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Ist Jones für Tote in Afghanistan verantwortlich?

Pastor Terry JonesAls Pastor Terry Jones (59) seine Absicht ankündigte, am Jahrestag des 9/11 2010 einen Koran zu verbrennen, setzte ihn die US-Regierung aus Angst vor Angriffen auf amerikanische Truppen im Ausland heftig unter Druck davon abzulassen; schließlich sagte er das ab.

(Von Daniel Pipes)

Allerdings strich Jones die zeremonielle Verurteilung der islamischen heiligen Schrift nicht – er schob sie nur um sechs Monate auf. Am 20. März berief er eine sechsstündige Zeremonie ein, die er „Internationalen Koran-Urteils-Tag“ nannte; in einem gespielten Gerichtsverfahren wurde das Buch wegen „Verbrechen gegen die Menschheit für schuldig“ befunden, dann wurde eine Ausgabe in Brand gesetzt.

Der Vorgang wurde in den USA gezielt ignoriert; man hoffte seine Folgen begrenzen zu können, aber im Zeitalter des Internets bleibt nichts geheim. Innerhalb von zwei Tagen erreichte die Nachricht vom Feuer Pakistan und Afghanistan; die Präsidenten beider Länder prangerten Jones an und sorgten für breite Aufmerksamkeit für sein Handeln. Am 1. April schlugen in Wut versetzte Afghanen los und töteten in Mazar-e-Scharif im Norden zwölf Menschen; am nächsten Tag griffen als Frauen verkleidete Selbstmordbomber eine Koalitionsbasis in Kabul an und in Kandahar töteten Straßenmobs zwölf Menschen. (Das, sollte man anmerken, waren nur fünf Tote mehr als im September 2010, als 19 Personen getötet wurden, nachdem Jones lediglich ankündigte einen Koran zu verbrennen.)

Wer ist moralisch für diese Toten verantwortlich zu machen – Jones oder die Islamisten, die die Gesetze des Islam in ihrer Gesamtheit und so schwer wie möglich angewandt sehen wollen?

Es überrascht nicht, dass Jones die Morde als „kriminelle Taten“ bezeichnete und geltend macht: „Wir müssen diese Länder und die Leute für das zur Verantwortung ziehen, was sie getan haben, ebenso für jede Rechtfertigung, die sie für ihre terroristischen Aktivitäten benutzen.“

Im Gegensatz dazu charakterisierte Barack Obama die Koranverbrennung als „einen Akt extremer Intoleranz und blinden religiösen Eifers“, während er die gewalttätigen Reaktionen „unehrenhaft und bedauerlich“ nannte. Abgeordnete des Kongresses machten in überwältigender Zahl Jones verantwortlich:

– Der Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid (Demokrat, Nevada) sagte, er werde „einen Blick darauf werfen“, ob eine Resolution zur Verurteilung der Koranverbrennung eingebracht wird.
– Senat-Mehrheitseinpeitscher Richard J. Durbin (Demokrat, Illinois) behauptet: „Dieser Pastor mit seinem Publicity-Stunt mit dem Koran gefährdet unglücklicherweise das Leben unserer Soldaten und die Bürger dieses Landes und eine Menge unschuldiger Menschen.“
– Senator Lindsey Graham (Republikaner aus South Carolina) gab dem Wunsch Ausdruck, „einen Weg zu finden, um das [amerikanische] Volk zur Verantwortung zu ziehen“ und nannte freie Meinungsäußerung „eine großartige Idee, aber wir befinden uns im Krieg“. (Sie können eine von Ann Barnhardt geschriebene Kritik der peinlichen Äußerung Grahams hier lesen.)
– Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Repräsentantenhauses, Mike Rogers (Republikaner aus Michigan), verlangte von jedem Amerikaner „rücksichtsvoll und aufmerksam bezüglich der Verantwortung eines jeden Staatsbürgers sein, seinen Teil dazu beizutragen sicherzustellen, dass unsere Soldaten sicher nach Hause kommen“.

Angesichts dieses Konsens der Elite Jones verantwortlich zu machen überraschten die Antworten einer von der linken britischen Zeitung Guardian gesponserten Umfrage ein wenig. Danach gefragt, ob „der Pastor aus Florida, der den Koran verbrannte, moralisch für die bei den Unruhen in Afghanistan getöteten Mitarbeiter verantwortlich“ ist, beschuldigten nur 45 Prozent Jones, 55 Prozent machten die Islamisten verantwortlich.

