesellschaftliche Probleme mit Muslimen lösen würde, indem er einfach ignoriert, dass er es mit Muslimen zu tun hat. Ganz als würden wir anfangen Fahrräder zu reparieren und ausblenden, dass die Kette gerissen ist.

Vielleicht sollten Frankreich und Europa sich nach der Islam-Integration einmal am Perpetuum mobile versuchen?




Pro7: Volkserziehung zur Toleranz

Pro7: Volkserziehung zur ToleranzDas lateinische Wort Toleranz wird bekanntlich mit „Entgegenkommen“, aber auch mit Duldung, Duldsamkeit übersetzt. Das klingt zunächst (!) gut, um nicht zu sagen überaus positiv, insbesondere, wenn es um „Entgegenkommen“ geht. Denn wer würde es sich z.B. in einer Diskussion, in einer Debatte, einer Konferenz oder einer sonstigen Auseinandersetzung nicht wünschen, dass man ihm – zumindest ein Stück weit – entgegenkommt, ihm zugesteht, dass er genauso Recht haben kann, wie sein Gegenüber dies für sich beansprucht.

(Von Eckhardt Kiwitt, Freising)

Nun sind wir des Toleranzgeschwafels zwar „eigentlich“ längst überdrüssig, aber es kann immer wieder kontroverse Aussagen zum Toleranzbegriff geben. Der TV-Sender Pro7 liefert dafür ein schönes Beispiel und lässt für seinen „Tolerance Day“ am Freitag, dem 8. April, einige seiner Moderatoren-Sternchen „mit Hintergrund“ werben:

„taff“-Moderatorin Nela Panghy Lee meint in einem Kurz-Video:

„Deutsche sagen, dass Asiaten Schlitzaugen haben und Asiaten sagen, dass Deutsche Langnasen sind. Aber am Ende sind wir doch alle gleich. Also: Start Tolerance.“

Dabei verwechselt sie offenbar, dass wir, zumindest in Deutschland, aber auch in vielen anderen Staaten dieser Erde, zwar „vor dem Gesetz“ gleich sind, uns aber ansonsten sehr wohl unterscheiden – z.B. in der Form unserer Augenlider oder unserer Nasen, in der Farbe unserer Haare, der Farbe unserer Augen, die blau, braun, grau, grün oder – bei Albinos – rot sein können, oder unserer Haut, deren Farbpalette von schweinchenrosa bei uns Europäern bis tief dunkelbraun bei Schwarzafrikanern reicht, und Männer und Frauen sich im Geschlecht unterscheiden. Oder in unseren Lebensentwürfen, in unserem Glauben oder Nicht-Glauben, unserem Wissen oder Nicht-Wissen, in unserem Familienstand, unseren Berufen und den damit verbundenen finanziellen Einkünften, in unseren individuellen Interessen und Hobbys, in unseren handwerklichen, künstlerischen oder sonstigen Fähigkeiten, in unseren politischen Überzeugungen, um nur einige Beispiele zu nennen.

„Popstars“-Choreograf Detlef D! Soost kanns auch nicht besser, wenn er sagt:

„Vor mir singen und tanzen Inder, Holländer, Deutsche, Chinesen, Eskimos, Amerikaner – völlig egal. Wichtig ist: die Toleranz zählt. Egal ob bei Popstars oder irgendwo anders. Schaut mich an! Seid ihr tolerant, wenn ich so rumrenne? Ich hoffe doch sehr. Denn ich, ich bin’s. Toleranz fängt bei dir an.“

Im Gegenteil: Mit den „Eskimos“ hat Soost sich einen „rassistischen“ Fauxpas sondergleichen geleistet, bedeutet Eskimo doch „Rohfleischesser“ und wird von den Inuit, die er wohl meinte, als tiefe Beleidigung empfunden. Und ganz nebenbei: Wen meint er mit „Amerikaner“? Der amerikanische Doppelkontinent ist ziemlich groß und Heimat ethnisch wie auch kulturell unterschiedlichster „Amerikaner“ sowohl früh-asiatischer als auch spät-europäischer Herkunft.

Es folgt „Galileo“-Moderator Daniel Aminati, der uns treuherzig mitteilt:

„Tja, Toleranz bedeutet für mich, jeden Menschen so zu nehmen wie er ist, egal, ob er schwarz oder weiß ist, groß oder klein, arm oder reich; ist eigentlich völlig wurscht. Also: Enjoy Difference, Start Tolerance.“

Klingt nicht schlecht in dieser Sequenz der Toleranzverliebten, auch wenn sich der Sonnyboy „im richtigen Leben“ zuweilen etwas anders verhält.

Zum guten Schluss noch die deutsch-norwegische Moderatorin Charlotte Engelhardt, die uns mit einem etwas seltsamen Outfit wissen lässt, dass sie genauso wie Türkinnen ein Kopftuch trägt:

WELT-Autor Henryk M. Broder schreibt in seiner „Kritik der reinen Toleranz“:

„Tolerieren“ bedeutet wörtlich „dulden“, „gewähren lassen“. Wer die Güte hat, jemand zu tolerieren, der hat auch die Macht, ihn zu vernichten, wenn er es sich anders überlegt hat.

Treffer. In den vergangenen Wochen konnten wir in zwei nordafrikanischen Staaten beobachten, wie die dortige Bevölkerung ihre Despoten jahrzehntelang toleriert hat – bis die Menschen es sich anders überlegt und die Despoten zumindest „in die Wüste“ geschickt haben.

Alle Toleranzverliebten sollten ihr Anliegen mal den Rassisten von der „Antifa“ (die gemäß ihrer eigenen Rassismus-Definition bekanntlich zu den schlimmsten Rassisten gehören) oder den Herrschern in Saudi-Arabien, dem Iran, der Türkei, in Kuba, Nord-Korea, China und manch anderen Staaten erläutern. Die werden ihnen bestimmt aufmerksam zuhören und begeistert von der Idee sein, dass man Menschen anderen Glaubens oder anderer politischer Überzeugungen doch mindestens „tolerieren“ muss.

Wie schön wäre es also, wenn der „Tolerance Day“ ein deutscher Exportschlager würde und in bestimmten Staaten und Kulturkreisen mindestens einmal wöchentlich stattfände. Vielleicht könnte er dort mehr bewirken, als hierzulande angeblich noch nötig ist.

» zuschauerservice@prosieben.de

Eckhardt KiwittZum Autor: Eckhardt Kiwitt ist Angestellter in einem Verlag, Mitglied der Bürgerbewegung Pax-Europa und Autor des Aufsatzes „Das Islam-Prinzip“ sowie Gestalter des PI-Kalenders 2011. Laut LMU-Dozent Stefan Jakob Wimmer gehört er in die Riege der „prominenten Islamkritiker“.


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