Tatsächlich stimmen einige nicht islamistische amerikanisch-muslimische Führer dieser Meinung zu. M. Zuhdi Jasser vom American Islamic Forum for Democracy in Arizona schreibt die Toten extremistischen Führern zu, die die Koranverbrennung als Ausrede für Gewalt ausnutzen. Der Imam einer Ahmadiyya-Moschee in Kalifornien, Shamshad Nasir, sagte, seine Gemeinde „lehnt jede Tötung im Namen der Religion wo auch immer ab, selbst wenn sie im Namen der heiligsten Schriften verübt wird“.

Im letzten September, als Jones damit drohte einen Koran zu verbrennen, schrieb ich, die „Gewalt entstammt dem islamischen Gesetz, der Scharia, die darauf besteht, dass der Islam und insbesondere der Koran einen privilegierten Status genießt“. Diesem Insistieren, das im Westen seit 1989 betrieben wird, als Ayatollah Khomeini ein Edikt gegen Salman Rushdie wegen dessen Roman „Die satanischen Verse“ verhängte, darf nicht nachgegeben werden. Der Islam ist eine Religion von vielen, ohne Anspruch auf Vorrangstatus. In der Tat ist die Beendigung des islamischen Bestehens auf Vorrangstatus die größte Einzelherausforderung für die Modernisierung des Islam.

So widerwärtig Jones‘ Tat ist, sie ist sowohl legal als auch nicht gewalttätig. Er ist für die 43 Toten nicht verantwortlich; der widerlichen, barbarischen Ideologie des Islamismus muss die Schuld gegeben werden. Wann werden die US-Politiker dies grundlegende Tatsache begreifen und kraftvoll für die bürgerlichen Freiheiten der amerikanischen Bürger einstehen? Den Islam zu kritisieren, geschmackvoll oder geschmacklos, ist ein Verfassungsrecht. Allerdings, wenn es intelligent gemacht wird, sogar ein zivilisatorisches Gebot.

(Englischer Originaltext: Should We Blame a Florida Pastor for Deaths in Afghanistan? / Übersetzung: H. Eiteneier)




Alles neu macht der Mai mit Flotilla II

Flotilla II geplantDer deutsche „Orientalist“ und Judenhasser Chef-Israelkritiker Udo Steinbach packt die Koffer für Flotilla II – eine „deutsche Initiative“, die als Teil eines europaweiten Bündnisses mit mehreren Schiffen im Mai die Blockade zum Gazastreifen durchbrechen soll – terminlich also passend zur geplanten 3. Intifada am Unabhängigkeitstag am 15.5. Ob Steinbach ebenfalls türkische Terroristen für seine „Friedensmission“ anheuert, konnte er noch nicht sagen. Da er sich selbst jedoch als „eine Art Galionsfigur“ sieht, lässt sich bei Steinbachs dezidiert anti-israelischer Haltung nichts gutes erahnen. Interessierte Märtyrer-Anwärter Fahrgäste können sich hier um eine Mitfahrgelegenheit bewerben.

(Spürnase: HBS)




Türkische Hochzeit macht Gast Messer

MesserBei einer türkischen Hochzeitsfeier in Schleswig-Holstein brach unter 15 der insgesamt 400 Gäste eine Prügelei aus. Schließlich zog einer von ihnen ein Messer, rammte es einem anderen Gast in die Schulter und verletzte ihn schwer. Warum es zu dem Streit kam, ist noch unklar. Vermutlich hatte er wieder einmal kulturell-folkloristische Hintergründe. Weitere Einzelheiten zum Fall sind noch nicht bekannt.

(Spürnase: msvorgel)




Wir leben in einer anderen Republik!

In den Fragen von Recht und Ordnung, der Währung, der Familien-, Gender und Quotenpolitik, der Geschichtspolitik, von Zuwanderung, Ausländern und der Herausforderung durch den Islam gibt es eine große Gesinnungsgemeinschaft der Guten und sonst nichts. Das Selbstverständnis des Staates gleitet ins Postmoderne, „wo das Nationale, Heroische und Industrielle verblassen“, so Zeit-Herausgeber Josef Joffe… Anzeichen einer Öko-Diktatur sind unübersehbar. Über das unbewiesene Axiom des „menschengemachten Klimawandels“ werden das Verhalten der Menschen gesteuert und ihr Geld abgeschöpft… Schreibt Thorsten Hinz in der JF! Weitere Links gemixt:

» Berlin fürchtet Flüchtlinge aus Lampedusa! Ach was?
» Bayern droht mit Grenzkontrollen! Ach was?
» Schweiz will Schlepper stoppen! Ach was?
» Aus einem Feuerzeug kommt Feuer! Ach was?
» In Hamburg brennen wieder 8 Autos! Ach was?
» EUdSSR will doppelte deutsche Entwicklungshilfe! Brüssel raus hier!
» EUdSSR will Diesel-Preis erhöhen! Brüssel raus hier!
» Nationalität der Täter soll erfasst werden. Wann endlich?
» Isländer wollen Schulden nicht bezahlen! So so!
» Portugal will auch nicht sparen! So so!

Bitte gerne weitere Links posten!




Nationalität der Täter spielt eine Rolle

Klaus JansenDer Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Klaus Jansen (Foto), erklärt gegenüber der Welt, warum es Sinn macht, die Nationalität Krimineller zu erfassen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Jansen ist ein Verfechter des Neuköllner Modells der verstorbenen Jugendrichterin Kirsten Heisig, wonach sich junge Täter bei kleineren Delikten wenige Tage später bereits vor Gericht verantworten müssen.

Nicht zuletzt weil es viel Geld spart. Wir können lange Prozessverhandlungen, die Vorladung von Zeugen und die Verhängung von Strafen in Jugendhaftanstalten vermeiden, wenn wir direkt am Anfang richtig handeln. Wenn ein Jugendlicher wenige Tage nach seinem ersten Delikt je nach Schwere vielleicht zu vier Wochen Arrest verurteilt wird, ist das ein einschneidendes, abschreckendes Erlebnis. …

Die Täter gehören eingefangen und auf die richtige Spur gesetzt. Ich denke da übrigens ganz im Sinne der Täter: Wir brauchen jeden von denen. Es gibt fantastische Schulen, die viel tun.

Gerade die Erfassung der Nationalität der jungen Straftäter sei wichtig, um festzustellen, was ihnen zu wirklicher Intgration fehlt:

Natürlich, das fordern wir schon lange. Wir müssen doch im interkulturellen Dialog wissen, womit wir es zu tun haben, um mit den richtigen Integrationsmaßnahmen gegenzusteuern.

Wir brauchen etwa mehr Sozialarbeiter mit Migrationshintergrund. Warum bringen wir uns um diesen Steuerungsmechanismus? Das ist doch dumm. Denn wer einmal eine schwere Tat begangen hat, den bekommt man nur mit viel Aufwand wieder auf die richtige Bahn. …

Junge Menschen müssen klare Regeln einhalten. Natürlich muss man sich aus Respekt vor der Andersartigkeit auch mal zurückhalten. Aber unsere Gesetze gelten für alle. …

Wenn wir einen Teil der Jugendlichen heute stabilisieren können und dann einen größeren Teil in der nächsten Generation, das doch ein riesiger Erfolg.

Jansen hält an der „Talentiertheit“ aller Einzelfälle fest, macht aber immerhin auch deutlich, dass man den Migrationshintergrund nicht unterschätzen darf.




Bonn: Salafisten schänden islamisches Gräberfeld

Bonn: Salafisten schänden islamisches GräberfeldAuf dem Bonner Nordfriedhof ist es vor zwei Wochen zu Schändungen mehrerer muslimischer Gräber gekommen. Warum der Bonner Generalanzeiger erst jetzt über den Vorfall berichtet, dürfte auf der Hand liegen: Bei den Tätern handelt es sich nicht etwa um „böse islamophobe Rechte“ – wie vielleicht von so manchem erhofft -, sondern um Glaubensbrüder, für die die islamischen Gräber einfach zu kuffar-ähnlich geschmückt waren.

Der Bonner General-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 9. April:

Zunächst sah es noch danach aus, als wenn die Täter es allein auf den Grabschmuck abgesehen hätten. Doch zwei Wochen nach der Tat schließen die Ermittler nicht mehr aus, dass religiöse Fanatiker 13 Grabstätten auf dem islamischen Gräberfeld auf dem Nordfriedhof geschändet haben.
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Die Täter hatten in der Nacht zum 24. März Blumen aus der Erde gerissen, Vasen und Grablichter ins Gebüsch geworfen, die Gräber regelrecht leer gefegt. Noch in derselben Nacht hatte die Polizei nach eigenen Angaben drei Tatverdächtige in unmittelbarer Nähe des Friedhofs aufgegriffen.

„Ermittelt wird gegen drei Männer: zwei Erwachsene und einen Heranwachsenden“, bestätigte am Freitag Oberstaatsanwalt Fred Apostel. Und er bestätigte auch, dass es sich um eine religiös motivierte Tat gehandelt haben könnte. Auch aus Polizeikreisen hieß es, Angehörige befürchteten, radikale Muslime könnten die Gräber ihrer Verstorbenen geschändet haben, weil sie nicht wollten, dass die Grabstätten nach christlichem Vorbild mit Blumen und Lichtern geschmückt werden.

Zum Hintergrund: „Durch die schlichte Gestaltung der Gräber will der Islam Gräber- und Totenkult verhindern“, schreibt der Zentralrat der Muslime auf seiner Homepage.

Die in Bonn lebende Muslimin Jomana Djoumma, deren Eltern Kurden aus Syrien sind, ist eine der Angehörigen, die auf dem Grabfeld ihren Vater nach islamischem Ritus hat bestatten lassen. Sie und ihr Bruder, die Anzeige erstattet haben, machen aus ihrer Empörung über die Grabschändung keinen Hehl.

Besonders schockiert sind die beiden, dass ausgerechnet radikale Muslime die Gräber verwüstet haben sollen. „Die Polizei sagte mir, dass es sich bei den mutmaßlichen Tätern um so genannte Salafisten handelt“, so Jomana Djoumma. Sie lasse sich aber auch als nicht praktizierende Muslimin von niemandem vorschreiben, wie sie das Grab ihres Vaters zu schmücken habe.

Salafisten sind laut Aussage des Imams Abdelkader Az-Za’im auf der Veranstaltung „In Kirche und Moschee“ am 9. Januar in der Al-Ansar-Moschee in Bad Godesberg (PI berichtete) „harmlose, oft falsch verstandene und zu Unrecht beschuldigte Muslime, die lediglich ihre Religion so verstehen, wie der Prophet sie formuliert hat.“ Und weiter: „Es gibt keinen Salafismus.“ Aber eben wohl doch verbindliche „religiöse Vorschriften“ auch für nicht praktizierende Muslime und Nicht-Salafisten, Frau Djoumma! So ist das halt mit Ihrer Religion.

P.S.: Die Moslem-Fraktion im Bonner Integrationsrat beantragt schon seit langem die Bereitstellung eines eigenen Friedhofs. Das ist der Stadt aber wohl offenbar zu teuer, da ja erst die Erde der unreinen kuffar beseitigt werden müsste. Aber man wird sicher noch ein paar Schwimmbäder, Büchereien und Kindergärten schließen, damit die Kosten aufgebracht werden könnten, denn das wäre ja dann wieder mal ein sichtbares Zeichen der „Integration“.

(Spürnase: Verena B., PI-Gruppe Bonn)




Der Gutmensch – Versuch einer Erklärung

Selten fand ich einen Begriff so zutreffend wie der des Gutmenschen bzw. Gutmenschentums. Man stößt überall auf ihn, nicht selten wird er aber etwas unreflektiert benutzt, da man ihn einfach inflationär benutzt. Ich versuche hiermit eine Klärung des Begriffes, um zu zeigen, was sich dahinter verbirgt.

(Von Morten Morten)

Ein Gutmensch darf keinesfalls mit einem guten Menschen verwechselt werden. Bei einem guten Menschen handelt es sich um jemanden, der „gut“ handelt in dem Sinne, dass er etwas, tut, was im allgemeinen Sinne als „gut“ bezeichnet wird z.B. Unterstützung sozial Benachteiligter, Geldspenden für wohltätige Zwecke und dergleichen. Dabei sollte dies aber keine Einzelhandlung darstellen, sondern eher ein spezifischer Charakterzug, da bei einer einzelnen Handlung nicht auf eine grundsätzliche charakterliche Disposition geschlossen werden kann. Das wichtigste Kriterium bei der Beurteilung eines guten Menschen aber besteht darin, dass er sein „gutes“ Handeln nicht für persönliche und somit rein egoistische narzisstische Bedürfnisse missbraucht, um das Gefühl des „Gutseins“ bzw. das, was er dafür hält, zur persönlichen Aufwertung auszuschöpfen, genau so wie es der Gutmensch tut. Ein Wesenszug eines guten Menschen besteht in einer gewissen Bescheidenheit, einer unaufdringlichen Art. Er macht sein Tun nicht publik, sondern handelt einfach, um ein konkretes Problem anzugehen.

Der Gutmensch ist dieser Haltung vollkommen entgegengesetzt, denn er handelt „gut“ einzig und allein um seiner selbst willen, sei es zur Aufwertung seines sozialen Prestiges, sei es zur Anerkennung und Bestätigung von außen, sei es, um sich im Gefühl, „gut“ zu sein, regelrecht zu sonnen und zu suhlen, sei es um sich moralisch überlegen zu fühlen… Diese vermeintliche moralische Überlegenheit ist eines der Hauptmotive des Gutmenschen. Er handelt grundsätzlich aus einem narzisstischen Bedürfnis und der Sucht heraus, anerkannt zu werden, und reagiert aggressiv, wenn ihm diese narzisstische Zufuhr verwehrt wird (Stichwort: linke Politik).

Das Gutmenschentum hat von Europa Besitz ergriffen, denn ausgehend von den USA und der dortigen Kultivierung der „Politischen Korrektheit“ als Manifestation des Gutmenschentums ( bedingt durch die Emigration vieler europäischer Geistesgrößen vor allem der sogenannten Frankfurter Schule als extreme Reaktion auf den europäischen Faschismus ), wurde es in der Nachkriegszeit nach Europa reimportiert und dort weiter „kultiviert“. Der Unterschied bestand darin, dass die politischen Verhältnisse der Nachkriegszeit dieses neue sozialpsychologische / soziologische Paradigma unterstützten, es förderten, geradezu dankbar aufnahmen. Dies kann und muss als eine Form der Schuldbewältigung verstanden werden. Diese Schuldbewältigung erfolgte und erfolgt Versuch, die jüngste europäische Geschichte in einen größeren universellen Kontext zu stellen und sie auf ihre unterdrückerischen, imperialistischen Tendenzen schlechthin zu untersuchen auch und besonders als Form der Entlastung. So wurden / werden Phänomene wie Nationalismus, Patriotismus, Imperialismus, Kolonialismus, Rassismus, Diskriminierung etc. grundsätzlich unter diesem (marxistischen) Aspekt gesehen und verstanden. Da der Welt sozusagen ein Gegenmodell zur europäischen Vergangenheit präsentiert werden musste, bildete sich ein europäisch-universelles Selbstverständnis heraus, das seinen Ausdruck sozusagen modellhaft im europäischen Sozialstaat fand. Das Fatale aber an diesem europäisch-universellen Sendungsbewusstsein ist: Die Europäer (damit meine ich nicht die Europäer schlechthin, sondern die Europäische Union die zur Repräsentantin dieses Sendungsbewusstseins geworden ist) erkennen nicht den Widerspruch, dass ihr Gutmenschentum der Versuch einer Bewältigung historischer Schuld und der Wunsch nach einem Bruch mit dieser Tradition ist und gleichzeitig nach wie vor in eben dieser Tradition europäischer Arroganz und Überlegenheit steht. Der einzige Unterschied aber besteht in der Veränderung des Motivs: War es früher eine kulturell-intellektuelle Überlegenheit, so ist das heutige Motiv: Schuld.

Schuld aber ist eine extrem undankbare Voraussetzung für Politik. Da wo sie das dominierende Motiv ist, ist (politisches) Handeln zu neurotischem Handeln degradiert. Es äußert sich in Anbiederung, Selbstanklage, Unterwerfung, Selbstverleugnung, Infragestellung und im Extremfall Leugnung oder gar Negierung der eigenen Identität. Der Supranationalismus der Europäischen Union bringt dies idealtypisch zum Ausdruck. Das (politische) Handeln ist pathologisch und nur so ist der Umgang mit einer Religion zu verstehen, die sozusagen absolut konträr zu dem steht, was das neurotische Europa als universelle Werte formuliert hat (universelle Menschenrechte).

Dies wird nicht erkannt, darf nicht erkannt werden, es muss geradezu verdrängt werden, da ein Annehmen des eigenen Scheiterns ein Eingeständnis wäre, dass ein pathologisches Handeln keine Grundlage für ein gemeinsames Europa sein kann. Es wäre das Eingeständnis eines politischen Scheiterns, die Zerstörung einer narzisstischen Illusion, das Eingeständnis, dass der Patient Europa psychisch gestört ist. Der Wunsch nach einem fiktiven Idealzustand als Form der Schuldbewältigung aber ist übermächtig (tiefenpsychologisch: Das Verhalten wird vom Über-Ich beherrscht, vitale Triebe (Es) werden um den Preis des Selbstverrats abgewehrt). Das Verhalten ist degeneriert.

Dieses pathologische Handeln ist symptomatisch für Staaten wie Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande, Großbritannien, Schweden, Dänemark…um nur einige zu nennen.

So lange nicht erkannt und eingestanden wird, dass Europa nicht das moralische Gewissen der Welt sein kann (Dazu besteht auch gar keine Notwendigkeit. Wir können nicht die Probleme der Welt lösen und wir müssen uns als Traumatisierte auch nicht anmaßen, alle anderen unseren moralischen Ansprüchen zu unterwerfen. Wir sehen ja, dass es gerade Muslime sind, die sich diesen regelrecht widersetzen), so lange die Widersprüche im eigenen Handeln nicht erkannt und die Konsequenzen daraus gezogen werden, so lange nicht erkannt und eingestanden wird, dass jede Kultur ihr Existenzrecht hat, dass aber diese anderen Kulturen nicht zwangsläufig kompatibel mit unserer Kultur sein müssen und es auch kein Naturgesetz gibt, dass dies so sein MUSS, so lange die eigene Kultur so pathologisch geprägt ist, so lange wird es Muslime geben, die genau diese Schwächen für eigene politische Zwecke ausnutzen und daraus politisches und ökonomisches Kapital schlagen und so lange können wir nicht selbst-bewusst sein. Die obengenannten moralischen Ansprüche sind nämlich nicht Ausdruck eines Selbst-Bewusstseins, sondern Ausdruck neurotischer Kompensation.

Dass wir dieses massive Problem mit Muslimen in Europa haben, ist nur erklärbar durch unsere geistig-moralische Disposition des Ressentiments gegen uns selbst.

Dass Muslime die Konfrontation mit Europa suchen, ist kein Zufall sondern geradezu logische Konsequenz. Unser degeneriertes Verhalten fordert sie dazu auf.

Die Tatsache, WIE dieses Verhalten von Muslimen wahrgenommen werden muss, wird ausgeblendet. Sie können gar nicht anders, als dieses als Schwäche, (moralische) Unterlegenheit, Dekadenz, Bestätigung der eigenen kulturell-religiös-moralischen Überlegenheit, Bestätigung ihres Sendungsbewusstseins… zu interpretieren, als ständige Etappensiege, die sie immer weiter in ihrem Handeln, Denken und Fühlen bestätigen und legitimieren müssen.

Sie werden geradezu ermuntert, da das europäische Gutmenschentum diesen Sachverhalt bedingt durch seinen Kulturrelativierungszwang nicht als kulturell-religiöses Phänomen erklärt, sondern als rein soziologisches / soziales. In der Tat, wir sind zu selbstgefälligen, dekadenten, saturierten Gesellschaften verkommen, die sich eine solche Politik einfach noch leisten können. Es handelt sich dabei AUCH um ein ökonomisches Luxusphänomen. Sie entspricht einer unterlegenen Opferhaltung, da wir immer noch aus dem narzisstischen unreflektierten Affekt heraus handeln. Wer könnte dies besser versinnbildlichen als die Repräsentanten unser politischen Kaste? Sie blockieren sich selbst aber auch sich gegenseitig, da sie permanent daran gemessen werden bzw. andere Politiker daran messen inwiefern sie die obengenannten moralischen Werte (Über-Ich) verinnerlicht haben bzw. ihr politisches Handeln formal diesen entspricht. Sie treten sozusagen in einen moralischen Wettstreit. Jeder will (muss) besser, moralischer, demokratischer, freiheitlicher…. sein als der andere.
Die größte Gefahr besteht darin, nicht zu erkennen, dass wir uns in dieser Haltung der eigenen kulturellen Negation nicht gegen eine eindringende und aggressive Kultur wehren können, die gerade aus dem Motiv der kulturell-religiösen Überlegenheit heraus handelt und uns für unsere Ich-Schwäche verachtet und letztendlich bestraft.

Ein Teufelskreis par excellence, der unbedingt durchbrochen werden muss.

Meine Prognose ist die, dass eine solche Bewusstseinsänderung nicht durch einen Prozess kritischer, reifer Reflexion eingeleitet werden wird, sondern einzig und allein durch eine radikale Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Wenn wir uns diesen politischen Luxus nicht mehr werden leisten können, dann erst wird ein Bewusstseinswandel einsetzen und zwar deshalb, weil veränderte wirtschaftliche Verhältnisse unsere tiefsten Affekte ansprechen werden. Wir haben ja gesehen, dass wir an einer Veränderung der Verhältnisse durch rationale Überlegung gescheitert sind. Das Thema Migration, Zuwanderung, Muslime, Einwanderung etc. ist ein zutiefst emotionales und emotionalisiertes. Das ist ein wesentliches Merkmal neurotischen Verhaltens.




Islam und Toleranz…

…zwei Begriffe, die einander ausschließen. Das hat auch Siegfried Kohlhammer erkannt, der in seinem Buch über „Islam und Toleranz: Von angenehmen Märchen und unangenehmen Tatsachen“ aufklärt. In der Kurzbeschreibung des Buches auf Amazon heißt es:

Keine andere Religion kann sich einer so weitreichenden und passionierten Verteidigung von staatlicher Seite und in den Medien erfreuen wie der Islam. Weshalb dann sehen sich so viele ihrer Anhänger neuerdings als Opfer eines westlichen Aufklärungsfundamentalismus?

Seit der Aufklärung gehört die Kritik am Christentum zum intellektuellen Tagesgeschäft. Einer ähnlich schonungslosen Sicht auf den Islam wird hierzulande jedoch gern die Legitimation abgesprochen.

Besonders seit 9/11 werden Politiker und Kolumnisten nicht müde, die grundlegende Friedfertigkeit und Toleranzbereitschaft des Islam zu beschwören. Und sie können sich dabei auf historische Vorbilder berufen, denn schon vor mehr als zweihundert Jahren schwärmten deutsche Dichter und Denker von einem vergangenen Goldenen Zeitalter muslimischer Herrschaft, unter der Christen, Juden und Muslime, einträchtig zusammenlebend, die Gipfel von Kunst und Wissenschaft erstürmten.

Siegfried Kohlhammer stellt in seinen Essays unangenehme Fragen: Was motiviert die weitgehende Indifferenz gegenüber den Menschenrechtsverletzungen, die im Namen des Islam begangen werden? Weshalb misslingt insbesondere muslimischen Einwanderern die Integration selbst in der zweiten und dritten Generation und dies, obwohl Migranten nie zuvor in der Geschichte einen ähnlich hohen Grad an Unterstützung erfahren haben? Weil sie unter westlichen Hegemonialansprüchen und Islamophobie zu leiden haben?

Indem Siegfried Kohlhammer nüchtern die Legenden von den Fakten scheidet und sich gängigen Tendenzen zur Polarisierung verweigert, beseitigt er einen blinden Fleck im Auge der Aufklärung.

Zum gleichen Themenkomplex siehe auch Zafer Senocak, Regina Mönch und „Auf dem Weg zum Djihad“ von Francisco Garcia Fitz.


Buchtipp:




Epizentrum der Idiotie liegt in Deutschland

Ein Gespenst geht um in Europa: Technologie-Angst. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Tatsache ist: das Epizentrum liegt in Deutschland. Das war schon bei der Hexenverbrennung nicht anders. Ein Zufall? Dazu die WELTWOCHE! Der nächste gute Artikel zum Thema in der WELT: Die Ohnemichels und Schmarotzer aus Deutschland! Und noch einer: Die Wutbürger wollen nicht rechnen! Aber alle müssen bezahlen! Und da nochmals der Herr Zöllner, der sich anscheinend gut auskennt, wie sich deutsche Lumpen aus der Presse in Japan benehmen! Und zum Schluß der Ausblick auf die Kuhzunft der grünen Republik Germania! Gute Lektüre für das Wochenende! Deutschland schafft sich ab, noch anders als Sarrazin gemeint hat!